Hundehaltung - muss ich meinen Hund abschaffen?

16. Juni 2006 Thema abonnieren
 Von 
Pitchi
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 3x hilfreich)
Hundehaltung - muss ich meinen Hund abschaffen?

Hallo Zusammen!
Ich habe mal eine Frage zum strittigen Thema ob Hundehaltung in einer Mietwohnung erlaubt ist. Ich habe zwar einen Anwalt eingeschaltet, dieser scheint, obwohl er Fachanwalt für Mietrecht ist, ein wenig überfordert.
Wir sind vor 4 Jahren in einer Wohnung mit einem Irish Setter eingezogen. Obwohl Hundehaltung lt. Mietvertrag untersagt ist.
Eine mündliche Zusage haben wir aber bekommen. Wir mußten den Irish Setter vor 3 Wochen einschläfern lassen und haben uns letzte Woche einen Englisch Setter aus einer Tötungsstation besorgt. Es ist die gleiche Rasse, nur die Fellfärbung ist halt anders. Der jetzige ist sogar von der Grösse kleiner.Da der Vermieter Nebenkosten haben möchte, die höher sind als die vorgewiesenen Rechnungen, sind wir dagegen vor 4 Monaten vorgegangen. Nun bekamen wir eine Abmahnung mit Fristsetzung zur Abschaffung des Hundes. Mein Vermieter hat eine Anliegerwohnung direkt am Miethaus und besitzt selbst 2 Hunde. Wobei einer davon doppelt so groß ist wie unser. Jetzt habe ich schon in Foren gelesen, dass der Vermieter sowieso einen triftigen Grund haben muß, um Hundehaltung zu unterbieten (wie z.B. gefährliche Hunde, Allergie, Lärmbelästigung usw). Hier wurde mal dazu in einem Rechtsstreit argumentiert: Grundsätzlich entscheide zwar die Vermieterin über die Tierhaltung im Haus, in diesem Fall sei das Verbot jedoch rechtsmissbräuchlich und unzulässig, da kein schutzwürdiges Eigeninteresse vorliege. Alle Mietparteien hätten schriftlich ihr Einverständnis mit der Hundehaltung gegeben. Wir würden nur von allen Mietparteien keine schriftliches Einverständnis bekommen, da einer davon ein Familienmitglied des Vermieters ist.Kann ich dagegen vorgehen bzw. muß ich meinen Hund abschaffen? Zumahl er ja seine mündliche Zusage gegeben hatte und über 4 Jahre die Hundehaltung erlaubt hatte? Bzw. kann der Vermieter vorschreiben, nach dem Motto der gefällt mir jetzt mal der andere nicht?
Über eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar. Vielleicht auch ein Aktenzeichen, dass ich meinen Anwalt mal auf die Spünge helfen kann?

Fragen zur Miete?

Fragen zur Miete?

Ein erfahrener Anwalt im Mietrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Mietrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Pitchi
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 3x hilfreich)

kann mir niemand helfen?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
patricia c.
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

hallo Pitchi,

also das ganze ist so ne sache. mündliche absprachen gelten, wenn ihr vor gericht geht, nicht. das ist schon einmal fakt. obwohl ihr schon einmal einen hund hattet, musst du das neu deinem vermieter anzeigen, denn das ist wie bei einer WG mit untermietern. wenn ein wechsel erfolgt musst der auch angezeigt und vom vermieter bewilligt werden. sprich einfach noch einmal mit ihm und dann schaut mal was passiert. a´ber wenn du androhst deinen anwalt einzuschalten machen die VM meist einen rückzeiher, das ging mir auch so.
wenn du aber klagen möchtest, naja im mietvertrag ist vereinbart, dass keine tiere gehalten werden dürfen, wirst du damit nicht durchkommen, denn was im mietvertrag steht ist fakt und mündlich absprachen nichtig.
wenn dir dein vermieter der hundehaltung zustimmt, dann lass dir das schriftlich geben mit unterschrift und allem was dazu gehört.

aber warum macht dein vermieter jetzt soclhe umstände? habt ihr euch nicht an die absprachen gehlaten, was deinen alten hund betraf?

lg

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Pitchi
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 3x hilfreich)

Es handelt sich bei dem Vermieter um einen Alkoholiker, der meine Post entwendet und mein Eigentum beschädigt. Ich denke mit einer Absprache ist damit nicht geholfen. Wenn Tierhaltung lt. Mietvertrag verboten wäre, wäre ich ja im Recht. Die Klausel ist rechtswiedrig und ich dürfte mir einen Hund halten. Es muß in der Klausel enthalten sein, das Kleintiere gehalten werden.Es verhält sich hier wie z.B. einen überhöhten Betrag für Kleinreparaturen. Die damalige Erlaubnis brauch ich wohl nicht wieder zu beweisen. Immerhin hatte ich den Hund ja 4 Jahre. Ich glaube nicht, dass irgendein Richter das glauben würde, dass der Vermieter meinen Hund nie bemerkt hätte. Bin mir aber unsicher, ob ich meinen Hund wie ein WG-Mitbewohner vorstellen muß (siehe Anmerkung oben). Ich weiß zwar, dass es Ausnahmen gegenüber den sog. Kampfhunden gibt, wo der Vermieter die Zusage zurücknehmen kann. Habe aber nicht ein Urteil bisher gefunden, wo eine erste Zusage für Hundehaltung gegeben, die entweder ohne Gründe zurückgenommen wurde bzw. wo der Vermieter damit generell ausser die sog. Listenhunde eine Hundehaltungserlaubnis gegeben hat.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
kontorka
Status:
Beginner
(106 Beiträge, 16x hilfreich)

mal ganz in ernst... du denkst wirklich, du könntest mit oder ohne hund dort noch in frieden leben ? spar dir die kosten für nen anwalt und such dir ne neue wohnung !

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
murgab123
Status:
Student
(2959 Beiträge, 654x hilfreich)

Der Vermieter kann Hundehaltung verbieten, auch wenn er selbst welche hat.

Die stilschweigende Hinnahme Ihres zwischenzeitlich verstorbenen Hundes heit nicht, das er auch einen neu angeschafften akzeptieren muß. Wenn die Hundehaltung lt. Mietvertrag untersagt ist, müssen Sie sich eine Zustimmung des VM holen, ansonsten kann er fordern, dass Sie das Tier abschaffen.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 265.022 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.224 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen