Forderungen von Vermieter nach über 6 Monaten

25. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
Erika6969
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Forderungen von Vermieter nach über 6 Monaten

Mein privater Vermieter hatte sich nach 6 Monaten noch nicht bezüglich Kaution oder etwaige Rechnungen, erforderliche Reparaturen, usw bei mir gemeldet. Aus diesem Grund habe ich am 08.11.23 einen Brief geschrieben, wo ich meine Kaution zurückbitte, da 6 Monate nichts von ihm gehört habe. Diesen erhielt er am 09.11.23. Er hatte am Übergabetag nur eine Ausführung des Übergabeprotokolls dabei & nahm dieses mit mit den Worten, mir so schnell wie möglich eine Kopie zukommen zu lassen. Zeugen waren genügend dabei & ich habe ihn auch mehrfach nach Auszug nach dem Protokoll gefragt & es angefordert. Aber es wurde ignoriert. Die Schlüsselübergabe erfolgte am 29.04.2023. Der neue Mieter hat den Schlüssel nach am selben Tag (30 min nach mir) übergeben bekommen.

Nach Erhalt meiner Forderung bzgl. der Kaution schickte er mir am 17.11.23 ein Angebot (Keine Rechnung, nur ein Angebot) eines angeblichen Handwerkers, wo sich der Betrag für das Malern auf 2000 Euro beläuft vom 16.05.2023. Jedoch war der neue Nachmieter schon in der Wohnung & laut meiner ehemaligen Nachbarin (wir haben noch guten Kontakt) war auch keiner in der Wohnung & hat irgendwas repariert oder gestrichen.
Zudem stellt er die Behauptung auf, ich habe in der Wohnung geraucht. Das stimmt jedoch nicht, ich bin immer vor die Tür gegangen. Das können auch alle Nachbarn bezeugen. Auch auf den Videos und Bildern sieht man, dass die Wohnung Nikotinspuren aufweist.
Zu guter letzt schreibt er noch, wir hätten nicht geputzt, jedoch hat meine Mutter alles geputzt, sogar die Fenster.
Freunde, die beim Umzug geholfen haben, haben Fotos & Videos gemacht. Gestrichen haben wir nicht, da wir keine Zeit hatten und die Wohnung auch ordentlich aussah und wir auch keine Farbe an den Wänden hatten. Es war alles weiß.
Wir sollten unbedingt am 29.04.23 raus, obwohl wir noch einen ganzen Tag zum Streichen gehabt hätten. Wir sagten ihm, dass wir Farbe in der neuen Wohnung haben, es aber zeitlich nicht geschafft haben an dem Tag & gerne Nachmittag oder am nächsten Tag erledigen oder Farbe und Material zur Verfügung stellen. Dies verneinte der Vermieter.
Meiner Meinung nach ist sein Anspruch verjährt. Könnt ihr mir helfen? :(

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von Erika6969):
Zudem stellt er die Behauptung auf, ich habe in der Wohnung geraucht.

Was ja auch erlaubt ist.



Zitat (von Erika6969):
Das stimmt jedoch nicht, ich bin immer vor die Tür gegangen. Das können auch alle Nachbarn bezeugen

Ich persönlich finde es ja spannend, dass man allen Nachbarn 24 Stunden und 7 Tage die Woche Einsicht in alle Räumlichkeiten seiner Wohnung gab.
Noch spannender finde ich, dass alle Nachbarn das dann auch entsprechend genutzt haben sollen ...



Zitat (von Erika6969):
Auch auf den Videos und Bildern sieht man, dass die Wohnung Nikotinspuren aufweist.

Das ist natürlich schlecht und da stehen dann auch die Fakten gegen die unsubstantiierte Behauptung, man sei immer vor die Türe gegangen.



Zitat (von Erika6969):
Er hatte am Übergabetag nur eine Ausführung des Übergabeprotokolls dabei

Das man unterschrieben hat?



Zitat (von Erika6969):
Meiner Meinung nach ist sein Anspruch verjährt.

Kommt ganz darauf an, was sich alles auf dem Übergabeprotokoll findet.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Erika6969
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das ist natürlich schlecht und da stehen dann auch die Fakten gegen die unsubstantiierte Behauptung, man sei immer vor die Türe gegangen.


Das war ein Schreibfehler. Ich entschuldige mich.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von Erika6969):
Das war ein Schreibfehler. Ich entschuldige mich.

Ok, dann sieht das natürlich schon wesentlich besser aus.

Bleibt nur der unbekannte Inhalt des Protokolls ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Erika6969
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ich persönlich finde es ja spannend, dass man allen Nachbarn 24 Stunden und 7 Tage die Woche Einsicht in alle Räumlichkeiten seiner Wohnung gab.
Noch spannender finde ich, dass alle Nachbarn das dann auch entsprechend genutzt haben sollen ...


Das ist natürlich nicht der Fall.
Aber wenn man auch mit seinen Nachbarn ab und zu in seiner Wohnung ist & man mit ihnen immer raus geht, weil man ihnen sagt, dass in der eigenen Wohnung nicht geraucht werden soll - dann prägt sich das bei den 2 Nachbarn schon ein. Zumal ich meinen Papagei keinem Zigarettenrauch zumuten würde.

