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Ist der Vermieter tatsächlich im Recht?

4. August 2015 Thema abonnieren
 Von 
Nessi788
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 2x hilfreich)
Ist der Vermieter tatsächlich im Recht?

Hallo Zusammen :)
Bin umgezogen. Habe den Vertrag bekommen und sollte diesen dann unterschreiben. Mietvertrag Beginn: 1.07.
Den Vertrag habe ich Anfang Juni erhalten. Ich wollte wissen ob der Einzug dann zum 1.7. auch möglich ist, mir wurde gesagt, dies sei kein Problem. Ende Juni wurde mir gesagt, dass der Einzug zum 1.7. möglich ist sich aber noch Maler in der Wohnung befinden. Daher wäre es ihnen lieber die Übergabe zum 15.7. zu machen. Daraufhin war meine Frage ob ich dann trotzdem die volle Miete übernehmen müsse. Laut Vermieter ja weil der Vertrag zum 1.7. beginnt. Daher wollte ich dir Schlüsselübergabe zum 1.7. dann wurde mir gesagt, dass dies nicht möglich sei weil noch Zentralschlösser in den Wohnungen sind. Übergabe war dann zum 15. (Habe auch das Protokoll dazu).
Ich musste nun trotzdem die volle Miete überweisen. Jetzt meine Frage ist der Vermieter hier tatsächlich im Recht oder habe ich die Möglichleit die Hälfte zurück zu verlangen?
Falls die Frage aufkommt warum ich überhaupt erst die volle Miete überwiesen habe: ich habe den gegengezeichneten Vertrag erst bekommen nachdem die erste Miete eingegangen ist und die Übergabe statt gefunden hat

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Spezi-2
Status:
Junior-Partner
(5739 Beiträge, 2227x hilfreich)

Ich denke § 537 Abs , 2 BGB sollte helfen. Die Maler sollten hier als Dritte anzusehen sein.

Zitat:
§ 537 Entrichtung der Miete bei persönlicher Verhinderung des Mieters
(1) Der Mieter wird von der Entrichtung der Miete nicht dadurch befreit, dass er durch einen in seiner Person liegenden Grund an der Ausübung seines Gebrauchsrechts gehindert wird. Der Vermieter muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie derjenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwertung des Gebrauchs erlangt.

(2) Solange der Vermieter infolge der Überlassung des Gebrauchs an einen Dritten außerstande ist, dem Mieter den Gebrauch zu gewähren, ist der Mieter zur Entrichtung der Miete nicht verpflichtet.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Nessi788
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke!!!
Also verstehe ich das richtig: dadurch dass sie außerstande waren mich in die Wohnung zu lassen könnte ich die Miete zurück verlangen?
Sollte ich hier am besten schriftlich was verfassen und schicken ?

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2523 Beiträge, 2546x hilfreich)

Nein, am besten aus dem Fenster rufen und hoffen, daß der Wind es zum Vermieter trägt. [/ironie]

Natürlich schriftlich mit Fristsetzung als Einschreiben/Rückschein.

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Lolle
Status:
Bachelor
(3432 Beiträge, 1926x hilfreich)

Zielführender wäre es, nicht Rückerstattung zu verlangen sondern ganz schlicht unter Hinweis auf § 537 Abs , 2 BGB sowie [link=http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__556b.html]§ 556 b BGB [/link] die Aufrechnung des Rückerstattungsanspruches auf die (über)nächste Mietzahlung anzuzeigen und das dann auch entsprechend umzusetzen.

(2) Der Mieter kann entgegen einer vertraglichen Bestimmung gegen eine Mietforderung mit einer Forderung auf Grund der §§ 536a, 539 oder aus ungerechtfertigter Bereicherung wegen zu viel gezahlter Miete aufrechnen oder wegen einer solchen Forderung ein Zurückbehaltungsrecht ausüben, wenn er seine Absicht dem Vermieter mindestens einen Monat vor der Fälligkeit der Miete in Textform angezeigt hat. Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

Signatur:

Es hilft nichts,das Recht auf seiner Seite zu haben.Man muss auch m.d. Justiz rechnen - D Hildebrand

2x Hilfreiche Antwort

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