Alte Wohnung Miete

1. August 2019 Thema abonnieren
 Von 
Lena321
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Alte Wohnung Miete

Hallo zusammen,

Folgendes Problem:

Meine alte Wohnung wurde gekündigt zum 31.08. Am 24.Juli schrieb der Vermieter, dass sie neue Mieter gefunden haben, die zum 01.08. einziehen wollen. Super, dachte ich. Da ich schon eine neue Wohnung habe und dann keine doppelten Mietkosten bezahlen muss.
Am 27.07. wurden die Schlüssel übergeben und der Stromzähler abgelesen, auch da stand fest, dass zum 1.08. neue Mieter einziehen.
Heute, am 1.08. schrieb der Vermieter folgendes: Hallo, es tut mir leid dir sagen zu müssen, dass die neuen Mieter die wir geplant haben, abgesprungen sind und nicht mehr in die Wohnung einziehen wollen. Deswegen benötigen wir, von dir, noch ein Mietzahlung für den August. Die kannst du uns entweder überweisen oder wir ziehen dir die von der Kaution ab und überweisen dir den Rest. Bitte sage uns wie es dir am liebsten ist.
Mit freundlichen Grüßen

Geht das? Kann das so einfach gemacht werden? Wenn alles schon abgesprochen war, dass zum 1.08. vermietet wird und die Schlüssel abgegeben wurden?

Ich würde mich freuen, wenn jemand den Beitrag liest und einen Kommentar verfassen würde.
Lena

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

"Hallo, das mit dem Mieter tut mir leid für Dich, ist aber nicht mehr mein Problem. Ich erwarte die Überweisung der vollen Kaution."

Mit freundlichen.....

Schön für Dich ist, dass er geschrieben hat, außer dieser Miete nichts von der Kaution einbehalten zu wollen.

VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#2
 Von 
Anitari
Status:
Bachelor
(3201 Beiträge, 1444x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
ist aber nicht mehr mein Problem.


Da wäre ich mir nicht so sicher.

Zitat (von Lena321):
Geht das? Kann das so einfach gemacht werden?


Wenn es noch keinen wirksamen Mietvertrag ab dem 1.8. gibt/gab geht das so einfach.

Signatur:

„Sie hören von meinem Anwalt"
ist die erwachsene Version von „Das sage ich meiner Mama"

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118769 Beiträge, 39627x hilfreich)

Zitat (von Lena321):
Am 27.07. wurden die Schlüssel übergeben

An wen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
car4000
Status:
Schüler
(403 Beiträge, 60x hilfreich)

Hat man in dem Fall nicht das Recht / die Möglichkeit die Schlüssel zurück zu bekommen? Man zahlt ja schließlich auch noch Miete für August.

Dann würde ich für einen Monat noch mal ein neues Schloß ( 10€ ) rein machen. Am 02.09. das alte wieder rein und schön gesetzeskonform vormittags die Schlüssel übergeben.

Gruß
car4000

-- Editiert von car4000 am 02.08.2019 08:49

Signatur:

- car4000 -

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#5
 Von 
Daarin
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anitari):
Zitat (von Roland-S):
ist aber nicht mehr mein Problem.


Da wäre ich mir nicht so sicher.

Zitat (von Lena321):
Geht das? Kann das so einfach gemacht werden?


Wenn es noch keinen wirksamen Mietvertrag ab dem 1.8. gibt/gab geht das so einfach.


Also mein Gedankengang war jetzt, dass mit der Ankündigung, dass am 1.8. jemand einzieht, in Verbindung mit der Übergabe der Schlüssel (die ja wahrscheinlich vom VM gewollte wurde) und dem somit zustandegekommene Zustand, dass die Wohnung für den Mieter unbenutzbar ist ein mündlicher Aufhebungsvertrag zustandegekommen ist. Nun wüsste ich gerne:
1. Ist das möglich
2. Kann ein Aufhebungsvertrag überhaupt mündlich geschlossen werden?

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118769 Beiträge, 39627x hilfreich)

Zitat (von Daarin):
1. Ist das möglich
2. Kann ein Aufhebungsvertrag überhaupt mündlich geschlossen werden?

ja.


Kommt halt auf den Wortlaut des Gesagten an ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
RMHV
Status:
Lehrling
(1201 Beiträge, 475x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
... Kommt halt auf den Wortlaut des Gesagten an ...


