Kündigung Eigenbedarf - Eigenbedarfskündigung wirklich nur vorgeschoben

23. Juli 2012 Thema abonnieren
 Von 
Mona0510
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 1x hilfreich)
Kündigung Eigenbedarf - Eigenbedarfskündigung wirklich nur vorgeschoben

Hallo zusammen,

bin neu hier und habe eine Frage vorab, mein Termin beim Anwalt ist erst Ende der Woche. Hoffe ich bekomme vorab schon ein paar Infos.

Wir bekamen im April die Kündigung unserer Mietwohnung wegen Eigenbedarfs zum 31.07.2012 vom Anwalt unseres Vermieters. Wir haben dieser widersprochen, allerdings sind wir doch ausgezogen, da beispielsweise Schimmer in der Wohnung (nicht durch uns verursacht) usw. Wie jetzt bekannt ist, war die Eigenbedarfskündigung wirklich nur vorgeschoben, der Sohn des Vermieters wird dort nicht einziehen (diese Vermutung hatte ich auch dem gegnerischen Anwalt im Widerspruch mitgeteilt) Können wir nun noch Kosten geltend machen gegenüber unserem Ex-Vermieter oder ist das hinfällig da wir trotzdem ausgezogen sind? (Wohnung wurde übrigens mängelfrei übergeben).

Viele Grüße

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1463x hilfreich)

Da ihr sowieso ausgezogen seit sehe ich keinen Anspruch auf irgendwelche Kostenerstattung.

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#2
 Von 
SueCologne
Status:
Lehrling
(1910 Beiträge, 428x hilfreich)


Stellt sich eher die Frage: was heisst "trotzdem ausgezogen!?

Falls ihr nicht zu einem früheren Termin selbst gekündigt habt, sondern entweder mit oder ohne Einspruch ausgezogen seid, habt Ihr m.E. auf jeden Fall Anspruch auf Schadenersatz. Der Umfasst Umzugskosten, ggf. Kosten für Neuanschaffungen (andere Fenster=andere Gardinen, Rollos etc) und meist sogar die Differenz für ein Jahr für eine höhere Miete in einer anderen Wohnung. Ich würde dafür den Anwalt aufsuchen, der den Einspruch geschrieben hat.

Falls Ihr zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt selbst gekündigt habt gibt es keinen Anspruch auf Schadenersatz.

-----------------
"MfG
Susanne

Das Gute gehört in die Mitte sprach der Teufel und setzte sich zwischen die Anwälte [Shakespeare (Heinrich IV, 6. Akt)]
"

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#3
 Von 
Mona0510
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,

nein wir haben nicht selbst gekündigt. Wir hatten ursprünglich widersprochen und sind dann doch ausgezogen. Vermieter war einverstanden, Wohnung abgenommen, Mietzahlung durfte eingestellt werden vorzeitig.

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#4
 Von 
xxsirodxx
Status:
Student
(2281 Beiträge, 1339x hilfreich)

Nun, dann sind Sie w e g e n der Eigenbedarfskündigung
ausgezogen.Und nun haben Sie Anspruch auf Schadensersatz.
Wie schon angemerkt, sprechen Sie mit Ihren Rechtsanwalt.

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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118402 Beiträge, 39569x hilfreich)

quote:
und sind dann doch ausgezogen. Vermieter war einverstanden, Wohnung abgenommen, Mietzahlung durfte eingestellt werden vorzeitig.

Hört sich eher nach Aufhebungsvereinbarung an?



quote:
Wie jetzt bekannt ist, war die Eigenbedarfskündigung wirklich nur vorgeschoben, der Sohn des Vermieters wird dort nicht einziehen

Das der Sohn des Vermieters jetzt dort nicht einziehen wird, ist ja nun kein Beweis, das zum Zeitpunkt der Kündigung kein Eigenbedarf bestanden hat.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
SueCologne
Status:
Lehrling
(1910 Beiträge, 428x hilfreich)


Ein Auflösungsvertrag im Anschluß an eine Eigenbedarfskündigung ergibt noch längst nicht den Verzicht auf Schadenersatz.
Die Lebensumstände ergeben halt nicht immer, dass man zum gekündigten Datum auszieht. Ziel der Eigenbedarfskündigung war der 31.07.
Mieter erhält Kündigung->Mieter macht sich auf die Suche nach "Ersatzwohnraum"->Mieter findet angemessenen Ersatzwohnraum
Meist ergibt es sich, dass die Zusage schnell erfolgen muss und wenn man doppelte Miete vermeiden kann, ist das auch für beide Parteien schön. Der Mieter hat eine MM gespaart und der VM hat den Wohnraum schon früher leer. Im Gegenteil, vll. hat sich der VM ja auch gefreut, nachdem er zuerst den Widerspruch bekommen hat, und gedacht, besser schnell raus und eine MM Verlust als anders.
Wenn in der Eigenbedarfskündigung geschrieben wurde, dass der Sohn zum 01.08. einziehen wird, muss der Vermieter darlegen, warum der jetzt nicht mehr einziehen wird. Hatte sich der Grund schon ergeben, als der MV noch lief, hätte der VM das dem M mitteilen müssen. Der Grund muss auch schlüssig sein. Hat sich der Grund erst nach Auszug des Mieters ergeben, so ist möglicherweise kein Schadenersatz fällig. Allerdings sind so Ausreden wie "Sohn hat jetzt keine Lust mehr auf die Wohnung" keine Gründe sondern ausreden. Hat der Sohn kurzfristig eine Arbeitsstelle in einer anderen Stadt bekommen, ist das eher schlüssig als Grund.
Wie gesagt, der RA wird den ehemaligen VM anschreiben. Das sollte man nicht selbst machen!

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"MfG
Susanne

Das Gute gehört in die Mitte sprach der Teufel und setzte sich zwischen die Anwälte [Shakespeare (Heinrich IV, 6. Akt)]
"

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#7
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1463x hilfreich)

quote:
Mieter erhält Kündigung->Mieter macht sich auf die Suche nach "Ersatzwohnraum"->Mieter findet angemessenen Ersatzwohnraum



Fü mich liest sich das bisher jedoch eher so:

Mieter erhält Kündigung -> Mieter stellt fest, dass ihm das gut in den Kram paßt, weil er wegen beispielsweise (aber offenbar nicht nur deshalb) Schimmel eh raus will und so die Kündigungsfrist nicht einhalten muß -> Mieter zieht aus.

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#8
 Von 
SueCologne
Status:
Lehrling
(1910 Beiträge, 428x hilfreich)

Ja klar, desweg geht Mieter ja auch zum RA und lässt gegen gutes Geld einen Widerspruch anfertigen

(...und sieht dann den Schimmel)

Naja, nicht ALLE Menschen sind schlecht.

Wär doch auch ganz gut gelaufen, wenn der Sohn jetzt einziehen würde....vielleicht möchte der auch nicht in der Schimmelbude wohnen? Wär das eigentlich ein schlüssiger Grund? Könnte der ehemalige VM dann nicht Mieter verklagen, weil der ja durch sein Lüftungsverhalten den Schimmel verursacht hat?

Ne, echt, nicht ALLE sind schlecht.

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"MfG
Susanne

Das Gute gehört in die Mitte sprach der Teufel und setzte sich zwischen die Anwälte [Shakespeare (Heinrich IV, 6. Akt)]
"

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#9
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1463x hilfreich)

Ich hab doch gar nicht behauptet, dass der TE schlecht ist. Mir ging es nur darum, dass er offenbar sowieso ausziehen wollte, aus mehreren Gründen, u.a. wegen Schimmel.

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