Fassadenarbeiten - Balkontürgriff soll entfernt werden

12. Mai 2023 Thema abonnieren
 Von 
Thorsten D.
Status:
Student
(2193 Beiträge, 1379x hilfreich)
Fassadenarbeiten - Balkontürgriff soll entfernt werden

moin zusammen....

kurze Zusammenfassung:
- Mietwohnung
- es läuft eine Verschönerung der Fassade, neue Farbe, neue Verblendung der Balkongeländer
- alle Fenster gehen zur gleichen Hausseite und sind durch Gerüstteile verstellt, Ausnahme Schlafzimmer
dies geht direkt auf Balkon
- momentaner Zustand Balkon : Sichtschutzverblendung des Geländers wurde entfernt, Geländer vollständig vorhanden Balkon ist auch eher eine Loggia da vollständig überdacht.
- gestern beschloss die Gemeinschaft dass an den Balkontüren innen die Griffe abmontiert werden damit
während der Arbeiten niemand den Balkon betreten kann.
- Eine Sicherung, sofern überhaupt notwendig, ist den Eigentümern zu aufwendig, besser zu teuer
- dem Hausmeister habe ich den Zutritt verweigert und ihm einen überzähligen Griff ausgehändigt...
von denen hab ich genug, alles Fenster haben abschliessbare Griffe von mir erhalten :grins:

Ich selbst finde das Ganze recht krass - respektive lächerlich, den Beschluss halte ich für nichtig - unzulässiger Eingriff ins Sondereigentum.

Ich wünsche mir eine rege und konstruktive Diskusion über dieses Thema, danke





-- Editiert von User am 12. Mai 2023 13:06

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23 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9809 Beiträge, 4456x hilfreich)

Hm, konkrete Fragen sind dem Forum meistens lieber. So weiß niemand, welches der vielen angesprochenen Themen wirklich relevant ist. Aber fangen wir mal vorne an: Du schreibst Mietwohnung. Bist du der Mieter? Wenn ja, dann sind Entscheidungen der WEG zumindest erstmal für dich nicht relevant. Relevant wäre, wenn dein Vermieter irgendwas von dir will.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Thorsten D.
Status:
Student
(2193 Beiträge, 1379x hilfreich)

moin... sorry wenn mein eingangsbeitrag für verwirrung sorgt.

ich bin Mieter....
das entscheidungen der eigentümer für mich nicht relevant sind weiss ich natürlich....
was der vermieter von mir will steht ja im beitrag: den hausmeister den griff der balkontüre abmontieren lassen weil das so beschlossen wurde
wie geschrieben: zutritt verweigert und einen überzähligen griff ausgehändigt.

Aber um konkret eine Frage zustellen:

Darf der Zutritt auf den Balkon/Loggia unter dem Aspekt "Sicherheit" überhaupt verboten werden ?
Darf der Griff abmontiert werden um dieses Verbot durchzusetzen ( nen anderen Griff kann ich doch jederzeit hinschrauben ) ?
Was sagt der 2. Fluchtweg der nicht mehr vorhanden wäre ?

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9809 Beiträge, 4456x hilfreich)

Zitat (von Thorsten D.):
Darf der Zutritt auf den Balkon/Loggia unter dem Aspekt "Sicherheit" überhaupt verboten werden ?
Theoretisch ja. Man stelle sich vor, der Balkon wäre einsturzgefährdet. Dann darf der Vermieter aus meiner Sicht ein Betretungsverbot aussprechen. Wenn das keine energetische Sanierung ist, dann hätte das aber natürlich eine angemessene Mietminderung zur Folge.

Spannender ist sicherlich die Frage, ob hier wirklich ein Sicherheitsproblem vorliegt oder ob es um reine Bequemlichkeit der Handwerker bzw. des Vermieters geht. Ohne den Balkon und die geplanten Arbeiten zu kennen, ist das natürlich nicht zu bewerten. Insoweit kann ein Forum in dem Punkt nicht wirklich weiterhelfen.

