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verkauf von plagiaten

26.8.2009 Thema abonnieren
 Von 
pomelo
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
verkauf von plagiaten

guten abend,

herr xy möchte sein gehalt aufbessern,indem er gefälschte schuhe aus china importiert und per onlineshop verkauft(allerdings möchte er auf seiner seite auch ehrlicherweise angeben,dass es sich um replicas handelt).leider hat er das problem,dass die einfuhr von plagiaten zu gewerblichen zwecken verboten ist,der sitz seines kleinen unternehmens aber ausgerechnet in deutschland liegt.und da der zoll wohl kaum eine ausnahme auch bei "ehrlichem" verkauf machen wird,hat sich xy folgende option überlegt:

er lässt die schuhe nur in geringen mengen liefern über einen längeren zeitraum hinweg,so dass nicht offensichtlich der verdacht entsteht.es würde sich um ein gewerbe handeln.hat er dann eine ausreichend grosse pallette zusammen,wird er diese dann vertreiben. (was für ein ausgereifter plan :crazy: )

könnte es sein,dass xy durch prüfung der ip-adresse doch noch ärger bekommt,da ja dann bekannt wird dass der sitz der firma in deutsclhand ist,und diese offensichtlich mit plagiaten handelt?

eine weitere option für herrn xy wäre,die bestellung an den verkäufer in china weiterzuleiten,wobei natürlich die plagiate gar nicht erst importiert werden müssten,sondern aus china direkt zum käufer gelangen würden.

muss xy im zweifelsfalle die genauen hintergründe der geschäftsbeziehung zu dem chinesischen verkäufer offen legen,d.h. mit kaufnachweisen,rechnungen,usw ?

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-- Editiert am 26.08.2009 21:06

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
einzige!-kleine-koenigin.
Status:
Praktikant
(593 Beiträge, 181x hilfreich)

@pomelo

Sollte xy die Schuhe hier in einem Onlineshop verkaufen, ist es egal, wer die verschickt.

Der Verkäufer haftet.

Ihm droht nicht nur eine saftige Geldstrafe sondern auch die Erstattung der Beträge an die Kunden.

Sollte man ihm nachweisen können, dass er definitiv wusste, dass es sich um Plagiate handelt, dann kommt er da nicht mehr raus. Wenn es gross aufgezogen wird, kann sowas auch mit Freiheitsstrafe enden.

Und in dem Bereich ist die Justiz mal nicht zimperlich. Man liest immer häufiger von Razzien, welche eine Beschlagnahmung des PC´s nach sich zieht.

Wer gewerblich einen Onlineshop betreibt oder auch auf Ebay ständig neue Ware anbietet, handelt auch gewerblich und kann sich nicht um ein Impressum drücken.

Ebay zb. gibt die Daten hier auch raus.

Eigentlich unglaublich, wie man auf so eine Idee kommt.

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#2
 Von 
pomelo
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

also spielt es keine rolle,ob xy auf seiner seite angibt,dass es sich bei den schuhen um plagiate handelt?
wobei es ja dann aber andererseits auch kein betrug mehr wäre,da der käufer darüber informiert wird,dass die schuhe keine originale sind?!

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#3
 Von 
einzige!-kleine-koenigin.
Status:
Praktikant
(593 Beiträge, 181x hilfreich)

quote:
also spielt es keine rolle,ob xy auf seiner seite angibt,dass es sich bei den schuhen um plagiate handelt?

Das Verkaufen von Plagiaten ist in Deutschland verboten und wird strafrechtlich verfolgt.

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#4
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2390x hilfreich)

Alle deine Ideen sind illegal, und wären selten dämlich da ja ein öffentlicher Verkauf erfolgt. So schnell kannst du gar nicht schauen wie die dich verknacken.

Am besten gefällt mir die Idee das wenn man Fälchungen "Replica" nennt es legal wäre.

K.

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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

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#6
 Von 
Borst Mahlzahlt
Status:
Praktikant
(956 Beiträge, 257x hilfreich)

Genau.

Wenn wir Geschmacksmusterfragen mal außen vor lassen:

Es wäre IMO zulässig:

* ein in Japan hergestelltes Plagiat einer Playstation 3 hier als "Mikomo Magic Console Pro" zu labeln und zu verkaufen

* eine in Japan hergestellte Original-Playstation 3 hier als "Mikomo Magic Console Pro" zu labeln und zu verkaufen

* ein in Japan hergestelltes Plagiat einer Playstation 3 hier als "Spielekonsole (Replica)" zu labeln und zu verkaufen

Unzulässig wäre hingegen jeglicher Verweis auf "Sony" oder "Playstation".

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"Eingeblendete Werbung ist Werbung des Forenbetreibers, nicht meine."

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#7
 Von 
guest-12327.06.2010 20:05:23
Status:
Senior-Partner
(6301 Beiträge, 2390x hilfreich)

quote:
Es wäre IMO zulässig:

wenn im innern keine Patente verletzt wurden, keine Software kopiert, kein Bauteil nachgebaut, das Ding anders aussieht und anders riecht. Und man dem Käufer erklärt das es eine Waschmaschine ist.

Na aber dann ist es kein Replica sondern ein anderes Gerät, und selber erfinden war nie verboten.

Nach dem Tierschutzgesetz ist es übrigens auch erlaubt, ebenso nach der Bodenseeschifffahrtsordnung und der Kennzeichnungspflicht für Tiefkühlgemüse

K.

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"Ich hab keine Ahnung, davon aber mehr als genug."

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(77791 Beiträge, 33416x hilfreich)

Herr xy wird mit einer derartigen Vorgehensweise nicht sein Gehalt aufbessern sondern sein Vermögen stark dezimiern (für Anwälte, Strafen, Schadensersatz etc.).
Im schlimmsten Fall wird sein Aufenthaltsort für eine gewisse Zeit auf einen Raum im einer staatlichen Einrichtung beschränkt sein.

Die Ansätze sind zwar kreativ und clever, kolidieren jedoch an jeder Ecke mir den deutschen Gesetzen marken-, straf- und zivilrechtlicher Art.




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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

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