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Eigenbedarfskündigung - Hausverkauf droht Kündigung wegen Eigenbedarf?

 Von 
Stuermchen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)
Eigenbedarfskündigung - Hausverkauf droht Kündigung wegen Eigenbedarf?

Hallo Zusammen,
ich bin schon ein wenig verzweifelt.

Wir (4 köpfige Familie) mußten zum 30.06.2010 wegen Eigenbedarf aus unserer Wohnung ausziehen.

Zum 01.07.2010 sind wir nun in ein Haus gezogen. Am Wochenende rief der Makler unserer Vermieterin an, um mitzuteilen, das dieses Haus verkauft werden soll und uns ein Vorkaufsrecht einräumen möchte.

Wir haben eine Menge Geld und Arbeit in die Renovierung und in den Umzug gesteckt und sind jetzt entsprechend verzeifelt.

Wir möchten das Haus nicht kaufen, sondern weiter Mieter bleiben.

Des weiteren ist mein Sohn Autist, jeder Veränderung macht ihm sehr zu schaffen, ein neuerlicher Umzug wäre für uns alle eine Katastrophe.

Frage: Welche Möglichkeiten gibt es hier ?

Vorab schon eimal vielen Dank.

Grüße aus NRW
Andreas

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Makler Vermieterin Umzug verkauft


18 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
dem User forever known as Mortinghale
Status:
Student
(2350 Beiträge, 432x hilfreich)

quote:
Wir möchten das Haus nicht kaufen

Warum nicht ?



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#2
 Von 
Stuermchen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

das Haus bereits jetzt schon einige Mängel, welche bei Hausübergabe nicht aufgefallen sind, ich habe den Vermieter in Kenntnis gesetzt und um dringende Reparatur gebeten (Rollläden in 3 Zimmern defekt) dies habe ich bereits mehrfach angemahnt, bisher aber keine Reaktion.

Zudem ist der Preis von 173000€ (ohne Keller, ganz kleiner Garten) absoluter Wucher, selbst wenn der Preis sinkt bin mir nicht sicher ob die Bank eine Finanzierung genehmigt.



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#3
 Von 
dem User forever known as Mortinghale
Status:
Student
(2350 Beiträge, 432x hilfreich)

quote:
Zudem ist der Preis von 173000€ (ohne Keller, ganz kleiner Garten) absoluter Wucher,

Dann wird sich wohl auch kein anderer Käufer finden.
Erkundige Dich doch mal bei der Bank, welchen Kaufpreis sie "mitmachen" würde.



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#4
 Von 
guest-12326.08.2010 10:35:30
Status:
Beginner
(111 Beiträge, 36x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#5
 Von 
Stuermchen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Sollte sich ein Käufer für sagen wir mal 140.000€ finden und ich bekommen die Summer nicht finanziert, was dann ?



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#6
 Von 
dem User forever known as Mortinghale
Status:
Student
(2350 Beiträge, 432x hilfreich)

Dann hast Du - erstmal - einen neuen Vermieter.



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#7
 Von 
Stuermchen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 3x hilfreich)

Danke

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#8
 Von 
TiA2010
Status:
Praktikant
(982 Beiträge, 502x hilfreich)

Zuerst solltest Du versuchen herauszubekommen, ob die Eigentümerin nicht vor der Vermietung schon für sich beschlossen hatte, das Haus zu verkaufen (sehr enger zeitlicher Rahmen Anmietung - Kaufangebot).
Ich bin der Meinung, mal gelesen zu haben, dass dies Täuschung ist und der Mieter Anspruch auf Schadensersatz hat (gerade in Bezug auf die Renovierung/Umzugskosten). Auch könnte es schadensersatzpflichtig sein, wenn so kurz nach der Anmeitung Verkauft wird.

Ob die Tatsache, das euer Kind Autist ist, bei einer Verhandlung eine Rolle spielt - also Unzumutbarkeit eines erneuten Umzuges - würde ich eher verneinen.

Wobei eure Kündigung wegen Eigenbedarf, jetzt Anmieten/Kaufangebot, niedrige Zinsen vielleicht doch dazu führen sollten, über den Erwerb eines eigenen Hauses nachzudenken.

Beim Kaufpreis hängt es sicher von der Lage/Region/Größe usw. ab. Ein Gespräch mit deiner Bank könnte ja nichts schaden. Und das du vielleicht von dir aus der Vermieterin ein Angebot machst - natürlich nach Recherche, was alles an dem Objekt zu beanstanden ist.. Ob in diesem Fall eine Maklerpauschale anfallen würde (hat der Makler auch den Mietvertrag vermittelt?), kann ich nicht sagen.

