Geplanter Verkauf des Mietobjektes verschwiegen

9. März 2018 Thema abonnieren
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)
Geplanter Verkauf des Mietobjektes verschwiegen

Guten Tag,
Mein Vater verstarb nach schwerer Krankheit. Meine Mutter und ich kümmerten sich um Pflege und Betreuung.
Btw, nur wer ähnliches durchleben musste, kann sich die Belastung, der sich kümmernden Angehörigen, vorstellen, wenn ein geliebter Mensch krankheitsbedingt nicht nur körperlich zerfällt, sondern sich auch sein Wesen ändert.
Kurz darauf wurde bei meiner Mutter ein Tumor im Rückenmark, im Bereich der Halswirbelsäule diagnostiziert. Wir kosultierten bundesweit renomierte Kliniken, welche meiner Mutter konträre Empfehlungen gaben.
Um auch auf das Worst-Case-Szenario vorbereitet zu sein, suchte und fand ich ein Rollstuhl-geeignetes, ebenerdiges und bezahlbares Mietobjekt. Der Kontakt mit dem Vermieter kam noch über einen Makler zu Stande. Weitere Interessenten gab es nicht.
Nach einem Besichtigungstermin lud uns der potentielle Vermieter zu einem persönlichen Gespräch ein.
Meine Mutter und ich informierten das Vermieter-Ehepaar proaktiv über die Beweggründe von Mutter und Kind eine Mietergemeinschaft bilden zu möchten respektive zu müssen.
Sowohl wir als auch das Vermieter-Ehepaar erklärten ausdrücklich den Wunsch an einem langfristigen Mietvertrag interessiert zu sein. Der Mietvertrag wurde entsprechend als unbefristet deklariert.
Aus dem Expose/Anzeigen im Internet ging eindeutig hervor: Haustiere sind nicht erwünscht.
Zum Hausstand meiner Mutter gehörten zwei Papageien und eine Katze. Genannten Haustiere wurden in den Mietvertrag aufgenommen.
Laut Expose/Anzeigen im I-Net handelte es sich bei dem offerierten Mietobjekt, um ein Einfamielenhaus mit vier Zimmern.
Tatsächlich jedoch besitzt das Haus nur 3 Zimmer und zwei Hauswirtschaftsräume.
Der zweite Hauswirtschaftsraum, das vierte Zimmer, ist der kleinste Raum im Mietobjekt. Er verfügt über die für Hauswirtschaftsräume üblichen sanitären Anschlüsse, einen, auf besondere Beanspruchung ausgelegten, gefliesten Bodenbelag ( laut stolzer Aussage des Vermieters), sowie über eine separate Haus-Eingangstür zum Garten.
Dieser Raum grenzt an die in das Haus integrierte Garage. Bedingt durch die Lage befinden sich die Garage als auch der zweite Hauswirtschaftsraum außerhalb des Wohnmittelpunktes. Genannte Raüme verfügen daher auch NICHT über Rollstuhl-geeignete Türen.
Der Vermieter bestand auf Deklarierung eines vier-Zimmer-Hauses laut Mietvertrag. Wir waren bereit, den entsprechend ausgeführten Mietvertrag zu unterzeichnen, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden, bzw. erfüllt sind.
Der zweite Hauswirtschaftsraum darf als Vogelvoliere genutzt werden. Entsprechende bauliche Veränderungen finden nach Absprache und Maßgabe des Eigentümers statt. Das Haus verfügt NUR über eine Fußbodenheizung. Der zweite Hauswirtschaftsraum besitzt zwei Außenwände und grenzt an die Garage. Der Vermieter bestätigte mündlich während einer Besichtigung vor Zustandekommen des Mietvertrages, dass der genannte Raum über einen separaten, d. h. individuell regelbaren Heizkreis verfügt. Es gab damals keinen Grund an seinen Darstellungen zu zweifeln, zumal sich die Anzahl der Heizkreise mit den beheizbaren Räumen deckte.
Der Vermieter begründete den vorgelegten Mietvertrag für ein Vier-Zimmer-Haus damit, dass der Vormieter den zweiten Hauswirtschaftsraum als Kinderzimmer nutzte. Zum Zeitpunkt der Besichtigung stand eine Hantelbank im Raum. An den Wänden war unschwer zu erkennen, dass Kinder im Haushalt lebten.
Bereits während der ersten Heizperiode stellte sich heraus, dass die Heizungsanlge NICHT bestimmungsgemäß arbeitet.
Die vom Eigentümer beauftragten Fachfirma, zugleich Errichterfirma war nicht in der Lage die Anlage in einen bestimmungsgemäßen Betrieb zu versetzen. Erst eine externe Fachkraft war in der Lage auf die Unzulänglichkeiten und damit auf eine NICHT vorhandene Funktion respektive Funktionssicherheit der Heizungsanlage hinzuweisen. Ferner wurde deutlich, dass der vierte Raum eben NICHT wie vom Vermieter zugesichert, über einen separaten Heizkreis verfügt und entsprechend auch nicht über die Möglichkeit einer unabhängigen Temperaturregelung. Bedingt durch die Ausführung der Arbeiten bedeutete dies für uns als Mieter folgendes:
Bauartbedingt musste die Einstellung der gesamten Heizungsanlage darauf ausgerichtet werden, die gewünschte Temperatur im zweiten Hauswirtschaftsraum , der Vogelvoliere halbwegs zuhalten. Vom Eingangsbereich im Flur, versorgt eine Heizschleife ca. 50% der Fläche des zweiten Hauswirtschaftsraumes. Nach Aussage des Vermieters handelt es sich nur um eine Fußbodenerwärmung.
Rückblickend:
Unser Vermieter suchte einen Nachmieter für seinen zahlungsunfähigen Mieter. Weitere Interessenten gab es nicht.
Wir suchten nach einem Rohlstuhl-geeigneten und bezahlbaren Mietobjekt mit kleinem Garten um meiner Mutter die Möglichkeit zu geben sich nach intensiver Trauer dem eigenen, einem neuen Leben zu widmen .... UND vorbereitet zu sein, sollte sich ihre Erkrankung früher als gehofft negativ auswirken.

