Hausfriedensbruch Mietmobbing Behinderte

8. Februar 2013 Thema abonnieren
 Von 
guest-12328.07.2013 13:06:33
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)
Hausfriedensbruch Mietmobbing Behinderte

Ich wohne seit 9 Jahren in einem MFH mit 9 Parteien, 3 Parteien eng auf einer Etage. Die Häuserblocks sind hier wie Doppelhaushälften aneinander gebaut, Baujahr 1952.
Vor 9 Jahren zog ich in die Mietwohnung.
Nachdem bekannt wurde daß ich Hartz IV Empfängerin war (seit 5 Jahren nun EU-Rentnerin), wurde mir gesagt, daß man Arbeitslose im Haus nicht haben möchte.
Aus gesundheitlichen Gründen kann ich nicht mehr arbeiten.
Ich habe verschiedene Versuche in Behindertenwerkstätten hinter mir.
Fast das ganze Miethaus ist mit russischen alleinstehenden Rentnern belegt. Die haben viel Zeit und Langeweile. Russsiche Fernsehsender sind nicht empfangbar.
Ich bin die einzige deutsche Frau in dem Haus.
Ich bin die jüngste in diesem Haus.
Ich habe Angst vor den Russen hier.
Sie belästigen mich inzwischen und verarschen mich.
Es ist ein Russenviertel, daß ist hier bekannt.

Die Russen haben hier das sagen, sie regieren das Mietshaus. Sie melden nichts der Hausverwaltung, sie regeln alles auf ihre Weise.

Ich habe keine Freunde und somit auch keine Zeugen, ich wohne allein.
Es findet sich noch ein deutscher Rentner-Alkoholiker mir gegenüber und ein deutscher langhaarig trampelnder abgehalfterter Heavy Metal-Freak über mir.

Die Wohnungssuche gestaltet sich schon seit Jahren sehr sehr schwierig. Sätze wie : Leute, die Leistungen vom Amt beziehen sind nicht erwünscht, wir haben schon schlechte Erfahrungen mit Hartz IV gemacht oder man wolle meine Wohnung besichtigen, denn Frührentner haben ja angeblich verdreckte Wohnungen.

Ich bin im Umkreis von 25km bei allen Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften gemeldet. Natürlich haben die jeweiligen Städte ihre eigenen "Sozialfälle" die halt erstmal zuerst dran kommen. Zwei Wohnungen waren bisher von Wohngenossenschaften dabei, leider für das Amt zu teuer.

Der Mieter über mir trampelt und trampelt und stampft, dass Bass von oben dröhnt durch mein Wohnzimmer und Schlafzimmer. Ich kann meine Wohnung kaum noch nutzen. Ich schlafe schon lange auf dem Küchenboden oder im Badezimmer. Mietminderung kann ich nicht machen, denn ích habe keine Zeugen. Ich habe schon oben geklingelt und gesagt er möge doch seine Musik leiser machen - die Antwort: er ist das nicht, das wäre jemand anders. Ich solle aufpassen, wen ich hier beschuldige.

Desweiteren läuft seit 3 Jahren ein technisches Gerät direkt über meinem Bett im Schlafzimmer, welches tieffrequenten Bass abgibt. Fast 24 Std, rund um die Uhr. Hin und wieder ist mal für 30 Minuten Pause. Ich vermute es ist Bass. Es ist ein permanentes Brummen/Surren, die Fensterscheiben sind kurz vorm Vibrieren, ähnlich als wenn ein LKW vorbeifährt. Dieses Brummen geht durch meine Wohnung durch bis runter in den Kellereingang. Auf dem Dachboden ist nichts zu hören. Somit geht dieses Brummen auch durch die Wohnung des russischen Rentner unter mir. Dieser nutzt seine Wohnung nur noch alle 4-6 Wochen für 2-3 Tage und verschwindet dann wieder, und daß schon länger als 1 ½ Jahre. Meine Betreuerin hört dieses Geräusch auch.

