2 Mieterhöhungen innerhalb von 2 Jahren

25. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
2 Mieterhöhungen innerhalb von 2 Jahren



Hallo Community,


ich habe ein Anliegen bezüglich Mieterhöhungen (im Nachfolgenden zähle ich die Mieterhöhungenschreiben auf und erläutere die Bedründungen der Vermieterin)


1. Mieterhöhung:

Schreiben vom 15.12.2021;

Mieterhöhung zum 1.04.2022


Mieterhöhung von 490€ auf 525€ (Kaltmiete).

Begründung der Vermieterin: "Sie sind nun seit 2016 Mieter und seither haben sich die Mieten in Hannover z.T. drastisch verteuert (von 2019 zu 2021 allein um 20%)" Deshalb möchten wir die Miete um 7% von 490 auf 525€ anheben.

und weiter im Brief: "Wir sichern Ihnen zu, dass Sie zu diesem Thema die nächsten Jahre Ruhe haben."


2. Mieterhöhung:

Schreiben vom 15.11.2023

Mieterhöhung zum 01.04.2024


Mieterhöhung von 525€ auf 567€ (Kaltmiete).

Begründung der Vermieterin: "Die Kosten für Immobilienkredite haben sich verdoppelt und Handwerkerdienstleistungen sind sehr viel teurer geworden und die Inflation der letzte Jahre trifft Mieter wie Vermieter gleichermaßen."


Diesem 2. Mieterhöhungsschreiben habe ich noch nicht zugestimmt, da ich mich erstmal rechtlich beraten lassen möchte.

Ich wohne im Raum Hannover und die Miete liegt noch unter dem aktuellen Mietspiegel für diesen Stadtteil.


Mir geht es aktuell um eine Einschätzung der Mieterhöhung. Soweit ich das berechnet habe, liegt die erste Mieterhöhung bei 7% und die 2. Mieterhöhung bei 7,5%. Das wären dann ca. 14,5% Erhöhung innerhalb von 2 Jahren.


Nun meine Fragen dazu:

- Ist dies so korrekt und ist insbesondere die letzte Mieterhöhung so zulässig?

- Kann ich mich auf die letzte Aussage: "Wir sichern Ihnen zu, dass Sie zu diesem Thema die nächsten Jahre Ruhe haben." rechtlich beziehen?

- Eure Einschätzung: sollte ich mich an einen Mieterschutzbund wenden oder macht das nach eurer Einschätzung nach keinen Sinn?


Viele Grüße

Fragen zur Miete?

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33 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39589x hilfreich)

Zitat (von Janhannover):
da ich mich erstmal rechtlich beraten lassen möchte.

In DE ist die Rechtsberatung in konkreten Einzelfällen per Gesetz den Rechtsanwälten vorbehalten. Gute Idee, man wird ja auch Interesse daran haben, das ganze rechtssicher zu machen?

Das geht z.B. gleich hier https://www.frag-einen-anwalt.de/
oder hier: https://www.123recht.de/forum_forum.asp?forum_id=79



Zitat (von Janhannover):
Begründung der Vermieterin:

Die Begründungen wie "alles wird teurer" und "ich habe mich verkalkuliert und jetzt kein Geld mehr" sind nichtig, da weder Gesetzgeber noch Rechtsprechung diese als relevant anerkannt hat.



Zitat (von Janhannover):
Ich wohne im Raum Hannover

Und da gibt es zahlreiche billige Wohnungen in gleicher Qualität und Lage?

Ansosnten könnte sich das hier
Zitat (von Janhannover):
die Miete liegt noch unter dem aktuellen Mietspiegel für diesen Stadtteil.

recht schnell ändern.



Zitat (von Janhannover):
- Kann ich mich auf die letzte Aussage: "Wir sichern Ihnen zu, dass Sie zu diesem Thema die nächsten Jahre Ruhe haben." rechtlich beziehen?

Durchaus, ja.
Dummerweise sind "die nächsten Jahre" ja nun rum ...





Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Und da gibt es zahlreiche billige Wohnungen in gleicher Qualität und Lage?


Nein. Gibt es nicht... der Wohnraum ist in Hannover, wie in allen anderen Großstädten natürlich sehr angespannt und entsprechend teuer.
Durchschnittmietpreis liegt hier bei ca. 10€/qm2.

So wie ich dich jetzt aber verstanden habe, ist die Mieterhöhung rechtens und ich kann da eigentlich nichts gegen machen?