Der Mietvertrag kam zu Stande.

Das Haus musste Innen komplett renoviert werden. Der Vermieter bot nicht nur an, sondern vermittelte kurzfristig auch einen Maler. Die als Maler vorgestellte Person, war erfeut zu sehen, dass in wesentlichen Teilen immer noch die eigene Arbeit zu sehen war, welche vor knapp 10 Jahren vor Erstbezug ausgeführt wurde.
Überraschend und pauschal wurde angeboten unser neues Heim für 600,- € zuzüglich Material herzurichten.
Vorschläge für die farbliche Gestaltung gäbe es auch.
Als malertechnischer Laie hatte ich das Gefühl, dass hier Farben vom Dachboden reaktiviert und an den Mann oder die Frau gebracht werden sollten. Als auch unsere Bitte das Angebot schriftlich zu formulieren auf Unverständnis stieß, bedankten wir uns für die angebotene Hilfe bei allen Beteiligten und übernahmen die Arbeiten selbst:
Knapp vier Wochen nebenberuflich, ca. 450,- an Material.
Das kleine Grundstück bot meiner Mutter die erhoffte Ablenkung. Der Zustand bei Übernahme jedoch überstieg unsere Möglich- und Fähigkeiten. Nachdem unser Vermieter daran erinnert wurde, das Grundstück in einem Zustand zu übergeben, damit wir als Mieter unseren Verpflichtungen gemäß Mietvertrag überhaupt nachkommen können, beauftragte er eine Fachfirma, welche das Grundstück laut Aussage des Vermieters für ca. 700,- in einen übergabefähigen Zustand versetzte.







-- Editiert von chiron0815 am 09.03.2018 15:45

Fragen zur Miete?

Fragen zur Miete?

Ein erfahrener Anwalt im Mietrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Mietrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



25 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

Nur was ist jetzt die Frage?