Zitat (von Thorsten D.):
Darf der Griff abmontiert werden um dieses Verbot durchzusetzen ( nen anderen Griff kann ich doch jederzeit hinschrauben ) ?
Aus meiner persönlichen Sicht darf der Vermieter effektive Maßnahmen zur Sicherung des Balkons durchführen. Wenn wirklich ein Betretungsverbot notwendig ist, wäre das Abmontieren des Türgriffs eine recht milde Maßnahme. Ob effektiv, das kann man diskutieren. Immerhin kann ein Mieter, der dennoch wieder einen Griff anschraubt, nicht behaupten, er hätte von nichts gewusst.

Aber natürlich muss sowas ausreichend begründet, die vermutliche Dauer der Maßnahme angegeben und auch der konkrete Termin zum Austausch rechtzeitig bekannt gegeben werden. Ich warne nur mal vor: Von außen kommt man ja durch das Gerüst auf den Balkon. Der Vermieter könnte auch zu anderen Maßnahmen der Sicherung greifen. Schlimmstenfalls wird dann einfach ein Brett von außen vor die Tür genagelt.

Zitat (von Thorsten D.):
Was sagt der 2. Fluchtweg der nicht mehr vorhanden wäre ?
Du kannst bei der Feuerwehr nachfragen. Nicht wenige Wohnungen verfügen nicht über einen 2.Fluchtweg. Ein KO-Kriterium ist das also nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Thorsten D.
Status:
Student
(2193 Beiträge, 1379x hilfreich)

moin...

mit aspekt sicherheit war eher die ausrede gemeint, man soll nicht auf den balkon wegen der sicherheit.
ist natürlich lächerlich da das geländer vollständig vorhanden ist, nur fehlt die füllung zwischen den rohren... kann leider kein foto davon einstellen

wie schon geschrieben soll lediglich die fassade gestrichen werden und die sichtschutzfüllungen am balkongeländer neu werden. den eigentümern ist eine sicherung am geländer zu aufwendig(teuer) , wobei eine notwendigkeit noch nicht mal feststeht, bzw. nachgewiesen wurde.
vielleicht hilft es: das geländer besteht aus quer und längs rohren und wenn man da durchfällt liegt man auf dem gerüst.. falls man nicht vorher im geländer stecken bleibt

klar kann der vermieter ein brett vor die tür nageln... dann kann eben an der stelle nicht gestrichen werden und ich geh aus dem fenster auf den balkon.....

jede wohnung muss über einen 2. fluchtweg verfügen, ausnahme das terppenhaus hat einen sicherheitsturm oder wie das heisst.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9809 Beiträge, 4456x hilfreich)

Nun gut. Falls es für dich gut läuft, wird der Vermieter sich zufriedengeben. Er hat alles getan, um den Balkon zu sichern. Der Rest kann ihm dann eigentlich egal sein, sofern du nicht irgendwie die Arbeiten behinderst. Von daher sehe ich gute Chancen, dass einfach nichts mehr passiert.

Die Rechtsfragen selber wird man nur abstrakt beantworten können. Ob konkret eine Gefährdung vorliegt oder und die ergriffene Maßnahme angemessen ist, das wäre eine Einzelfallentscheidung.

PS: Je nachdem was du dem Hausmeister erzählt hast, so hast du ihn angelogen. Nicht gut. Im eigenen Interesse würde ich dir empfehlen, die Sache ruhen zu lassen, sofern der Vermieter auch Ruhe gibt.

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#6
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(647 Beiträge, 80x hilfreich)

Zitat (von Thorsten D.):
mit aspekt sicherheit war eher die ausrede gemeint, man soll nicht auf den balkon wegen der sicherheit.
ist natürlich lächerlich da das geländer vollständig vorhanden ist, nur fehlt die füllung zwischen den rohren


Bei Sicherheit ist ja nicht nur die Absturzgefahr (falls das Geländer ganz oder teilweise demontiert würde) ein Thema. Der Balkon ist nun zu einer Baustelle geworden, da lauern auch andere baustellentypischen Gefahren die man jetzt nicht aufzählen muss. Das mag man für übertrieben halten ignorieren kann sie der Bauherr und die ausführende Firma aber nicht.

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16312 Beiträge, 9234x hilfreich)

Zitat (von Thorsten D.):
jede wohnung muss über einen 2. fluchtweg verfügen, ausnahme das terppenhaus hat einen sicherheitsturm oder wie das heisst.

