Fassadenanstrich und Katzennetz

19. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
Anubenny
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Fassadenanstrich und Katzennetz

Hallo,

wir haben heute Post vom Vermieter bekommen, dass Ende April die Fassade gereinigt und gestrichen werden soll. Dazu sollen alle Gegenstände vom Balkon entfernt werden.

Jetzt ist es so, dass wir vom Vormieter das Katzennetz am Balkon übernommen haben, was auch im Übergabeprotokoll steht (unsere Katzen sind auch vom Vermieter genehmigt). Das Netz ist an zwei Teleskopstangen und an mehreren an der Wand bzw dem Balkon über uns befestigten Holzlatten befestigt.

Die Stangen lassen sich nicht einfach entfernen, da das Gewinde verrostet ist und wenn die Holzlatten entfernt würden, könnte das Netz nicht mehr richtig befestigt werden. Noch dazu können wir das Netz dann wegschmeißen, da es sich nicht entfernen lässt ohne es zu zerstören.

Muss das Netz überhaupt ab? Und wenn ja, müssten die Kosten uns dann ersetzt werden, weil wir ein neues kaufen müssten?

Wir wohnen im Hochparterre und hier wurde schon mehrfach versucht einzubrechen, da wäre ein Gerüst ja noch eine Einstieghilfe und ohne das Netz der Balkon quasi „ungeschützt", daher ist das auch ein Grund, dass wir es ungern abmachen würden. Der Balkon kann mindestens 3 Wochen nicht genutzt werden (so lange sollen die brauchen), da sonst die Katzen abhauen.

Ich glaube es zwar eher nicht, aber dürfte ein Netz nach den Fassadenarbeiten verboten werden obwohl es bisher erlaubt ist? Wir sind nicht die einzigen mit Netz.

Wie sieht es denn hier mit der Rechtslage aus?

Vielen Dank schonmal für die Antworten.

LG
Anja

-- Editiert von User am 19. März 2024 21:53

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21 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121276 Beiträge, 40005x hilfreich)

Zitat (von Anubenny):
ohne das Netz der Balkon quasi „ungeschützt",

Man glaubt ernsthaft, das ein Katzennetz da auch nur ansatzweise einen Schutz darstellt?



Zitat (von Anubenny):
Muss das Netz überhaupt ab?

Das frage man sinnigerweise diejenigen, welche die Frage beantworten können.



Zitat (von Anubenny):
Und wenn ja, müssten die Kosten uns dann ersetzt werden, weil wir ein neues kaufen müssten?

Das glaube ich nicht
Euer Netz, euer Problem, eure Kosten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Anubenny
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja das glaubt „man" tatsächlich, da bei einem Versuch die Teleskopstange nicht mehr als ein paar cm zur Seite geschoben werden konnte und der Versuch dadurch beendet war.

Dass ich beim Vermieter fragen muss, ist mir auch klar, nur war es nach Erhalt des Briefes heute schon zu spät und ich wollte hier einfach schon mal fragen.

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#3
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 47x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das glaube ich nicht
Euer Netz, euer Problem, eure Kosten.


Das würde ich jetzt nicht so pauschal unterschreiben. Kommt ein bisschen auf die Gesamtumstände an. Wenn Sanierungsarbeiten Schäden an Mietereigentum verursachen, dann kann man so nicht argumentieren. Natürlich muss ein Vermieter unter gewissen Umständen dafür aufkommen. Es kann sogar sein, dass das Katzennetz hier Teil der Mietsache ist und es dem Vermieter obliegt, nach der Fassadensanierung den vertragsgemäßen Zustand mit Katzennetz wieder herzustellen.

Ist nur mit den vorhandenen Infos schwer zu erkennen. Es kommt in diesem Fall meiner Meinung nach auf die Details an. Dazu wären weitere Infos hierzu hilfreich:

Zitat (von Anubenny):
Jetzt ist es so, dass wir vom Vormieter das Katzennetz am Balkon übernommen haben, was auch im Übergabeprotokoll steht


Habt ihr das Katzennetz direkt vom Vormieter übernommen (z.B. in dem ihr eine Ablöse an ihn gezahlt habt?). Und im Übergabeprotokoll wurde das vermerkt mit dem Hinweis, dass ihr die Pflicht zu Entfernung bei Auszug übernehmt? Dann ist das Netz euer Eigentum, aber der Einbau offensichtlich vom Vermieter genehmigt. Solange es dann keine weiteren Absprachen mit dem Vermieter gibt, ist er bei Beschädigung des Netzes euch gegenüber schadenersatzpflichtig. Obwohl ich davon ausgehe, dass der Schaden gemäß Zeitwert errechnet werden müsste und ein bereits mehrere Jahre altes Katzenschutznetz mit laienhafter Befestigung einen Zeitwert von ca. €0 haben könnte...

Hat der Vormieter das Katzennetz einfach nur drin gelassen, ihr habt mit dem direkt nichts besprochen oder was gezahlt, dann ist das Katzennetz möglicherweise in das Eigentum des Vermieters übergegangen. Und da es bei Einzug bereits vorhanden war, könnte es als mitvermietet gesehen werden und der Vermieter müsste es entweder wieder anbauen oder, falls das alte irreparabel zerstört wurde, ein neues, vergleichbares Netz anbringen.

Am besten die genauen Umstände und den genauen Wortlaut hier posten, da kann man vielleicht schon mehr draus schließen.

Zitat (von Anubenny):
Ja das glaubt „man" tatsächlich, da bei einem Versuch die Teleskopstange nicht mehr als ein paar cm zur Seite geschoben werden konnte und der Versuch dadurch beendet war.


Ähm, ja. Ich glaube nicht, dass das als Einbruchsschutz gesehen werden kann und ich würde dieses Argument auch dem Vermieter gegenüber nicht erwähnen. Ich kenne Katzenschutznetze, die schneidet man, auch wenn sie eine Drahtverstärkung haben, mit der Schere durch. Sowas hält max. 5 Sekunden auf. Und Einbrecher sind auch nicht vorsichtig, ist denen vollkommen egal, was sie kaputt machen. Das war euch bei dem Versuch sicherlich nicht gleichgültig, oder?

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#4
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4847 Beiträge, 581x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Zitat (von Harry van Sell):
Das glaube ich nicht
Euer Netz, euer Problem, eure Kosten.



Das würde ich jetzt nicht so pauschal unterschreiben.


Zitat (von Anubenny):
Jetzt ist es so, dass wir vom Vormieter das Katzennetz am Balkon übernommen haben, was auch im Übergabeprotokoll steht


Und ich würde das

Zitat (von Harry van Sell):
Euer Netz, euer Problem, eure Kosten.


aber sowas von unterschreiben!



1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 47x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Und ich würde das

Zitat (von Harry van Sell):
Euer Netz, euer Problem, eure Kosten.


aber sowas von unterschreiben!


Und mit welcher Rechtsgrundlage? Ich will wirklich nicht ausschließen, dass ich mich irre. Aber ich kann hier keine Rechtsgrundlage dafür erkennen.

Ändern wir den Sachverhalt doch mal minimal ab:

Es geht um einen mitvermieteten Garten, in dem der Mieter zulässige Gestaltungen vorgenommen hat, und in dem Garten möchte der Vermieter jetzt einen neuen Zaun bauen und muss dabei Pflanzen des Mieters beschädigen/zerstören. Würdest Du da auch sagen "Euer Garten, eure Pflanzen, eure Kosten"? Ich nämlich nicht und ich sehe nicht, wo da generell ein rechtlicher Unterschied ist zu einem mitgemieteten Balkon und einem daran angebrachten Katzennetz.

Von der Möglichkeit, dass das Katzennetz gar nicht rechtmäßig vom Vormieter übernommen wurde, wie ich oben erwähnt habe, ganz zu schweigen.

Oder davon, dass der Mieter den Balkon nicht mal selbst freiräumen muss, sondern dafür der Vermieter zuständig ist (Duldungs- vs. Mitwirkungspflicht) und auch da für Beschädigungen am Mietereigentum haftet. Die Blumentöpfe, die auf den Balkonen stehen, darf der Vermieter auch nicht einfach entsorgen und die Mieter müssen sich dann halt neue kaufen...

-- Editiert von User am 20. März 2024 09:09

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#6
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4847 Beiträge, 581x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Ich will wirklich nicht ausschließen, dass ich mich irre. Aber


Ja, da bin ich aber froh.

Geh aus dem Garten raus. Stell dir vor, du ziehst in eine Wohnung ein und der Vormieter schenkt dir diverse Einrichtungsgegenstände. Aufgrund der Schenkung verbleiben diese in der Wohnung und sind auch aus diesem Grund bei der Übergabe zu sehen. Dies wird auch so im Protokoll aufgenommen.

