Gültiger Mietvertrag? Hätte nicht jeder von den 3 Personen unterzeichnen müssen?

7. August 2006 Thema abonnieren
 Von 
Wolfpac
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Gültiger Mietvertrag? Hätte nicht jeder von den 3 Personen unterzeichnen müssen?

Fall 1:Grundstückseigentümerin A kam vor gut 3 Jahren in ein Altenheim.Um dieses zu bezahlen musste ihre Wohnung in dem Haus neu vermietet werden.Der Sohn(b) von A hatte die Bevollmächtigung(mir fällt die richtige Bezeichnung nicht ein) für A,da diese geistig total down war.Also unterzeichnete B den Mietvertrag mit der neuen Mieterin alleine.Kurze Zeit später verstarb Person A und es stellte sich heraus das es neben Person B noch 2 weiere Erben gibt von Person A.Also insgesamt 3 Personen.

Frage:
Ist der Mietvertrag trotzdem gültig,da ja eigentlich jeder von den 3 Personen den Mietvertrag unterzeichnen hätten müssen.







Fall 2:

Einer vo den 3 Erben im oben beschriebenen Fall ist Miteigentümer C 20 Jahre alt und hat nur ein Zimmer in der Wohnung von Miteigentümer D,welcher sein Vater ist.Nun möchte aber Person C eine eigene Wohnung haben und möchte gerne in die vermietete Wohnung einziehen aus Eigenbedarf.Nur folgendes Problem ist,das die Mieterin einen 7-jährigen Sohn hat,der Autist ist und deswegen bestimmte Sonderrechte besitzt.Wie sehen die Chancen rechtlich aus das sie schnellst möglich auszieht.Die Mieterin stellt sich in jedem Fall quer und wird mit Sicherheit auf ihr "behindertes" Kind verweisen und im Notfall einen Rechtsanwalt einschalten

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47183 Beiträge, 16720x hilfreich)

Der Mietvertrag ist gültig, da Sohn B eine Vollmacht hatte.

Während der Lebzeit von A haben potentielle Erben kein Mitspracherecht. Erst jetzt nach dem Tod von A geht der Mietvertrag auf die Erben über.

Erklärungen gegenüber dem Mieter müssen jetzt von allen 3 Erben unterschrieben werden.

Grundsätzlich kann für den Sohn C das Recht auf Eigenbedarf geltend gemacht werden. Für die notwendige Kündigung bedarf es der Unterschrift aller Erben.

Inwieweit sich die Mieterin auf einen sozialen Härtefall berufen kann wegen des autistischen Sohnes, mag ich nicht beurteilen. In so einem Fall ist aus meiner Sicht das Verfassen der Kündigung durch einen Anwalt dringend zu empfehlen.

Ggfls. sollte auch über die Zahlung eines Geldbetrages (Umzugskostenentschädigung) an die Mieterin nachgedacht werden, wenn diese im Gegenzug einen Auflösungsvertrag unterschreibt. Das kann durchaus günstiger sein, als mögliche Anwalts- und Gerichtskosten. Der Ausgang eines solchen Verfahrens ist aus meiner Sicht höchst ungewiss.

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