"Wir sichern ihnen zu, dass sie die nächsten Jahre Ruhe haben"...."die nächsten Jahre" ist natürlich Definitionssache. Trotzdem: direkt ein Jahr später eine erneute Erhöhung entspricht nicht "den nächsten Jahren"....

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3442 Beiträge, 545x hilfreich)

Die Mieterhöhung ist sehr moderat, da sollten sie zustimmen. Die erste kam erst nach 5 Jahren.
Die Vermieterin hätte bereits nach 3 Jahren 20 % erhöhen dürfen und dann vermutlich den Mietspiegel, falls es da bereits einen gab, evtl. erreicht.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
da sollten sie zustimmen


Ja das ist richtig. Worüber ich stolpere ist nur die Tatsache, dass sie im ersten Brief die Formulierung: "Hiermit versichere ich Ihnen, dass sie die nächsten Jahre Ruhe haben werden".

Und die Argumentation aus der 2. Mieterhöhung finde ich seltsam..... der Immobilienkredit hat sich verdoppelt.....ja und ? Ist ja nicht mein Problem.,

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3442 Beiträge, 545x hilfreich)

Zitat (von Janhannover):
Und die Argumentation aus der 2. Mieterhöhung finde ich seltsam..... der Immobilienkredit hat sich verdoppelt.....ja und ? Ist ja nicht mein Problem.,

Sie hat human erhöht, das drum herum war nicht notwendig.
Die nächsten Jahre Ruhe haben, kann 2 bedeuten aber auch mehr.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok. Also würdest du an meiner Stelle die Mieterhöhung akzeptieren, weil es auch keine Aussicht auf Erfolg hat, wenn ich dies anfechten?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3442 Beiträge, 545x hilfreich)


Zitat (von Janhannover):
Ok. Also würdest du an meiner Stelle die Mieterhöhung akzeptieren, weil es auch keine Aussicht auf Erfolg hat, wenn ich dies anfechten?

Natürlich, da sie unter dem Mietspiegel liegt, was gibt es da zu überlegen.
Zitat (von Janhannover):
ch wohne im Raum Hannover und die Miete liegt noch unter dem aktuellen Mietspiegel für diesen Stadtteil.

Hätte sich die Vermieterin schon 2021 bei Haus & Grund beraten lassen, wäre die Miete schon seit damals höher.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9809 Beiträge, 4456x hilfreich)

Loni ist recht freigibig mit dem Geld anderer Leute. In einem Rechtsforum ist es aber auch herzlich egal, wer was wie findet.

Rein rechtlich ist das bisherige eine freundliche Anfrage des Vermieters und kein rechtlich haltbares Mieterhöhungsverlangen, weil eine ausreichende Begründung fehlt. Insoweit kann der Mieter diesen Wunsch rein rechtlich gefahrlos ignorieren. Es muss nicht abgelehnt werden, es muss nicht angenommen werden.

Sollte der Mieter nicht zustimmen, dann kann es natürlich sein, dass der Vermieter ein rechtlich korrektes Mieterhöhungsverlangen über einen höheren Betrag zustellt. Rechtlich erlaubt wäre das vermutlich, da die letzte Mieterhöhung mehr als 15 Monate her ist und da nach deinen Angaben die Vergleichsmiete höher liegt.

Ob das passiert, ist in einem Forum nicht zu beurteilen. Ebenso ist nicht zu beurteilen, ob der Vermieter aus Verärgerung andere Probleme bereitet. Es scheint sich um einen Privatvermieter zu handeln. Da ist nie so ganz klar, auf welche Ideen diese kommen.

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3442 Beiträge, 545x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Loni ist recht freigibig mit dem Geld anderer Leute.

Nein.
Aber wie Du selber schreibst
Zitat (von cauchy):
Sollte der Mieter nicht zustimmen, dann kann es natürlich sein, dass der Vermieter ein rechtlich korrektes Mieterhöhungsverlangen über einen höheren Betrag zustellt.

Eben, dass ist zu befürchten.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39589x hilfreich)

Zitat (von Janhannover):
So wie ich dich jetzt aber verstanden habe, ist die Mieterhöhung rechtens und ich kann da eigentlich nichts gegen machen?

Nö, "nichtig" bedeutet genau das Gegenteil.

