Eigenbedarf, Härtfall, andere Wohnung im Haus frei

19. November 2014 Thema abonnieren
 Von 
lilli64
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 1x hilfreich)
Eigenbedarf, Härtfall, andere Wohnung im Haus frei

Hallo,

Weiß hier jemand weiter?

Einer Freundin von uns ist wegen Eigenbedarf gekündigt worden.
Fristgerecht und soweit wir sehen konnten sind alle Formalitäten eingehalten worden.

Wir gehen davon aus, dass sie aber ein Härtefall ist.
( schwere Depressionen und noch andere Dinge.)
Gehen wir einfach mal davon aus, dass sie als Härtefall anerkannt wird( oder wie man das auch nennen mag)

Der Vermieter hat noch eine andere Wohnung in dem Haus, welche leersteht.
( er hat das Haus vor kurzem gekauft)

Die 2. Wohnung hat fast die gleiche Größe, ist aber noch nicht renoviert. ( Die Wohnung die meine Freundin angemeitet hat, hingegen schon.)

Nun will der Vermieter aber trotzdem in genau diese Wohnung, wo meine Freundin lebt. Meinen Freundin dann in die unrenovierte Wohnung ziehen

Wir nehmen an, dass er lieber die renovierte Wohnung will, anstatt die unrenovierte.

Kann er das machen? Oder muss er in die unrenovierte Wohnung ziehen.

Für Tips wären wir dankbar

LG



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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122702 Beiträge, 40167x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Kann er das machen? <hr size=1 noshade>

Warum soll der Eigentümer nicht sein Eigentum nutzen können wie er möchte?





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4260 Beiträge, 2422x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Gehen wir einfach mal davon aus, dass sie als Härtefall anerkannt wird <hr size=1 noshade>
verstehe ich nicht so ganz: Härtefall in Bezug worauf?
Wenn du den §574 BGB meinst: der besagt
quote:<hr size=1 noshade>Der Mieter kann der Kündigung des Vermieters widersprechen ..., wenn die Beendigung des Mietverhältnisses ... eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist <hr size=1 noshade>
.
Das hat weder etwas mit Depressionen noch mit "anderen Dingen" zu tun, sondern nur mit den Konsequenzen, die dem Mieter aus dem Zwang, die Wohnung verlassen zu müssen, erwachsen würden. Da bereits eine Ersatzwohnung in demselben Haus zur Verfügung steht, wäre es schon recht schwierig, zu begründen, warum das Verlassen der derzeitigen denn eine derartige Härte darstellen soll.

Dass der Vermieter kein gerechtfertigtes Interesse daran haben kann, lieber in eine renovierte Wohnung zu ziehen, wirst du doch wohl nicht ernsthaft behaupten wollen, oder? Dieser Wunsch wird auch nicht durch §574, Absatz 3, hinfällig: "wir nehmen an" lässt darauf schließen, dass der Vermieter das nicht explizit als Argument aufgeführt hat. Trotzdem wird er aber ja Gründe für seinen Wohnbedarf genannt haben, und DIE sind gegen die noch unbekannten Härtegründe deiner Freundin abzuwägen vor Gericht.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
lilli64
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 1x hilfreich)

Es ist so, dass dort noch die pflegebedürftige Mutter wohnt und meine Freuendin vom Anwalt erfahren hat, dass dann wegen dieser Härte nicht auf Eigenbedarf gekündigt werden kann.
Die Wohnung meiner Freundin liegt eben auch im Erdgeschoss, ohne Treppen, was für den Rollstuhl natürlich von Vorteil ist.
Und sie hat nun Angst, dass sie in die obere Etage ziehen muss und ihre Mutter nicht mehr mit dem Rosstuhl nach draußen kann.

Deshalb meine Frage, ob sie nun nach oben ziehen muss.

LG

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1x Hilfreiche Antwort

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