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Fußbodenheizung: Ventileinsätze hängen

12. März 2022 Thema abonnieren
 Von 
Trailor85
Status:
Praktikant
(550 Beiträge, 144x hilfreich)
Fußbodenheizung: Ventileinsätze hängen

1995-er gebautes Haus. Mietwohnung. WW-Fußbodenheizung, 4 Zimmer mit 4 Thermostaten und mit 1 - 3 Kreisen im Boden und damit mit 7 Ventilen im Verteiler. Elektrisch funktioniert alles, nur die Ventil-Einsätze bleiben hängen, sperren ab. Stift muß man mit Zange hochziehen. Fachmann (Sohn meines Schulfreundes aus DD) kennt das Problem. Bei 27 Jahre kommt das vor. Auswechseln kostet ca. 1.000 bis 1.500 €. Vermieter sträubt sich, will nicht bezahlen. Soll immer mit der Zange hochziehen. Heißt: Verteilerkasten öffnen, sobald ich mit Füßen merke, dass es kalt ist oder Raumtemperatur nicht erreicht wird. E-Aufsatz mit Kabel (nicht drehbar) abdrehen. Stift 10 x bewegen, Ölen lt. Hausbesitzer mit harzfreiem Öl ("nur ganz wenig"). Wenn das gar nicht geht, denn mit Feinzange herausziehen.
Schrieb ihm heute, dass dich das nicht mitmache! Termin zur Beseitigung schickte ich ihm schon!

Frage; Was nun? Feststellungsklage beim Gericht? Die werden vereidigten Klempner schicken, der Geld kostet. Selber in Auftrag geben? Gegenseite wird behaupten, dass es nicht notwendig war, ob wohl ich alles schriftlich festhielt und es nichts mündlich gab. 1 Heizungsmann war da. Der war aber zu fein, auf die Stifte zu drücken um so den Vergleich zu haben, wie ein normaler Stift leichtgängig geht. Er verließ fluchtartig die Wohnung, weil ihm das "zu dumm" vorkam, die Stifte zu drücken. Hausbesitzer war dabei und war auch entrüstet über den Heizungs-Chef von KONZMxxxx und wollte ihm einen Brief noch senden. Ein anderer, Rentner-Heizungsmann, stellte die Mängel schon fest.

Jetzt stellt sich der Hausbesitzer auf einmal in frecher Weise auf die Seite des 1. Heizungs-Chefs und weist mir die Schuld zu, dass der Mann abhaute. Aber es liegt ein Schriftverkehr vor, wo er damals auf den Chef selber schimpfte.

Hausbesitzer schrieb mir, dass ich den Ersten vergraut hätte und der Zweite meinte, dass der Aufwand von 1.500 € nicht gerecht fertigt wären. Ich sollte mit der Zange arbeiten .....

Das passt genau in die Linie des Hausbesitzers. Kein Geld ausgeben und immer alle Schuld dem Mieter geben. Ich schrieb ihm, dass ich das so nicht akzeptiere!

Verantwortlich ist der Vermieter/Besitzer. Paar Monate vorher schickte er an alle Mieter eine Mitteilung und erläuterte dort klipp und klar, wo der Mieter Zugang hat, wofür er selber verantwortlich ist und was der Mieter selber bezahlen muß. Somit ist eindeutig er für die Heizung verantwortlich!

Was nun? Welche Schritte sind am besten?

-- Editiert von Trailor85 am 12.03.2022 23:26

-- Editiert von Trailor85 am 12.03.2022 23:31

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104240 Beiträge, 37615x hilfreich)

Gab es denn schon eine gerichtsfeste Mängelmeldung?
Und eine gerichtsfeste Ankündigung der Selbstvornahme unter Verrechnung mit der Miete?

Dann entweder die Selbstvornahme machen oder auf Mängelbeseitigung klagen.
Ansonsten erst mal das vorgenannte machen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Trailor85
Status:
Praktikant
(550 Beiträge, 144x hilfreich)

Ich gebe es dem Anwalt. Habe keine Lust und Nerven mich mit dem Hausbesitzer rumzuärgern. Er hat so ein Talent, immer die Schuld bei anderen zu suchen und wenn man ihm festgenagelt hat, spielt er das Problem runter und verniedlichen. Anwalt soll ihn anschreiben und außergerichtlich bewegen, die Ventile zu wechseln. RA-Kosten muß aber er ersetzen, sonst mache ich Klage. Will dann Urteil und keinen Vergleich.

Müßte die Sache gewinnen, da Hausbesitzer selber den Mangel zugab und selber mit der Zange mehrmals an den Ventilen operierte. Hat auch nie eine Einrede gemacht, dass der Mangel nicht da sei!

Nach Kostenrechner kommt dann bei Streitwert von 1.500 € Gerichts-RA-Kosten von mind. 1.030 € noch dazu ...