Wer nichts wichtigeres zu tun hat als nach einem Wortlaut zu fragen, wird es vermutlich nicht verstehen... Es kommt nicht auf den Wortlaut an, sondern auf den tatsächlichen Willen.
Nachzulesen in § 133 BGB .

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

Vermieter und Mieter waren sich einig, dass die Wohnung am 27.07. übergeben wird und so der Mietvertrag beendet ist. Das haben sie durch konkludentes Handeln umgesetzt, sag ich mal so als Laie.
Der Vermieter hat m.E. keinen Anspruch mehr auf die Miete.

Signatur:

Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
RMHV
Status:
Lehrling
(1201 Beiträge, 475x hilfreich)

Zitat (von altona01):
Vermieter und Mieter waren sich einig, dass die Wohnung am 27.07. übergeben wird und so der Mietvertrag beendet ist. Das haben sie durch konkludentes Handeln umgesetzt, sag ich mal so als Laie.
Der Vermieter hat m.E. keinen Anspruch mehr auf die Miete.


Ganz so einfach ist es nicht...
Voraussetzung für die vorzeitige Entlassung aus dem Mietverhältnis wird regelmäßig sein, dass dem Vermieter kein Schaden durch Mietausfall entsteht.
Damit hat der Vermieter im Grundsatz gegen den Vormieter einen Anspruch auf die Miete.

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#10
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9031 Beiträge, 4876x hilfreich)

Zitat (von RMHV):
Wer nichts wichtigeres zu tun hat als nach einem Wortlaut zu fragen, wird es vermutlich nicht verstehen... Es kommt nicht auf den Wortlaut an, sondern auf den tatsächlichen Willen.
Nachzulesen in § 133 BGB .
Naja, da ich dem Posting entnehme, dass nicht viel gesprochen wurde würde ich auf einen konludenten Vertrag gehen.

Signatur:

Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9031 Beiträge, 4876x hilfreich)

Zitat (von RMHV):
Voraussetzung für die vorzeitige Entlassung aus dem Mietverhältnis wird regelmäßig sein, dass dem Vermieter kein Schaden durch Mietausfall entsteht.
Hier hat aber der Vermieter und nicht der Vormieter (Altmieter) den Nachmieter (Neumieter) gesucht und gefunden. Ergo trägt er (Vermieter) auch das Ausfallrisiko (im Bezug auf den Neumieter) und kann es imho nicht mehr auf den TE (Altmieter) abwälzen!

-- Editiert von radfahrer999 am 05.08.2019 14:40

Signatur:

Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Lolle
Status:
Bachelor
(3431 Beiträge, 1947x hilfreich)

Zitat (von radfahrer999):
Hier hat aber der Vermieter und nicht der Vormieter (Altmieter) den Nachmieter (Neumieter) gesucht und gefunden. Ergo trägt er (Vermieter) auch das Ausfallrisiko (im Bezug auf den Neumieter) und kann es imho nicht mehr auf den TE (Altmieter) abwälzen!
ja - zum 01.08.19 - alles andere war dann eine weitere Entwicklung ...

Auch wenn der Vermieter hier den Nachfolgemieter gesucht und gefunden hat, steht und fällt doch alles damit, ob der Vermieter tatsächlich den vorherigen Mieter schon vorbehaltlos vorzeitig aus dem Mietverhältnis entlassen hat - oder ob er es lediglich tun wollte, wenn tatsächlich ein Nachfolgemietverhältnis zustandekommt.

Dass hier tatsächlich eine vorzeitige Vertragsaufhebung bereits erfolgt sein sollte, wird der vorherige Mieter jedenfalls einem Richter ggf. beweisen oder glaubhaft machen müssen. Wenn sich schon der vorherige Mieter selbst unschlüssig ist und zudem alle Absprachen mündlich geschahen, sehe ich da kaum Erfolgsaussichten.

Unter welchen Bedingungen diese vorzeitige Vertragsentlassung dann erfolgen sollte, wäre noch ein Zusatzaspekt - bereits mit Mietvertragsunterzeichnung oder erst mit tatsächlichem Vollzug (Übergabe der Mietsache an den Nachfolgemieter und Mietzahlung durch den Nachfolgemieter).
Dazu gibt es dann auch noch unterschiedliche Urteile ...

Signatur:

Es hilft nichts,das Recht auf seiner Seite zu haben.Man muss auch m.d. Justiz rechnen - D Hildebrand

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