Ich habe auch schon die Polizei gerufen, die hörte den Musiklärm auch. Sie klingelte oben bei ihm, danach war die Musik aus. Er hatte geöffnet die Beamten rein gelassen. Nach ein paar Minuten waren sie wieder bei mir, und sagten mir, daß er sagt, er wäre das nicht. Er würde auch den Musiklärm hören. Die Beamten schlugen mir vor, eine Anzeige zu machen. Allerdings müsste ich früher oder später Zeugen haben. Die Beamten selbst stehen als Zeugen nicht zur Verfügung, denn sie wollten sich nicht festlegen, daß der Lärm exakt aus der Wohnung über mir kam. Es wäre schließlich ein Haus Baujahr 1952, der Lärm kann von überall herkommen. Mietminderung kann ich nicht machen, denn ích habe keine Zeugen. Ich wohne allein. Auch meine Betreuerin steht nachts nicht zur Verfügung.

So, mir ist der Kragen irgendwann geplatzt und da habe ich dem Mieter über mir dass Kellerschloß zugeklebt.
Danach gab es ein Rundschreiben von der Hausverwaltung, wenn dies nochmal passiert, egal welches Schloss, gibts Anzeige, polizeiliche Ermittlungen und fristlose Kündigung.
Danach habe ich einen Selbstmordversuch unternommen mit Seroquel (Quetiapin) 5 x a 300mg und Atosil (Promethazin) 500 Tropfen. Weitere Tabletten und Tropfen wollte ich an einem anderen Ort einnehmen. Leider bin ich unterwegs zusammengebrochen. Mir wurde eiskalt, ich habe erhebliche Kreislaufprobleme bekommen, mir wurde fast schwarz vor Augen und auch Herzrhythmusstörungen. Ich habe "Muffensausen" bekommen weil ich mutterseelenallein gestorben wäre und da kam grad ein Taxi um die Ecke..
Ich wurde eingeliefert in die Psychiatrie.
Dort wurde mir eine Betreuerin empfohlen und daß ich sofort aus dieser Wohnung raus müsste, auch wenn ich ins Obdachlosenheim käme. Ich habe dies abgelehnt.
Das Obdachlosenheim ist noch schlimmer - noch mehr Belästigungen.
Ich wurde nach ein paar Wochen entlassen und habe mir dann ca. 4 Monate später doch eine Betreuerin beantragt.

Diese versuchte die Probleme im Mietshaus zu lösen. Sie hatte die Mietpartei (Heavy Metal-Freak) über mir und der russische Rentner unter mir angeschrieben wegen Lärm, aber nicht der Musiklärm, sondern dieses tieffrequente Brummen/Surren. Sie wollte auch die übrigen Hausbewohner anschreiben, aber dies wollte ich nicht. Ich wollte nicht unnötige Mietparteien anschreiben lassen, die das Brummen nicht hören können, da nur auf meine Haushälfte. Der Rentner hatte bei mir daraufhin geklingelt. Als ich die Tür öffnete, drückte er die Tür weiter auf, stellte ein Fuß in meinen Hauseingang, hielt das Schreiben meiner Betreuerin direkt vor mein Gesicht mit den Worten, was dieser "sch...dreck" solle. Er höre nichts, und alle anderen Hausbewohner hören auch nichts.
Nur ich würde etwas hören.

Ist dies Hausfriedensbruch? Kann ich deswegen fristlos kündigen? Ich habe keine Zeugen für diesen Vorfall. Meine Betreuerin habe ich sofort angerufen, sie ist noch am selben Tag vorbeikommen und hat mit den Hausbewohnern gesprochen. Sie wollte/konnte mir auch nicht weiterhelfen, ob ich der Hausverwaltung dies melden könnte.

Ihr wurde von den Hausbewohnern gesagt, daß sie mit mir
a) keine Hausgemeinschaft wollen und noch nie wollten
b) weil nicht arbeiten gehe
c) weil ich nicht das Treppenhaus putze, und wenn dann nicht richtig
d) eine leicht bekleidete Frau wäre
e) ich nur "sch...dreck" kaufen würde, alles falsch machen würde
f) ich zu blöd und dumm wäre, wüsste nicht wann ich mit Putzen dran wäre
f) der "Heavy Metal"-Freak keine Musik höre
f) die laute Musik vom Alkoholiker wäre, weil der nicht putzt
g) sie kein Brummen hören (auch nicht der Rentner unter mit, denn der ist ja kaum
noch da)

Ich habe seit knapp einem Jahr Tinnitus aurium. Oropax helfen bei diesem Lärm nur eingeschränkt. Bei diesen Vibrationen/Brummen/Surren leidet auch mein Körper - er wird durchvibriert.

