Berechtigen Verzögerungen beim Einzug zur Mietminderung?

24. Juli 2003 Thema abonnieren
 Von 
Iahora
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Berechtigen Verzögerungen beim Einzug zur Mietminderung?

Hallo,

es liegt folgendes Problem vor: Meine Freundin und 2 weitere Mitbewohner haben einen Mietvertrag zum 01.08 unterschrieben. Der Vermieter hat allerdings mündlich zugesichert, das die Übergabe der Wohnung Mitte Juli erfolgt. Es handelt sich um einen Erstbezug nach Sanierung. Der Vermieter hat nun mittlerweile den 2. Übergabetermin platzen lassen. Er verweist auf die noch andauernden Bauarbeiten. Allerdings ist die Wohnung augenscheinlich bereits fertiggestellt und es ist mit Ausnahme einer nicht eingehängten Tür kein weiterer Bedarf (meines Erachtens nach). Deshalb kann ich das Argument mit den andauernden Baumaßnahmen nicht ganz nachvollziehen. Wie dem auch sei, die Termine sind nun verstrichen. Dazu ist noch zu sagen, das 2 Monatsmieten Courtage gezahlt wurden und als Ausgleich 1,5 Monate mietfrei ausgehandelt wurden. Das heisst, die Mietzahlungen sollen ab Mitte September erfolgen. Sollte nun bis Ende August keine Übergabe erfolgt sein, ist meine Freundin dann berechtigt anteilig die Miete für die Verzögerung zu mindern? Dazu ist noch zu sagen, das im Mietvertrag eine Klausel ist, das gegen den Vermieter Mietminderung nur geltend zu machen ist, wenn er die Ursache verschuldet hat. Er kann ja in dem Fall die Ursache mit andeuernden Bauarbeiten der Baufirma begründen-. Allerdings glaube ich mal gelesen zu haben, das ein Mangel grundsätzlich dann vom Vermieter verschuldet ist, wenn er nicht vom Mieter schuldhaft verursacht wurde. Ist das korrekt? Vielen Dank bereits im voraus. Bin über jeden Tipp dankbar.

Grüße
Andreas

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Gruwo
Status:
Lehrling
(1286 Beiträge, 181x hilfreich)

hallo andreas,

ich glaube nicht, dass euch der vermieter um den mietfreien zeitraum "prellen" möchte. die arbeiten werden - auch zu seinem verdruss und finanziellen nachteil - noch nicht abgeschlossen sein. für außenstehende ist der stand der maßnahme meist nur schwer zu beurteilen.

wahrscheinlich lassen sich alle zweifel in einem freundlichen gespräch mit dem vermieter ausräumen, es nutzt sicher nichts, ihm dabei betrugsabsicht zu unterstellen. die vereinbarungen kann man problemlos den neuen gegebenheiten anpassen, natürlich schriftlich.

stellt er sich wider erwarten quer, müsst ihr euch das natürlich nicht gefallen lassen. in jedem fall kann der vermieter erst mietforderungen stellen, wenn er euch den besitz an der sache ermöglicht (schlüssel-/ wohnungsübergabe). die mietfreiheit von 1,5 monaten kann dann erst beginnen, auch wenn im mietvertrag üblicherweise auch der daraus resultierende mietbeginn datumsmäßig benannt wird (in eurem fall der 16.09.03). von den gerichten wird der sinn dieser vereinbarung sicher richtig interpretiert werden.

zudem wird euer vermieter vertragsbrüchig, wenn er euch den einzug am 01.08 - auch unter berufung auf noch nicht abgeschlossene bauarbeiten - verweigert. daraus resultiert für euch ein rücktrittsrecht vom mietvertrag! natürlich wollt ihr davon nicht wirklich gebrauch machen, bei nachverhandlungen ist es allerdings ein wirksames druckmittel.

mfg gruwo

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#2
 Von 
Iahora
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Gruwo,

danke für Deine Ausführungen. Heute hat es dann nun wider Erwarten doch noch mit der Übergabe geklappt. So hat sich doch noch alles zum Guten gewendet. Wie du schon richtig feststellst, ist es ja auch im Sinne des Vermieters. Trotzdem nochmals vielen Dank.

Grüße
Andreas

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