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39598x hilfreich)

Zitat (von chiron0815):
Geplanter Verkauf des Mietobjektes verschwiegen

Der Eigentümer muss Dritte (wie z.B. Mieter) weder über geplante Umstrukturierungen seines Vermögens informieren, noch haben diese ein Mitspracherecht.
Ausnahme: es wurde vertraglich was anderes vereinbart.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

keine Ahnung was hier los ist, war noch am Schreiben, Text ist wech und kann auch nicht mehr editieren, was zur Hölle mach ich hier?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von chiron0815):
Geplanter Verkauf des Mietobjektes verschwiegen

Der Eigentümer muss Dritte (wie z.B. Mieter) weder über geplante Umstrukturierungen seines Vermögens informieren, noch haben diese ein Mitspracherecht.
Ausnahme: es wurde vertraglich was anderes vereinbart.


bedeutet:
... als Eigentümer kann ich ich nach eigenem Ermessen bzw. nach Belieben Lügen und Betrügen ... ohne rechtliche Konsequenzen ...?
Wenn das so sein sollte verstehe ich den Begriff RECHTSSTAAT nicht.

Klartext:
Hier kam ein Vertrag zu Stande, wobei ein Vertragspartner den anderen wissentlich und vorsätzlich getäuscht hat.

-- Editiert von chiron0815 am 09.03.2018 15:57[/editmessage

2 Jahre nach Unterzeichnung des unbefristeten Mietvertrages informierte uns unser Vermieter über das Auslaufen seiner Finanzierung und den geplanten Verkauf.

[editmessage]-- Editiert von chiron0815 am 09.03.2018 16:02

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

Zitat (von chiron0815):
2 Jahre nach Unterzeichnung des unbefristeten Mietvertrages informierte uns unser Vermieter über das Auslaufen seiner Finanzierung und den geplanten Verkauf.

Weshalb sollte ein Eigentümer nicht das Recht haben sein Eigentum zu veräußern?
Zitat (von chiron0815):
als Eigentümer kann ich ich nach eigenem Ermessen bzw. nach Belieben Lügen und Betrügen ... ohne rechtliche Konsequenzen ...?

Das ist doch Quatsch, wer weis was man in zwei Jahren für Entscheidungen trifft?

Zudem ist es doch nett und fair das der Vermieter es sogar ankündigt, so kann man ja sich überlegen, ob man das Haus nicht selbst kauft.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39598x hilfreich)

Zitat (von chiron0815):
Klartext:
Hier kam ein Vertrag zu Stande, wobei ein Vertragspartner den anderen wissentlich und vorsätzlich getäuscht hat.

Und das soll nun wie genau passiert sein?



Zitat (von chiron0815):
2 Jahre nach Unterzeichnung des unbefristeten Mietvertrages informierte uns unser Vermieter über das Auslaufen seiner Finanzierung und den geplanten Verkauf.

Ja und?

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 903 - Befugnisse des Eigentümers
Der Eigentümer einer Sache kann, soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen.




Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von 0815Frager):
Zitat (von chiron0815):
2 Jahre nach Unterzeichnung des unbefristeten Mietvertrages informierte uns unser Vermieter über das Auslaufen seiner Finanzierung und den geplanten Verkauf.

Weshalb sollte ein Eigentümer nicht das Recht haben sein Eigentum zu veräußern?
Zitat (von chiron0815):
als Eigentümer kann ich ich nach eigenem Ermessen bzw. nach Belieben Lügen und Betrügen ... ohne rechtliche Konsequenzen ...?

Das ist doch Quatsch, wer weis was man in zwei Jahren für Entscheidungen trifft?

Zudem ist es doch nett und fair das der Vermieter es sogar ankündigt, so kann man ja sich überlegen, ob man das Haus nicht selbst kauft.


Wer Lesen kann ist leicht im Vorteil ...
... oder bin ich als Geschädigter pauschal geblendet?

Eine Finanzierung hat einen Anfang und ein Ende, im Regelfall datiert auf einen Zeitraum jenseits von zwei Jahren.
Im geschilderten Fall ging es lediglich darum Mietausfall um jeden Preis zu verhindern. ... Zumindest bis das Auslaufen der Finanzierung den geplanten Verkauf ermöglicht.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von chiron0815):
Klartext:
Hier kam ein Vertrag zu Stande, wobei ein Vertragspartner den anderen wissentlich und vorsätzlich getäuscht hat.

Und das soll nun wie genau passiert sein?



Zitat (von chiron0815):
2 Jahre nach Unterzeichnung des unbefristeten Mietvertrages informierte uns unser Vermieter über das Auslaufen seiner Finanzierung und den geplanten Verkauf.

Ja und?

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 903 - Befugnisse des Eigentümers
Der Eigentümer einer Sache kann, soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen.