Im Übergabeprotkoll steht: Halbwissen übernimmt von Großzügigkeit die Gegenstände XYZ.

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#7
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7426 Beiträge, 1550x hilfreich)

Zitat (von Anubenny):
Die Stangen lassen sich nicht einfach entfernen, da das Gewinde verrostet ist und wenn die Holzlatten entfernt würden, könnte das Netz nicht mehr richtig befestigt werden. Noch dazu können wir das Netz dann wegschmeißen, da es sich nicht entfernen lässt ohne es zu zerstören.


Das ist leider Euer Problem. Wenn ihr auszieht und der Nachmieter möchte kein Netz, müsst ihr es ja auch auf Eure Kosten entfernen

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#8
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 47x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Ja, da bin ich aber froh.


Ich auch :wink:

Aber sorry, ich kann Deiner Argumentation immer noch nicht ganz folgen. Gehen wir also mal hiervon aus:

Zitat (von Solan196):
Im Übergabeprotkoll steht: Halbwissen übernimmt von Großzügigkeit die Gegenstände XYZ.


Soweit so gut. Das sind dann also meine Sachen, mein Eigentum. Und wenn Du bildlich aus dem Garten möchtest, dann geht auch das. Die imaginären Sachen sind also Schränke, OK? Und der Vermieter will jetzt die Wand aufstemmen, an der der geschenkte 4x2,5m große Schrank steht, um neue Leitungen zu legen.

Deiner Argumentation nach kann der Vermieter den Schrank zu Kleinholz verarbeiten und ich als Mieter habe dann einfach Pech und kann mir einen neuen Schrank kaufen.

Aber das ist doch nicht so. Auch ein Vermieter darf kein fremdes Eigentum zerstören. Und da der Mieter hier nicht mal verpflichtet ist, den Schrank selbst wegzuräumen, sondern das die Pflicht des Vermieters ist, schuldet der Vermieter ggf. Schadenersatz, wenn der Schrank beim Abbau und der Einlagerung beschädigt wird.

Ich glaube nicht, dass das in diesem Thread benannte Katzenschutznetz einen signifikanten Wert hat, und der Schadenersatz sich auf mehr als, keine Ahnung, max. €20-50 belaufen würde. Aber das ändert nichts daran, dass die Mieter grundsätzlich Anspruch auf Schadenersatz haben, wenn der Vermieter das Netz kaputt macht.

Und nun Du, überzeug mich vom Gegenteil :fight:

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 47x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Das ist leider Euer Problem. Wenn ihr auszieht und der Nachmieter möchte kein Netz, müsst ihr es ja auch auf Eure Kosten entfernen


Und woraus leitest Du aus diesem Sachverhalt ab, dass die Mieter auch während der Dauer des Mietverhältnisses kein Recht darauf haben, dass ihr Eigentum durch den Vermieter weder beschädigt noch zerstört wird?

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#10
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4847 Beiträge, 581x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Und nun Du, überzeug mich vom Gegenteil :fight:


Du bist ein Fuchs, aber OK:

Im Zweifel kann der VM den Rückbau des Katzennetzes fordern, wobei es wohl weniger um das Netz geht, sondern wohl eher um diese Pfosten (davon gehe ich mal aus), da der Rückbau des Netzes, nicht nur mittels Schere, wenig aufwändig ist.

Die Möbel selber müsste der VM wegräumen, solltest du diese aber an der ursprünglichen Wand festgemauert und mit Pflöcken in den Boden betoniert haben, wer wäre dann für die Entfernung von zusätzlicher Mauer und Pflöcken zuständig? Und damit landen wir dann bei den baulichen Veränderungen.

Tja, den GAU kann ich auch.

-- Editiert von User am 20. März 2024 09:49

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#11
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9948 Beiträge, 4494x hilfreich)

Zitat (von Anubenny):
Jetzt ist es so, dass wir vom Vormieter das Katzennetz am Balkon übernommen haben, was auch im Übergabeprotokoll steht (unsere Katzen sind auch vom Vermieter genehmigt).
Was steht denn nun genau zu diesem Katzennetz im Übergabeprotokoll? Gibt es eine Genehmigung vom Vermieter zur Anbringung des Netzes und wenn ja was steht da drin?

Erst nach Antwort auf diese Fragen ist eine realistische Einschätzung zum Sachverhalt möglich.

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#12
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2348 Beiträge, 365x hilfreich)

Unabhängig davon, ob das Katzennetz jetzt dem Vermieter oder dem Mieter gehört...