Im übrigen stimme ich cauchy vollumfänglich zu - man muss halt abwägen ob man dem Bettelbrief nachgibt, es eine kleine Erhöhung gibt und dann wieder Ruhe hat oder ob man anders vorgeht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47257 Beiträge, 16737x hilfreich)

Den Mietspiegel von Hannover findet man hier:
https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Planen,-Bauen,-Wohnen/Wohnen-Immobilien/Mietspiegel/Mietspiegel-f%C3%BCr-Hannover

Wenn die neue Miete noch darunter liegt, dann sollte man auch nach meiner Auffassung zustimmen, obwohl das Mieterhöhungsverlangen offensichtlich unwirksam ist.

Wie man aber auch dem Mietspiegel entnehmen kann, liegt die ortsübliche Vergleichsmiete nur für Wohnungen ab Baujahr 2010 über 10€/m2.

-- Editiert von User am 25. November 2023 21:00

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Wie man aber auch dem Mietspiegel entnehmen kann, liegt die ortsübliche Vergleichsmiete nur für Wohnungen ab Baujahr 2010 über 10€/m2.

Das Problem ist: der letzte Mietspiegel für Hannover liegt nur für das Jahr 2021 vor...aktuellere Mietspiegel sind leider nicht zu finden.
https://www.t-online.de/region/hannover/id_100249634/region-hannover-naechster-qualifizierter-mietspiegel-erst-2025.html

Das macht das Ganze für mich umso schwieriger einzuschätzen.

Es ist eine 75qm2 Altbauwohnung (3 Zimmer, mit Balkon), Wohnung ist nicht renoviert (Fußböden sehr abgenutzt, Türen ebenfalls).
Laut Wohnlageneinschätzungsbewertung liegt die Wohnung in einer normalen Lage (keine gute Lage). https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjG5Ybiv-GCAxXxN-wKHdp6CE0QFnoECBQQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.hannover.de%2Fcontent%2Fdownload%2F645261%2Ffile%2FWohnlage_Hannover_Stra%25C3%259Fenverzeichnis_2021.pdf&usg=AOvVaw37tJQBHnjcPi8vOJ21ILpo&opi=89978449
Die Wohnung befindet sich im Stadtteil Hannover Vahrenwald.

Wie ist eure Einschätzung?

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Sollte der Mieter nicht zustimmen, dann kann es natürlich sein, dass der Vermieter ein rechtlich korrektes Mieterhöhungsverlangen über einen höheren Betrag zustellt.


Naja die Frage ist: kann sie das überhaupt.

Rein rechnerisch hat sie die zulässigen 15% an zulässigen Erhöhungen innerhalb der letzten 3 Jahre voll ausgeschöpft. Fast..... 2022 waren es knapp 7% Erhöhung und 2024 dann nochmal 7,5%.
Durch die angespannte Wohnsituation in ganz Hannover gibt es eine Kappungsgrenze von max. 15%.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3442 Beiträge, 545x hilfreich)

Es wäre nett, wenn Sie richtig zitieren würden.
So stimmt es.

Zitat (von cauchy):
Sollte der Mieter nicht zustimmen, dann kann es natürlich sein, dass der Vermieter ein rechtlich korrektes Mieterhöhungsverlangen über einen höheren Betrag zustellt

Wenn die Wohnung passt, ihnen die Gegend gefällt und sie gerne dort wohnen, was spricht dann dagegen, diese Erhöhung anzunehmen.
Ansonsten müssen Sie 2025 eben mit 15 % Erhöhung rechnen.
Wie hoch ist denn der derzeitige m² Preis?
Türen streichen, kann doch der Mieter, ist nicht Sache des Vermieters.


-- Editiert von User am 26. November 2023 12:28

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31528 Beiträge, 5571x hilfreich)

zu 1: Das sind beides keine korrekten Mieterhöhungsverlangen. Das 1. wurde wirksam.
zu 2: Nein, darauf kann man sich nicht stützen.
zu 3: ICH würde nicht zum MB gehen, wenn ich dort nicht eh schon zahlendes Mitglied wäre.

Zitat (von Janhannover):
Wie ist eure Einschätzung?
Wie schätzt du denn deine Vermieterin ein?
Würde sie dir kündigen, wenn du der ME widersprichst bzw. einfach ab 1.4.24 die Erhöhung nicht zahlst?
ICH würde abwägen,
- ob mich die 35,-€ mehr Kaltmiete seit 1.4.22 schon an die Grenze meiner Belastbarkeit gebracht hat.
- ob ich die jetzt verlangte Erhöhung von 42,- weder zahlen will noch zahlen kann.

Zitat (von Janhannover):
Naja die Frage ist: kann sie das überhaupt.
Ja, das kann sie durchaus. Ich folge dem Gedankengang von @Loni12.

