Dünne Wände - Recht auf Schallschutz?

28. April 2004 Thema abonnieren
 Von 
Lieber_Berliner
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 10x hilfreich)
Dünne Wände - Recht auf Schallschutz?

Hallo Forumteilnehmer,

ich brauche mal euren Rat.
Ich wohne seit einigen Monaten in einer Dachgeschosswohnung, 1997 gebaut. Nun sind im NACHBARAUFGANG in die an meine grenzende Wohnung eingezogen und ich merke nun, dass die Wände extrem dünn sind. (sind solche roten Ziegelsteine).
Im Wohnzimmer kann ich damit leben, jedoch ist das Schlafzimmer kritisch. Man hört wirklich jedes Wort, es ist als ob man mit den Nachbarn in einem Zimmer liegt. Wohlbemerkt, es sind 2 verschidene Aufgänge, diese Schlafzimmer sind dennoch mit ner extrem hellhörigen Wand getrennt.

Die Wohnung ist eine Eigentumswohnung, ich wohne hier zur Miete. Kann ich vom Verwalter einen nachträglichen Schallschutz verlangen oder die Miete kürzen falls er sich darauf nicht einlässt? (ich habe gelesen, dass es da z.B. Gipsplatten gäbe mit Wolle kombiniert).

Ich freue mich auf eure Hilfe.

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tracheo
Status:
Beginner
(103 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo !
Der Vermieter kann ! muß aber nicht ,da mußt Du schon selbst die Kosten übernehmen ca.100€ !!

Grüße von Tracheo !!

-----------------
"Was wir wissen ist eine Träne
Was wir nicht wissen ist ein
Ozean !! "

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#2
 Von 
Lieber_Berliner
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 10x hilfreich)

Hallo Tracheo,

woher weißt du, dass es ca. 100€ kostet? Oder ist der Preis je m²? Es sind ca. 15m². Vielleicht auch mehr.
Und ist der Vermieter nicht verpflichtet für angemessenen Lärmschutz zu sorgen?

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#3
 Von 
Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 7x hilfreich)

Die dauernde Belästigung mit den Schlafzimmergeräuschen der Nachbarn kann zwar spannend sein, stellt aber , wenn man wirklich jedes Wort hören kann, durchaus einen Mietmangel dar, der zu Minderung berechtigen kann. Der Vermieter ist verpflichtet, den Mangel durch geeignete Maßnahmen zu beseitigen.

Was in Ihrem Fall möglich ist, vermag ich allein aufgrund Ihres Beitrages nicht beurteilen. Auch die Höhe der möglichen Minderung richtet sich nach der Schwere der Beeinträchtigung. Ich würde mit dem Vermieter reden. Lässt er sich auf nichts ein, stellen Sie die Mietzahlung unter Vorbehalt und lassen Sie sich anwaltlich beraten.

MfG,
RA Andreas Schwartmann


-----------------
"RA Andreas Schwartmann
Schwerinstr. 37-39. 50733 Köln
Tel.: 0221-7787630
Fax: 0221-7787629"

4x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Lieber_Berliner
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 10x hilfreich)

Hallo,

und danke für die Antwort.
Ja, ich mache den Nachbarn da wirklich keinen Vorwurf. Denn man kann Leuten schlecht verbeiten, sich im Bett zu unterhalten etc., und dies geschieht auch in normaler lautstärke. Wie das die Mieter vor mir ausgehalten haben frage ich mich mittlerweile ernsthaft.
Ich werde dann wohl mal ein persönliches Gespräch mit dem Verwalter vereinbaren. Eventuell wurden ja in anderen Wohnungen schon Maßnahmen getroffen.

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#5
 Von 
Tracheo
Status:
Beginner
(103 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo !!
Du hast geschrieben im nachbaraufgang !!
Ich weiß nicht ob es zwei verschiedene Besitzer handelt !!
Zu den Kosten ca.4m Mal 2,5m Standart Zimmer größe in jeden Baumarkt entweder
Steropour oder Dämmwolle und Riegipsplatten
wobei die zweite variante arbeitsaufwendiger ist.
Grüße von Tracheo !!

-----------------
"Was wir wissen ist eine Träne
Was wir nicht wissen ist ein
Ozean !! "

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Lieber_Berliner
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 10x hilfreich)

Ja, das sind 2 verschiedene besitzer. Würde denn Steropour wirklich was bringen? Habe da echt keine Ahnung.
Oder müsste der Nachbar dann genau das gleiche auf seiner Seite machen? Ich kenne die Leute nichtmal.
Aber ok, ich werde wie gesagt mit dem verwalter reden.
Nachbaraufgang ist richtig. Meine direkten nachbarn haben ihr Schlafzimmer so, dass der Hausflur (Treppenhaus) dazwischen ist. Was mich eben definitiv stört ist, dass die Wände zum nachbaraufgang extrem dünn sind. Den Nachbarn selbst kann und will ich nichts vorwerfen.