Ich hatte mal ein Paket vom Versandhaus, welches eine Nachbarin mal entgegennahm. Die Banderole fehlte und das Paket war offen. Ich schätze sie haben das Paket geöffnet und geschaut was ich bestellt hatte.

Der Alkoholiker hat wie ich ebenfalls keine Zeugen, denn er hat auch keine Besuche/Zeugen. Sie können ihm auch alles anhängen.

Arbeiten im Behindertenwerk:
Ich war dort für 5 Wochen, 38,5 Std Woche, Lohn netto
lt. Bescheid Rentenversicherung monatlich: 101,11 EUR.
Ich müsste trotzdem weiterhin Grundsicherung beantragen.
Und somit würde ich weiterhin für Vermieter uninteressant bleiben, da ich ja auf das Grundsicherungsamt weiterhin angewiesen wäre, obwohl ich Vollzeit-Arbeit hätte.
Für eine 38,5 STd Woche = 101,11 EUR.
101,11 EUR das Leben lang bis zur Altersrente. Ich müsste mein Leben lang für einen Hungerlohn arbeiten gehen, weil es für Behinderte wie mich sie in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr auf dem 1. Arbeitsmarkt gibt.

Ich bin berentet wegen Persönlichkeitsstörung, Psychose und auch wegen körperlicher Erkrankung (Endometriose HWS Kyphose). Wegen Endometriose kann ich keine Kinder bekommen. Ich bin eine dieser viel verachteten infantilen Erwachsenen, oder auch Kinder genannt, kann nicht mehr an mir arbeiten. Ich habe schwere Schuld, da ich eine versuchte Vergewaltigung in meine Jugend nicht gemeldet hatte, mit niemandem darüber gesprochen habe, alles hinuntergeschluckt habe. Es gab auch keine Zeugen. Ich habe viel Unrecht ertragen müssen in meinem Leben und ich hatte das "große Glück" das nie Zeugen dabei waren.

Erst nach ca. 16 Jahren hatte ich mich einer Psychologin anvertraut. Meine Eltern sagen, ich solle sehen wie ich zurechtkomme und meine Geschwister sind der Meinung, daß ich mein Leben selbst versaut habe. Ich hätte den "Arsch" laufen lassen. Sie haben nur Verachtung für mich, wie alle anderen Menschen auch, ganz besonders Frauen. Ich brauch niemanden erzählen, warum ich so geworden bin. Sie strafen mich mit Verachtung und Herabwürdigung, denn sie sehen wo die Ursache herkommt. Diese Erfahrung habe ich schon oft gemacht.
Wenn Familienfeiern anstanden und ich keine kluge, intelligente, intellektuelle Antwort oder Fachbeitrag beisteuern konnte wurde ich vorgeführt als Paradebeispiel, was aus einem Menschen werden kann, wenn man eine versuchte Vergewaltigung nicht meldet.
An Familienfeiern nehme ich schon lange nicht mehr Teil, der Kontakt zu Eltern und Geschwister ist von meiner Seite abgebrochen.
Mir wurde sooft gesagt, daß ich selber Schuld bin. Und schwere Schuld läßt einen Menschen nicht mehr wachsen, man bleibt ein Kind - ein infantiler Erwachsener.
Ich haben große Angststörungen, Angst jemand könnte merken, warum ich schwere Schuld habe, und mich verachten und fertig machen, Angst wieder eine Situation zu erleben, wo ich belästigt werde und niemand sagt als Zeuge für mich aus.
Leider erlebe ich diese Situationen immer wieder.
Und so habe ich mich aus der Gesellschaft zurückgezogen:
Ich lebe seit 10 Jahren sozial isoliert - freiwillig - ohne Freunde und Bekannte (mit ausgenommen meine Betreuerin) und will auch keine mehr. Aufgrund der medikamentösen Behandlung meiner Erkrankung ist man nicht nur im Arbeiten (beruflich gesehen) sehr langsam, auch im Reden, Denken, Handeln und Laufen. Und langsames Arbeiten ist auf dem 1. Arbeitsmarkt nicht erwünscht, auch nicht bei einem Minijob.

