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Elektrischer Tischgrill in Mietwohnung erlaubt?

19. Juli 2022 Thema abonnieren
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)
Elektrischer Tischgrill in Mietwohnung erlaubt?

Hallo!

Nehmen wir an, ein Mieter möchte einen elektrischen Tischgrill in seiner Wohnung verwenden. Problem ist, jedoch, dass die Brandmelder direkt mit einer Brandmeldezentrale verbunden sind und nicht abgedeckt werden können und dürfen.

Nehmen wir an, im Hauptraum und im Flur mit Kochnische (Fluchtweg) sind jene Brandmelder installiert. Der Melder reagiert auf Rauch + Hitze, der Melder im Hauptraum reagiert nur auf Rauch. Ein kleiner, viereckiger "Absaugkasten" ist vorhanden, aber der hat quasi keine Leistung.

Darf der Mieter einen solchen Tischgrill verwenden? Auch wenn der Melder im Flur vielleicht nicht anschlägt, hat der potentielle Benutzer nun Angst, dass eine mögliche Rauchentwicklung durch die Tür in den Hauptraum zieht, den Melder dort auslöst und er die Kosten für den Feuerwehreinsatz zahlen muss.

In diesem Beispiel wurde die Kochnische mit Kochmöglichkeit bereits gemietet. Der Vermieter erlaubt also generell die Zubereitung von warmen Nahrungsmitteln.

Gute Nacht
Niels.

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56 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14511 Beiträge, 5503x hilfreich)

Es gibt kein Gesetz welches die Nutzung eines elektrischen Tischgrills in einer Wohnung verbietet.
Der Vermieter kann dies auch nicht verbieten. Die Rauchmelder sollten eigentlich nicht auf normale Kochausdünstungen reagieren.

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#2
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25187 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
dass die Brandmelder direkt mit einer Brandmeldezentrale verbunden sind ...
Bist du sicher?
Zitat (von NielsBottin):
Ein kleiner, viereckiger "Absaugkasten" ist vorhanden,
Wo denn?

In Mietwohnungen sind iaR Rauchwarnmelder installiert. Die warnen mit einem Piepen direkt aus dem Gerät und sind batteriebetrieben. Die melden nichts an die Feuerwehr.

Wer seinen Tischgrill nicht direkt unter dem RWM stationiert, sollte keine Probleme wegen des Alarms bekommen. Solche RWM lösen sogar mal ganz ohne jeden Rauch, Hitze oder Feuer den Alarm aus.
Zitat (von NielsBottin):
dass eine mögliche Rauchentwicklung durch die Tür in den Hauptraum zieht, den Melder dort auslöst und er die Kosten für den Feuerwehreinsatz zahlen muss.
Ich halte diese Bedenken für übertrieben.
Jedem Mieter ohne elt. Tischgrill kann es passieren, dass mal was anbrennt oder eben sehr viel Rauch erzeugt wird.

http://www.rauchmelder-freiburg.de/unterschied.htm#.Ytah7nZBztM

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#3
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25187 Beiträge, 4790x hilfreich)

.

-- Editiert von Anami am 19.07.2022 14:54

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Es gibt kein Gesetz welches die Nutzung eines elektrischen Tischgrills in einer Wohnung verbietet.

Korrekt, aber die Feuerwehr kann die Kosten auf mich umlegen, wenn die Auslösung missbräuchlich war. Darum darf man ja auch kein Haarspray oder Deospray unterhalb eines Melders verwenden.

Zitat (von Anami):
Zitat (von NielsBottin):
dass die Brandmelder direkt mit einer Brandmeldezentrale verbunden sind ...
Bist du sicher?

100 %ig. Steht ja sogar dran. Wenn man ins Haus kommt, sieht man die Zentrale, alle Melder haben einen Nummer und überall sind rote Leitungen, an denen "zur BMZ" oder so steht. Ferner wurde mir dies von der Wartungsfirma, Feuerwehr und der Hausverwaltung bestätigt. Die Anlage löst alle paar Monate mal aus, bislang immer ohne Brand (großes Apartmenthaus).

Zitat (von Anami):

Zitat (von NielsBottin):
Ein kleiner, viereckiger "Absaugkasten" ist vorhanden,
Wo denn?