2x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
karamel
Status:
Lehrling
(1774 Beiträge, 289x hilfreich)

Hallo,

Styropor bringt ein bisschen was, allerdings muss es verleimt werden - beim Ablösen wird der Putz beschädigt. Darum solltest du auf jeden Fall erst mal mit dem Vermieter im Guten reden.

Bist du sicher, dass die Geräusche durch die Wand zu hören sind, oder ist möglicherweise eine Schallbrücke durch den Boden entstanden? Frag doch mal die Nachbarn, ob sie dich auch hören.

Bei uns ist das der Fall. Wir hören auch jedes Wort aus der Nachbarwohnung, und die Nachbarn beschweren sich ständig, wir würden immer trampeln. Dabei tragen wir dicke Socken in der Wohnung und bewegen uns inzwischen nach 22 Uhr nur noch auf Zehenspitzen. Vor unserem Einzug wurde der Teppichboden durch Laminat ersetzt. Trotz der Tatsache, dass ein Schallschutz eingebaut wurde, ist jedes Geräusch zu hören - und zwar nicht durch die Wand, sondern durch den Boden.

Wir sind inzwischen so entnervt, dass wir uns nach einer neuen Wohnung umsehen, obwohl wir erst seit kurzem da wohnen. Aber vielleicht lässt sich das Problem bei dir anders lösen!

Gruß karamel

3x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Lieber_Berliner
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 10x hilfreich)

Schallbrücke? Der Boden ist, hoffe ich, nicht der grund. Von den Leuten unter mir höre ich nichts. Ab und zu höre ich die nachbarn neben mir mal trampeln, das stört mich aber nicht so sehr.
Mich hören die sicher auch. Zumindest wenn ich z.B. die Schranktür nicht extrem leise schließe oder mich im Schlafzimmer unterhalte. Wohne aber allein, Freundin 150km entfernt:-(, rede also selten im SZ.
Na wie auch immer. Ich werde das jetzt noch einige Nächte beobachten. Nachdem das jetzt 2 Nächte war kann ich noch nicht zum Vermieter denke ich.
Und wenn der Boden Ursache ist bringt ein Schallschutz an der Wand nichts? Habe heute mal geschaut wegen Gipsplatten und Styropour. m² ca. 2-3 Euro. Das ist also bei 15m² finanzierbar. Bin eber sehr ungeschickt und kanns nicht selbst machen. Allein wegen der Schräge, die an der einen Wand ist.
Jedenfalls danke für die Unterstützung. Jetzt weiß ich, dass es einen Weg gibt und der vermieter unter Umständen zu nichts verpflichtet ist, er aber durchaus kulant sein kann.

@Karamel: habt ihr es denn mit einer Dämmung der Wände versucht? Oder sind das die Nachbarn unter euch die ihr hört? Bzw. die euch hören?

4x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
karamel
Status:
Lehrling
(1774 Beiträge, 289x hilfreich)

Hallo Berliner,

die gleichen Nachbarn sind unter UND neben uns (Maisonnette Wohnungen). Und der Schall kommt definitiv durch den Boden, habe ich im "Selbstversuch" getestet. Außerdem war es nach Auskunft der Nachbarn vorher (d.h. als der Laminatboden noch nicht da war, sondern Teppich) nicht so, und da hat eine fünfköpfige Familie dort gewohnt. Wir sind bloß zu zweit und berufstätig, und bestimmt nicht sehr laut. Zumal wir getrennte Schlafzimmer haben und ich in dem Raum äußerst selten Selbstgespräche führe ;)

Die Schalldämmung an der Wand hatte ich mal in einer früheren Wohnung, weil da eine schwerhörige Oma wohnte, die ihren Fernseher bis zum Anschlag aufgedreht hatte. Aber ich würde mit dem vermieter erst mal sprechen.

Gruß karamel

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Lieber_Berliner
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 10x hilfreich)

Ja, wie gesagt, mit dem Vermieter red ich mal.
Und die Schalldämmung an der Wand hatte dann was genutzt? Welche genau war es? Styropour oder Gipsplatten mit Wolle?

Mich ärgert nur, dass dieser mangel in einer Wohnung vorhanden ist, die 1997 gebaut wurde. Wahrscheinlich haben die gespart wo sie konnten. Zum Glück habe ich die Wohnung nicht gekauft. :-)

4x Hilfreiche Antwort

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