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fiktive Namen aus literarischen Werken nutzen

28.4.2021 Thema abonnieren
 Von 
Terii
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
fiktive Namen aus literarischen Werken nutzen

Hallo!
Ich habe ein Krimidinner geschrieben, dass ich gerne im Internet (Ich bin derzeit noch auf der Suche nach dem "Wo?") kommerziell anbieten möchte. In dem Krimidinner gibt es neun Charaktere, die auf bekannten Bösewichten und deren Geschichte basieren.

Manche Namen stammen aus Märchen: Rumpelstilzchen, die Knusperhexe ("Hänsel und Gretel"), die Böse Stiefmutter ("Aschenputtel"), die 13. Fee / die böse Fee ("Dornrösschen") und das Biest (aus "Die Schöne und das Biest").

A) Kann ich die Märchennamen und einzelne Details ihrer Geschichte nutzen?

Dann gibt es noch die Charaktere Voldemort ("Harry Potter"), der Joker (Comicfigur), Scar ("König der Löwen") und Gollum ("Herr der Ringe"). Dabei geb ich die Geschichten nicht direkt wieder, einzelne Eckdaten werden am Rande jedoch erwähnt und ein paar Dinge verändert. Zum Beispiel geht es bei Voldemort darum, dass er aus dem Zauberergefängnis ausgebrochen ist und Todesser rekrutieren möchte. Scar versteht sich mit den Hyänen nicht mehr so gut, seitdem er sie am Pride Rock verraten hat. Gollum ist sein Ring wichtiger als alles andere.
Ich kann die Namen und Geschichtsauszüge ja nicht einfach so verwenden.

B) Ist es möglich, die Namen leicht abzuändern und dann zu nutzen? Wie stark müsste der Name verändert werden?

C) Kann ich die Charaktere an sich mit ihrer Geschichte verwenden? (verunstaltete Kreatur mit einem Ring; träger, intelligenter Löwe, der Verbindungen zu Hyänen hat)

D) Oder kann ich vielleicht einfach anmerken, wovon die Charaktere inspiriert wurden? ("Die Figuren sind von Bösewichten aus Buch und Film inspiriert.")

Vielen Dank für alle Antworten!

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Kalanndok
Status:
Praktikant
(575 Beiträge, 110x hilfreich)

Die Figuren aus den Märchen, da dürfte das Urheberrecht abgelaufen sein. Die darfst Du verwenden wie Du möchtest.
Aber vergiss nicht: Der Name der 13. Fee ist wiederum eine Disney-Erfindung. Genau so wie beispielsweise der Affe im Dschungelbuch.

Bei den Dingen wo aktuell noch Urheberrechte drauf sind, die darfst Du nicht ohne Lizenz verwenden.
Nur mal als Beispiel:
In einer Star Trek The-Next-Generation Folge wurde ein Charakter mit dem Namen Nick Locarno eingeführt. In Star Trek Voyager wollte man diesen Charakter dann in der Hauptbesetzung haben. Weil man dem Autor dieser einen TNG-Folge aber Tantiemen für jede einzelne Voyager-Folge hätte zahlen müssen, wurde aus Nick Locarno einfach Tom Paris (aber gespielt vom gleichen Schauspieler).

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