"Dauergast" in Mietwohnung - wie loswerden?

7. März 2005 Thema abonnieren
 Von 
Hakky
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 64x hilfreich)
"Dauergast" in Mietwohnung - wie loswerden?

Frau X wohnte mit ihrem Lebensgefährten Herrn Y in einer angemieteten Wohnung. Der Mietvertrag lautete auf beide. Nach einem Zerwürfnis zog Y aus und lebte mehrere Jahre woanders.

Der Mietvertrag wurde anschließend vom Hausbesitzer erneuert und nur noch mit Frau X geschlossen.

Zwei Jahre später zog Y vorübergehend wieder ein und meldete sich bei der Stadt unter Vorlage des ALTEN Mietvertrages wieder an. Schriftliche Absprachen oder gar ein Untermietverhältnis wurden zwischen X und Y NICHT getätigt.

Seit einem erneuten Zerwürfnis, bei dem auch erstmalig Gewalt seitens Y angedroht wurde, beharrt nun Frau X auf den dauerhaften Auszug von Y, zumal Y nichts zu den Haushalts- und Mietkosten beisteuert. Dieser ist aber nicht bereit auszuziehen.

Y begründet dies mit seiner geringen Rente, die ihm nicht erlaube, eine Wohnung nach seinen Ansprüchen zu finden. Offenbar bemüht er sich aber gar nicht um eine neue Bleibe. Y ist nicht mittellos und besitzt beispielsweise ein Wohnmobil.

Nach Meinung von Y kann er nicht "vor die Tür gesetzt werden", da er dann bei den Behörden angeben würde, obdachlos zu werden, und schließlich sei er ordnungsgemäß gemeldet, der neue Mietvertrag sei für ihn nicht bindend, da ihm der Abschluss eines neuen Mietvertrags nicht mitgeteilt wurde. Zu der Zeit der Unterzeichnung des neuen Mietvertrages lebte Y aber schon an anderem Ort in einer anderen Beziehung.

Fragen:
1) Wie und wie schnell kann Frau X ihren unerwünschten "Dauergast" auf rechtlich abgesicherte Weise loswerden?
2) Kann Herr Y unter den gegebenen Umständen tatsächlich ein Bleiberecht erwirken?
3) Könnte Frau X Herrn Y sofort "vor die Tür setzen" unter dem Hinweis, dass er vorübergehend in seinem Wohnmobil auf einem Stell- oder Campingplatz leben kann, bis er eine Wohnung hat?

-- Editiert von Hakky am 07.03.2005 08:25:51

-- Editiert von Hakky am 07.03.2005 10:47:26

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(44623 Beiträge, 15892x hilfreich)

Wenn ich das richtig sehe, dann hat Y den alten Mietvertrag nie gekündigt. Somit ist dieser Mietvertrag weiterhin gültig. Ein Kündigung oder eine Auflösung hätte von X und Y gemeinsam unterschrieben werden müssen.

Dass ein neuer Mietvertrag zwischen X und Hausbesitzer abgeschlosen wurde, ändert daran nichts. Der neue Mietvertrag ist also für Y tatsächlich nicht bindend.

Auf der anderen Seite gibt ihm dieser Umstand nicht das Recht, zu machen, was er möchte. Er muss sich natürlich zur Hälfte an der Miete beteiligen.

Die Gefahr der Obdachlosigkeit bedeutet nicht, dass es unmöglich ist, ihn aus der Wohnung zu werfen. Ein Bleiberecht unter diesem Aspekt gibt es daher nicht. Es erschwert das Ganze aber natürlich.

Wenn er nicht freiwillig geht, wirst Du um die Einschaltung eines Rechtsanwaltes wohl nicht herumkommen.

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