Was meiner Meinung nach mitgemietet sein dürfte, ist die Möglichkeit ein Katzennetz anzubringen.

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#13
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4847 Beiträge, 581x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Was meiner Meinung nach mitgemietet sein dürfte, ist die Möglichkeit ein Katzennetz anzubringen.


Da streiten sich die Geister und die Gerichte entscheiden ambivalent.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 47x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Im Zweifel kann der VM den Rückbau des Katzennetzes fordern, wobei es wohl weniger um das Netz geht, sondern wohl eher um diese Pfosten (davon gehe ich mal aus), da der Rückbau des Netzes, nicht nur mittels Schere, wenig aufwändig ist.


Sehe ich ganz genauso. Aber wenn die Anbringung genehmigt war (wovon ich nach Schilderung des Sachverhalts vorläufig ausgehe), dann kann er den Rückbau nicht während der laufenden Mietzeit fordern.

Zitat (von Solan196):
Die Möbel selber müsste der VM wegräumen, solltest du diese aber an der ursprünglichen Wand festgemauert und mit Pflöcken in den Boden betoniert haben, wer wäre dann für die Entfernung von zusätzlicher Mauer und Pflöcken zuständig?


Das wäre aber ein ganz anderer Fall, das ist dann ein fest mit dem Gebäude verbundener Einbau. Hier haben wir aber das hier:

Zitat (von Anubenny):
Das Netz ist an zwei Teleskopstangen und an mehreren an der Wand bzw dem Balkon über uns befestigten Holzlatten befestigt.


Also eher vergleichbar mit einem Wandregal, würde ich sagen. Ist zwar angeschraubt an einigen Stellen, aber generell nicht fest verbaut. Und damit ist aus meiner Sicht ohne Frage der Vermieter dafür zuständig, das Ding für die Fassadenarbeiten zu entfernen und hinterher wieder anzubringen. Und wenn das nicht geht, weil es beim Abbau zerstört wurde, dann muss der Vermieter eben Schadenersatz zahlen.

Und wenn das Netz doch mitvermietet wurde, dann muss der Vermieter nach den Fassadenarbeiten sogar ein neues Netz auf seine Kosten anbringen, wenn das alte kaputt ist.

Andererseits:

Zitat (von cauchy):
Was steht denn nun genau zu diesem Katzennetz im Übergabeprotokoll? Gibt es eine Genehmigung vom Vermieter zur Anbringung des Netzes und wenn ja was steht da drin?

Erst nach Antwort auf diese Fragen ist eine realistische Einschätzung zum Sachverhalt möglich


Je nachdem, was für Absprachen genau getroffen werden, kann sich die Einschätzung in diesem Einzelfall auch noch sehr ändern.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4847 Beiträge, 581x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Das wäre aber ein ganz anderer Fall, das ist dann ein fest mit dem Gebäude verbundener Einbau.


Das sehe ich anders.


Zitat (von Anubenny):
. Das Netz ist an zwei Teleskopstangen und an mehreren an der Wand bzw dem Balkon über uns befestigten Holzlatten befestigt.

Die Stangen lassen sich nicht einfach entfernen, da das Gewinde verrostet ist und wenn die Holzlatten entfernt würden, könnte das Netz nicht mehr richtig befestigt werden.


Es bleibt dabei:

Zitat (von Harry van Sell):
Das glaube ich nicht
Euer Netz, euer Problem, eure Kosten.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38730 Beiträge, 14052x hilfreich)

Man muss sich doch mal klar machen, was da abgelaufen ist. Vormieter hat die Erlaubnis bekommen, eben dieses Katzennetz zu installieren. An der Außenfassade. Offensichtlich hat der Vermieter dieses Teil aber bei dem Mieterwechsel nicht in den neuen Mietvertrag integriert. Damit haben wir eine Duldung, die Verantwortung für Netz und Konstruktion bleibt beim Mieter. Jetzt soll die Fassade saniert werden. Mir fehlt die Vorstellungskraft dafür, wie das ohne Abbau dieser Konstruktion erfolgen soll.

Bleibt die Frage, wer das zu finanzieren hat. Das Teil ist nicht Bestand des Mietverhältnisses, also ist der Mieter verantwortlich. Ob es oder was Vergleichbares wieder angebracht werden darf, wäre neu zu verhandeln.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Anubenny
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Erstmal danke für eure Antworten.

Das mit dem Zitieren klappt irgendwie nicht, aber ich versuche auf alles zu antworten.