Ich meine: Die Vermieterin hat dir noch nie eine korrekte ME geschrieben.
Das kann sie durchaus nun für die 2. ME nachholen, d.h. sich von Experten eine solche formulieren lassen.
Dann würdest du uU einige Monate Zeit gewinnen und sie ein paar Mieteinnahmen verlieren--- mehr vermutlich nicht.
Aber das Verhältnis hätte einen Knacks, wenn es bisher gut war.
Fazit: Die reine Rechnerei und Vergleicherei ist hier evtl. fehl am Platze.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9809 Beiträge, 4456x hilfreich)

Oh, die Kappungsgrenze habe ich übersehen. Wenn die bei 15% ist, dann liegt die aktuelle Erhöhung eh schon drüber. Von 490 auf jetzt 567 sinds 15,7% . Maximum wäre daher so oder so eine Erhöhung auf 563,5.

Im übrigen würde ich empfehlen, die Kommentare von Loni in diesem Thread zu ignorieren. Dies ist ein Rechtsforum. Wer ohne jeden Hinweis auf die rechtliche Situation irgendwelche Empfehlungen abgibt, ist meiner Meinung nach nicht ernstzunehmen. Klar, man kann auch persönliche Meinungen kundtun. Nur das alleine bringt wenig. Wer interessiert sich für die unbegründete Meinung eines anonymen Internetusers? Keiner kennt den Background. Welche Interessen hat der user? Wir hatten hier im Forum schon Mitarbeiter von Mietervereinigungen wie Mitarbeiter in Hausverwaltungen. Die persönlichen Meinungen sind in der Regel von den persönlichen Erlebnissen geprägt.

Insoweit scheint mir der Hinweis auf die rechtliche Situation erst einmal der Wichtigste. Natürlich sollte sich der Mieter klar sein, dass der Vermieter nicht unbedingt glücklich sein wird, wenn er nicht seinen Willen bekommt. Aber mei, das muss der Mieter selber einschätzen. Zumindest die Reduktion auf 563,5 Euro ist dem Vermieter gegenüber sehr einfach zu begründen. Aber wie schon geschrieben muss der Mieter auf diesen Wunsch eh gar nicht reagieren.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(644 Beiträge, 80x hilfreich)

Auch wenn die Mieterhöhungen inhaltlich ausreichend begründet wäre so liegt zwischen der ersten und zweiten Erhöhung keine 15 Monate, hinzu kommt die knappe Überschreitung der Kappungsgrenze.

Insofern gibt es für den Mieter keinen Grund der Mieterhöhung jetzt zuzustimmen.

Klar, der VM könnte die zweite Mieterhöhung um drei Monate verschieben und auf die 15% anpassen, da dann hätte man zumindest für drei Monate den Erhöhungsbeitrag gespart.

Klar weiß man nicht wie sich der VM dann verhält. Auf mich wirkt die zweite Erhöhung eher wie "das ging beim ersten mal doch so reibunglos" dann machen wie das jetzt regelmäßig. Auch sollte man den Vermieter, man besten in einem persönlichen Gespräch, auf das abgegebene Versprechen hinweisen und warum er sich denn nun nicht mehr an diesen Mieterhöhungsverzicht für die nächsten Jahre halten will?

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31528 Beiträge, 5571x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
die Kommentare von Loni in diesem Thread zu ignorieren
Ach, jetzt @Loni12 auch?
Ich meine, das mit dem Ignorieren ist noch immer allein Sache des TE. Dieser TE fragte sehr deutlich nach Einschätzungen ... sogar 2x.

Zitat (von cauchy):
Dies ist ein Rechtsforum.
Dies ist immer noch ein Meinungs-und Diskussionsforum zu Rechtsfragen.
Zitat (von cauchy):
In einem Rechtsforum ist es aber auch herzlich egal, wer was wie findet.
Eben. Dazu brauchts keinen § und keine Zurechtweisungen, wie sie von dir so häufig kommen.
Zitat (von cauchy):
Die persönlichen Meinungen sind in der Regel von den persönlichen Erlebnissen geprägt.
Durchaus auch vom langen Lesen im Meinungsforum, u.a sogar deiner Beiträge.

Also nichts für ungut. :smile:
Du hast hier auch deine Meinung und Empfehlung kundgetan, weil es hier einfach keine Rechtsberatung gibt.

Zitat (von Gerd61):
Auf mich wirkt die zweite Erhöhung eher wie "das ging beim ersten mal doch so reibunglos" dann machen wie das jetzt regelmäßig.
Oder vielleicht so:
Sorry, alle wissen, dass alles viel teurer geworden ist. Mir als Vermieterin geht es ebenso. Deshalb...

