Angebliche Sachbeschädigung, aber Zugang zur Wohnung nicht gewährt

1. September 2016 Thema abonnieren
 Von 
kleinereisbaer86
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Angebliche Sachbeschädigung, aber Zugang zur Wohnung nicht gewährt

Hallo,

folgende Frage:
Bei uns wurde der Hauseigangsbereich komplett erneuert - neue Fliesen und neuer Estrich, alles auf einmal. Es wurde verlangt, dass wir 1 1/2 Stufen überspringen - eine schriftliche Ankündigung über Baumaßnahmen gab es nicht. Das Überspringen war nicht möglich - ich schwanger und ein Kleinkind mit 3 Jahren, was nicht getragen werden darf. Sodass eine Stufe benutzt werden musste. Angeblich sei dadurch ein Schaden entstanden. Wie gehen wir am besten als Mieter vor? Uns wurde die Rechnung hingelegt.
Ich frage mich nur, wie die anderen Parteien in ihre Wohnung gelangt sind oder nach draußen oder aber auch der postbote etc.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39586x hilfreich)

Erstmal müsste nachgewiesen werden, das der Rechnungsempfänger zum Ersatz des Schadens verpflichtet wäre.



Zitat:
Uns wurde die Rechnung hingelegt.

Steht da euer Name drauf?
Und was bedeutet "hingelegt" genau?


Ich würde die einfach wieder zurücklegen ...
Am besten in den Briefkasten des Absenders.
:devil:



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
kleinereisbaer86
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Rechnungsempfänger ist der Auftragsgeber, auch Hausverwalter. Unser Name ist nirgends auf der Rechnung.
Wie soll das nachgewiesen werden, es gibt keine Zeugen, keine Bilder etc.
Muss mir nicht generell Zutritt in die Wohnung gewährt werden?
Gibt es evtl einen Paragraphen wo ich es nachlesen könnte?

Wurde in den Briefkasten gelegt.

Danke schon mal für die Antworten,

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7357 Beiträge, 1615x hilfreich)

Zitat (von kleinereisbaer86):

Wie soll das nachgewiesen werden, es gibt keine Zeugen, keine Bilder etc.


Na dann ist das für Dich doch kein Problem.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9809 Beiträge, 4456x hilfreich)

Zitat (von kleinereisbaer86):
Wurde in den Briefkasten gelegt.

Wenn die Darstellung so stimmt, dann macht es sich da jemand recht einfach. Der Jemand ist in diesem Fall der Hausverwalter.

Zur Erklärung: Ja, Mieter müssen Zugang zur ihrer Wohnung haben. Bei manchen Arbeiten lässt es sich aber wohl nicht vermeiden, dass kurzfristig Einschränkungen entstehen. Wenn das rechtzeitig vorher angekündigt wird und die Einschränkung wenige Stunden andauert, dann sollte das auch rechtlich haltbar sein. Einfach mal unangekündigt für einen Tag das Treppenhaus sperren, geht aber natürlich nicht.

Bleibt aber die Frage, ob du den Schaden verursacht hast und ob dies wirklich notwendig war. Bei letzterem schweben mir gerade zwei Extremfälle vor Augen.

Fall 1) Du kommst beladen mit allen Einkäufen zurück zur Wohnung und plötzlich sind da unangekündigt zwei Treppen gesperrt. Keiner zum helfen da, Kleinkind mit voller Pampas an der Hand. Da wäre das betreten der Stufen wohl gerechtfertigt.
Fall 2) Rechtzeitig mündlich angekündigt. Du benutzt absichtlich die Treppen, um mal eben den Müll runterzubringen. Da wäre der Schaden wohl vermeidbar gewesen.

Nichtsdestoweniger muss der Vermieter beweisen, dass genau du den Schaden verursacht hast. Danach könnt ihr dann noch diskutieren, ob er für dich vermeidbar war.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39586x hilfreich)

Zitat (von kleinereisbaer86):
Rechnungsempfänger ist der Auftragsgeber, auch Hausverwalter. Unser Name ist nirgends auf der Rechnung.

Nun, dann würde ich die Rechnung ganz schnell in den Kasten des korrekten Empfängers einlegen.
Da hat sich offenbar jemand bei der Zustellung vertan ...
:devil:



Zitat (von kleinereisbaer86):
Wie soll das nachgewiesen werden, es gibt keine Zeugen, keine Bilder etc.

Nun, wenn es so ist, schön für euch. Denn das ist das Problem des Vermieters wie er das nachweist



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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