Die Vormieter waren meine Schwägerin und Schwager und die haben das Netz angebracht. Da wir selber Katzen haben, wurde es bei deren Auszug dran gelassen, so dass wir kein neues anbringen mussten. Was genau im Übergabeprotokoll steht müsste ich nachlesen, aber es ist festgehalten, dass das Netz vorhanden war.

Edit: im Protokoll steht folgendes:

„Sonstige Bemerkungen: Neumieter übernehmen diverse Möbel (Küche, Garderobe) und Veränderungen der Mietsache (Katzennetz) der Vormieterin. Diese gehen in den Besitz der Neumieter und sind bei Auszug zu entfernen.„

Die Stangen könnten bei einem Auszug unsererseits natürlich entfernt werden, wenn der Nachmieter kein Netz möchte, würden dabei aber wahrscheinlich zerstört werden.

Bezüglich Netz=Einbruchschutz: natürlich kann man ein Netz aufschneiden, wenn man entsprechendes Werkzeug dabei hat, im ersten Moment schreckt es aber vielleicht ab, da der Aufwand größer ist als bei einem nicht eingenetzten Balkon. Das ist auch nicht der Grund, warum wir es lieber dran lassen würden.

Dass das Netz keinen großen Wert hat, ist auch klar, es ist eben nur ärgerlich, wenn es entfernt werden müsste, da ein neues Netz natürlich kostet.

Ich habe vorhin mit der Sachbearbeiterin gesprochen, die mir aber nur halb weiterhelfen konnte. Der richtige Ansprechpartner ist heute leider nicht im Haus. Evtl würde die Möglichkeit bestehen, dass die Arbeiten auf unserem Balkon an einem festen Tag stattfinden, wo dann jemand die Leute durch die Wohnung auf den Balkon lassen kann und das Netz dran bleibt. Aber das muss mit dem zuständigen Sachbearbeiter besprochen werden.

-- Editiert von User am 20. März 2024 13:03

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10760 Beiträge, 4227x hilfreich)

Zitat (von Anubenny):
Evtl würde die Möglichkeit bestehen, dass die Arbeiten auf unserem Balkon an einem festen Tag stattfinden, wo dann jemand die Leute durch die Wohnung auf den Balkon lassen kann und das Netz dran bleibt.


Die Möglichkeit wird nicht bestehen, es sei denn, die Handwerke machen bei der Fassadenreinigung und dem späteren Anstrich Pfusch.
Das würde nämlich bedeuten, dass um die Latten herumgestrichen werden müsste, solange alles dran bleibt, kann es egal sein, wenn die Konstruktion dann mal abgebaut wird, sieht man dann aber deutlich, dass da was nicht richtig ist.

Und ganz ehrlich,
Zitat (von Anubenny):
Die Stangen lassen sich nicht einfach entfernen, da das Gewinde verrostet ist und wenn die Holzlatten entfernt würden

Dann wurden von deinem Schwager und Schwägerin Materialien verbaut, die für den Außenbereich nicht geeignet sind.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9948 Beiträge, 4494x hilfreich)

Zitat (von Anubenny):
Diese gehen in den Besitz der Neumieter und sind bei Auszug zu entfernen.
Wenn da wirklich nicht mehr steht, dann wirds aus meiner Sicht für den Vermieter knifflig. Denn das ist in einem Übergabeprotokoll als Genehmigung zu werten, dass die Dinger bis zum Auszug dranbleiben dürfen. Ich lese nichts, aus dem der Vermieter das Recht ableiten könnte, diese Genehmigung zurückzuziehen.

Zitat (von Anubenny):
Dazu sollen alle Gegenstände vom Balkon entfernt werden.
Das folgende Vorgehen ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll. Aber rein rechtlich gesehen muss ein Mieter solche Arbeiten dulden aber nicht aktiv mitarbeiten. Er ist nicht verpflichtet, irgendwelche Gegenstände vom Balkon zu entfernen. Er muss Zugang gewähren, mehr nicht. Im Zweifel müsste der Vermieter selber dafür sorgen, dass die Arbeiter arbeiten können und dass Mietereigentum nicht beschädigt wird. Insoweit könnte zumindest rein rechtlich der Mieter dem Vermieter auch entsprechend antworten.