Das kann aber auch ein Fenster sein, wo die Feuerwehr eine Leiter von außen anlegen kann.
Durch den Verschluss der Balkontür fehlt der 2. Fluchtweg ganz sicher nicht.

Zitat:
Darf der Zutritt auf den Balkon/Loggia unter dem Aspekt "Sicherheit" überhaupt verboten werden ?
Darf der Griff abmontiert werden um dieses Verbot durchzusetzen ( nen anderen Griff kann ich doch jederzeit hinschrauben ) ?

Persönliche Einschätzung: 2x Ja

Es geht ja nicht um eine dauerhafte Einschränkung, sondern um temporäre Bauarbeiten. Wenn die Baufirma irgendwelche Gerätschaften/Baumaterialien auf den Balkon stellt oder Arbeiter dort arbeiten lässt, so dass der Balkon theoretisch zwar noch zugänglich, praktisch für den Mieter aber nicht nutzbar ist, wäre die Situation ähnlich. Da hätte man als Mieter auch keine Möglichkeit, sich zu wehren, wenn die Bauarbeiten ordnungsgemäß angekündigt wurden (außer Mietminderung).

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von Thorsten D.):
Was sagt der 2. Fluchtweg

Fluchtwege sind in der Regel nicht sonderlich gespächig, insofern sagen sie meistens gar nichts ... aber man kann ja mal lauschen.



Zitat (von Thorsten D.):
der nicht mehr vorhanden wäre ?

Da er aber noch vorhanden wäre, wenn der Griff weg wäre, ist das nicht relevant.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2231 Beiträge, 347x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Wenn die Baufirma irgendwelche Gerätschaften/Baumaterialien auf den Balkon stellt


Auch wenn der Balkon gesperrt ist, ist er immer noch vermietet. Da hat keine Baufirma irgendwas abzustellen.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Thorsten D.
Status:
Student
(2193 Beiträge, 1379x hilfreich)

moin...


dass ich den balkon nicht betrete während der maler arbeitet ist ja klar... ok es gibt sicher leute denen das nicht klar ist-denen ist aber eh nicht zu helfen :-)

es wird die fassade gestrichen, da würden - falls zulässig - wenn nur farbeimer rumstehen

das abmontieren wird - wie schon erwähnt - mit dem sicherheitsaspekt begründet weil man den sichtschutz der am geländer angebracht war entfernt hat.

ohne griff ist auch das kippen der türe nicht mehr möglich, also auch kein lüften - fraglich ob so dann zulässig

wieso sollte der Balkon , wenn auch stark eingeschränkt, nicht mehr nutzbar sein ? rauchen, frische luft schnappen abends und am we etc. ist auch möglich wenn davor ein gerüst steht.

wie ich schon schrieb fallen die fenster als fluchtwege raus, die gerüstdielen laufen mittig genau davor, da ist nix mit leiter anstellen.


ät cauchy ... natürlich hab ich den hausmeister nicht angelogen.... warum auch ? der - auch ein eigentümer - war übrigens bis gestern dieser beschluss gefasst wurde auch meiner meinung

zu den ganzen anderen antworten, danke für eure ehrliche meinung !! falls ihr eventuell rechtsvorschriften oder urteile zu thema habe, her damit