Ich habe es aufgezeichnet. Haha, nur da sollte 300 und nicht 1300 stehen.

Zitat (von Anami):
In Mietwohnungen sind iaR Rauchwarnmelder installiert. Die warnen mit einem Piepen direkt aus dem Gerät und sind batteriebetrieben. Die melden nichts an die Feuerwehr.

Das ist ein großes Apartmenthaus mit Etagenflure, etc. - alles total verbaut. Feuerwehr sagte mir, hier gibt's ein Brandschutzkonzept, was diese Einrichtung halt so vorsieht. Im Mietvertrag steht nichts dazu.

Zitat (von Anami):
Wer seinen Tischgrill nicht direkt unter dem RWM stationiert, sollte keine Probleme wegen des Alarms bekommen. Solche RWM lösen sogar mal ganz ohne jeden Rauch, Hitze oder Feuer den Alarm aus.

Ja, aber du musst hier differenzieren:

a) Melder löst aus, Feuerwehr kommt, nichts riecht nach Rauch => Falschalarm
b) Melder löst aus, Feuerwehr kommt, man sieht einen Grill und es riecht nach Rauch => missbräuchliche Auslösung

Zitat (von Anami):
Jedem Mieter ohne elt. Tischgrill kann es passieren, dass mal was anbrennt oder eben sehr viel Rauch erzeugt wird.

Und wer zahlt in so einem Fall?

Gemäß deines Links haben wir definitiv keine normalen RWM.

-- Editiert von NielsBottin am 19.07.2022 15:35

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#5
 Von 
cirius32832
Status:
Master
(4624 Beiträge, 1133x hilfreich)

Hat das Appartment keine Fenster? Wenn man in dem Appartment kochen und Braten darf, darf man auch einen Tischgrill betreiben. So sehe ich das.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#6
 Von 
bostonxl
Status:
Student
(2633 Beiträge, 387x hilfreich)

Nach der Zeichnung dürfest Du in der Küche nicht mal ein Steak braten ...

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#7
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14511 Beiträge, 5503x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
a) Melder löst aus, Feuerwehr kommt, nichts riecht nach Rauch => Falschalarm
b) Melder löst aus, Feuerwehr kommt, man sieht einen Grill und es riecht nach Rauch => missbräuchliche Auslösung
Das ist schlicht falsch!
Es kann aber dennoch sein, dass der Betreiber der Anlage zahlen darf (nicht du!) wenn er die Melder falsch positioniert oder generell unpassende Melder installiert hat. Du selbst darfst die Wohnung ganz normal nutzen.

Signatur:

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#8
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Hat das Appartment keine Fenster? Wenn man in dem Appartment kochen und Braten darf, darf man auch einen Tischgrill betreiben.

Siehe Foto: nur im Hauptraum (gemäß Landesgesetzgebung muss eine Wohnung Sanitärräume, Kochmöglichkeiten und mindestens einen Raum mit Fenster haben). Im Hauptraum hängt jedoch der sensible Melder, der NUR auf Rauch reagiert. Das wäre mir definitiv zu riskant.

Zitat (von bostonxl):
Nach der Zeichnung dürfest Du in der Küche nicht mal ein Steak braten ...

Korrekt. Die Hausverwaltung meinte damals, dass man von "exzessiven Kochen" absehen sollte.

Zitat (von -Laie-):
Das ist schlicht falsch!

Darum fragte ich hier nach.

Zitat (von -Laie-):
Es kann aber dennoch sein, dass der Betreiber der Anlage zahlen darf (nicht du!) wenn er die Melder falsch positioniert oder generell unpassende Melder installiert hat. Du selbst darfst die Wohnung ganz normal nutzen.

Aber was ist, wenn der Rauch in den Hauptraum zieht und den Melder dort auslöst? Die werfen mir doch dann vor, dass ich die Tür nicht geschlossen hätte oder sonstwas...

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#9
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25187 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
Gemäß deines Links haben wir definitiv keine normalen RWM.
Aha. Ihr habt Rauchmelder.
Zitat (von NielsBottin):
aber die Feuerwehr kann die Kosten auf mich umlegen, wenn die Auslösung missbräuchlich war.
Hat sie gesagt/geschrieben? Da elt. Tischgrill, Bratpfanne, elt. Bügeleisen und durchaus auch Rauchwaren aller Art zur üblichen Verwendung im Haushalt gehören, dürfte die daraus evtl. entstehende Rauchentwicklung einen Alarm vermutlich nicht missbräuchlich auslösen.