Ja und? ... haben wir als Mieter keine Rechte ?
... oder ist alles rechtens was als Recht niedergeschrieben wurde ... auch dies war, ist und wird weder Garantie noch Rechtfertigung sein ... allenfalls Bequemlichkeit

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16826 Beiträge, 5864x hilfreich)

Zitat (von chiron0815):
... als Eigentümer kann ich ich nach eigenem Ermessen bzw. nach Belieben Lügen und Betrügen ... ohne rechtliche Konsequenzen ...?
Lügen ist per se nicht strafbar. Von Betrug kann hier keine Rede sein.


Zitat (von chiron0815):
2 Jahre nach Unterzeichnung des unbefristeten Mietvertrages informierte uns unser Vermieter über das Auslaufen seiner Finanzierung und den geplanten Verkauf.
Ja und weiter??? Dann hat er euch ja doch informiert. Wo ist denn nun dein Problem?

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

Zitat (von chiron0815):
Wer Lesen kann ist leicht im Vorteil ...
... oder bin ich als Geschädigter pauschal geblendet?

Welchen Schaden hat man denn?
Miete ist sprichwörtlich wohnen auf Zeit.
Es kann immer mal vorkommen Verkauf und Eigenbedarf.
Zitat (von chiron0815):
Im geschilderten Fall ging es lediglich darum Mietausfall um jeden Preis zu verhindern.

Weshalb denn?
Zitat (von chiron0815):
Zumindest bis das Auslaufen der Finanzierung den geplanten Verkauf ermöglicht.

Man kann auch jedes Haus mit laufender Finanzierung verkaufen, das gibt es sehr häufig, häufiger als wohl gedacht.
Und es steht einem doch frei, auch sich als Kaufinteressent für das Haus zu bewerben, dann braucht man weder Eigenbedarf noch einen neuen Vermieter fürchten.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11821 Beiträge, 3199x hilfreich)

Also lese ich die Textwand für nix ...

Ich sehe hier auch kein Fehlverhalten des VM, evtl. besteht bei Ihnen ja die Option das Haus, welches für wirklcih wenig Geld renoviert wurde, selber zu erwerben?

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

Welchen Schaden hat man denn?

... Warum gibt es unbefristete Mietverträge ?
... Was ist ein Vertrag wert, wenn die Angaben einer Vertragspartei vor Vertragsbeginn sich mit/nach Vertragsbeginn als unwahr erweisen ?
... Auf Grundlage welchen Rechts hat ein Eigentümer die Möglichkeit trotz expliziter Nachfrage wissentlich die Unwahrheit zu sagen, ... um seine Interessen als Eigentümer zu schützen ?
... Wie beziffert man Schaden, der wie im geschilderten Fall einer schwerkranken Frau entstanden ist ?
... Wie bemisst man den Schaden für die betroffenen Mieter, der nach vier Jahren bisher vergeblicher Versuche die Mieter aus dem Haus zu treiben, entstanden ist.

... Fazit: hätten wir gewußt, was unsere Unterschrift unter beschriebenen Mietvertrag bedeutet, hätten wir nicht unterschrieben.
Wir haben unterschrieben, wir hatten Kosten und es ist Schaden entstanden welcher mit Geld nicht zu bezahlen ist.


0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11821 Beiträge, 3199x hilfreich)

Zitat (von chiron0815):
... Warum gibt es unbefristete Mietverträge ?


Unbefristet heißt doch nicht lebenslang. Unbefristet heißt, dass die Mietdauer nicht befristet wurde, zB auf 1 Jahr oder so.

Zitat (von chiron0815):
... Was ist ein Vertrag wert, wenn die Angaben einer Vertragspartei vor Vertragsbeginn sich mit/nach Vertragsbeginn als unwahr erweisen ?


Ich kann aus Ihren Posts keine unwahren Angangen erkennen.

Zitat (von chiron0815):
... Auf Grundlage welchen Rechts hat ein Eigentümer die Möglichkeit trotz expliziter Nachfrage wissentlich die Unwahrheit zu sagen, ... um seine Interessen als Eigentümer zu schützen ?


Wo hat er die Unwahrheit gesagt?