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31555 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von Thorsten D.):
Ich selbst finde das Ganze recht krass - respektive lächerlich, den Beschluss halte ich für nichtig - unzulässiger Eingriff ins Sondereigentum.
Ich finde, das ist ein sinnvoller Beschluss. Er zeugt von Verantwortung, Fürsorgepflicht und von Vorausschau. Vermutlich hat die Gebäudeversicherung sogar eine entspr. Auflage gemacht.
Es ist KEIN unzulässiger Eingriff ins SE.
In kurzer Zeit wird wieder abgerüstet und die Balkontürgriffe wieder dran.
Zitat (von Thorsten D.):
damit
während der Arbeiten niemand den Balkon betreten kann.
Wer kennt denn schon alle Bewohner und deren Drang, bei schönem Wetter unbedingt auf den Baustellen-Balkon zu wollen.
Zitat (von Thorsten D.):
zutritt verweigert und einen überzähligen griff ausgehändigt.
Du hältst dich wohl für ganz schlau...
Zitat (von Thorsten D.):
Darf der Zutritt auf den Balkon/Loggia unter dem Aspekt "Sicherheit" überhaupt verboten werden
Ja. Das sagt der Beschluss vermutlich auch.
Zitat (von Thorsten D.):
Darf der Griff abmontiert werden um dieses Verbot durchzusetzen
Ja. Dass du trotzdem mit einem weiteren Griff die Tür wieder öffnest, hat nichts mit dem Beschluss zu tun.
Zitat (von Thorsten D.):
Was sagt der 2. Fluchtweg der nicht mehr vorhanden wäre ?
Der sagt nichts. Es geht um den 2. Rettungsweg. Das muss nicht der Balkon sein.
Zitat (von Thorsten D.):
ist natürlich lächerlich da das geländer vollständig vorhanden ist, nur fehlt die füllung zwischen den rohren... kann leider kein foto davon einstellen
Das ist absolut NICHT lächerlich. Es ist auch kein Foto nötig.
Zitat (von Thorsten D.):
jede wohnung muss über einen 2. fluchtweg verfügen, ausnahme das terppenhaus hat einen sicherheitsturm oder wie das heisst.
Das wurde vermutlich alles im Beschluss berücksichtigt. Retter kommen garantiert ins Haus, und auch du kannst flüchten, keine Sorge.
Zitat (von Thorsten D.):
ohne griff ist auch das kippen der türe nicht mehr möglich, also auch kein lüften - fraglich ob so dann zulässig
Ja, ist zulässig. Aber DU hast ja noch einen Balkontürgriff. DU kannst lüften.
Zitat (von Thorsten D.):
falls ihr eventuell rechtsvorschriften oder urteile zu thema habe, her damit
NÖ. Geh doch zum Anwalt, du verständnisloser Mieter.

Zitat (von Kalanndok):
Da hat keine Baufirma irgendwas abzustellen.
Doch, durchaus dürfen Baufirmen das. Auch das wird im Beschluss zu finden sein.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2231 Beiträge, 347x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Doch, durchaus dürfen Baufirmen das. Auch das wird im Beschluss zu finden sein.

Dann sind wir aber wieder beim Eingriff ins Sondereigentum.
Der Eigentümer müsste nämlich bevor er den Beschluss umsetzen kann erstmal wieder Besitz am Balkon erlangen. Und das dürfte ohne Kooperation des Mieters nicht möglich sein.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16312 Beiträge, 9234x hilfreich)

Der Vermieter muss die Bauarbeiten rechtzeitig ankündigen.
Wenn die Bauarbeiten rechtzeitig angekündigt sind, muss der Mieter die Einschränkungen durch die Bauarbeiten hinnehmen. Ob die Einschränkungen durch die Bauarbeiten einen Sicherheitshintergrund haben oder nicht, ist doch völlig egal. Die Nichtnutzbarkeit des Balkons liegt an den Bauarbeiten.
Das einzige Problem ist hier, dass der Fragesteller den Sinn der Nichtnutzbarkeit anzweifelt - das ist aber nicht seine Aufgabe als Mieter.

Zitat (von Kalanndok):
Der Eigentümer müsste nämlich bevor er den Beschluss umsetzen kann erstmal wieder Besitz am Balkon erlangen. Und das dürfte ohne Kooperation des Mieters nicht möglich sein.

Klar - wenn der Vermieter die Bauarbeiten rechtzeitig angekündigt hat (und auch sonst alles beachtet hat) und der Mieter trotzdem nicht kooperiert, dann muss der Vermieter den Mieter halt verklagen. Ist dann teuer für den Mieter. Aber so blöd ist der Fragesteller ja nicht. Er hat wenigstens so getan, als ob er kooperiert.

Zitat (von Thorsten D.):
ohne griff ist auch das kippen der türe nicht mehr möglich, also auch kein lüften - fraglich ob so dann zulässig

Ich wüsste nicht, weshalb das unzulässig sein sollte.

Zitat (von Thorsten D.):
wie ich schon schrieb fallen die fenster als fluchtwege raus, die gerüstdielen laufen mittig genau davor, da ist nix mit leiter anstellen.