Zitat (von NielsBottin):
b) Melder löst aus, Feuerwehr kommt, man sieht einen Grill und es riecht nach Rauch => missbräuchliche Auslösung
NÖ. Feuerwehr kommt und sieht lediglich die verbrannten Bulletten in der Bratpfanne, weil du im Hauptraum bei geschlossener Tür ausm Fenster nach *** Ausschau gehalten hast----außer Gestank auch Alarm....missbräuchliche Auslösung?
c) Du feierst Einzug in die neue Wohnung, es kommen 5 Raucher als Gäste. Die rauchen zu gleicher Zeit im Hauptraum bei geschlossenen Fenstern---außer Gestank auch Alarm... missbräuchliche Auslösung??
d,e,f, bis z)...
Zitat (von NielsBottin):
Die Anlage löst alle paar Monate mal aus, bislang immer ohne Brand (großes Apartmenthaus).
Nach missbräuchlicher Auslösung?
Zitat (von NielsBottin):
Der Vermieter erlaubt also generell die Zubereitung von warmen Nahrungsmitteln.
Das steht im Mietvertrag?

Zitat (von NielsBottin):
Ja, aber du musst hier differenzieren:
Nö. Ich nicht. DU musst entscheiden, ob du trotzdem einen elt. Tischgrill haben und nutzen möchtest.
(ICH habe nur RWM und der Tischgrill steht auf dem Balkon. :wink: )

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#10
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von NielsBottin):
Gemäß deines Links haben wir definitiv keine normalen RWM.
Aha. Ihr habt Rauchmelder.

- Flur: Rauch + Wärme
- Hauptraum: Rauch

Zitat (von Anami):
Hat sie gesagt/geschrieben?

Nein, Konjunktiv vergessen. Ich dachte, es gilt das Verursacherprinzip?

Zitat (von Anami):
Da elt. Tischgrill, Bratpfanne, elt. Bügeleisen und durchaus auch Rauchwaren aller Art zur üblichen Verwendung im Haushalt gehören, dürfte die daraus evtl. entstehende Rauchentwicklung einen Alarm vermutlich nicht missbräuchlich auslösen.

Aber wer zahlt so einen Einsatz? Es kann doch nicht sein, dass da Brandmeister + 6 Mannschaftsfahrzeuge + Polizei ausrückt, wenn das Bügeleisen dampft.

Zitat (von Anami):
Zitat (von NielsBottin):
c) Du feierst Einzug in die neue Wohnung, es kommen 5 Raucher als Gäste. Die rauchen zu gleicher Zeit im Hauptraum bei geschlossenen Fenstern---außer Gestank auch Alarm... missbräuchliche Auslösung??
d,e,f, bis z)...

In meinen Augen ist es Fahrlässigkeit, weil man seine Sorgfaltspflicht verletzt hat. Da hängt ein Rauchmelder, jeder mit einem gewissen Verstand wollte verstehen, dass der durch Rauch ausgelöst werden kann (ich rauche nicht, kann mir daher die Rauchproduktion von 5 Personen auf 30 m² nicht vorstellen).

Zitat (von Anami):
Zitat (von NielsBottin):
Die Anlage löst alle paar Monate mal aus, bislang immer ohne Brand (großes Apartmenthaus).
Nach missbräuchlicher Auslösung?

Unbekannt. Gebrannt hat es aber noch nie.

Zitat (von Anami):
Zitat (von NielsBottin):
Der Vermieter erlaubt also generell die Zubereitung von warmen Nahrungsmitteln.
Das steht im Mietvertrag?

Die Wohnung wurde mit Pantry-Küche vermietet, aber erlaubt wird es nach § 5 Nr. 4 WohnStG NRW mit Stand vom 15.07.2022. Denn sonst dürfte das Objekt nicht als Wohnung vermietet werden.

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#11
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Das ist VIEL zu riskant.