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39589x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Ach, jetzt @Loni12 auch?

Keine Sorge, Dein Platz 1 ist nicht in Gefahr, der Vorsprung ist zu groß ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3442 Beiträge, 545x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
m übrigen würde ich empfehlen, die Kommentare von Loni in diesem Thread zu ignorieren.

Cauchy, realistisches Denken ist oft sinnvoller als § Reiterei. Dadurch könnte ein bisher gutes Verhältnis ins Gegenteil umschlagen.
Sind halt meine langjährigen Erfahrungen als Vermieterin.

1x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(644 Beiträge, 80x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Dadurch könnte ein bisher gutes Verhältnis ins Gegenteil umschlagen.


Bei mir wäre auch ein bis dato gutes Verhältnis zum VM spätestens durch die Nichteinhaltung eines gegebenen Versprechens zumindest belastet!

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Wenn die Wohnung passt, ihnen die Gegend gefällt und sie gerne dort wohnen, was spricht dann dagegen, diese Erhöhung anzunehmen.

Grundsätzlich erstmal nichts. Allerdings sollte sich es in dem Rahmen des zulässigen bewegen. Siehe auch Kappungsgrenze von 15%. Diese 15% hat die Vermieterin bereits mit 15,7% überschritten.

Zitat (von Loni12):
Ansonsten müssen Sie 2025 eben mit 15 % Erhöhung rechnen.

Warum das ?

Zitat (von Loni12):
Wie hoch ist denn der derzeitige m² Preis?

Aktuelller Mietpreis liegt bei 7€/qm2. Würde ich die Mieterhöhung akzeptieren, ist der Mietpreis auf dem aktuellen Niveau des Mietpreisspiegels.
Zitat (von Loni12):
Türen streichen, kann doch der Mieter, ist nicht Sache des Vermieters.

Ja das kann sein. Aber der Gesamtzustand der Wohnung ist renovierungsbedürftig. Besonders die alten Dielenböden müssten drigend abgeschliffen werden. Das rechtfertigt dann nicht eine Mieterhöhung bzw. ist nicht vergleichbar mit Mieten für Wohnungen mit einem besseren Gesamtzustand.

Zitat (von cauchy):
Zumindest die Reduktion auf 563,5 Euro ist dem Vermieter gegenüber sehr einfach zu begründen. Aber wie schon geschrieben muss der Mieter auf diesen Wunsch eh gar nicht reagieren.

Wie verhalte ich mich da jetzt am besten? Garnicht antworten finde ich schwierig.... sie hat ja angegeben, dass sie im Falle auch gerichtlich es einfordern kann.
Das persönliche Gespräch suchen?

Zitat (von Anami):
Wie schätzt du denn deine Vermieterin ein?
Würde sie dir kündigen, wenn du der ME widersprichst bzw. einfach ab 1.4.24 die Erhöhung nicht zahlst?
ICH würde abwägen,
- ob mich die 35,-€ mehr Kaltmiete seit 1.4.22 schon an die Grenze meiner Belastbarkeit gebracht hat.
- ob ich die jetzt verlangte Erhöhung von 42,- weder zahlen will noch zahlen kann.

Das kann ich nicht beurteilen. Das Verhältnis zwischen mir und der Vermieterin ist gut. Bei anfallenden Reparaturen geht alles relativ schnell. Eine Badezimmersanierung 2018 hat sie auch komplett gemacht und neulich eine neue Therme eingebaut. Also sie macht schon einiges.
Ob sie mir kündigen würde, kann ich nicht sagen. Wenn man dieses Schreiben einfach ignoriert, vielleicht. Deshalb dachte ich, es ist das beste, das persönliche Gespräch zu suchen.

Zitat (von Gerd61):
Auch wenn die Mieterhöhungen inhaltlich ausreichend begründet wäre so liegt zwischen der ersten und zweiten Erhöhung keine 15 Monate, hinzu kommt die knappe Überschreitung der Kappungsgrenze.

Doch liegt sie. Die erste Mieterhöhung erfolgte am 1.4.22 und die ausstehende Mieterhöhung nun am 1.3.24.......da liegen doch mehr als 15 Monaten zwischen?
Zitat (von Gerd61):
Auch sollte man den Vermieter, man besten in einem persönlichen Gespräch, auf das abgegebene Versprechen hinweisen und warum er sich denn nun nicht mehr an diesen Mieterhöhungsverzicht für die nächsten Jahre halten will?

