Garten als Kündigungsgrund durch den VM?

20. Mai 2020 Thema abonnieren
 Von 
fb481660-21
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)
Garten als Kündigungsgrund durch den VM?

Hallo es geht um folgendes:

Meine Eltern leben seit 8 Jahren in einer Mietwohnung mit (damals verwahllosten) Garten... meine eltern haben den auch über jahre Hinweg Aufgepeppt, der garten gehört nicht offiziell zur Mietsache und taucht auch nicht im vertrag auf das war ne "Beer and talk" zusicherung des Vermieters damals, jetzt will der VM den Garten komplett zurück und ihn quasi als Natürliche bestaunbare Gewächsoase umgestalten (also nix mehr garten).. meine eltern räumten daraufhin das alles weg und Überliesen den Garten dem Vermieter... doch nun droht eben jener Vermieter mit der Kündigung der Wohnung wegen "Beschädigung von eigentums des Vermieters"... dabei ist ja gar nix zerstört der Garten ist einfach nur ein Leerer Garten Jetzt... doch der VM meinte "Erdreich über die Jahre gelockert und zerstört... rasenwuchs beeinflusst etc."

kurz und Knapp ist das so Rechtens und Darf man sowas sogar an eine Wohnungskündigung knüpfen? oder hätte der Vermieter Nach jahren einfach aus einer lust und Laune heraus den Garten wieder einfordern dürfen (nachdem viel geld und zeit reinfloss) fragen über Fragen... hoffentlich weiß jemand rat.

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47743 Beiträge, 16866x hilfreich)

Wohnt der Vermieter im gleichen Haus?
Wenn ja, handelt es sich um ein Zweifamilienhaus?

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#2
 Von 
fb481660-21
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein er wohnt in einem anderem haus in einer anderen stadt, und es ist ein mehr familienhaus (5 parteien)

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121080 Beiträge, 39981x hilfreich)

Zitat (von fb481660-21):
doch der VM meinte "Erdreich über die Jahre gelockert und zerstört... rasenwuchs beeinflusst etc."

Und der Vermieter hat nie das Haus besucht und nie den Garten gesehen?
Falls doch, hat er das widerspruchslos akzeptiert, dann kann er darauf keine Kündiung stützen.


Und ansonsten müsste er für die "Beschädigung" entsprechende Nachweise liefern - nicht gerade einfach ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9939 Beiträge, 4493x hilfreich)

Zitat (von fb481660-21):
meine eltern räumten daraufhin das alles weg und Überliesen den Garten dem Vermieter
Vermutlich wird man jetzt nicht mehr darüber diskutieren müssen, ob der Garten hätte zurückgegeben werden müssen oder nicht. Es wurde ja schon getan. Interessant könnte aber werden, was da alles geräumt wurde und was der Vermieter vorher (!) gesagt hat.

So hat der Mieter das Recht, nach § 539 (2) BGB alle seine "Einrichtungen" wieder wegzunehmen. Das ist insoweit wichtig, weil z.B. Pflanzen und Bäume in das Eigentum des Grundstückseigentümers übergehen können. Das findet sich in § 94 BGB in Kombination mit § 946 BGB. Es kann also sein, dass die Eltern Eigentum des Vermieters weggenommen haben.

Aber wie oben gesagt waren sie dazu wegen § 539 (2) BGB berechtigt. Nun gibt es jedoch noch § 552 (1) BGB. Der Vermieter wiederum kann in einigen Fällen das Wegnahmerecht des MIeters abwenden, wenn er dies dem Mieter gegenüber kundtut und einen angemessenen Ausgleich zahlt. Von daher könnte hier relevant sein, was der Vermieter so alles vor dem Wegräumen gesagt oder getan hat.

Für normale Abnutzung gilt § 538 BGB. Da wäre Schadensersatz bei einer Gartennutzung sehr ungewöhnlich.

Im übrigen habe ich hier die Gesetze bezüglich Mietverträgen herangezogen. Wenn man die Überlassung des Gartenanteils nicht als Mietvertrag sondern als getrennte Leihe interpretieren will, so gibt es auch dort entsprechende Gesetze. § 602 BGB z.B. an Stelle von § 538 BGB, § 601 (2) BGB an Stelle von § 539 (2) BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
fb481660-21
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Zitat (von fb481660-21):
meine eltern räumten daraufhin das alles weg und Überliesen den Garten dem Vermieter
Vermutlich wird man jetzt nicht mehr darüber diskutieren müssen, ob der Garten hätte zurückgegeben werden müssen oder nicht. Es wurde ja schon getan. Interessant könnte aber werden, was da alles geräumt wurde und was der Vermieter vorher (!) gesagt hat.

So hat der Mieter das Recht, nach § 539 (2) BGB alle seine "Einrichtungen" wieder wegzunehmen. Das ist insoweit wichtig, weil z.B. Pflanzen und Bäume in das Eigentum des Grundstückseigentümers übergehen können. Das findet sich in § 94 BGB in Kombination mit § 946 BGB. Es kann also sein, dass die Eltern Eigentum des Vermieters weggenommen haben.

Aber wie oben gesagt waren sie dazu wegen § 539 (2) BGB berechtigt. Nun gibt es jedoch noch § 552 (1) BGB. Der Vermieter wiederum kann in einigen Fällen das Wegnahmerecht des MIeters abwenden, wenn er dies dem Mieter gegenüber kundtut und einen angemessenen Ausgleich zahlt. Von daher könnte hier relevant sein, was der Vermieter so alles vor dem Wegräumen gesagt oder getan hat.

Für normale Abnutzung gilt § 538 BGB. Da wäre Schadensersatz bei einer Gartennutzung sehr ungewöhnlich.

Im übrigen habe ich hier die Gesetze bezüglich Mietverträgen herangezogen. Wenn man die Überlassung des Gartenanteils nicht als Mietvertrag sondern als getrennte Leihe interpretieren will, so gibt es auch dort entsprechende Gesetze. § 602 BGB z.B. an Stelle von § 538 BGB, § 601 (2) BGB an Stelle von § 539 (2) BGB


Naja der Vermieter meinte er wolle jetzt den Garten durch einen fachkundigen Landschafftsgärtner begutachten lassen, und beruft sich darauf das wir ohne Gartennutzung er diesen nicht brauchen würde.. "streng genommen" könnte er uns das sogar noch in rechnung stellen. Gepflanzt wurde im garten nur ein paar Blumen von meinen Eltern die aber den Winter nicht Überstanden haben, tiefe Löcher wurden nicht gebohrt.. nur einmal haben meine Eltern Rasensamen gestreut um die "Kahlen stellen" im Garten zu füllen... der Garten wurde nicht als teil des Mietvertrages gegeben und es existiert auch kein gesonderter Vertrag, der VM hat vor ein paar jahren durch ein Bloßes Lippen bekenntnis meinen eltern den garten zugesprochen so nach dem Motto (wenn ihr euch drum kümmern wollt bitte sehr... ansonsten wuchert das ding halt vor sich her)

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
fb481660-21
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von fb481660-21):
doch der VM meinte "Erdreich über die Jahre gelockert und zerstört... rasenwuchs beeinflusst etc."

Und der Vermieter hat nie das Haus besucht und nie den Garten gesehen?
Falls doch, hat er das widerspruchslos akzeptiert, dann kann er darauf keine Kündiung stützen.


Und ansonsten müsste er für die "Beschädigung" entsprechende Nachweise liefern - nicht gerade einfach ...


Doch doch er war mehrmals im Jahr dort um einfach mal nach dem Rechten zuschauen die Jahre davor hat es ihn auch gar nicht Tangiert was da meine Eltern mit dem Garten gemacht haben im ggt. "Schöne Blumen haben sie hier" gabs sogar mal als Kommentar... mehr nicht.

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#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32634 Beiträge, 5716x hilfreich)

Zitat (von fb481660-21):
doch nun droht eben jener Vermieter mit der Kündigung der Wohnung wegen "Beschädigung von eigentums des Vermieters"
Was genau ist unter dem *Drohen* zu verstehen?

Zitat (von fb481660-21):
Darf man sowas sogar an eine Wohnungskündigung knüpfen?
Was schreibt der Vermieter deinen Eltern?

-- Editiert von Anami am 21.05.2020 12:37

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#8
 Von 
fb481660-21
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von fb481660-21):
doch nun droht eben jener Vermieter mit der Kündigung der Wohnung wegen "Beschädigung von eigentums des Vermieters"
Was genau ist unter dem *Drohen* zu verstehen?

Zitat (von fb481660-21):
Darf man sowas sogar an eine Wohnungskündigung knüpfen?
Was schreibt der Vermieter deinen Eltern?

-- Editiert von Anami am 21.05.2020 12:37


Geschrieben hat er (noch) nichts, gedroht hatte er das er meinen Eltern die Wohnung kündigen könnte u.a sogar Fristlos wegen dem Garten.... weiß nicht ob das so stimmt.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9939 Beiträge, 4493x hilfreich)

Zitat (von fb481660-21):
Geschrieben hat er (noch) nichts, gedroht hatte er das er meinen Eltern die Wohnung kündigen könnte u.a sogar Fristlos wegen dem Garten.... weiß nicht ob das so stimmt.
Ruhig bleiben. Aus dem Grund ist eine Kündigung (fristlos wie fristgerecht) nahezu ausgeschlossen. Sollte dennoch eine Kündigung kommen, kannst du dich ja nochmal melden.

Wenn der Mieter eine Schadensersatzforderung des Vermieters nicht bezahlt, dann liefert das keinen Kündigungsgrund. Selbst dann nicht, wenn sie berechtigt wäre (was sie hier vermutlich nicht ist). Problematisch ist es, wenn der Mieter die Miete nicht oder nicht vollständig zahlt. Das kann dem Vermieter einen Kündigungsgrund liefern. Das gilt jedoch nicht für Schadensersatzforderungen.

Zur Sicherheit: Nicht vertragsgemäßes Verhalten kann einen Kündigungsgrund liefern. Nur ist das hier bei weitem nicht erkennbar.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
fb481660-21
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

nene die miete kommt immer pünktlich und in voller höhe.. waren noch nie in Verzug.

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