Zitat:
Urteil: Ist Kochen eine Pflichtverletzung?
Vom Landgericht Frankfurt am Main wurde ein Mieter dazu verurteilt, die Kosten für einen Feuerwehreinsatz in Höhe von über 600 Euro zu tragen. Der Mieter hatte gekocht, ohne dass etwas angebrannt war. Allerdings hatte seine Wohnung keine Dunstabzugshaube und er ließ die Fenster geschlossen. Daher lösten die Kochdämpfe einen Rauchmelder aus. Auch dieses Gerät war jedoch mit einer zentralen Brandmeldeanlage vernetzt, die automatisch die Feuerwehr benachrichtigte. Das Gericht betrachtete das Verhalten des Mieters als Pflichtverletzung: Er hätte für weniger Kochdünste sorgen bzw. beim Kochen lüften müssen (Urteil vom 8.9.2015, Az. 2-11 S 153/14).

Quelle: https://www.anwalt-suchservice.de/rechtstipps/rauchmelder_wer_zahlt_bei_fehlalarm_21289.html

-- Editiert von NielsBottin am 19.07.2022 18:32

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#12
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25187 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
wenn das Bügeleisen dampft.
Dann wird vermutlich noch kein Alarm ausgelöst.
Zitat (von NielsBottin):
Aber wer zahlt so einen Einsatz?
Wenn es nicht der Mieter zahlt, bei dem der Alarm missbräuchlich ausgelöst wurde, dann wohl die Allgemeinheit.
Zitat (von NielsBottin):
In meinen Augen ist es Fahrlässigkeit, weil man seine Sorgfaltspflicht verletzt hat.
In meinen nicht. Es geht doch hier um Beispiele--- wenn du missbräuchliche Alarmauslösung anbringst.
Du kennst jetzt dein ***System.. Wenn bei dir keiner raucht, gilt das Beispiel bei dir eben nicht. Bei x anderen aber schon. Das hat das ***System so an sich. Andere erkennen evtl. nicht sofort, was für ein Melder an der Decke hängt. Vermieter müssten evtl. Schulungen für ihre Mieter machen...und für ihre Gäste :augenroll:
So viel zu *Sorgfaltspflicht*.
Zitat (von NielsBottin):
Die werfen mir doch dann vor, dass ich die Tür nicht geschlossen hätte oder sonstwas...
Denk dir bitte nicht so viel Mist aus.

Deine Recherche nach dem WohnStG zeigt, dass deine Wohnung die Mindestanforderungen erfüllt. Schließlich wird ja munter vermietet, auch gekocht, gebraten, gebügelt und geraucht----evtl. auch bald. elt. gegrillt.
Ab und zu wird eben (vermutlich nicht missbräuchlich) Alarm ausgelöst--- das ist systembedingt.
Frag mal nicht die HV, was exzessives Kochen sein soll.

Oder jetzt wegen des ungeheuren Risikos einer Verurteilung:
Lass es mit dem E-TG.

-- Editiert von Anami am 19.07.2022 18:35

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#13
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Oder jetzt wegen des ungeheuren Risikos einer Verurteilung:
Lass es mit dem E-TG.


In der Tat, das ist die sinnvollste Entscheidung. Ich habe jetzt einige Urteile gelesen: Im Endeffekt ist IMMER der Mieter Schuld, wenn ihm das Vorhandensein des Melders bewusst war.

Danke, ich verkaufe oder verschenke das Gerät lieber.

-- Editiert von NielsBottin am 19.07.2022 19:01

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#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104024 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
Im Endeffekt ist IMMER der Mieter Schuld, wenn ihm das Vorhandensein des Melders bewusst war.

Nö.

Deine Wohnumg hat offenbar mehrere gravierende Mängel, sie ist also nicht vertragegemäß nutzbar.

Also gerichtsfeste Mängelmeldung und Mietminderung. Eventuell aber auch erst nach dem grillen und dem Besuch der Feurwehr?
Letzteres ist natürlich mit einem Kostenrisiko verbunden ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#15
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Also gerichtsfeste Mängelmeldung und Mietminderung. Eventuell aber auch erst nach dem grillen und dem Besuch der Feurwehr?