Wenn schon ein Gerüst da ist, braucht ja nicht mehr angeleitert werden. Die Feuerwehr kommt auch über das Gerüst. Aber wenn Sie meinen, dass Brandschutzvorschriften nicht eingehalten sind, rufen Sie bei der Feuerwehr an. Die reagieren im Regelfall ziemlich schnell und schicken jemand zur Kontrolle vorbei.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31555 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Dann sind wir aber wieder beim Eingriff ins Sondereigentum.
Ja. Aber Eingriffe ins SE sind nicht per se verboten. Sie sind uU sogar zu dulden. Dem TE gehts doch nachlesbar nur ums Motzen. Bis der damit durch ist, ist die Fassade neu und schön und der Balkon nutzbar. Und keiner musste flüchten oder gerettet werden.

Zitat (von Kalanndok):
Der Eigentümer müsste nämlich bevor er den Beschluss umsetzen kann erstmal wieder Besitz am Balkon erlangen.
Ja, deshalb empfahl ich den Gang zum Anwalt.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von Thorsten D.):
die gerüstdielen laufen mittig genau davor

Also die Dinger die man mit 2 Handgriffen entfernen kann



Zitat (von Thorsten D.):
da ist nix mit leiter anstellen.

Laien sind immer wieder sehr erstaunt, was die Feuerwehr so alles drauf hat ...



Aber schön das man sein eigenes Argument mit dem Rettungsweg geschrottet hat ...



Zitat (von Kalanndok):
Dann sind wir aber wieder beim Eingriff ins Sondereigentum

Und?
Wo ist da ein Problem?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(647 Beiträge, 80x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Das einzige Problem ist hier, dass der Fragesteller den Sinn der Nichtnutzbarkeit anzweifelt - das ist aber nicht seine Aufgabe als Mieter.


Das sehe ich anders!

Der Mieter hat einen Mietvertrag zur Nutzung er Wohnung. Da kann der VM nicht einfach daher kommen und willkürlich Nutzungsbeschränkungen verfügen. Wenn er Nutzungsbeschränkungen verfügt müssen diese begründet und angemessen sein.

Da hat der Mieter sehr wohl das Recht die Sinnhaftigkeit der ihn einschränkenden Maßnahmen zu hinterfragen.

In gegebenen Fall sehe ich auch nicht warum dem Mieter die Lüftungsmöglichkeit genommen werden müsste, ein reines Betretungsverbot und eine sichtbare Sperre auf dem Balkon (Flatterband) würden auch ausreichen und wären für den Mieter weniger einschneidend.





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#17
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16312 Beiträge, 9234x hilfreich)

Zitat (von Gerd61):
Der Mieter hat einen Mietvertrag zur Nutzung er Wohnung. Da kann der VM nicht einfach daher kommen und willkürlich Nutzungsbeschränkungen verfügen. Wenn er Nutzungsbeschränkungen verfügt müssen diese begründet und angemessen sein.

Hier liegt aber doch keine willkürliche Nutzungsbeschränkung vor.
Die Nutzungsbeschränkung wurde zum einen von der Eigentümerversammlung beschlossen (also liegt keine Willkür des Vermieters vor, sondern maximal der Eigentümerversammlung). Und die Argumentation, dass die Verwaltung einen willkürlichen Beschlussvorschlag grmacht hat, dem die Eigentümer ebenso willkürlich zugestimmt haben - viel Spaß damit.
Zum anderen liegt der Nutzungseinschränkung ein Sachgrund zugrunde - nämlich die Bauarbeiten. Damit ist Willkür quasi ausgeschlossen. (Willkürlich = grundlos)
Natürlich kann man immer darüber diskutieren, ob andere Maßnahmen sinnvoller sind. Aber die Auswahl der Maßnahmen obliegt halt nicht dem Mieter.

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Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31555 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von Gerd61):
Da kann der VM nicht einfach daher kommen und willkürlich Nutzungsbeschränkungen verfügen.
Der kommt doch auch gar nicht daher. Es gibt einen Beschluss der WEG. Dieser wird nun umgesetzt.
Zitat (von Gerd61):
Da hat der Mieter sehr wohl das Recht
Ja, richtig. Dazu müsste der Mieter/TE aber nicht hier seine Weisheiten feilbieten, sondern seinen Vermieter fragen...anstatt hier so ein einsames Sätzchen zu hinterlassen und dieses dann gleich noch selbst zu bewerten.