Zitat (von chiron0815):
... Wie beziffert man Schaden, der wie im geschilderten Fall einer schwerkranken Frau entstanden ist ?


Mit Verlaub, welcher Schaden?

Zitat (von chiron0815):
... Wie bemisst man den Schaden für die betroffenen Mieter, der nach vier Jahren bisher vergeblicher Versuche die Mieter aus dem Haus zu treiben, entstanden ist.


Um 100%ige Sicherheit zu haben, müssten sie schon selber kaufen.

Zitat (von chiron0815):
... Fazit: hätten wir gewußt, was unsere Unterschrift unter beschriebenen Mietvertrag bedeutet, hätten wir nicht unterschrieben.


Das glaube ich nicht, da Sie selber geschrieben haben, wie schwer es war dieses Haus zu finden. Also haben Sie der Möglichkeiten schon viele ausgelotet, bevor Sie das Haus entdeckt haben.

Zitat (von chiron0815):
Wir haben unterschrieben, wir hatten Kosten und es ist Schaden entstanden welcher mit Geld nicht zu bezahlen ist.


Was zum Henker denn für einen Schaden???

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

@ AltesHaus:
wahrheitsgemäß mit relevanten Details, um einen recht komplexen Vorgang nachvollziehbar zu schilden, war mein Ansatz, bis ich nicht mehr schreiben konnte, vermutlich gibt es eine Textzeichen-Begrenzung.

Alle hier können lesen, doch nicht jeder tut es auch.

Sicher ist es einfacher einen komplexen und langwirigen Vorgang §-gerecht in seine Bestandteile zu zerlegen.
Zusammenhänge werden somit bedeutungslos.

Ich möchte mich für meine Naivität entschuldigen.

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11821 Beiträge, 3199x hilfreich)

Es tut mir leid, wenn die Antworten nicht die erhofften sind. Wirklich. Aber es hilft ja nichts.

Auch VM sind Menschen und haben ein Leben. Deswegen steht es ihnen auch frei, das Eigentum zu veräußern. Pläne ändern sich. Bei mir, bei Ihnen, bei jedem. Wer kann schon wissen, warum der VM sich nun tatsächlich entschlossen hat das Haus zu verkaufen. Das hat ja evtl. noch andere Gründe, die Sie nichts wissen und die Sie auch nichts angehen.

Stellen Sie sich vor, der VM wäre nach einem Jahr Mietzeit gestorben und die Erben hätten da Haus verkauft. Wäre noch schlimmer gewesen, für den VM und auch für Sie.

I

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16826 Beiträge, 5864x hilfreich)

@chiron0815
Aufgrund deiner bisherigen Schilderung ist meine aktuelle Meinung:
Der Vermieter hat sich rein gar nichts zu Schulden kommen lassen und braucht sich keinerlei Vorwürfe zu machen.
Von dir kam bisher nur belangloses Zeug. Irgendwelche Schäden, Lügen oder betrügerische Absichten hast du bisher in keiner Weise aufzeigen können.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47275 Beiträge, 16744x hilfreich)

Zitat:
... Warum gibt es unbefristete Mietverträge ?


Damit man jederzeit kündigen kann und im Gegensatz zu befristeten Verträgen nicht an bestimmte Zeiträume gebunden ist.

Wenn man ein langfristiges Mietverhältnis vertraglich sicherstellen will, dann muss man einen Kündigungsausschluss vereinbaren.

Zitat:
... Wie bemisst man den Schaden für die betroffenen Mieter, der nach vier Jahren bisher vergeblicher Versuche die Mieter aus dem Haus zu treiben, entstanden ist.


Warum sind das auf einmal 4 Jahre? Wie lange wohnt Ihr denn nun schon dort?

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

... der Vermieter hätte nicht nur sagen können, dass er das haus für seine verstorbenen Eltern gebaut hat, seine kinder selbst eigentum besitzen sondern eben auch, dass die finanzierung in zwei jahren ausläuft und er das haus dann verkaufen möchte.

... der Vermieter hätte sagen können, einen separaten Heizkreis für diesen Raum gibt es nicht, würde sich mit seinen sonstigen Detail-Kenntnissen in Bezug auf das Haus decken.
... der Vermieter hätte sagen können, ich kann nicht sagen ob es einen separaten Heizkreis gibt.
... er hat sich für die Unwahrheit entschieden.