Dann werden bestimmt die Argumente folgen: "Immobilienkredit hat sich verdoppelt etc."


Zitat (von Gerd61):
Bei mir wäre auch ein bis dato gutes Verhältnis zum VM spätestens durch die Nichteinhaltung eines gegebenen Versprechens zumindest belastet!

So sehe ich das auch. Deshalb bin ich auch sehr überrascht über die erneute Mieterhöhung und fühle mich etwas "veräppelt"......

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39589x hilfreich)

Zitat (von Janhannover):
Das Verhältnis zwischen mir und der Vermieterin ist gut. Bei anfallenden Reparaturen geht alles relativ schnell. Eine Badezimmersanierung 2018 hat sie auch komplett gemacht und neulich eine neue Therme eingebaut. Also sie macht schon einiges.

Das kann sich alles schnell ändern, wenn die Vermieterin meint, sie müsse künftig mit ganz spitzen Stift rechnen.



Zitat (von Janhannover):
Wie verhalte ich mich da jetzt am besten?

Das muss man selber entscheiden.



Zitat (von Janhannover):
Garnicht antworten finde ich schwierig.... sie hat ja angegeben, dass sie im Falle auch gerichtlich es einfordern kann.

Juristisch gesehen muss man auf Wunschzettel und Bettelbriefe nicht antworten.
Man könnte sie also vor Gericht vor die Wand laufen lassen.
Ist zwar nicht die feine Art, aber der Mieter muss dem Vermieter keine juristische Nachhilfe erteilen.



Zitat (von Janhannover):
Das persönliche Gespräch suchen?

Würde ich erst mal machen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Würde ich erst mal machen.

Dann mache ich das mal die nächsten Tage. Werde euch berichten.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(644 Beiträge, 80x hilfreich)

Zitat (von Janhannover):
Doch liegt sie. Die erste Mieterhöhung erfolgte am 1.4.22 und die ausstehende Mieterhöhung nun am 1.3.24.......da liegen doch mehr als 15 Monaten zwischen?


Sorry da hatte ich mich den Jahreszahlen vertan. Erste Mieterhöhung zum 01.04.2022, zweite Mieterhöhung zum 01.04.2024, sind entsprechend 24 Monate.

Zitat (von Janhannover):
Dann werden bestimmt die Argumente folgen: "Immobilienkredit hat sich verdoppelt etc."


Mag sein, das sind aber keine direkten Gründe die eine Mieterhöhung rechtfertigen.


0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9809 Beiträge, 4456x hilfreich)

Zitat (von Janhannover):
Eine Badezimmersanierung 2018 hat sie auch komplett gemacht und neulich eine neue Therme eingebaut. Also sie macht schon einiges.
Nur zur Sicherheit die Information, dass eine neue Therme auch eine Modernisierungsmieterhöhung rechtfertigen kann. Theoretisch kann das auch jetzt noch gehen, wenn der Einbau noch nicht solange her ist. Eine Modernisierungsmieterhöhung ist aber extrem kompliziert zu begründen und, da offenbar keine Vorankündigung erfolgt, wäre sie erst in einigen Monaten fällig. Dazu kommt noch, dass die Berechnung der Erhöhung sehr aufwändig ist. Dafür wäre die Kappungsgrenze irrelevant.

Das nur als HInweis. Wie gesagt: Extrem aufwändig sowas. Aber wenn der Vermieter sich kompetent beraten lässt, dann wäre sowas je nach Zustand der alten Therme bzw. Qualität der neuen Therme eventuell möglich.

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok. Würdet ihr dann unter Berücksichtigung der vorangangenen Renovierungen eher auf die Mieterhöhung zustimmen?

Auch ohne den Hinweis, dass die Mieterhöhung etwas zu hoch ausgefallen ist?

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31528 Beiträge, 5571x hilfreich)

ICH würde zustimmen.
bzw. einfach (ohne Extra-Zustimmung ) ab 1.4.23 die geforderte Kaltmiete zahlen.
ICH würde es nicht darauf anlegen, dass sie es auch gerichtlich...könnte.
WARUM und WANN hat sie das eigentlich gesagt?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Janhannover
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
WARUM und WANN hat sie das eigentlich gesagt?
Was genau meinst du damit ?

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39589x hilfreich)

Zitat (von Anami):
WARUM und WANN hat sie das eigentlich gesagt?

Nirgendwo.
Wie man lesen kann schrieb sie es ...


Signatur:

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