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Heizungswärme fördert Schimmelbildung?

22. Januar 2022 Thema abonnieren
 Von 
Max Musterm.
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Heizungswärme fördert Schimmelbildung?

Hallo, wir hatten beim Umzug vor gut zwei Jahren, in der Diele der neuen Wohnung
keine Heizung. Der VM sagte uns den zeitnahen Einbau eines Heizkörpers zu, was bis
heute Theorie blieb.
Haben immer wieder nachgefragt, und ihn postalisch kontaktiert. Die Antworten waren
immer die gleichen! "Ich kümmer mich drum" oder " Jetzt, in den kalten Monaten ist kein Klempner
zu bekommen" usw.
Im Februar 2021 kam noch leichter Schimmelbefall unter dem Fenster.
Hatten ihn vor 2 Wochen nochmal angeschrieben, das wir jetzt einen Rechtsbeistand mit in das Boot holen, da
wir es auch seid Einzug schriftlich haben, das er sie noch einbaut.
Am Mittwoch stand der Verwalter nebst Klempner bei uns.
Zuerst meinte der klempner, das er durch die Wand müsse, und an der Badheizung die neuen Rohre für die
Dielenheizung anbringen müsste. Habe nicht viel Ahnung davon, also soweit so gut. Dann meinte er, das er
ein ca. 40 x 40 cm grosses Loch in die Mauer machen muß, was ich nicht nachvollziehen kann. Dann meinte
er, das besser die Heizung lassen, denn Wärme würde die Schimmelbildung fördern, und die Heizung immer laufen müsste,
und ich dochmal die Gaskosten überlegen sollte.
Habe ihm gesagt, das ich diese Kosten gern übernehme.
Es kam mir so vor, als hätte der VM den Klempner instruiert, uns diese Heizung auszureden.
Kann Heizungswärme wirklich zu Schimmelbildung führen??

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15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104239 Beiträge, 37615x hilfreich)

Zitat (von Max Musterm.):
Kann Heizungswärme wirklich zu Schimmelbildung führen??

Klar.
Genau wie lüften, Sonnenschein, Mieter, Haustiere, ...



Zitat (von Max Musterm.):
Es kam mir so vor, als hätte der VM den Klempner instruiert, uns diese Heizung auszureden.

Höchstvermutlich ja.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
de Bakel
Status:
Lehrling
(1159 Beiträge, 228x hilfreich)

Zitat (von Max Musterm.):
Kann Heizungswärme wirklich zu Schimmelbildung führen??

Ja, wenn sie fehlt.

Signatur:

Ich danke allen, denen wir helfen konnten und die uns nicht mit unsinnigen Rückmeldungen belästigen

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Solan196
Status:
Bachelor
(3248 Beiträge, 357x hilfreich)

Zitat (von Max Musterm.):
Hallo, wir hatten beim Umzug vor gut zwei Jahren, in der Diele der neuen Wohnung
keine Heizung


In keiner meiner Wohnung in den letzten Jahrzehnten hatte die Diele eine Heizung. Warum in aller Welt sollte da eine Heizung reingezimmert werden?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
de Bakel
Status:
Lehrling
(1159 Beiträge, 228x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
In keiner meiner Wohnung in den letzten Jahrzehnten hatte die Diele eine Heizung.

Ist doch vollkommen irrelevant, weil die Frage war:
Zitat (von Max Musterm.):
Kann Heizungswärme wirklich zu Schimmelbildung führen??


P.S.: Auch in eine Diele gehört eine "Grundbeheizung".
Anderes mag der Vermieter gern über eine Heizlastberechnung nachweisen ;)

Signatur:

Ich danke allen, denen wir helfen konnten und die uns nicht mit unsinnigen Rückmeldungen belästigen

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104239 Beiträge, 37615x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Warum in aller Welt sollte da eine Heizung reingezimmert werden?

Ganz einfach: weil der Vermieter dazu verpflichtet ist.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Leo4
Status:
Lehrling
(1558 Beiträge, 267x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
In keiner meiner Wohnung in den letzten Jahrzehnten hatte die Diele eine Heizung. Warum in aller Welt sollte da eine Heizung reingezimmert werden?


So auch in meinen Wohnungen. In der Diele hält man sich i.d.R. nicht auf, es ist Durchlauf. Schon aus diesem Grund kein Heizkörper.
Heizungswärme fördert Schimmelbildung, wenn nicht entsprechend auch gelüftet wird.
Schimmel braucht u.a.Nährstoffe und Feuchtigkeit. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 bis 85% wachsen diese Pilze sehr gerne. Also, diese Bedingungen unterbinden.
Auf Deutsch: die Wohnung braucht einen bestimmten Mief um Schimmel zu erzeugen.

Signatur:

Meine persönliche Meinung.

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#7
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8793 Beiträge, 4172x hilfreich)

Nur zur Sicherheit: Wenn der Vermieter die Installation eines Heizkörpers in der Diele zugesagt hat, dann muss er sie vornehmen. Es ist dem Mieter selber überlassen, ob und wie er dann den neuen Heizkörper nutzt. Im übrigen muss die Wohnung nach der Installation vom Vermieter wieder in aller Regel wieder in den Zustand von vor der Installation versetzt werden. Wenn da also ein großes Loch entsteht, muss der Vermieter dies zeitnah wieder schließen, wenn nötig tapezieren und streichen. Wenn in der Wohnung bisher die Rohre unter Putz sind, dann müssen sie es auch nach der Installation sein.