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
frannzwick
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 26x hilfreich)

Wenn man einen Anwalt beauftragt, bevor man den Vermieter gerichtsfest über die Mängel informiert hat und zur Mängelbeseitigung aufgefordert hat, wird man auf den eigenen Anwaltskosten selbst sitzen bleiben (außer man hat eine entsprechende Rechtsschutzversicherung).

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Tehlak
Status:
Praktikant
(615 Beiträge, 189x hilfreich)

Zitat (von frannzwick):
bevor man den Vermieter gerichtsfest über die Mängel informiert hat


In Anbetracht der Tatsache:

Zitat (von Trailor85):
Aber es liegt ein Schriftverkehr vor [...]


dürfte der Vermieter mit der Behauptung er habe nichts von der Sache gewusst nicht durchkommen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104240 Beiträge, 37615x hilfreich)

Zitat (von Tehlak):
dürfte der Vermieter mit der Behauptung er habe nichts von der Sache gewusst nicht durchkommen.

Kommt ganz darauf an, was da drin steht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Trailor85
Status:
Praktikant
(550 Beiträge, 144x hilfreich)

10.03.22: Ich an den Vermieter per eMail

……. Vor diesem Hintergrund ist nun Wärme-Sparen dringend und die Sache mit den Heizungsventilen dringend, da tagsüber die Heizung bei der Sonneneinstrahlung nicht benötigt wird, aber abends die Wärme wieder gebraucht wird. Kann und will nicht mehr die Ventile bearbeiten.

Bitte bis 15.03.22 um Ihre schriftliche Stellungsnahme!

Gruß XXXXXX


------------------------------------------------------------------------------------------

11.03.22 Vom Vermieter an mich per eMail

Dazu denke ich, dass vor dem Hintergrund der momentanen Preisentwicklung eine größere Reparatur jenseits der 1000,-- Euro zurück gestellt werden sollte.

Wegen des fehlerhaften Ventils, mal geht's, mal geht's nicht, so eine teuere Reparatur zu
vergeben, ist nicht angemessen.

Die Heizungsfirma aus dem 28 km entfernten MMMMMM hat sich mir gegenüber so geäußert,
dass die Verhältnismäßigkeit nicht gegeben ist. (Lüge. Es geht nur um Kosten zu sparen)
.
Herr XXXXXX, bei allem Respekt, ist es wirklich zu viel verlangt, bei Wärmebedarf den Kontrollstift
mit einer kleinen Spitzzange zu lösen, damit die Wärme fließen kann? (Mindestens 3 Ventile von 7 sind das. Und im Frühjahr, Herbst? Der nächste Winter kommt bestimmt)

Bei geschlossenem hängendem Ventil fließt keine Wärme, mehr sparen geht nicht!

Vielleicht können Sie, wie schon einmal erwähnt, den Wärmedurchfluss durch entsprechendes
Justieren der Veltamat-/Schraubkappe regulieren. (Unsinn, hat immer noch nicht die Funktionen verstanden)


Mit freundlichen Grüßen YYYYYY

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104240 Beiträge, 37615x hilfreich)

Dann

Zitat (von Harry van Sell):
eine gerichtsfeste Ankündigung der Selbstvornahme unter Verrechnung mit der Miete?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9559 Beiträge, 3962x hilfreich)

Mal einen unjuristischen Rat.
Sprich mit dem Vermieter und einem ANDEREN Sanitärunternehmen.

Zitat (von Trailor85):
Auswechseln kostet ca. 1.000 bis 1.500 €.


Die Einsätze für die Ventile kosten je nach Hersteller zwischen 5 € und 15€ und nein, dass sind keine Großhandelspreise.
Für das Wechseln der Einsätze wird eine Zahne und/oder Schraubenschlüssel benötigt, Arbeitszeit ca. 2-3 Minuten pro Ventil, wenn man es sehr gründlich macht.

Mit simpler Mathematik, großzügig aufgerundeten Stundenlöhnen für HKS - Fachpersonal, "enormen" Anfahrtskosten und von mir aus noch 50% Teuerungsaufschlag für das Material, kannst Du Dir ja mal ausrechnen, was sowas kosten wird.
Tipp von mir, ich hab vor rund 2 Jahren für 4 Ventile knapp 10% Deiner "höheren" Kostenschätzung bezahlt + 20 Minuten Lebenszeit für ein Gespräch während des Tausches und einen Kaffee für den Monteur.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
bostonxl
Status:
Student
(2653 Beiträge, 390x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Für das Wechseln der Einsätze wird eine Zahne und/oder Schraubenschlüssel benötigt, Arbeitszeit ca. 2-3 Minuten pro Ventil, wenn man es sehr gründlich macht.
Nur zur Klarstellung: Wir reden hier von den Ventileinsätzen und nicht von den Stellmotoren.

Heißt also:
- Stellmotor abschrauben
- evtl. Verschlusskappen schließen
- Vor- und Rücklauf vom Verteiler absperren
- Heizkreis mit dem defekten Ventil öffnen
- Ventil tauschen
- Heizkreis entlüften, evtl. auffüllen

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