... wird oder muß wie im geschilderten Fall eine Heizungsanlage außerhalb des Regelfalls betrieben, bedeutet dies zwangsläufig eine nachgewiesene drastische Erhöhung der Heizkosten über mehrere Jahre.
... eine Frage nach entstandenen Kosten versucht einfach nur Kopfschütteln.

... und Nein
... in Kenntnis vor Vertragsunterzeichnung, dass einige unserer Bedingungen seitens des Vermieters nicht erfüllt werden können, hätten wir uns nach einem anderen Mietobjekt umgesehen.

Wie hätten Sie im beschrieben Fall entschieden, wenn Ihrem Eigentum Mietausfälle drohen und es nur einen Interessenten gibt ?

... rein rhetorisch gefragt.


erhofft habe ich mir nichts.

ich finde es bedenklich wie einseitig und pauschal hier partei ergriffen wird.

1x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47275 Beiträge, 16744x hilfreich)

Das Problem ist, dass Du die falschen Fragen gestellt hast und den Vermieter fast in die Ecke eines Straftäters gestellt hast.

Die Frage, was denn nach dem Verkauf passiert und wie Ihr mit dem Verkauf umgehen sollte, wurde nicht gestellt und auch nicht beantwortet.

Ebenfalls ist hier niemand auf die Frage eingegangen, wie Ihr denn mit den Mängeln umgehen solltet.

3x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

Zitat (von chiron0815):
ich finde es bedenklich wie einseitig und pauschal hier partei ergriffen wird.

Keine einziger Post hier war pauschal, im Gegenteil sogar wurde sehr geduldig ,mehrfach die rechtliche Betrachtung beschrieben.
Zitat (von chiron0815):
der Vermieter hätte nicht nur sagen können, dass er das haus für seine verstorbenen Eltern gebaut hat, seine kinder selbst eigentum besitzen sondern eben auch, dass die finanzierung in zwei jahren ausläuft und er das haus dann verkaufen möchte.

Finanzierung und Verkauf sind zwei verschiedene Dinge, auch wenn man dies wohl nicht verstehen will:
1) Verkäufer bietet Haus zum Verkauf für Summe XY an und einigt sich mit Käufer
2) Grundschuld wird nach Auslösen des Kredit bei der Bank gelöscht, dafür gibt es einen Notar, welcher für den richtigen Ablauf sorgt
Somit hätte wenn schon vor 2 Jahren eine Verkaufsabsicht bestanden wäre, der Eigentümer sogar ein gutes Geschäft gemacht, da sein Vertrag noch einen hohen Zinssatz hatte.
Zitat (von chiron0815):
in Kenntnis vor Vertragsunterzeichnung, dass einige unserer Bedingungen seitens des Vermieters nicht erfüllt werden können, hätten wir uns nach einem anderen Mietobjekt umgesehen.

Nur hatte man 2 Jahre schon darin gewohnt, ohne das dies einen gestört hatte, jetzt plötzlich nach den Verkaufsabsichten fällt es einem ein.

So und nun gibt es einfach verschiedene Möglichkeiten:
1) da der Vermieter so fair ist und die Verkaufsabsicht schon genannt hat, kann man den Kauf in Betracht ziehen (das wurde hier schon mehrfach genannt, warum antwortet man auf Fragen nicht?). Die für den Mieter beste Option, da eben anscheinend der Begriff wohnen auf Zeit nicht jedem sein Ding ist.
2) Es kommt ein Käufer, welcher nur sein Geld anlegen will, für die Mieter bleibt alles beim Alten
3) Je nach Umgebung sind Häuser sehr gesucht, und der neue Eigentümer meldet Eigenbedarf an, also damit ist die Kündigung dann erst mit dem Scenario der Fall.

Somit ist doch noch gar nichts gesprochen, nur wenn Punkt 3 droht muss man sich nach einer anderen Wohnung umsehen.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

@hh,
danke, sind nun schon zwei konstruktive antworten, selbst wenn sie mir nicht weiterhelfen.
fragen stellen konnte ich nicht, wie geschrieben konnte ich meinen text nicht beenden oder editieren. danach reagierte ich nur auf das was kam.

