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Für Stromzähler Einbau Kaution einbehalten

19.11.2020 Thema abonnieren

#31
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7612 Beiträge, 3776x hilfreich)

Zitat (von go563807-72):
1 Monteur 11:00 - 13:30 Uhr 2,5 Std für Zählereinbau -> 116,25€
1 Stk. Zählerpauschale (Zählerantrag erstellen und Zähler bei Westnetz abholen) -> 150€
Zählereingangssatz L60 -> 14,50€
Zählerabgangssatz L10 -> 22,45€
Adapterplatte -> 74,50€
10% Rabatt -> -37,77€
16%USt. -> 54,39€

Summe= 394,32€

Da wurde doch mehr gemacht als einfach nur einen gesperrten Zähler wieder zu entsperren. Ich lese z.B. etwas von einer Adapterplatte. Mindestens mal wurde offenbar eine neue Art Zähler wieder eingebaut.

Ich bleibe dabei, dass grundsätzlich der Mieter schadensersatzpflichtig ist. Unklar ist mir jedoch, was da alles abgerechnet wurde. Auch die private Beaufsichtigung und die Mühen des Vermieters sind so meiner Meinung nach nicht Teil des Schadens.

Letztlich hat der Mieter zwei Möglichkeiten, akzeptieren oder durch einen Mietrechtsfachmann überprüfen lassen. Alleine hat er meiner Meinung nach nur wenig Chancen, einen eventuell unberechtigt einbehaltenen Teil seiner Kaution wieder zu bekommen.

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#32
 Von 
GMB
Status:
Schüler
(247 Beiträge, 96x hilfreich)

Also wenn der Vermieter jetzt eine Rechnung begleicht, die er gar nicht hätte begleichen müssen, dann ist der Mieter dafür schadenersatzpflichtig? Das wird hier ja immer besser.

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#33
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83226 Beiträge, 34312x hilfreich)

Zitat (von GMB):
Ich bräuchte bitte nochmal deine Adresse, damit ich dir auch Rechnungen schicken kann, mit denen du gar nichts zu tun hast. Vielleicht hab ich ja Glück und du bezahlst

Nö, aber ich leite die gerne an meinen Vermieter weiter ...

Zitat (von GMB):
Also wenn der Vermieter jetzt eine Rechnung begleicht, die er gar nicht hätte begleichen müssen, dann ist der Mieter dafür schadenersatzpflichtig?

Nö, aber für den verursachten Schaden ist er ersatzpflichtig.
Da wird der Vermieter dann die einzelnen Posten sehr genau erläutern müssen.

Seine "4 Stunden a 30€" kann er aber glatt vergessen.



Zitat (von cauchy):
Ich lese z.B. etwas von einer Adapterplatte. Mindestens mal wurde offenbar eine neue Art Zähler wieder eingebaut.

Vermutlich wurde ein neuer Zähler eingesetzt weil der Alte seinen Bestandsschutz verloren hat.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#34
 Von 
cauchy
Status:
Schlichter
(7612 Beiträge, 3776x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Vermutlich wurde ein neuer Zähler eingesetzt weil der Alte seinen Bestandsschutz verloren hat.
Das mag sein. Nur würde man auch dann schauen müssen, ob dem Vermieter aus dem jetzt neu eingebauten Zähler ein Vorteil entsteht. Der wäre dann nämlich vom Schadensersatz abzuziehen.

Ich kann nicht wirklich beurteilen, was da passiert ist. Aus dem hier "Zählerantrag erstellen und Zähler bei Westnetz abholen" hatte ich den Eindruck gewonnen, dass dies irgendwie nicht der übliche Ablauf war. Vielleicht hat der Vermieter um den Einbau zu beschleunigen, selber einen Elektriker beauftragt. Im Sinne der Schadensminimierungspflicht kann (nicht muss) das durchaus sinnvoll gewesen sein.

Keine Ahnung, was da wirklich gelaufen ist. Fakt bleibt für mich, dass der Mieter die Mietsache nicht vertragsgemäß (weil ohne Stromanschluss) zurückgegeben hat und daher grundsätzlich schadensersatzpflichtig ist. Der Vermieter muss halt beweisen, in welcher Höhe ihm ein Schaden entstanden ist. Die bisherigen Informationen deuten darauf hin, dass der Vermieter die Schadenshöhe doch recht üppig nach oben verändert hat. Aber wie hoch der Schaden dann genau war, kann ich zumindest nicht beurteilen.

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#35
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1171 Beiträge, 98x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Das mag sein. Nur würde man auch dann schauen müssen, ob dem Vermieter aus dem jetzt neu eingebauten Zähler ein Vorteil entsteht.

Wie das? Er ist ja nicht Eigentümer, den Vorteil hätte dann der Energieversorger.

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#36
 Von 
Leo4
Status:
Praktikant
(589 Beiträge, 140x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Nur würde man auch dann schauen müssen, ob dem Vermieter aus dem jetzt neu eingebauten Zähler ein Vorteil entsteht. Der wäre dann nämlich vom Schadensersatz abzuziehen.

Selbst wenn der neue Zähler vergoldet wäre hätte der VM keinerlei Vorteil.
1. Es ist nicht sein Zähler.
2. Der neue Zähler misst - wie der alte zuvor - den Verbrauch, nicht mehr und nicht weniger.

Der VM hatte lediglich einen Nachteil mit dieser Sache, wie evtl.Telefonate, Rennereien, und seine Zeit geopfert. Von Kosten ganz zu schweigen.
So kann man es auch sehen.

Signatur:Meine persönliche Meinung.
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#37
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(83226 Beiträge, 34312x hilfreich)

Zitat (von Leo4):
2. Der neue Zähler misst - wie der alte zuvor - den Verbrauch, nicht mehr und nicht weniger.

Woher weis man das, kennt man den Zähler?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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