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#5
 Von 
Erika6969
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das man unterschrieben hat?


Ja, da ich blöd war & vertraut habe und nicht gedacht hätte, dass er nun mit solchen Lügen um die Ecke kommt.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von Erika6969):
dann prägt sich das bei den 2 Nachbarn schon ein

Richtig.
Allerdings hat sich nur eingeprägt, das man das immer behauptet hat, insofern wäre das nicht wirklich ein Beweis.
Aber da es keine Nikotinspuren gab, ist das auch egal.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
Erika6969
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ok, dann sieht das natürlich schon wesentlich besser aus.

Bleibt nur der unbekannte Inhalt des Protokolls ...


Von Nikotinspuren war nie die Rede. Er hat eher noch gelobt, dass ich nicht geraucht habe, weil er das sieht (und er es auch aus den anderen Wohnungen der Mieter kennt, die alle drin rauchen).
Es wurde nur bemängelt, dass die Löcher zu sehen waren, da es leicht graue Punkte gab an der Wand.
Das waren nicht viele.

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#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31517 Beiträge, 5571x hilfreich)

Zitat (von Erika6969):
Nach Erhalt meiner Forderung bzgl. der Kaution schickte er mir am 17.11.23 ein Angebot (Keine Rechnung, nur ein Angebot) eines angeblichen Handwerkers, wo sich der Betrag für das Malern auf 2000 Euro beläuft vom 16.05.2023.
Wenns nicht mehr war, was er dir schickte---warum die Aufregung?

Was will er denn von dir?
Hat es schon eine BK-Abrechnung gegeben? zB für die Zeit von Januar bis April22?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#9
 Von 
Erika6969
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Wenns nicht mehr war, was er dir schickte---warum die Aufregung?

Was will er denn von dir?
Hat es schon eine BK-Abrechnung gegeben? zB für die Zeit von Januar bis April22?


Er hat mir das Angebot mit der Aufforderung der Begleichung des "Rechnungsbetrages bis 04.12.23 auf sein Konto" geschickt. Die Kaution hat er da schon abgezogen, schrieb er.
Wir haben jetzt aber rausgefunden, dass da was nicht stimmen kann.. Es sind vollkommen falsche Daten auf dem "Angebot". Weder die Adresse, noch die darauf angegebene Steuernummer stimmt.

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#10
 Von 
Erika6969
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Erika6969):
Hat es schon eine BK-Abrechnung gegeben? zB für die Zeit von Januar bis April22?


Nein, da gab es keine.
Aber er hat auch im letzten Jahr keine NK-Abrechnung geschickt. Keinem im Haus.
Es wurde schon mehrmals angefordert, er hat immer alle vertröstet.
Dem einen Nachbar hat er gesagt, er hätte für ihn die Nachzahlung übernommen, als die beiden Stress hatten.
Aber eine Abrechnung hat er nicht vorgelegt.
Ich wurde seit Auszug konsequent ignoriert & keine Fragen wurden beantwortet. Erst jetzt nach Rückforderung der Kaution meldet er sich.

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#11
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9809 Beiträge, 4456x hilfreich)

Zitat (von Erika6969):
Erst jetzt nach Rückforderung der Kaution meldet er sich.
Es kann dir egal sein, ob da renoviert wurde oder nicht. Für einen Schadensersatz wäre das eh nicht relevant. Aber wenn nach dem Auszug 6 Monate vergangen sind und vom Vermieter nie etwas kam, dann sind Forderungen des Vermieter aufgrund von § 548 BGB eh verjährt und dürfen auch nicht mehr mit der Kaution aufgerechnet werden. Einzig Nebenkostenforderungen wären noch nicht verjährt.

Natürlich kann es sein, dass im Übergabeprotokoll irgendwas komisches steht, z.B. ein Verjährungsverzicht. Das lässt sich so aber natürlich nicht mehr herausbekommen, solange der Vermieter dieses nicht vorlegt. Daher erscheint mir die einzig sinnvolle Lösung zu sein, den Vermieter auf die Verjährung inzuweisen und die unverzügliche Auszahlung der Kaution mit konkreter Frist von vielleicht 14 Tagen zu verlangen. Das ganze nachweisbar.

Danach wird hoffentlich eine Reaktion vom Vermieter kommen. Wenn du magst, dann kannst du natürlich hinzufügen, dass der Vermieter sich offenbar geirrt hat, weil in deiner Wohnung keinerlei Nikotinablagerungen waren. Aber das würde ich nicht unbedingt empfehlen, da es nur vom Kern, der Verjährung, ablenkt.

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von Erika6969):
Es sind vollkommen falsche Daten auf dem "Angebot". Weder die Adresse, noch die darauf angegebene Steuernummer stimmt.

Dann wäre zu überlegen, ob man diesbezüglich nicht Strafanzeige erstattet.



Zitat (von Erika6969):
Aber er hat auch im letzten Jahr keine NK-Abrechnung geschickt.

Da würde ich dann mal die Vorauszahlungen zurückverlangen - so als kleine Motivation die mal endlich zu erstellen.
Und man könnte dann dieses Verlangen auch mit in die Klage für die Kaution aufnehmen, dann geht alles in einem Aufwasch.


Signatur:

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