Betriebskosten Umlageschlüssel so korrekt?

23. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Wondiix1
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Betriebskosten Umlageschlüssel so korrekt?

Hallo Zusammen,

ich wohne derzeit mit meinem Mann seit 2016 in einer 2 Zimmer Wohnung, für diese Zahlen wir monatlich einen Betrag für den Betriebskostenvorschuss. Unsere Vermieterin hat seit dem Einzug keine Betriebskostenabrechnungen gestellt und wir selbst haben hier auch nicht nachgefragt. Nun haben wir die Wohnung gekündigt zum Ende des Jahres und gestern das erste Mal eine Abrechnung für 2022 erhalten.

Jedoch bin ich mir nicht sicher ob die Betriebskosten korrekt umgelegt wurden, im Mietvertrag steht bei uns "Die Betriebskosten werden, sofern sie nicht nach Verbrauch abzurechnen sind, nach dem Verhältnis der Mietfläche zur Gesamtfläche umgelegt." .

Wir haben keine Zähler für Kaltwasser (Warmwasser über Durchlauferhitzer)/ Heizung (Zentralheizung im Keller) etc. im Haus und es sind 5 Wohnungen.

Die Vermieterin hat die Betriebskosten im Schreiben den Wortlaut: "Die Verbrauchsunabhägigen Kosten wie Wasserversorgung und Müllabfuhr (Hausstrom,Abwasser) werden pro Kopf (Punkte) umgelegt, die Verbrauchsunabhängigen Kosten wie Grundsteuer und Versicherung (Energiekosten, Sach-&Haftpflichtvers., Schronsteinfeger, Straßenreinigung) dagegen werden auf die anteilige Quadratmeterzahl der Wohnung Umgelegt.".

Ich habe das so verstanden gehabt das sie nach Mietsvertrag für die ganzen Betriebkosten (außer Energiekosten) nach den Quadratmetern umgelegt werden müssten, da die Verinbarung im Vertrag für verbrauchsabhängige Kosten doch sowas wie Warmwasser, Kaltwasser mit Zähler oder Heizkosten meint oder irre ich micht hier?

Die Vermieterin hat uns über eine Änderung der Umlage wie nun in der Abrechnung 2022 auch nicht infromiert, sodass hier dann doch ein Wiedespruch geschrieben werden kann und sie diese nach Quadratmeter abrechnen müsste und da die Änderung auch in der laufenden Abrechnungsperiode 2023 geschieht wäre diese ja erst ab 2024 gültig.

LG Wondiix1


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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31484 Beiträge, 5569x hilfreich)

Zitat (von Wondiix1):
für diese Zahlen wir monatlich einen Betrag für den Betriebskostenvorschuss.
Ist dieser BK-Betrag seit Mietbeginn gleich geblieben? Wie hoch ist dieser Betrag?
Zitat (von Wondiix1):
gestern das erste Mal eine Abrechnung für 2022 erhalten.
Du kannst die Abrechnung hier anonymisiert einstellen mit einem Bilderdienst aus dem Netz--- und dann hierher verlinken.
Ebenso das Änderungsschreiben zur Umlage.
Zitat (von Wondiix1):
Jedoch bin ich mir nicht sicher ob die Betriebskosten korrekt umgelegt wurden,
Vermutlich nicht, denn ihr habt >6 Jahre *irgendwelche BK* im Voraus gezahlt.
Ob ihr zu viel gezahlt habt---hat euch nie interessiert? :???:
Zitat (von Wondiix1):
sodass hier dann doch ein Wiedespruch geschrieben werden kann
Warum für diese 1 Abrechnung ein Widerspruch?

ICH würde zunächst gar nichts zahlen.

Die Verbrauchsunabhägigen Kosten wie Wasserversorgung und Müllabfuhr (Hausstrom,Abwasser) werden pro Kopf (Punkte) umgelegt, die Verbrauchsunabhängigen Kosten wie Grundsteuer und Versicherung (Energiekosten, Sach-&Haftpflichtvers., Schronsteinfeger, Straßenreinigung) dagegen werden auf die anteilige Quadratmeterzahl der Wohnung Umgelegt.".

Da ist ein Schreibfehler drin. Von dir oder von der VM?
Verbrauchs-UN-abhängig sind Kosten für Grundsteuer, Vers., Straßenreinigung usw.---

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
Wondiix1
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Ist dieser BK-Betrag seit Mietbeginn gleich geblieben? Wie hoch ist dieser Betrag?


Genau der Betrag ist seit Mietbeginn gleich es sind 70€ Betriebskosten und 80€ Heizkosten.

Die Abrechnung und Änderung der Umlage habe ich unten angefügt.

Zitat (von Anami):
Vermutlich nicht, denn ihr habt >6 Jahre *irgendwelche BK* im Voraus gezahlt.
Ob ihr zu viel gezahlt habt---hat euch nie interessiert? :???:


Wir haben uns die ersten zwei Jahre noch etwas darüber gewundert es dann aber dabei belassen, im Nachhinein betrachtet war es eine dumme Idee dessen sind wir uns bewusst. Aus diesem Grund hatten wir auch vor die Vermieterin nun schriftlich um die Nebenkostenabrechnungen für 2019,2020 und 2021 zu bitten.