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#9
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7101 Beiträge, 1562x hilfreich)

:bang:
Das wäre natürlich vom Vermieter auch super clever gemacht, das Haus vor dem Verkauf noch schnell vermieten. Steigert den Verkaufspreis ungemein.....

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#10
 Von 
bebea
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 1x hilfreich)

meiner meinung nach hat der vermieter den verkauf des hauses schon länger geplant. oder zumindest vermutet dass er es demnächst sowieso verkaufen wird.
er hätte euch das mitteilen müssen.
man vermietet kein haus für 1,5 monate und möchte es anschliessend plötzlich verkaufen.
wichtig ist seine begründung.

weißt du wer vorher drin gewohnt hat? und wie lange das haus leer stand, bevor ihr dort eingezogen seid?

du kennst den namen des maklers. google mal im internet, ob er von diesem haus anzeigen drin stehen hat und achte auf das einstellungsdatum der anzeige.
so kannst du herausfinden, ob das eine gezielte täuschung war oder nicht.

hol dir vom arzt deines sohnes eine bescheinigung, dass er krank ist und ein erneuter umzug nach so einer kurzen zeit für ihn absolut unzumutbar ist.

ansonsten wenn es euch möglich ist das haus zu kaufen, dann setz den kaufpreis sehr niedrig an. übertrieben niedrig. nach oben kann es immer noch geschraubt gehen.

sammel vorher alle möglichen ansprüche wegen schadensersatz usw. also alles was euch zustehen würde im falle eines erneuten auszugs, plus die vorhandenen mängel bzw ein kostenvoranschlag, was die mängelbeseitigung kosten würde.
ziehe das von dem kaufpreis ab, was der vermieter dafür haben möchte.

und sag... beispielsweise, ihr könnt das haus für höchstens 80 tausend kaufen.

vorher natürlich bei der bank alles überprüfen lassen.

aber dafür würde ich einen anwalt einschalten und zwar einen der in diesem gebiet spezialisiert is. (ich habe mir irgendeinen anwalt gesucht, und nun habe ich den salat)
ich kann mir gut vorstellen, dass der makler dem vermieter zu diesem trick geraten hat.

viel glück



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#11
 Von 
dem User forever known as Mortinghale
Status:
Student
(2350 Beiträge, 432x hilfreich)

Was denn für ein Trick ?



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#12
 Von 
guest-12326.08.2010 10:35:30
Status:
Beginner
(111 Beiträge, 36x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#13
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4004 Beiträge, 2290x hilfreich)

Hallo,
die Überschrift ließe eigentlich vermuten, dass du aktuell eine Kündigung wegen Eigenbedarf hast. Aber das ist doch alles gar nicht so.

Du hast einen Mietvertrag. Gemäß § 566 BGB ist dein Mietvertrag von einem eventuellen Verkauf des Hauses nicht berührt. Gut soweit.

Der Vermieter will das Haus verkaufen. Das ist sein gutes Recht und begründet erst man auch keinerlei Schadenersatzansprüche deinerseits. Schadenersatz wäre höchstens denkbar, wenn du ganz genau nur diesen Menschen als Vermieter haben wolltest und das auch bei Abschluss des Mietvertrages hinreichend deutlich gemacht hast. Ich vermute mal, das hast du nicht, es wäre jedenfalls -gelinde gesagt - unüblich.

Der Vermieter bietet dir das Haus zum Kauf an. Fein, kann er ja machen. Er bietet sogar ein Vorkaufsrecht. Das ist eine prima Sache, das könnte bedeuten, dass er mit einem potentiellen Käufer einen Kaufvertrag macht und du einfach statt des Käufers in den Kaufvertrag einsteigst, ohne Maklergebühren. Das musst du aber nicht, ist also kein Problem, sondern nur ein Angebot des Vermieters.

Jetzt nehmen wir mal an, das Haus wird verkauft und du hast einen neuen Vermieter, der Eigenbedarf anmeldet. Das scheint ja deine Angst zu sein.
Dann kannst du einer Eigenbedarfskündigung wiedersprechen. Wenn es zur Klage kommt, wird ein Richter abwägen, wessen Interessen höher einzuschätzen sind: Das einer Familie mit autistischem Kind, welches durch den Umzug traumatisiert wird (du hast hoffentlich Nachweise/Zeugen, wie sehr der letzte Umzug dein Kind belastet hat?) oder das des Vermieters, der bei einer vorher wohl erfolgten Besichtigung ja wohl hoffentlich darauf hingewiesen wurde, wer hier wohnt und warum die Bewohner nicht ausziehen wollen?