... und ja es gibt durchaus gründe aus den letzten vier jahren, das verhalten unseres vermieters kritisch zu sehen.
... eine angeblich durch blitzschlag beschädigte sat-anlage sollte erneuert werden. ich habe den vermieter vor ausführung der arbeiten informiert, dass kein schaden vorliegt. er bestand dennoch auf der beseitigung eines nicht vorhandenen schadens.
der monteur bestätigte das an unserer anlage kein blitzschlagschaden zu erkennen sei und unwahrscheinlich ist, da die anlage funktioniert. geschehen wenige monate vor aufhebung des mietvertrages, sofern es nach dem vermieter gegangen wäre.
... in jeder heizperiode, also 2x pro jahr musste die heizungsanlage überprüft/repariert werden. immer kam die errichterfirma, und letzlich waren es wiederholt externe fachkräfte und nicht die errichterfirma welche systembedingte oder mängel in folge ausgeführter arbeiten an der heizungsanlage außerhalb der heizperiode, feststellten.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47275 Beiträge, 16744x hilfreich)

Und um jetzt mal konstruktiver zu antworten:

Ich würde den Abschluss einer Mieterrechtschutzversicherung empfehlen und hoffen, dass sich der Verkauf bis nach Ablauf der Karenzzeit hinzieht. Mindestens sollte man einem Mieterverein beitreten, über den man auch Rechtsschutz erhält.

Dann fällt es leichter auf eine mögliche Eigenbedarfskündigung mit einem Widerspruch wegen Härtefall zu reagieren.

Alleine die Aussicht, dass der Mieter erst nach einer langwierigen und teuren Räumungsklage auszieht, dürfte zahlreiche Interessenten abschrecken.

Unter dieser Randbedingung würde ich der Vermieterin den freiwilligen Auszug gegen Zahlung einer angemessenen Abfindung anbieten. Die kann bei einem kompletten Haus durchaus im 5-stelligen Bereich liegen.

Darüber zu jammern, dass man von der Vermieterin vermeintlich belogen wurde führt dagegen nicht weiter.

1x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

@hh,

danke für deine antworten,
ich werde das thema schließen.
vermeintlich ist nicht zutreffend, aber RECHT hast du, zu jammern hilft nicht weiter

1x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
0815Frager
Status:
Master
(4953 Beiträge, 2375x hilfreich)

Zitat (von hh):
Dann fällt es leichter auf eine mögliche Eigenbedarfskündigung mit einem Widerspruch wegen Härtefall zu reagieren.

Welchen Härtefall?
Wenn die Mutter jetzt nicht 80 Jahre alt ist, oder eine ärztliche Diagnose besteht, das sie noch 1 Jahr zu leben hat,kann man es hinaus zögern. Aber keine Aussicht auf Dauer.
Zitat (von hh):
Alleine die Aussicht, dass der Mieter erst nach einer langwierigen und teuren Räumungsklage auszieht, dürfte zahlreiche Interessenten abschrecken.

Auch bestimmt nicht alle. Wer günstig eine Immobilie angeboten bekommt, weil diese Vermietet ist, schreckt nicht davor zurück. Der Käufer hat ja Geld gespart, da sind beim Hauskauf 20.000€ keine Summe, nur die Frage ob eine Rechtschutzversicherung des Mieter überhaupt in Runde zwei dann geht, oder ob es überhaupt eine Deckungszusage gibt.

Jedoch braucht man jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, es gibt wie oben geschrieben 2 andere denkbare Möglichkeiten.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
chiron0815
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von 0815Frager):
Zitat (von hh):
Dann fällt es leichter auf eine mögliche Eigenbedarfskündigung mit einem Widerspruch wegen Härtefall zu reagieren.

Welchen Härtefall?

eine strahlentherapie hatte ein ansteigen des blutdruckes zu folge und endete schließlich mit einem schlaganfall.
nach langer behandlung mit einem blutverdünner kam es zu massiven einblutungen. sie verlor gänzlich die fähigkeit zu sprechen.
eine nicht ganz 80jährige schlaganfallpatientin benötigt für therapie und genesung eine gewohnte umgebung, da ihre selbständigkeit mit unterstützung zu hause alles ist, was sie noch hat.
wenn das kein härtefall ist, sollte es einer werden.

vielen dank für die antworten, thema geschlossen

1x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 264.868 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.166 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.