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Heizung modernisieren, Kosten auf Mieter umwälzen?

14. Februar 2014 Thema abonnieren
 Von 
Jalainchen
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 14x hilfreich)
Heizung modernisieren, Kosten auf Mieter umwälzen?

Hallo,

folgender Fiktiver Fall:

A=Hausbesitzer/Vermieter
B=Mieterin

A ist seit geraumer Zeit Hausbesitzer und will/muss jetzt die Heizungsanlage modernisieren. Kostenpunkt sind summasummarum 20.000.

A hat B aber als Mieterin mitgeerbt, B hat ein lebenslanges Wohnrecht und die Miete wurde ebenfalls testamentarisch festgelegt.

Meine Frage ist nun:

Muss A die Kosten für die Heizungsmodernisierung komplett selbst tragen oder darf er die Kosten anteilsmäßig (zur Hälfte? Viertel?) auf B umlegen?

Danke für eure Hilfe.

J.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Muss A die Kosten für die Heizungsmodernisierung komplett selbst tragen oder darf er die Kosten anteilsmäßig (zur Hälfte? Viertel?) auf B umlegen? <hr size=1 noshade>



Dafür gibt es erst mal ein KfW-Programm, verbilligtes Geld zu 1%:

KfW Förderung

Dazu kann und sollte man sich hier beraten lassen:

http://www.energie-effizienz-experten.de/expertensuche/

Das ist keine "Reklame", das ist das offizielle Förderprogramm der Bundesregierung.

"Echte" Modernisierungskosten darf man mit 11%/Jahr auf den Mieter umlegen, so daß sich die Maßnahme im Idealfall nach 9 Jahren amortisiert hat. Von den Modernisierungskosten muss aber der Erhaltungs-/Reparaturaufwand vorher abgezogen werden

Der Gesetzgeber brüstet sich zwar damit, das sei alles ganz einfach, wenn man sich aber die §§en 555a ff., 559 ff. BGB durchliest, ist das eine hochkomplexe Angelegenheit mit etlichen Fußangeln und Fallstricken.

Ich hätte ehrlich gesagt keine Lust, mir das selber anzutun. Ich würde mir im Zuge der o.g. Beratung einen kompetenten Profi empfehlen lassen, der mir die ganzen mietrechtlichen Pflichten unterschriftsreif vorbereitet.

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-- Editiert asap am 14.02.2014 17:06

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#2
 Von 
Jalainchen
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 14x hilfreich)

Wie sieht es dann aber aus mit der Mieterin? Die wurde Mitgeerbt und die Miete stand in der jetzigen Höhe im Testament drin. Gilt dann auch die 11% Regelung?

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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:
Die wurde Mitgeerbt und die Miete stand in der jetzigen Höhe im Testament drin.



Da müsste man wissen, wie das Wohnrecht und die Miete genau formuliert ist.

Ist das im Grundbuch eingetragen, ein dingliches Wohnrecht? Dann wäre das Mietrecht auch nicht analog anwendbar.

Da es ein entgeltliches Wohnrecht ist, könnte man dann nur an eine Erhöhung nach dem Verbraucherpreisindex denken.

Ist es ein bloß schuldrechtliches Wohnrecht, nicht eingetragen, dann könnte man u.U. die mietrechtlichen Bestimmungen analog anwenden, also auch das mit den 11% Umlage.

Kommt also darauf an, was genau testamentarisch verfügt ist?

Das ist aber ein eher theoretisches Problem. Die Nebenkosten, also auch Heizung/Warmwasser trägt ja in jedem Fall der "Mieter".

Er profitiert von einer Energiesparmaßnahme nachhaltig, für den "Vermieter" macht das wirtschaftlich nur Sinn, wenn der "Mieter" sich beteiligt.

Es ist ja ein offenes Geheimnis, daß die Kosten für die Energiesparmassnahmen etwa doppelt so hoch sind, wie die Energieeinsparung in EUR.

Wenn man also mit dem "Mieter" vernünftig reden kann, sollte es kein Problem sein da eine einvernehmliche Lösung zu finden. Nur ihm kommen die sinkenden NK zugute. Wenn man reden kann, leider ist das manchmal nicht möglich.

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Jalainchen
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 14x hilfreich)

Laut dem Vermieter steht im Grundbuch nichts darüber. Es steht halt nur im Testament, dass B "Summe X" monatlich zahlen muss und solange im Haus wohnen bleiben darf, wie sie möchte. Ich schlage dem Vermieter aber mal vor, mit B zu reden.

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