Kurzum: Sollte der Handwerker da ein Schreckens-Szenario aufgebaut haben, dann eher für den Vermieter. Das mag der Vermieter zwar anders sehen, aber wenn nichts anderes vereinbart wurde oder wird, ist der Vermieter halt für die Beseitigung aller Schäden durch die Handwerkerarbeiten verantwortlich.

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#8
 Von 
Solan196
Status:
Bachelor
(3248 Beiträge, 357x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ganz einfach: weil der Vermieter dazu verpflichtet ist.


Ich steh auf der Leitung, warum ist er verpflichtet?

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#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43637 Beiträge, 15550x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Ich steh auf der Leitung, warum ist er verpflichtet?


Weil er sich selbst dazu verpflichtet hat.

Eine gesetzliche Verpflichtung gibt es jedoch nicht.

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#10
 Von 
de Bakel
Status:
Lehrling
(1159 Beiträge, 228x hilfreich)

Zitat (von hh):
Eine gesetzliche Verpflichtung gibt es jedoch nicht.

Naja, die Landesbauordnungen sind dazu zwar recht allgemein gehalten, sagen aber schon was.

"Bauliche Anlagen müssen so angeordnet, beschaffen und gebrauchstauglich sein, dass durch Wasser, Feuchtigkeit, pflanzliche und tierische Schädlinge sowie andere chemische, physikalische oder biologische Einflüsse Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen." § 13 Satz 1 MBO

Signatur:

Ich danke allen, denen wir helfen konnten und die uns nicht mit unsinnigen Rückmeldungen belästigen

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#11
 Von 
frannzwick
Status:
Beginner
(139 Beiträge, 26x hilfreich)

Nur dass sich der Mieter nicht auf die Landesbauordnung berufen kann.

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#12
 Von 
Max Musterm.
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,vielen Dank für das große Interesse, und die wirklich hilfreichen Antworten.

Möchte eben den neusten Stand in dieser Angelegenheit berichten.

Heute gegen Abend war der Herr vom Sanitär mit einem Meßgerät für Feuchtigkeit hier. War so ein
digitales Ding, mit einer Art Kugel am Ende, was er auf die Wände hielt.

Im Vorfeld möchte ich erwähnen, das wir in einer Souterrainwohnung leben.
Er hat die Wand gemessen, wo auf der anderen Wandseite der Heizungskeller ist, und das Teil zeigte 52 an. Auf dieser Wand ist ebenfalls ein kleiner Schimmelbefall.
Die Gegenüberliegende Seite, wo sich im Rücken unser Bad befindet zeigte 26 an, und die Wand ist schimmelfrei.
Die Aussenwand, wo sich auch das Fenster befindet zeigte 62 an, und dort ist ein größerer Schimmelbefall.

Nach der Messung sagte er uns, das erst eine Feuchtigkeitanzeige ab 90 problematisch wäre.
Unser Lüftungsverhalten wäre gut, laut seiner Aussage, allerdings kam keine plausible Antwort wo die Schimmelflecken
denn dann herkommen würden.
Eine Heizung würde aber keine Abhilfe bringen, und es könnte sich dadurch sogar noch verschlimmern.
Er meinte, das die Wand mit Feinputz und dann mit Aussenfarbe zu behandeln die Lösung wäre, und der Schimmel nicht mehr
durchkommen würde.
Ich habe wirklich zu wenig Ahnung um ihm absolute Paroli zu bieten, aber irgendwie kann ich mich mit seinen Aussagen nicht so wirklich anfreunden.
Wenn ich es zusammenfasse, dann sind laut dem Gerät die Wande mit top Werten.
Warum die Schimmelflecken da sind, wenn unser Lüftungsverhalten gut ist, weiß er nicht.
Heizung ist laut ihm eine sch..ss Idee.
Feinputz ist laut ihm das Wunderheilmittel.
Wir haben in dem Raum zwei Luftentfeuchter mit jeweils 400 Gramm Granulat stehen, welches ich alle 3-4 Wochen wechseln muß, das dieses Granulat nach dieser Zeit ein harter Steinklumpen ist, welcher keinen Tropfen mehr aufnehmen könnte.


Irgendwie bin ich leicht überfordert mit dem, was der Herr wir zu erzählen versucht.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Max Musterm.
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, ich habe bei dem Heizungsraum vergessen zu schreiben, das durch die Hanglage des Hauses in diesem Raum bei grösseren Regenmengen immer wieder mal Probleme mit einem bis zu 2 cm hohem Wasserstand sind, da sich dort kein Abfluß befindet.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Leo4
Status:
Lehrling
(1558 Beiträge, 267x hilfreich)

Zitat (von Max Musterm.):
Hallo, ich habe bei dem Heizungsraum vergessen zu schreiben, das durch die Hanglage des Hauses in diesem Raum bei grösseren Regenmengen immer wieder mal Probleme mit einem bis zu 2 cm hohem Wasserstand sind, da sich dort kein Abfluß befindet.


Das Wichtigste schreibst Du so nebenbei. Bekanntlich zieht Wasser die Wände hoch, könnte durchaus der Grund Deiner Feuchtigkeit in der Wohnung sein.

Signatur:

Meine persönliche Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104239 Beiträge, 37615x hilfreich)

Zitat (von Max Musterm.):
das durch die Hanglage des Hauses in diesem Raum bei grösseren Regenmengen immer wieder mal Probleme mit einem bis zu 2 cm hohem Wasserstand sind, da sich dort kein Abfluß befindet.

Das dürfte dann wohl den Schimmel erklären, da hilft auch keine Heizung ...


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