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Ferienhaus nicht bezogen - ersparte Aufwendungen

31. Mai 2022 Thema abonnieren
 Von 
Morcheeba
Status:
Lehrling
(1324 Beiträge, 176x hilfreich)
Ferienhaus nicht bezogen - ersparte Aufwendungen

Hallo,

wenn ein Ferienhaus aus privaten Gründen nicht genutzt wurde, aber auch nicht storniert wurde, da die Frist dazu vorbei war, müsste der Eigentümer dann die ersparten Aufwendungen für Heizung, Strom, Wasser erstatten?

Hier wurde ein Ferienhaus für mehrere Monate angemietet, konnte aber nicht genutzt werden.

Der Vermieter lehnt eine Erstattung ab und möchte nur einen Nachlass auf eine weitere Buchung geben. Eine solche wird es aber in er Region nicht mehr geben, so dass dieses Angebot nutzlos ist.

Der Vermieter gab schriftlich, dass er die Heizung nur andreht, wenn bewohnt wird und dass diese ansonsten aus bleibt. Wir schätzen die Ersparnis für Heizung, Strom und Wasser auf ca. 350 Euro.

Vielen Dank!

Grüße

Morcheeba

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8180 Beiträge, 3649x hilfreich)

Diesbzgl. müsste man den genauen Wortlaut der Vereinbarung kennen:

Wurden die "Nebenkosten" pauschal vereinbart oder sollte am Ende genau abgerechnet werden?

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#2
 Von 
Morcheeba
Status:
Lehrling
(1324 Beiträge, 176x hilfreich)

Danke für die Antwort.

Puh, keine Ahnung. Das lief über Airbnb und da muss ich schauen, ob es eine Vereinbarung gab.
Ich meine aber, dass es ein Pauschalpreis war. Ich denke, das Geld ist dann halt weg zusammen mit den anderen paar Tausend Euro :-(

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2293 Beiträge, 377x hilfreich)
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#4
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8784 Beiträge, 4168x hilfreich)

Zitat (von Morcheeba):
wenn ein Ferienhaus aus privaten Gründen nicht genutzt wurde, aber auch nicht storniert wurde
Ich nehme mal, dass ihr rechtlich gesehen einen zeitlich befristeten Mietvertrag abgeschlossen habt. Zumindest wäre das so, wenn das Ferienhaus in Deutschland ist. Wenn der Mietvertrag nicht gekündigt wurde, ist die vereinbarte Miete zu zahlen. Wenn das eine Pauschalmiete war (wovon wohl auszugehen ist), dann wäre eine Argumentation über § 537 (2) BGB möglich. Ersparte Aufwendungen müsste der Vermieter also erstatten.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
bostonxl
Status:
Student
(2649 Beiträge, 389x hilfreich)

Zitat (von https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/kinneschachbieber-bgb-537-entrichtung-der-miete-bei-21-ersparte-aufwendungen_idesk_PI17574_HI1688457.html):

Zu den ersparten Aufwendungen, die sich der Vermieter auf seinen Mietzahlungsanspruch anrechnen lassen muss, gehören insbesondere die verbrauchsabhängigen Betriebskosten wie Strom- und Wasserverbrauchs- sowie Heizkosten.
....
Bei Ferienwohnungen soll die Ersparnis 10 % betragen, wenn Heizung, Warmwasser und Endreinigung im Preis enthalten sind; ansonsten dürfte keine Kostenersparnis eintreten (Schmidt-Futterer/Langenberg, § 537 Rn. 12)
Also könnten 10 % des Gesamtpreises angesetzt werden ... wenn der § 537 BGB zum tragen kommt und nicht durch irgendwelche Bedingungen bei Airbnb ausgehebelt wird.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Morcheeba
Status:
Lehrling
(1324 Beiträge, 176x hilfreich)

Hallo,
vielen Dank schon mal.

Woran erkennt man denn, ob es eine Pauschalmiete war. Im Angebot bei Airbnb stand zumindest nichts von separter Abrechnung und auf die Buchung hin bekamen wir nur das hier via E-Mail, wobei der Rabatt nicht ausgehandelt war, sondern dem Angebot bei Airbnb entsprach, das hätte also jeder bekommen:

Preisübersicht

49,00€ x 59 Nächte
2.891,00€

15 % Monatsrabatt
-433,65€

Gastgeber-Angebot: 17 % Rabatt
-474,81€

Reinigungsgebühr
45,00€

Service-Gebühr
256,17€

Gesamtbetrag (EUR)
2.283,71€

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25244 Beiträge, 4791x hilfreich)

editiert

-- Editiert von Moderator am 01.06.2022 08:24

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8784 Beiträge, 4168x hilfreich)

Es kommen durchaus sinnvolle Antworten mit relevanten Quellen und dann kommt Anami mit seiner rechtlich komplett unbegründeten und wohl auch nicht haltbaren Privatmeinung. Wäre es nicht möglich, solche Antworten bei Frag-Mutti und nicht in einem Rechtsforum zu posten?

Zitat (von Morcheeba):
Woran erkennt man denn, ob es eine Pauschalmiete war.
Gab's keine AGB? Also nicht die AGB des Vermittlers sondern die AGB des Anbieters? In der Regel wird bei einer solchen Ferienwohnung aber wohl von einer Pauschalmiete auszugehen sein.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Morcheeba
Status:
Lehrling
(1324 Beiträge, 176x hilfreich)

Hallo cauchy,

es gibt keine AGB des Anbieters, sonder nur Hausregeln wie kein Rauchen erlaubt, keine Partys.
Der Anbieter hatte gerade erst im Februar mit der Vermietung begonnen und diesseits wurde im März gebucht. Ich meine, das war sogar die erste Vermietung, wie der Eigentümer sagte, oder max. ein WE war jemand da.

Und da hier auf den alten Strang verwiesen wird: Letzlich war geklärt, dass die Hunde nicht mit kommen. Angereist werden konnte dann aber auch einem anderen Grund nicht. Zunächst schien es, als könne dann noch später angereist werden, aber letztlich wurde dann die Arbeit, die dort in Ruhe geschrieben werden sollte, verschoben. Die Zeit reichte dann nicht mehr.

-- Editiert von Morcheeba am 31.05.2022 19:20

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25244 Beiträge, 4791x hilfreich)

editiert

-- Editiert von Moderator am 01.06.2022 08:24

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8784 Beiträge, 4168x hilfreich)

Okay, wie immer ist es besser Anami infach zu ignorieren.

@Morcheeba: Es gibt ja nur zwei Varianten, Pauschalmiete oder Nebenkostenvorauszahlungen für bestimmte Nebenkosten. Letzteres hätte vereinbart werden müssen. Wenn das nicht geschehen ist, ist es eine Pauschalmiete.

§ 537 (2) BGB sollte anwendbar sein. Wie hoch die Ersparnis des Vermieters war, wird auch von der Jahreszeit und der Außentemperatur abhängen. Ob da 10% pauschal sinnvoll sind, mag ich nicht beurteilen. 0% sind jedenfalls zuwenig.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104128 Beiträge, 37603x hilfreich)

Ich sehe hier angesichts des Sachverhaltes auch eine Pauschalmiete.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Morcheeba
Status:
Lehrling
(1324 Beiträge, 176x hilfreich)

Danke für die Hilfe.

Der Vermieter meldete sich sogar mehrfach zwischendurch, ob noch abgereist werden würde, da er erst dann heizen würde. Zuletzt schrieben wir, dass nun im Mai doch sicher nicht mehr geheizt würde und er schrieb zurück, doch, die Heizung würde er dann in jedem Fall betreiben.

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