Zitat (von Gerd61):
In gegebenen Fall sehe ich auch nicht warum dem Mieter die Lüftungsmöglichkeit genommen werden müsste,
Es betrifft nur die Balkontür. Die Wohnung hat mehrere Fenster und Zimmertüren, die zwecks Lüftung genutzt werden können. Außerdem: Dieser Mieter lüftet garantiert über die Balkontür.
Zitat (von Gerd61):
eine sichtbare Sperre auf dem Balkon (Flatterband) würden auch ausreichen und wären für den Mieter weniger einschneidend.
Das dürfte garantiert nicht ausreichen und nicht zulässig sein. Und das wurde in der ETV NICHT beschlossen.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(647 Beiträge, 80x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Hier liegt aber doch keine willkürliche Nutzungsbeschränkung vor.


Uns was ist mit der Angemessenheit?

Nur damit der VM vielleicht 20€ Absperrkosten spart soll der Mieter sich über Gebühr einschränken, ich glaube nicht das das einer rechtlichen Prüfung standhalten würde.

Gleiches sehe ich im auch für die WEG, ich halte es für fraglich ob die WEG dies mit einen Beschluss von den Eigentümern verlangt kann.


Zitat (von drkabo):
Natürlich kann man immer darüber diskutieren, ob andere Maßnahmen sinnvoller sind. Aber die Auswahl der Maßnahmen obliegt halt nicht dem Mieter.


Die Auswahl darf aber sehr wohl hinterfragt und ggf. auch einer gerichtlichen Prüfung unterzogen werden.

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31555 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von Gerd61):
Die Auswahl darf aber sehr wohl hinterfragt und ggf. auch einer gerichtlichen Prüfung unterzogen werden.
Der Weg führt aber über den VERMIETER. Bis der TE eine Antwort vom Vermieter hat, ist die Fassade und die Balkonverkleidung vermutlich neu und schön und fertig und der Balkon wieder *freigeschaltet*.
Zitat (von Gerd61):
Uns was ist mit der Angemessenheit?
Es ist als angemessen erkannt und beschlossen worden, dass eine Zeitlang der Zugang zu den Balkonen verhindert werden soll.
Zitat (von Gerd61):
Gleiches sehe ich im auch für die WEG, ich halte es für fraglich ob die WEG dies mit einen Beschluss von den Eigentümern verlangt kann.
Wie bitte? Die WEG hat diesen Beschluss gefasst.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Gerd61
Status:
Praktikant
(647 Beiträge, 80x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Wie bitte? Die WEG hat diesen Beschluss gefasst


Ach Gottchen, und wie viele WEG-Beschlüsse wurden schon von einzelnen Eigentümern angegangen und von Gerichten für unzulässig erklärt worden?

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38155 Beiträge, 13931x hilfreich)

Vielleicht hab ich was überlesen, aber Fassadenarbeiten werden doch recht zügig durchgezogen. Um welche Zeit reden wir eigentlich?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31555 Beiträge, 5573x hilfreich)

Zitat (von Gerd61):
Ach Gottchen, und wie viele WEG-Beschlüsse wurden schon von einzelnen Eigentümern angegangen und von Gerichten für unzulässig erklärt worden?
Ach Gerdchen. Vermutlich viele. :smile:
Hier ist aber noch nicht einmal zu lesen, dass der Eigentümer dieser Wohnung von seinem Mieter angegangen wurde, weil ihm das nicht passt, was da wegen der Bauarbeiten beschlossen wurde.
Insofern ist es müßig, darüber zu spekulieren, ob der W-Eigentümer evtl. gegen den WEG-Beschluss angehen würde und noch müßiger, was ein Gericht irgendwann dazu entscheidet.

Zitat (von Gerd61):
Nur damit der VM vielleicht 20€ Absperrkosten spart soll der Mieter sich über Gebühr einschränken, ich glaube nicht das das einer rechtlichen Prüfung standhalten würde.
Wie kommst du zu dieser Annahme? Kennst du den Beschluss oder die Ursache für diesen?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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