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Eigenbedarfskündigung - Muss ich dann den Eigentümer entschädigen?

 Von 
Ger-Jo
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Eigenbedarfskündigung - Muss ich dann den Eigentümer entschädigen?

Nach nur 18monatiger Mietzeit hat mir mein Vermieter wegen Eigenbedarfs gekündigt. Urpsrünglich war von beiden Seiten von einem langfriestigen Mietverhältnis ausgegangen worden.
Grundsätzlich sehe ich den Eigenbedarfsanspruch des Eigentümers als berechtigt an, aber
der Eigentümer meiner angemieteten Wohnung hat sein Haus, das er mit zwei Kindern bewohnte, verkauft, da die kinder ausgezogen sind. Direkt nach dem Verkauf des Hauses, dass er zum 31.12.03 räumen muss, hat er mir die Eigendbedarfskündigung geschickt, weil er zum 1.1.04 selbst seine Eigentumswohnung benötigt. Hier sind Tatsachen geschaffen worden. Hätten die vorher mit mir abgesprochen werden müssen?

.
Wier verhält es sich mit folgenden Kosten?

Der Vermeieter hat zum 31.12.03 gekündigt. Kann ich z.B. zum 1.10.03 ausziehen, ohne bis zum 31.12. Miete zahlen zu müssen?

Kann ich auch, wenn ich das rechtzeitig mitteile, bis zum 31.1.03 in der bisherigen Wohnung wohnen bleiben, wenn ich erst zu diesem Zeitpunkt neuen Wohnraum finde? Muss ich dann den Eigentümer entschädigen?

Laut Mietvertrag bin ich beim Auszug, bzw. alle 5 Jahre, zur Durchführung von Schönheitsreparaturen verpflichtet. Wie steht es mit dieser Verpflichtung nach nur 18 Monaten bei einer Eigenbedarfskündigung?


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Anwalt Auszug Bleiben Eigenbedarf


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Paolo Pinkel
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

ich bin zwar kein Jurist, aber denke das Du schlechte Karten hast. Ich kann Dir aber einen Tipp geben. Versuche Dich mit dem Vermieter finanziell zu einigen. Durch deinen wahrscheinlichen Umzug entstehen Dir doch enorme Kosten, diese sollte der Vermieter tragen. Wenn dieser sich weigert, dann würde ich ihm entgegnen Widerspruch gegen die Kündigung einzulegen. Bevor sich ein Vermieter den ganzen Stress mit einem Anwalt, Gerichtsverhandlung etc. antut rückt der schnell ein paar Euros raus. Bis die Sache erstmal vor Gericht landet, gehen schnell einige Monate ins Land, da der Vermieter deinen Wohnraum aber schnell benötigt, wird der sich wohl auf einen Deal einlassen müssen.

Viel Erfolg

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#2
 Von 
TomH
Status:
Schüler
(243 Beiträge, 59x hilfreich)

Guten Abend Ger-Jo,

warum wollen Sie so einfach aufgeben? Ihr Verständnis für den Vermieter in allen Ehren - nur schliesslich gehts doch um Ihr Dach überm Kopf.
Hat der Vermieter die von Ihnen genannten Gründe tatsächlich so angegeben? Die Gründe müssen für den Mieter schlüssig und nachvollziehbar sein. Dann müsste zumindest drinstehen, dass seine Kinder als Mitzahler ausgezogen sind, der Verkauf des Hauses finanziell nicht vermeidbar war (z.Bp. Bankgeschichten etc) und er das Haus allein nicht halten konnte, deshalb nur auf Ihre, und keine evtl. weitere vorhandene Wohnung, zurückgreifen muss. Wäre auch nicht ganz schlüssig, weil er hätte ja die von Ihnen gemietete Wohnung verkaufen können, somit finanziellen Engpass decken und Ihnen einen neuen Vermieter bescheren können.
Hat Sie der Vermieter im Kündigungsschreiben auf Ihr Widerspruchsrecht aufmerksam gemacht? Wenn nicht - auch das könnte ausreichen und die Kündigung ist unwirksam.
Früher ausziehen können Sie zwar, aber an die Mietzahlung sind Sie bis 31.12. gebunden, es sei denn, Sie treffen entsprechende schriftliche Vereinbarung mit dem Vermieter, dass er Sie vorzeitig aus dem Mietvertrag entlässt, dass am Tag X das Mietverhältnis endet und Abrechnung erfolgt (Betr.Kosten, Kaution etc).
Nur hellsehen kann keiner und niemand weiss, ob Sie tatsächlich bis dahin angemessenen Wohnraum finden.
Ich empfehle Ihnen - nehmen Sie sich einen Fachanwalt für Mietrecht und legen Sie fristgemäss Widerspruch gegen die Kündigung ein. (spätestens 2 Monate vor Ablauf). Es wird dann nichts anderes passieren, als dass dann Ihr Vermieter Räumungsklage erheben kann oder wird. Das ist ein langes Prozedere und mit einem guten Rechtsbeistand können Sie sicher sein, über den 31.12. hinaus in der Wohnung bleiben zu können und sich in Ruhe nach einer neuen Wohnung umzuschauen bzw. wenn die Kündigung zum Scheitern gebracht wird, weiterhin wohnen bleiben. Der Gegenanwalt und Ihr Anwalt werden eh miteinander kommunizieren, wenn Sie dann also sagen: ok, ich geh raus, habe aber erst einen neuen Mietvertrag ab...oder nur für eine Summe X, wird Ihr Anwalt das Bestmögliche für Sie rausholen können, ggf. erst einmal hoch pokern.
Eigenbedarf ist ein heisses Eisen - ich lebe (als Mieter) z. Bp. seit 3 Jahren mit nem Eigenbedarfs-Kündigungsprozess des Vermieters, und der behauptet Obdachlos zu sein...
Also, m. E. sollten Sie sich wehren und Ihre Rechte wahren!
Viel Glück und alles Gute

TomH



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