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Betriebskostenabrechnung - müssen die Nebenkosten explizit aufgeführt werden ?

29. März 2011 Thema abonnieren
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)
Betriebskostenabrechnung - müssen die Nebenkosten explizit aufgeführt werden ?

Hallo

Wir haben von unserem Vermieter das erste mal eine Nebenkostenabrechnung bekommen (Wohnen das 4te Jahr in der Wohnung).
Im Mietvertrag steht das die die Nebenkosten (Grundsteuer, Müll, usw.) Anteilig zu zahlen haben.
Nun wurden uns der Schornsteinfeger und die Versicherungen in rechnung gestellt.
Nach meinen Informationen müssen die Nebenkosten explizit aufgeführt werden ? oder???
Im Mietvertrag ist auch kein Verwis auf den § 27 II BV.

Höffe jetzt kann mir jemand helfen
Danke

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20 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
xxsirodxx
Status:
Student
(2282 Beiträge, 1330x hilfreich)

Richtig, nur was im Mietvertrag vereinbart wurde, muß
bezahlt werden.
Die Forderung des Abrechnungsjahres 2009 ist am 31.12.2010
verjährt.

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#2
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1954 Beiträge, 1514x hilfreich)

Meiner Ansicht nach ist die Aufzählung der Nebenkosten durch den Zusatz 'usw.' nicht beendet, d.h. ihr solltet die Nebenkosten, soweit sie der BetriebskostenVO entsprechen, bezahlen.


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#4
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)

Das heißt auf das "usw." brauch ich nicht einzugehen?
Sondern muß nur Die Grundsteuer und Müll bezahlen???


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#5
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)

Im Mietvertrag steht ... Nebenkosten(Grundsteuer, Müllgebühren, usw.)...
es steht sonst nix zu den Nebenkosten.



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#6
 Von 
Heinz-J.
Status:
Schüler
(395 Beiträge, 55x hilfreich)

Das heißt es nicht. Du solltest erklären was sich hinter usw verbirgt.


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"H.-J.Sp."

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#7
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)

Es steht im Mietvertrag wirklich nur die beiden Posten explizit aufgeführt und usw. Deswegen ich weiß ja garnicht was unser Vermieter mit usw. meint



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#8
 Von 
guest-12323.08.2011 15:08:53
Status:
Praktikant
(832 Beiträge, 953x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#9
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)

Also da steht
... Der Mietzins beträgt monatlich x EUR
Darüber hinaus hat der Mieter die nebenkosten (Grundsteuer, Müllabfuhr, usw.) zu tragen. Diese betragen x EUR monatlich.

Also das Wort "usw." ist wirklich so im MV anfgeführt.

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#10
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1954 Beiträge, 1514x hilfreich)

Die Formulierung 'Diese betragen x EUR monatlich.' kann man so interpretieren, das damit eine Nebenkostenpauschale gemeint ist. Für eine Pauschale spricht auch, das in den bisherigen Wohnjahren keine Nebenkostenabrechnung gemacht wurde.
Ich würde dem Vermieter daher mitteilen, das in dem Mietvertrag ein pauschaler Betrag für die Nebenkosten vereinbart wäre, und somit keine Abrechnung erfolgen dürfe.

Wie hoch ist denn die Nachzahlung? Kann es sein, das in der Vergangenheit eure NK-Zahlung höher war als die tatsächlichen Kosten - und im letzten Jahr erstmalig kleiner?


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#11
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)

Also die miete ist mit x euro aufgeführt und die zahlung der nebenkosten auch mit einen betrag x.
wir gehen auch davon aus das die vermieter die jahre vorher an uns verdient haben.
aber ist es nicht trotzdem so, das sie uns nur die explizit aufgeführten nebenkosten in rechnung stellen können. und die nebenkosten die mit "usw." betitelt werden null und nichtig sind.
und kann ich dies mit § 556 BGB begründen ?
Und ist es denn rechtens das wir nun also im 4ten mietjahr das erste mal eine abrechnung bekommen?

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#12
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1954 Beiträge, 1514x hilfreich)

Wie schon einmal geschrieben: ich würde dem Vermieter gegenüber argumentieren, das im Mietvertrag eine Pauschale vereinbart ist, da nirgendwo steht, das der Betrag für die Nebenkosten eine Vorauszahlung ist.
hier ein Link dazu: http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/b1/betriebskosten2.htm



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#13
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)

O.K. das hab ich verstanden.
aber das problem ist nicht eine nachzahlungsaufforderung sondern das der vermieter unsere mieter erhöhen will und die nebenkostenabrechnung als grundlagen nehmen will.

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#14
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1954 Beiträge, 1514x hilfreich)

Dann handelt es sich ja eindeutig um eine Pauschale, die jetzt der Vermieter wegen der gestiegenen Kosten erhöhen will. Dafür passt mein Link auch :-)

Schlagt doch dem Vermieter vor, anstelle der bisherigen Nebenkostenpauschale eine Abrechnung nach den Vorgaben der Betriebskostenverordnung zu machen. Damit wird sichergestellt, dass ihr nur die Kosten zahlt, die auch tatsächlich anfallen!

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#16
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)

das problem ist einfach das...
wir haben vor ein paar monaten einen anruf bekommen ...wir wollen mehr miete von ihnen...
und immer kam eine andere begründung.
wir kommen uns einfach verarscht vor.
gerade auch weil wir noch nie eine abrechnung bekommen haben.
die wollen mehr geld und versuchen das mit allen mitteln.
heute ist es der nicht vorhandene mietspiegel, das andere mal weil vollmond ist...
mein eigentliche frage ist aber trotzdem noch nicht beantworten.
ich versteh den §556 so, dass er uns nur müll und grundsteuer in rechnung stellen darf???

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#17
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)

ach noch was..
die kosten sind nicht gestiegen zumindestens nicht in dieser höhe, das heißt entweder abzocke oder die haben mächtig was verpennt

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#18
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1954 Beiträge, 1514x hilfreich)

quote:
ich versteh den §556 so, dass er uns nur müll und grundsteuer in rechnung stellen darf???


Das kann ich dem §556 nicht entnehmen. Ich finde dort lediglich die Regelung, das die Betriebskosten entweder als Pauschale oder als Vorauszahlung mit jährlicher Abrechnung vereinbart werden dürfen.


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#19
 Von 
sohny09
Status:
Frischling
(39 Beiträge, 10x hilfreich)

guck mal bei Wiki unter betriebskostenvereinbarung.

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#20
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1954 Beiträge, 1514x hilfreich)

Mein Tip: trete in den Mieterverein ein, dort kannst du dann in der Beratungsstunde sowohl deinen Mietvertrag als auch das Anschreiben deines Vermieters prüfen lassen.


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