Ich werde nur noch verachtet, vertrieben und gehetzt. Wenn ein Pädophiler vom Gefängnis in ein Mietshaus zieht und dort bekannt wird warum er straffällig geworden ist, kann er sich auch eine neue Wohnung suchen - er wird auch überall gehetzt und findet womöglich nur im "freiwilligen" Tod die Erlösung.

"Suchet den Herrn, solange er noch zu finden ist!"

Wo ist der Herr? Ich sehe ihn nicht mehr.












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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1463x hilfreich)

quote:
Nachdem bekannt wurde daß ich Hartz IV Empfängerin war (seit 5 Jahren nun EU-Rentnerin), wurde mir gesagt, daß man Arbeitslose im Haus nicht haben möchte.
Aus gesundheitlichen Gründen kann ich nicht mehr arbeiten.
Ich habe verschiedene Versuche in Behindertenwerkstätten hinter mir.


Das kommt mir doch grad sehr vertraut vor. Kann es sein, dass du schon mal mit deinem Problem hier warst?

quote:
Der Mieter über mir trampelt und trampelt und stampft, dass Bass von oben dröhnt durch mein Wohnzimmer und Schlafzimmer. Ich kann meine Wohnung kaum noch nutzen. Ich schlafe schon lange auf dem Küchenboden oder im Badezimmer. Mietminderung kann ich nicht machen, denn ích habe keine Zeugen.


Das Zauberwort heißt Lärmprotokoll. Das führt man und schreibt detailliert auf, an welchem Tag von welcher bis zu welcher Uhrzeit welche Art Lärm ist. Und dieses Protokoll läßt man regelmäßig der Hausverwaltung zukommen, mit der Aufforderung, die Belästigung abzustellen, z.B. in dem der Störer abgemahnt wird.

quote:
Meine Betreuerin hört dieses Geräusch auch.


Es gibt also doch jemanden, den man als Zeugen benennen kann. Betreuerin soll den Lärm mit Unterschrift bestätigen.

quote:
So, mir ist der Kragen irgendwann geplatzt und da habe ich dem Mieter über mir dass Kellerschloß zugeklebt.


Das war selten dämlich.

quote:
Ich wollte nicht unnötige Mietparteien anschreiben lassen,


Nö, dafür klebst du lieber jemanden, bei dem du nicht mal sicher sein kannst, dass er der Lärmer ist (und sich noch nicht mal die Polizei festlegen will), das Türschloß zu. Gehts noch?

quote:
Ist dies Hausfriedensbruch? Kann ich deswegen fristlos kündigen?


Zum einen war er ja nicht in der Wohnung. Zum anderen verstehe ich die Frage jetzt nicht. Was nutzt dir denn eine fristlose Kündigung, wenn du keine neue Wohnung findest? Darum gehts doch in deiner Riesenabhandlung, oder?

Sorry, aber den Rest hab ich nur überflogen. Deine Lebensgeschichte hat nichts mit Mietrecht zu tun und hat hier auch nichts verloren. Mir ist jedenfalls nicht klar, denn das hast du uns leider vorenthalten, was du jetzt von uns möchtest, außer jemandem deine Lebensgeschichte zu erzählen. WAS GENAU möchtest du von uns?

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#2
 Von 
Mietrechthilfe
Status:
Schüler
(164 Beiträge, 45x hilfreich)

quote:
"Suchet den Herrn, solange er noch zu finden ist!"

Ich suche keine Frage die nicht zu finden ist.

quote:
Wo ist der Herr? Ich sehe ihn nicht mehr.

Wo ist die Frage? Ich habe sie noch gar nicht gesehen.

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