Hotelappartements im Mietshaus

18. Dezember 2012 Thema abonnieren
 Von 
Hildegard P.
Status:
Schüler
(216 Beiträge, 35x hilfreich)
Hotelappartements im Mietshaus

Hallo an alle,

das Haus, in dem wir wohnen,wurde verkauft. Der neue Besitzer hat ein Hotel nebenan und vermietet auch Wohnungen im Haus tageweise als Hotelappartements (es sind bis jetzt zwei oder drei, nach dem Auszug/Umzug der alten Mieter. Auch machen wir uns Gerdanken, dass alle mögliche Nebenkosten auf uns Mieter umgelegt werden können.

Können wir uns irgendwie schützen? Wer kann dazu Infos geben, wie sich die Mieter in so eine Situation verhalten sollen?

Gruß

H.

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"Hildegard"

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13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Calia
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 4x hilfreich)

Vermutlich in Berlin?

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#2
 Von 
mariameme
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 2x hilfreich)

Ist doch schnuppe wo, deutsches Recht gilt überall gleich ^^.

Wie werden denn die Nebenkosten abgerechnet? Sprich, wie ist der verteilerschlüssel? gibt es schon eine beispielhafte abrechnung und was ist im mietvertrag festgehalten?

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#3
 Von 
Liane46
Status:
Student
(2979 Beiträge, 1380x hilfreich)

Hier hat eine Vorerfassung und Trennung der gewerblichen Betriebskosten zu erfolgen:

http://www.mietrechtslexikon.de/intro1.php?key=167

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#4
 Von 
RMHV
Status:
Lehrling
(1204 Beiträge, 475x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Hier hat eine Vorerfassung und Trennung der gewerblichen Betriebskosten zu erfolgen:
http://www.mietrechtslexikon.de/intro1.php?key=167

von Liane46 am 19.12.2012 08:41 <hr size=1 noshade>


Hier soll es aber nicht um "gewerblichen Betriebskosten" gehen. Auch wenn die Vermietung steuerlich oder ordnungsrechtlich als Gewerbebetrieb anzusehen sein wird, handelt es sich immer noch um eine Nutzung als Wohnraum.

Im übrigen wird in dem verlinkten Artikel Bezug genommen auf Urteile, die zumindest seit einer BGH-Entschiedung aus 2006 (BGH, Urteil vom 8. März 2006 - VIII ZR 78/05 ) überholt sind.
Im Gegensatz zur angeblich einhelligen Meinung der Rechtsprechung lt. Mietrechtlexikon hat der BGH entschieden, dass die Vorabaufteilung nur dann erfolgen muss, wenn die gewerbliche Nutzung ansonsten "zu einer ins Gewicht fallenden Mehrbelastung der Wohnraummieter führen" würde.
Es gibt beim hier in Rede stehenden Sachverhalt keinen Hinweis darauf, dass dies durch eine tageweise Vermietung von Wohnungen der Fall sein könnte.

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#5
 Von 
kathi2008
Status:
Bachelor
(3218 Beiträge, 1004x hilfreich)

Der Anteil des Restmülls könnte erheblich steigen. Hab es noch nie erlebt, dass es in einem Hotelzimmer Mülltrennung gibt.

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#6
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13831 Beiträge, 4377x hilfreich)

Hallo,

quote:
Der Anteil des Restmülls könnte erheblich steigen. Hab es noch nie erlebt, dass es in einem Hotelzimmer Mülltrennung gibt.
Und ich kenne es eher so, dass man in einem Hotelzimmer nicht kocht, ergo dürfte das Müllaufkommen sogar sinken (insbesondere der Grüne-Punkt-Müll).
Außerdem gibt es in Deutschland (vielleicht von einzelnen Gemeinden abgesehen) keine Mülltrennungspflicht. Also ist allein das auch keine Mehrbelastung, die Nichtmülltrennung könnte es auch bei einem normalen Mieter geben.
Und wenn es doch eine Mülltrennungspflicht geben sollte, dann gilt die natürlich auch für den Hotelier

Fazit: Das Argument Müll ist überhaupt nicht zielführend.

MfG Stefan

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#7
 Von 
kathi2008
Status:
Bachelor
(3218 Beiträge, 1004x hilfreich)

Natürlich gibt es eine Pflicht zur Mülltrennung. Und Müll fällt definitiv nicht nur beim Kochen an.

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#8
 Von 
Hildegard P.
Status:
Schüler
(216 Beiträge, 35x hilfreich)

Ja das Haus ist in Berlin.

"Wie werden denn die Nebenkosten abgerechnet? Sprich, wie ist der Verteilerschlüssel? gibt es schon eine beispielhafte Abrechnung und was ist im Mietvertrag festgehalten? "
Dazu soviel: Das Haus wurde erst letztes Jahr verkauft, mein Mietvertrag ist wesentlich älter.Ich habe eine Abrechnung für das letzte Jahr bekommen, aber das Haus wurde erst Ende des Jahres verkauft, also war da noch die alte Hausverwaltung und keine Vermietung an Touristen etc.

Gruß

H.

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"Hildegard"

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#9
 Von 
xxsirodxx
Status:
Student
(2281 Beiträge, 1340x hilfreich)

Da sollte doch erst einmal beim Wohnungsamt nachgefragt
werden, ob eine Mietwohnung überhaupt in ein Hotel
umgewandelt werden darf, was ich bezweifele.

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#10
 Von 
Hildegard P.
Status:
Schüler
(216 Beiträge, 35x hilfreich)

Es geht uns vor allem um die Heizkosten, die ja zu 50% auf die Mieter umgelegt werden (50% - Ablesegerät/Wohnung, 50% Umlage auf die Mieter), und, da bei Touristen alles schon im Preiserhalten ist, befürchten wir, dass sie sehr viel mehr verheizen, und wir mehr bezahlen müssen.

Gruß

H.

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"Hildegard"

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#11
 Von 
JollyJumper
Status:
Lehrling
(1164 Beiträge, 366x hilfreich)

quote:
...und, da bei Touristen alles schon im Preiserhalten ist, befürchten wir, dass sie sehr viel mehr verheizen, ...
Das ist aber ein Stigma, dass sich ohne Probleme auf jeden Harz IV-ler anwenden ließe, "der den ganzen Tag im schön warmen Wohnzimmer sitzt und QualitätsTV schaut oder mit seine Spielkosonle Ego-shooter ballert" . :schock:
An die zu vermieten ist aber auch zulässig!

Wenn ich als Tourist im Ausland unterwegs bin, gar in einer Metropole, dann meist im Hotel nur zum "kurz" schlafen!

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#12
 Von 
Liane46
Status:
Student
(2979 Beiträge, 1380x hilfreich)

quote:
die ja zu 50% auf die Mieter umgelegt werden (50% - Ablesegerät/Wohnung, 50% Umlage auf die Mieter)


Und das ist laut Heizkostenverordnung aus dem Jahre 2009 nicht mehr erlaubt, oder ist dies ein Niedrigenergiehaus?

Die Abrechnung müsste heute 30% nach Wohnfläche und 70% nach Verbrauch abgerechnet werden.

Und hier noch ein Denkanstoß zu den Betriebskosten. Wenn der Hotelbetrieb korrekt gemeldet ist, dürfte auch die Grundsteuer steigen. Darum sollte man darauf pochen, dass eine getrennte Abrechnung Gewerbe und Mietwohnungen erstellt wird.

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#13
 Von 
Hildegard P.
Status:
Schüler
(216 Beiträge, 35x hilfreich)

Vielen Dank für die Infos.

Viele Grüße

H.

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"Hildegard"

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