Alternative: Ich grille im Badezimmer. Der Raum hat einen Fi-Schalter, einen Dunstabzug, eine Tür und keinen Rauchmelder.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

-

-- Editiert von NielsBottin am 19.07.2022 19:32

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

- "Der Alarmierende handelt etwa grob fahrlässig, wenn er direkt unter dem Brandmelder raucht" => Mein Kochfeld ist direkt unter dem Brandmelder!
- "Das grob fahrlässige Auslösen des Alarms zieht in der Regel ebenfalls eine Kostentragungspflicht nach sich."
- "Auch der Bundesgerichtshof (BGH) hatte unlängst entschieden, dass Mieter die von ihren Vermietern vorgegebenen Rauchmelder akzeptieren müssen."

Was soll das? Wieso dürfen Legis- und Judikative so stark in die freie Entfaltung innerhalb der Wohnung eingreifen?

-- Editiert von NielsBottin am 19.07.2022 20:03

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104024 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
Alternative: Ich grille im Badezimmer. Der Raum hat einen Fi-Schalter, einen Dunstabzug, eine Tür und keinen Rauchmelder.

Ja, und ausreichend Löschmittel ist auch vorhanden



Zitat (von NielsBottin):
Wieso dürfen Legis- und Judikative so stark in die freie Entfaltung innerhalb der Wohnung eingreifen?

Weil es so im Gesetz steht
Warum steht es so im Gesetz? Weil das Volk es so wollte.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Weil es so im Gesetz steht
Warum steht es so im Gesetz? Weil das Volk es so wollte.


Ich wette, da sind Kamera und Mikrofon eingebaut. (Trollmodus)

-- Editiert von NielsBottin am 19.07.2022 21:08

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#20
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14511 Beiträge, 5503x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
=> Mein Kochfeld ist direkt unter dem Brandmelder!
Nochmal: Es gibt unterschiedliche Meldesysteme. Der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass die Mietsache normal genutzt werden kann. Dementsprechend sind auch die Meldesysteme auszulegen.

Signatur:

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#21
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass die Mietsache normal genutzt werden kann. Dementsprechend sind auch die Meldesysteme auszulegen.


Der BGH sieht dies anders: Mieter müssen die von ihren Vermietern vorgegebenen Rauchmelder akzeptieren.

"Bei Mietwohnungen entscheidet allein der Vermieter über die Rauchmelder. Wenn dieser eine Fachfirma mit der Montage und Wartung beauftragt, muss der Mieter das akzeptieren."

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104024 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
"Bei Mietwohnungen entscheidet allein der Vermieter über die Rauchmelder. Wenn dieser eine Fachfirma mit der Montage und Wartung beauftragt, muss der Mieter das akzeptieren."

In welchen Urteil des BGH soll denn so was stehen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
In welchen Urteil des BGH soll denn so was stehen?


Sorry, das war ein Zitat einer Website, welches die ganzen Urteile zusammenfasst. Ohne Quellangabe, shame on me. Gemeint war offenbar dies aus BGH, Urteil vom 17.06.2015 - VIII ZR 216/14
Zitat:
Der *Vermieter könne bestimmen*, dass über die in § 47 BauO LSA benannten (Mindest-)Räumlichkeiten hinaus alle Zimmer in dem Umfang mit dem technischen Standard ausgestattet werden, *den er für sinnvoll halte*


Der Vermieter könnte hier also sagen: wir haben den sensiblen Sensor gewählt, weil er den Mietern mehr Sicherheit bietet. Die Hausverwaltung hatte mir gegenüber ja schon gesagt, man solle nicht "exzessiv kochen". Das hatte ja auch LG Frankfurt/Main in Urteil vom 8.9.2015 - 2-11 S 153/14 so gesehen.

Zitat:
Die Installation der Rauchwarnmelder dient dem Schutz von Leben und Gesundheit der Hausbewohner, so dass es den Mietern auch zumutbar ist, dafür Sorge zu tragen, dass es nicht zu einem vermeidbaren Täuschungsalarm kommt.


Also nixos grillos.

-- Editiert von NielsBottin am 20.07.2022 18:55

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14511 Beiträge, 5503x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
"Bei Mietwohnungen entscheidet allein der Vermieter über die Rauchmelder. Wenn dieser eine Fachfirma mit der Montage und Wartung beauftragt, muss der Mieter das akzeptieren."
Du verstehst diesen Satz völlig falsch! Natürlich entscheidet der Vermieter über die Rauchmelder. Der Vermieter sucht diese aus, nicht der Mieter. Das ändert aber nichts daran, dass diese für die Räumlichkeiten geeignet sein müssen und die Mietsache normal genutzt werden darf.

