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Heizkostensteigerung um 240% nach Flächenverteilung

 Von 
Muecke0815
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)
Heizkostensteigerung um 240% nach Flächenverteilung

Hallo,
wir haben soeben die Nebenkostenabrechnung für unser Büro erhalten. Unter dem Punkt Heizkosten ist uns eine Steigerung von 240% (von ca. 190 Euro auf ca. 640 Euro) zum Vorjahr aufgefallen. Auf Anfrage an das Immobilienmanagement schrieb dieser:

Zitat:
Leider war uns eine Abrechnung der Heizkosten für das Jahr 2016 über die Firma XYZ nicht möglich. Wir hatten in 2016 umfangreiche Umbaumaßnahmen vorgenommen, verbunden mit einer Änderung der Heizungsversorgung. Wir haben leider nach den umfangreichen Maßnahmen, die sich über das ganze Jahr 2016 hindurch zogen, keine Aufstellung der Firma XYZ über die Änderungen erhalten und auch von Seiten der Bauleitung keine Informationen, wann genau, welche Zähler, mit welchen Messständen gesetzt wurden. Wenn keine verwertbaren eindeutigen Meßergebnisse vorliegen, gibt es leider keine andere, bzw. gerechtere Möglichkeit, als nach Flächenanteilen die Heizkosten umzulegen

Da sich nichts in dem Nutzungs-Verhalten zu den Vorjahren in unserem Büro verändert hat gehe ich nicht von einer erhöhten Nutzung der Heizung aus. Im Gegenzug dazu, gab es eben aufgrund dieser Umbaumaßnahmen einiges an Störungen (Heizung konnte nicht genutzt werden und war abgeschaltet, im Büro gab es Außen-/Innen-Wandarbeiten über mehrere Wochen, tagelanger Baulärm etc.)

Nun meine Frage. Ist es rechtens für 2016 diese Flächenberechnung - für die wir übrigens keinerlei Berechnungsgrundlagen haben - rückwirkend einzuführen und eine so große Steigerung hinzunehmen? Was Können/müssen wir tun, um hier Aufklärung und eine gerechtere Abrechnung zu erhalten?

Gruß
Mücke

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Heizkosten Abrechnung erhalten rückwirkend


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(32351 Beiträge, 11471x hilfreich)

Kannst Du die beiden Heizkostenabrechnungen anonymisieren und dann hier einstellen?

Anhand der Darstellung ist es schwer zu beurteilen, ob das so in Ordnung ist. Jedoch erscheinen mir die Kosten in Höhe von 190€ für das Vorjahr extrem niedrig.

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#2
 Von 
Muecke0815
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

2015

2016

-- Editiert von Muecke0815 am 04.01.2018 19:59

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#3
 Von 
guest-12309.11.2018 09:43:45
Status:
Lehrling
(1619 Beiträge, 538x hilfreich)

Bevor einer auf die Idee kommt, die Abrechnung könnte verfristet sein und dass es unzulässige Positionen gibt: es handelt sich hier offenbar um einen gewerblichen Mieter.

Zitat (von Muecke0815):
für unser Büro

Unabhängig von der Art der Nutzung sollte aber die Heizkostenverordnung gelten. Da gibt es ein Kürzungsrecht von 15%.

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(32351 Beiträge, 11471x hilfreich)

Das ist alles, was Du als Info zu den Heizkosten bekommen hast? Dann sind beide Abrechnungen formell fehlerhaft.

Die Abrechnung über die Heizkosten ist Bestandteil der Nebenkostenabrechnung und daher muss sie beigefügt sein.

Aber ganz ehrlich:
Für eine Fläche von 102,5m² sind Heizkosten in Höhe von 639,38€ eher niedrig. Heizkosten in Höhe von nur 187,64€ sind so niedrig, dass ich eher dort den Fehler vermuten würde. Das sieht so aus, als hättest Du in 2015 einen Verbrauchswert von 0 gehabt und nur die 30% Grundkosten sind angefallen. Kann das sein? Wird die Heizung im Büro nie angestellt? Ohne Einblick in die eigentliche Heizkostenabrechnung ist das aber nur schwer zu beurteilen.

Zitat:
Unabhängig von der Art der Nutzung sollte aber die Heizkostenverordnung gelten. Da gibt es ein Kürzungsrecht von 15%
.

Das greift aber wahrscheinlich nicht. Nach den Ausführungen des Vermieters dürfte eher ein Fall des § 9a Abs. 2 HeizkostenV vorliegen und dann wäre die Abrechnung nach Fläche zulässig.

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#5
 Von 
Muecke0815
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 1x hilfreich)

Heute gab es Neuigkeiten:

Zitat:
Anbei die Abrechnungen für die Heizungsversorgung in dem Objekt Musterstraße 19 -21. Wie bereits erläutert haben wir aufgrund der Baumaßnahmen und fehlender Dokumentation der Veränderungen keine verbrauchsbezogene Abrechnung durchführen können. Wir haben den Gesamtbetrag der uns entstanden Kosten für die Heizungsversorgung auf die Mieter nach ihrem Flächenanteil umgelegt. Wir haben drei Abrechnungen, wobei ich zurzeit noch nicht genau sagen kann, wer über welchen Anschluß versorgt wird. Dies werden wir in der übernächsten Woche prüfen und eine neue Bestandsaufnahme durchführen. Wir haben dieSumme dieser Rechnungen auf die Gesamtfläche gerechnet und nach Größe der Einheiten verteilt.
Ein Abgleich mit den Abrechnungen des Vorjahres – soweit die Flächen gleichgeblieben sind - hat ergeben, dass wir damit auch in etwa richtig liegen. Natürlich hat es hier auch einige etwas größere Abweichungen gegeben. Ein Vergleich der Gesamtkosten mit dem Vorjahr ist schlecht möglich, da Teile der Liegenschaft vorher nicht über die zentrale Heizungsanlage versorgt wurden.

Für uns bleibt es undurchsichtig. Wir haben nun Abrechnungen von drei Häusern 19, 19A und 21. Das Büro ist in Nr 20. Nun haben Sie also alles zusammengerechnet und auf alle Bewohner flächenmäßig umgerechnet. Die Berechnung selbst fehlt aber.
Jetzt bin ich verwirrter als vorher...

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#6
 Von 
AltesHaus
Status:
Schlichter
(7779 Beiträge, 2418x hilfreich)

Der Eigentümer hat offensichtlich alle Einheiten an die Zentralheizung angeschlossen und die Häuser zu einer Wirtschaftseinheit verbunden, das ist legitim. Heizkosten von 190 € für 100 qm sind eher unwahrscheinlich, 650 € sind eher realistisch

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur, wie ich die Dinge handhaben würde.
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#7
 Von 
Anitari
Status:
Student
(2449 Beiträge, 1261x hilfreich)

Zitat (von Muecke0815):
2015

2016

-- Editiert von Muecke0815 am 04.01.2018 19:59

Das sind die Gesamtabrechnungen der BK. Gibt es keine Einzelabrechnung für die Heizkosten?

Signatur: „Sie hören von meinem Anwalt" ist die erwachsene Version von „Das sage ich meiner Mama"
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