Wie gesagt, nicht unbedingt sinnvoll, wenn man an einem vernünftigen Miteinander interessiert ist. Aber mit dieser Sichtweise wird klar, dass der Vermieter derjenige ist, der hier eigentlich handeln müsste. Und wenn er dabei etwas von Wert zerstört, dann ist er zu Schadensersatz verpflichtet. Einen großen Wert scheint das Teil aber eh nicht mehr zu haben.

Zitat (von Anubenny):
Evtl würde die Möglichkeit bestehen, dass die Arbeiten auf unserem Balkon an einem festen Tag stattfinden, wo dann jemand die Leute durch die Wohnung auf den Balkon lassen kann und das Netz dran bleibt.
Wenn das klappt, dann ist das für beide Seiten die beste Lösung.

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121276 Beiträge, 40005x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Ändern wir den Sachverhalt doch mal minimal ab:

Es geht um einen mitvermieteten Garten, in dem der Mieter zulässige Gestaltungen vorgenommen hat, und in dem Garten möchte der Vermieter jetzt einen neuen Zaun bauen und muss dabei Pflanzen des Mieters beschädigen/zerstören.

Er kann die Pflanzen des Mieters gar nicht beschädigen/zerstören, denn der Mieter hat die Pflanzen ja nach Aufforderung durch den Mieter entfernt.



Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Und da der Mieter hier nicht mal verpflichtet ist, den Schrank selbst wegzuräumen, sondern das die Pflicht des Vermieters ist

Da würde ich den Sachverhalt an das Katzennetz anpassen, so das der Schrank fest mit der Wand verbunden ist.

Da sehe ich dann durchaus ein Fragezeichen, ob der Vermieter das dann entfernen müsste.



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#21
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(131 Beiträge, 47x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Er kann die Pflanzen des Mieters gar nicht beschädigen/zerstören, denn der Mieter hat die Pflanzen ja nach Aufforderung durch den Mieter entfernt.


Hä?

Zitat (von Harry van Sell):
Da würde ich den Sachverhalt an das Katzennetz anpassen, so das der Schrank fest mit der Wand verbunden ist.

Da sehe ich dann durchaus ein Fragezeichen, ob der Vermieter das dann entfernen müsste


Ich nicht. Nach deiner Argumentation wäre ein Vermieter dann ja auch nicht dafür zuständig, ein Bücherregal abbauen zu lassen, was an der Wand angeschraubt ist. Oder es müssen Sanierungen in der Küche gemacht werden und dazu muss die mietereigene Küche abgebaut werden. Und in beiden Fällen ist es ganz eindeutig der Vermieter, der die Baufreiheit herstellen muss und für dabei am Mietereigentum entstehende Schäden haftet.

Nur weil das Mietereigentum hier ein Netz ist und sich auf dem Balkon befindet, bleibt das doch der identische Sachverhalt.

Zitat (von cauchy):
Wie gesagt, nicht unbedingt sinnvoll, wenn man an einem vernünftigen Miteinander interessiert ist


Rein rechtlich ist die Sache hier für mich eigentlich eindeutig, würde aber cauchy mit dieser Aussage absolut zustimmen.

Ich habe vor noch nicht allzu langer Zeit eine komplette Terrasse von ca 20m² katzensicher gemacht. Mit einem teuren Netz, mehreren Halterungen und einem Überkletterschutz aus dem Profibedarf. Also deutlich aufwendiger und mit tatsächlich dafür gemachten Materialien - keine Netzkonstruktion mit irgendwelchen Teleskopstangen und Brettern Marke Eigenbau zusammengezimmert. Der Spaß hat uns ca. 350€ gekostet. Einen Balkon kann man meist schon für 50-100€ fertig machen.

Das vorhandene Netz ist bereits alt, zumindest die Befestigung hört sich danach an, als wenn sie aus dem letzten Loch pfeift, der Restwert wird hier also wirklich nur noch verschwindend gering sein. Und ehe ich mit meinem Vermieter wegen vielleicht noch 0-50€ Zeitwert einen Streit anfange, baue ich einfach ein neues Netz an.

Das wäre auch mein Rat an den TE: Weist den Vermieter daraufhin, dass eigentlich er dafür zuständig ist, das Netz vor der Sanierung zu entfernen und danach wieder anzubauen und einen möglichen Schaden zu ersetzen, ihr aber damit einverstanden seid, das Netz selbst zu entfernen und nach der Sanierung auf eigene Kosten zu erneuern. Unter der Bedingung, dass er euch schriftlich gibt, dass ihr ein neues Netz anbringt dürft. Das dürfte für alle Beteiligten die einfachste Lösung sein.

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