Signatur:

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#25
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Das ändert aber nichts daran, dass diese für die Räumlichkeiten geeignet sein müssen und die Mietsache normal genutzt werden darf.


Das sieht LG Frankfurt/Main aber anders. Der Mieter muss dafür Sorge tragen, dass es nicht zu einem Täuschungsalarm kommt.

Die Frage ist halt, ob ein Tischgrill überhaupt eine "normale Nutzung ist"? Offenbar ist nur das vorhandene Kochfeld die "normale Nutzung"

-- Editiert von NielsBottin am 20.07.2022 19:06

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104024 Beiträge, 37585x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
das war ein Zitat einer Website

Die das Urteil offenbar nicht mal im Ansatz verstanden hat ...



Zitat (von NielsBottin):
Das sieht LG Frankfurt/Main aber anders. Der Mieter muss dafür Sorge tragen, dass es nicht zu einem Täuschungsalarm kommt.

Hat man den Unfug auch wieder von so einer Urteils-Zusammenfassungsseite?

In dem Urteil ging es um die übermäßige Rauch-, Dunst- oder Hitzeentwicklung die einen ordnungsgemäß installierten und intakten Rauchwarnmelder auslöste.



Insofern ist die Aussage
Zitat (von -Laie-):
Der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass die Mietsache normal genutzt werden kann. Dementsprechend sind auch die Meldesysteme auszulegen.

von -Laie- vollkommen korrekt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
NielsBottin
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass die Mietsache normal genutzt werden kann. Dementsprechend sind auch die Meldesysteme auszulegen.


Klar, das sagt ja der normale Menschenverstand... aber kennt ihr dazu irgendeinen Leitsatz oder eine Anmerkung in den Gesetzen? Ich finde nichts dazu.

-- Editiert von NielsBottin am 20.07.2022 19:09

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#28
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4977 Beiträge, 1253x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
die Feuerwehr kann die Kosten auf mich umlegen, wenn die Auslösung missbräuchlich war. Darum darf man ja auch kein Haarspray oder Deospray unterhalb eines Melders verwenden.

Steht in welchem Gesetz oder höchstrichterlichen Urteil genau?

Zitat:
Ja, aber du musst hier differenzieren:

a) Melder löst aus, Feuerwehr kommt, nichts riecht nach Rauch => Falschalarm
b) Melder löst aus, Feuerwehr kommt, man sieht einen Grill und es riecht nach Rauch => missbräuchliche Auslösung

Nein. Das ist keine mißbräuchliche Auslösung. Selbstverständlich darf man in seiner Wohnung einen Tischgrill betreiben, oder einen Adventskranz mit Kerzen, oder eine Sisha-Pfeife. Ein Rauchmelder, der daraufhin Alarm auslöst, wäre ohnehin fehlerhaft.

Zitat:
Zitat:
Zitat (von Anami):
Jedem Mieter ohne elt. Tischgrill kann es passieren, dass mal was anbrennt oder eben sehr viel Rauch erzeugt wird.


Und wer zahlt in so einem Fall?

Die Allgemeinheit. Genauer: der Träger der Feuerwehr, die zum Fehlalarm ausrückt.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4977 Beiträge, 1253x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
Zitat (von bostonxl):
Nach der Zeichnung dürfest Du in der Küche nicht mal ein Steak braten ...

Korrekt. Die Hausverwaltung meinte damals, dass man von "exzessiven Kochen" absehen sollte.

Damit würde die Hausverwaltung vor Gericht eine krachende Niederlage erfahren...

Kochen gehört zum bestimmungsgemäßen Gebrauch einer Wohnung, und daß es beim Kochen auch mal ordentlich dampft und/oder qualmt, ist normal, das muss der Vermieter hinnehmen.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4977 Beiträge, 1253x hilfreich)

Zitat (von NielsBottin):
> Mein Kochfeld ist direkt unter dem Brandmelder!

Dann muss der dort schleunigst entfernt werden, ein Rauchmelder darf nicht über einem Herd installiert werden.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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