Eröhung der Nebenkostenabrechnung (NK)

30. Juli 2003 Thema abonnieren
 Von 
Andreas-K.
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Eröhung der Nebenkostenabrechnung (NK)

Hallo,

in der letzten jährlichen Nebenkostenabrechnung meiner Mietwohnung musste ich eine Erhöhung der Nachzahlung von sonst üblichen 80 € / Jahr auf 350 € feststellen. Bei anderen Mieter verzehnfachte sich der Betrag! NK-Vorauszahlung p.M.: 97 €.

Grund:
zwischenzeitlich wurden für jede Wohnung Wasserzähler installiert und die Abrechnung erfolgte nicht mehr durch flächenmäßige Umlage, sondern genau nach Verbrauch.

Die erhöhte Nachzahlung setzt sich zusammen aus dem erhöhten Wasserverbrauch (+90 € bzw. +50%) und erstmaligen Kosten für die Miete der Wasserzähler (+180 €)

Die Installation der Wasserzähler und die neue Berechnungsweise, sowie die voraussichtl. maßgebl. Erhöhung der NK-Nachzahlung wurde den Mietern nicht angezeigt.

Mehrere Mieter haben bereits Widerspruch gegen den Mahnbescheid der ausstehenden Nachzahlung eingelegt.

- Wie stehen die Chancen die Forderung vor Gericht zu verringern?
- hätte der Vermieter vorher die Massnahme anzeigen müssen?
- hätte der Vermieter statt der einmaligen Zahlung am Jahresende nicht eher die monatl. NK erhöhen müssen?
- verstößt die drastische Erhöhung gegen geltendes Mietrecht?
- besteht die Möglichkeit ein einziges Verfahren (alle Mieter gegen den Vermieter) vor Gericht anzustreben? Wie ist die Vorgehensweise dafür?

Danke im voraus

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"Andreas Kucher"

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Gruwo
Status:
Lehrling
(1286 Beiträge, 181x hilfreich)

Hallo Andreas,

wurden die Wasseruhren vor Beginn eines Abrechnungszeitraums eingebaut oder mitten in der Periode?

mfg gruwo

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Andreas-K.
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

die Wasserzähler müssten mitten in der Periode eingebaut worden sein, ich weiss es aber nicht genau.
MFG


-----------------
"Andreas Kucher"

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Gruwo
Status:
Lehrling
(1286 Beiträge, 181x hilfreich)

Vorab: Das deutsche Recht kennt m.W. keine Sammelklage.

Die Umstellung auf verbrauchsabhängige Erfassung und Abrechnung der Wasserkosten kann der Vermieter einseitig bestimmen, nur darf er nicht den Abrechnungsmaßstab während einer Abrechnungsperiode ändern, dass ergibt sich schon aus § 556 a (2) 2 BGB .

Hier kannst du m.E. zumindest eine Neuberechnung auf Basis des alten Maßstabs Fläche verlangen. Die Gesamtkosten selber ändern sich dadurch nicht, sie werden nur anders verteilt! Der höhere Wasserverbrauch entsteht ja durch neue Uhren. Die Kosten der Umstellung können vom Vermieter umgelegt werden, vgl. Anl. 3 zu § 27 II. BV

Wenn der eigentliche Mehrverbrauch aber nicht bestritten wird, macht es auch wenig Sinn, gegen die höheren Nebenkostenvorauszahlungen anzugehen. Schließlich sollen ja durch angemessene Erhöhungen große Nachzahlungen vermieden werden. Die kämen so nächstes Jahr auf euch zu.

In jedem Fall kam es zu Formfehlern, die eine Abrechnung auch anfechtbar machen.

mfg gruwo

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#4
 Von 
Gruwo
Status:
Lehrling
(1286 Beiträge, 181x hilfreich)

Korrektur: "Der höhere Wasserverbrauch entsteht ja *nicht* durch neue Uhren."

0x Hilfreiche Antwort

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