Zitat (von Anami):
Warum für diese 1 Abrechnung ein Widerspruch?


Das ist ja meine Frage ob der Umlageschlüssel auf Punkte pro Kopf einfach gewählt werden kann wenn vetraglich die Regelung besteht: Die Betriebskosten werden, sofern sie nicht nach Verbrauch abzurechnen sind, nach dem Verhältnis der Mietfläche zur Gesamtfläche umgelegt.

Hierbei ist eben die Frage ob das Punkte Pro Kopf genutz werden darf oder nicht. Da ich angenommen hatte das alle Nebenkosten durch die Regelung im Vetrag nach QM sein müsste (hierbei auch die Verwirrung ob Widerspruch oder nicht)

Zitat (von Anami):
Da ist ein Schreibfehler drin. Von dir oder von der VM?
Verbrauchs-UN-abhängig sind Kosten für Grundsteuer, Vers., Straßenreinigung usw.---


Hierbei habe ich mich tatsächlich verschrieben es sollte im ersten Satz verbrauchsabhängige Kosten heißen.

Leider ist unserer Vermieterin seit der Kündigung wie ausgewechselt und sehr erbost darüber dass zum Ende des Jahres die Mieteinnahmen wegfallen. Sie hat schon versucht uns Renovierungsarbeiten ala Schönheitsreparaturen aufzudrücken, weil Sie vergessen hat das Sie selbst im Mietsvertrag die Klauseln dafür alle Durchgestrichen hat und Besenrein verlang hatte um in der Wohnung selbst nichts machen zu müssen.


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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47216 Beiträge, 16728x hilfreich)

Zitat (von Wondiix1):
Ich habe das so verstanden gehabt das sie nach Mietsvertrag für die ganzen Betriebkosten (außer Energiekosten) nach den Quadratmetern umgelegt werden müssten, da die Verinbarung im Vertrag für verbrauchsabhängige Kosten doch sowas wie Warmwasser, Kaltwasser mit Zähler oder Heizkosten meint oder irre ich micht hier?


Nein, Du irrst Dich nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9807 Beiträge, 4455x hilfreich)

Es könnte sinnvoll sein, sich z.B. bei einem Mieterverein kostenpflichtig beraten zu lassen. Bei einer Umstellung auf eine Abrechnung pro Quadratmeter scheint ihr nur geringfügig besser zu stehen. Aber es wäre zu klären, ob ihr bei den Energiekosten 15% abziehen dürft, weil keine verbrauchsabhängige Abrechnung erfolgte. Das würde sich dann schon bezahlt machen.

Zitat (von Wondiix1):
Aus diesem Grund hatten wir auch vor die Vermieterin nun schriftlich um die Nebenkostenabrechnungen für 2019,2020 und 2021 zu bitten.
Das könnt ihr auf jeden Fall machen. Nachzahlungen wäre von euch eh nicht mehr zu leisten, ein Guthaben würde euch jedoch zustehen. Ein Anspruch auf Erstellung der Abrechnungen habt ihr, weil nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist, dass kein Guthaben für euch entstehen wird.

Die Stimmung wird das natürlich noch mehr vergiften. Der Vermieter hat Arbeit und hat keine Chance, dass er dabei etwas heruasbekommt. Aber das ist sein Problem. Er hat das Geld aus den Vorauszahlungen kassiert. Dann ist er auch in der Pflicht abzurechnen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6365 Beiträge, 2307x hilfreich)

Zitat:
Die Vermieterin hat uns über eine Änderung der Umlage

dieser Änderung KÖNNTE man stillschweigend zustimmen, wenn man eine geforderte Nachzahlung entrichtet oder ein Guthaben ohne Reaktion einfach hinnimmt.

Da aber keine Umlage nach Kopfteilen vereinbart ist, kann man dieser Änderung widersprechen und wie schon geschrieben die fehlenden Abrechnungen für die Jahre 2019 bis 2021 auf der Basis der Wohnfläche fordern.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

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#6
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2217 Beiträge, 343x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Das könnt ihr auf jeden Fall machen. Nachzahlungen wäre von euch eh nicht mehr zu leisten, ein Guthaben würde euch jedoch zustehen. Ein Anspruch auf Erstellung der Abrechnungen habt ihr, weil nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist, dass kein Guthaben für euch entstehen wird.

Die Stimmung wird das natürlich noch mehr vergiften. Der Vermieter hat Arbeit und hat keine Chance, dass er dabei etwas heruasbekommt. Aber das ist sein Problem. Er hat das Geld aus den Vorauszahlungen kassiert. Dann ist er auch in der Pflicht abzurechnen.


Das ganze ist aber dann auch Verhandlungsmasse.
Man kann mit dem Wissen was man da jetzt hat dem Vermieter beispielsweise anbieten "Pass auf, bei Auszug hast Du die Kaution dabei und die Nachzahlungen 2022 und 2023 vergessen wir, dafür vergessen wir die ganzen anderen Abrechnungen und Du hast keine Arbeit damit, Deal?"

Da kenn er dann entweder drauf eingehen oder muss die Kröte schlucken, dass ihr (falls er die alten Jahre gar nicht mehr abrechnen kann) die gesamten Vorauszahlungen zurückfordert.

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