Also: Wenn der Vermieter Kaufinteressenten vorbeibringt, die das Haus besichtigen wollen: Haus zeigen und gleich auf eure besondere Situation hinweisen.
Wenn das Haus verkauft wird, ohne dass der Käufer es vorher überhaupt gesehen hat, ist ein Kauf für Eigenbedarf erst mal unwahrscheinlich, wer kauft denn schon die Katze im Sack.
Wenn gar keine Verkaufsaktivitäten stattfinden, dann wollte der Vermieter wohl nur mal sehen, ob er bei dir ordentlich Geld rausschlagen kann. Nimm's ihm nicht übel, das Leben geht weiter.

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#14
 Von 
dem User forever known as Mortinghale
Status:
Student
(2350 Beiträge, 432x hilfreich)

quote:
Wenn es zur Klage kommt, wird ein Richter abwägen, wessen Interessen höher einzuschätzen sind:

Zuvörderst könnte der Richter natürlich auch fragen, warum man, wenn man gerade erst infolge einer Eigenbedarfskündigung umziehen mußte, beim neuen Mietvertrag keinen mehrjährigen Kündigungsausschluß vereinbart hat.



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#15
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4004 Beiträge, 2290x hilfreich)

quote:
Zuvörderst könnte der Richter natürlich auch fragen, warum man, wenn man gerade erst infolge einer Eigenbedarfskündigung umziehen mußte, beim neuen Mietvertrag keinen mehrjährigen Kündigungsausschluß vereinbart hat.

Gute Frage. Vielleicht, weil man Eigenbedarfskündigungen für ein relativ seltenes Phänomen hielt und deswegen nicht daran gedacht hat, dass einem das zweimal nacheinander passieren könnte?

Es könnte auch sein, dass einem erst beim Umzug auffiel, dass das Ganze fürs Kind nicht zumutbar ist, da hatte man den neuen Vertrag aber schon unterschrieben.

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#16
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4004 Beiträge, 2290x hilfreich)

quote:
Zuvörderst könnte der Richter natürlich auch fragen, warum man, wenn man gerade erst infolge einer Eigenbedarfskündigung umziehen mußte, beim neuen Mietvertrag keinen mehrjährigen Kündigungsausschluß vereinbart hat.

Gute Frage. Vielleicht, weil man Eigenbedarfskündigungen für ein relativ seltenes Phänomen hielt und deswegen nicht daran gedacht hat, dass einem das zweimal nacheinander passieren könnte?

Es könnte auch sein, dass einem erst beim Umzug auffiel, dass das Ganze fürs Kind nicht zumutbar ist, da hatte man den neuen Vertrag aber schon unterschrieben.

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#17
 Von 
quiddje
Status:
Master
(4004 Beiträge, 2290x hilfreich)

quote:
Zuvörderst könnte der Richter natürlich auch fragen, warum man, wenn man gerade erst infolge einer Eigenbedarfskündigung umziehen mußte, beim neuen Mietvertrag keinen mehrjährigen Kündigungsausschluß vereinbart hat.

Gute Frage. Vielleicht, weil man Eigenbedarfskündigungen für ein relativ seltenes Phänomen hielt und deswegen nicht daran gedacht hat, dass einem das zweimal nacheinander passieren könnte?

Es könnte auch sein, dass einem erst beim Umzug auffiel, dass das Ganze fürs Kind nicht zumutbar ist, da hatte man den neuen Vertrag aber schon unterschrieben.

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#18
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7101 Beiträge, 1562x hilfreich)

Also,
es ist ja schon mal unlogisch, dass ein Hausbesitzer, der weis, dass er das Haus verkaufen will, dieses noch vermietet, da dies den Verkauf je eher erschwert.

Andererseits müsste der Mieter schon sehr gut beweisen können, dass der Vermieter hier eine Zusage gemacht hat, dass er das Haus nicht berkaufen will, dies zudem auf einen gewissen Zeitraum X.

Somit kann man entweder nur selber kaufen oder abwarten, ob überhaupt jemand kauft.



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