Boiler geplatzt, wer haftet ?

8. Januar 2024 Thema abonnieren
 Von 
Jay_by
Status:
Frischling
(32 Beiträge, 3x hilfreich)
Boiler geplatzt, wer haftet ?

Schönen guten Abend,

Vor ca 2 Monaten zogen meine Partnerin und ich in eine neue Wohnung ein. Die EBK hatten wir von dem vormieter übernommen.
Bei Übergabe wurde uns von dem Vermieter nur gesagt dass ein Boiler gestellt wird. (Mehr zu dem Boiler nicht)
Ich selbst bin zwar kein Fachmann allerdings handwerklich „begabt" (was mir Papa eben beigebracht hat) und habe den Boiler in der Küche angeschlossen (mach ich nie wieder).

Der Boiler funktionierte gut 2 Wochen, bis ich eines Nachts Knöcheltief im Wasser stand…
Da wir geschlafen haben, konnten wir keine Schäden vermeiden.

Die halbe Wohnung ist unter Wasser und die nette Nachbarin von unten ist natürlich auch betroffen.

Vorab: meine Möbel sind mir egal, es ist mir bewusst dass die ggf. Von der Hausratsversicherung übernommen werden und selbst wenn nicht. Wir sind gut weggekommen was das angeht.

Der nette Projektleiter der Sanierungsfirma meinte der gebäudeschaden beläuft sich auf Millionen.

Es ist mir bewusst dass ich kein Fachmann bin, angeschlossen wurde alles richtig (ltd. Handwerker) aber es lag eben an diesem niederdruck wasserhahn (ein Fachmann hätte das gewusst) somit ist es ja mein Verschulden.

Um es kurz zu machen: ich hab keine Millionen auf dem Konto…

Muss ich Angst haben, die Sanierungskosten tragen zu müssen ?

HV / Vermieter und HaftpflichV wurden direkt in der selben Nacht informiert.

Ich danke vorab für die Antworten.

Vg

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47971 Beiträge, 16948x hilfreich)

Der Schaden wird wahrscheinlich von Deiner Haftpflichtversicherung übernommen.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122009 Beiträge, 40086x hilfreich)

Zitat (von Jay_by):
Muss ich Angst haben, die Sanierungskosten tragen zu müssen ?

Durchaus ja.
Aber die Haftpflicht könnte hier eintreten - ist halt die Frage wie hoch da die Deckungssumme ist.



Zitat (von Jay_by):
Der nette Projektleiter der Sanierungsfirma meinte der gebäudeschaden beläuft sich auf Millionen.

Da habe ich dann doch ernsthafte Zweifel dran - was konkret soll denn das für ein Gebäude sein, wo derartige Schadensummen auftreten?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(814 Beiträge, 102x hilfreich)

Für die Leitungswasserschäden am Gebäude wird wohl die Gebäudeversicherung aufkommen, sofern dieses vom VM abgeschlossen und mittels Nebenkosten auf die Mieter umgelegt wurde.
Jenseits der Verpflichtung diese Versicherung in Anspruch zu nehmen ist es für den VM auch wesentlich günstiger (zumindest bei größeren Schäden) diese Versicherung in Anspruch zu nehmen. Die Gebäudeversicherung ersetzt typischerweise den Neuwert was i.d.R. wesentlich mehr ist als der Zeitwert den der Schadensverursacher, bzw. dessen Haftpflichtversicherung, zu ersetzten hätte.

Für Schäden am sonstigen fremden Eigentum (außerhalb des Gebäudeschaden) ist die Haftpflichtversicherung zuständig, so man denn eine hat.

Für Schäden am eigenen Eigentum sollte man die eigene Hausratversicherung ansprechen, so man denn eine hat.

-- Editiert von User am 9. Januar 2024 08:10

0x Hilfreiche Antwort

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