Kündigung Eigenbedarf nach Kauf

3. März 2021 Thema abonnieren
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)
Kündigung Eigenbedarf nach Kauf

Hallo
Ich bin Mieter eines Halbhauses . Eingezogen im Dezember 2002 . Meine Haushälfte wurde im August zum Kauf angeboten. Im November wurde mir mitgeteilt das die Immobilie so gut wie verkauft sei . In der 2 Woche November bekam ich eine Kündigung wegen Eigenbedarf in den Postkasten geworfen . Es ist ein Formular aus dem Internet zum ausdrucken. Mein Name ist falsch geschrieben. Es steht kein Datum der Kündigung darauf. Bei 18 Jahren Mietzeit kündigt er zum 1 Oktober 2021 . Heute war er bei mir und wollte mich dazu drängen den Eingang der Kündigung zu quittieren. Ich habe dem nicht zugestimmt. Ich habe 90 % Schwerbehinderung . Überschrieben wurde das Haus am 1 Januar 2021 .
Es ist fast unmöglich hier eine vergleichbare Wohnung zu bekommen.
Es wäre toll ein Paar Ratschläge zu bekommen.
Grüße und danke im voraus

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60 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48086 Beiträge, 16987x hilfreich)

Zitat:
Überschrieben wurde das Haus am 1 Januar 2021 .


Dass das Grundbuchamt an Neujahr gearbeitet hat, kann ich mir gerade gar nicht vorstellen. Daher tippe ich darauf, dass der Übergang von Kosten, Nutzen und Lasten gemeint war.

Der neue Eigentümer kann erst dann kündigen, wenn er als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen wurde. Ich nehme an, dass das im November noch nicht der Fall war und damit ist die Kündigung unwirksam.

Zitat:
Bei 18 Jahren Mietzeit kündigt er zum 1 Oktober 2021 .


Dann beträgt die Kündigungsfrist 9 Monate.

Zitat:
Es ist ein Formular aus dem Internet zum ausdrucken.


Auch da könnte man noch prüfen, ob die Begründung den gesetzlichen Anforderungen an eine Kündigung wegen Eigenbedarf entspricht.

Zitat:
Es wäre toll ein Paar Ratschläge zu bekommen.


Allerdings gehe ich davon aus, dass sich Dein Auszug lediglich hinauszögern lässt, aber nicht auf Dauer verhindern lässt.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Thor_1
Status:
Beginner
(55 Beiträge, 15x hilfreich)

Ich kann mich hh nur anschließen.

Zitat (von Vater 49824):
Es wäre toll ein Paar Ratschläge zu bekommen.


Für genauere Ratschläge wäre es aber hilfreich, den genauen nd vollständigen Wortlaut der Kündigung zu erfahren.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von hh):
Zitat:
Überschrieben wurde das Haus am 1 Januar 2021 .


Dass das Grundbuchamt an Neujahr gearbeitet hat, kann ich mir gerade gar nicht vorstellen. Daher tippe ich darauf, dass der Übergang von Kosten, Nutzen und Lasten gemeint war.

Der neue Eigentümer kann erst dann kündigen, wenn er als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen wurde. Ich nehme an, dass das im November noch nicht der Fall war und damit ist die Kündigung unwirksam.

Zitat:
Bei 18 Jahren Mietzeit kündigt er zum 1 Oktober 2021 .


Dann beträgt die Kündigungsfrist 9 Monate.

Zitat:
Es ist ein Formular aus dem Internet zum ausdrucken.


Auch da könnte man noch prüfen, ob die Begründung den gesetzlichen Anforderungen an eine Kündigung wegen Eigenbedarf entspricht.

Zitat:
Es wäre toll ein Paar Ratschläge zu bekommen.


Allerdings gehe ich davon aus, dass sich Dein Auszug lediglich hinauszögern lässt, aber nicht auf Dauer verhindern lässt.

Danke für die Antwort
Wenn der Name falsch geschrieben nicht richtig geschrieben ist , bin ich dann auch Ansprechpartner? Kündigung ohne Datum ?
Ich Zweifel nicht den Kauf an , nur erscheint mir die Frist als sehr kurz. Ich habe ihn um eine Kopie des Grundbuch Eintrags gebeten. Das hat er mir vorgelesen meinte aber ich benötige keine Kopie. Erst teilte er mir mit das dieses Haus seit dem Kaufvertrag seines wäre . Auf mein bitten Anfang Dezember teilte er mir mit zum 1 Dezember im Grundbuch zu stehen. Im Januar bekam ich die Nebekosten Abrechnung vom ehemaligen Vermieter bis 31 Dezember. Anfang Januar war Schornsteinfeger bei mir , Rechnungsadresse des ehemaligen Vermieter. Daraufhin meinem neuen Vermieter mitgeteilt das laut Schornsteinfeger noch der alte Vermieter aufgeführt war .
Wie gehe ich mit dem neuen Besitzer weiter um . Im November hat er mir Adressen von Pflegeeinrichtungen gesendet.
Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122637 Beiträge, 40156x hilfreich)

Zitat (von Vater 49824):
Ich Zweifel nicht den Kauf an ,
#
Na denn, fleißig neue Wohnung suchen.



Zitat (von Vater 49824):
nur erscheint mir die Frist als sehr kurz.

9 Monate sind die gesetzliche Frist.



Zitat (von Vater 49824):
Wie gehe ich mit dem neuen Besitzer weiter um .

Am besten gar nicht oder nicht mehr als nötig. Auf die Wohnungssuche konzentrieren. Und am besten alles schriftlich machen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5072 Beiträge, 1965x hilfreich)

Als Mieter hast Du grundsätzlich das Recht, auch das Grundbuch einzusehen.
In meinen Augen ist Kündigung unwirksam, insb. weil der neue Eigentümer zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Kündigung dazu nicht berechtigt war.
Du musst überhaupt reagieren.

Zitat:
Heute war er bei mir und wollte mich dazu drängen den Eingang der Kündigung zu quittieren.


Wenn der neuer Vermieter hadngreiflich wird bzw. versucht, in die Wohnung einzudringen -> Polizei rufen!

-- Editiert von vundaal76 am 03.03.2021 19:57

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Vater 49824):
Ich Zweifel nicht den Kauf an ,
#
Na denn, fleißig neue Wohnung suchen.



Zitat (von Vater 49824):
nur erscheint mir die Frist als sehr kurz.

9 Monate sind die gesetzliche Frist.



In der Verkaufsanzeige des Maklers stand "Langzeit Mieter, mindest Kündigungsfrist 12 Monate "
Brauchen Käufer dies nicht einhalten ?
18 Jahre Mieter (Schwerbehindert) Frist nur 9 Monate? Kündigung quittieren?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5072 Beiträge, 1965x hilfreich)

Zitat:
In der Verkaufsanzeige des Maklers stand "Langzeit Mieter, mindest Kündigungsfrist 12 Monate "
Brauchen Käufer dies nicht einhalten ?
18 Jahre Mieter (Schwerbehindert) Frist nur 9 Monate? Kündigung quittieren?



Falsche Baustelle!

Für Dich sind zwei Punkte relevant, auf die Du Dich konzentrieren solltest:
1) Ist die Begründung der Eigenbedarfskündigung ausreichend? Bitte zitiere uns die Begründung
Zitat:
Es ist ein Formular aus dem Internet zum ausdrucken.


Falls die Begründung nicht ausreichend ist, brauchst Du gar nichts zu tun. Du musst weder ausziehen, noch dem Vermieter irgendwie antworten.

Falls die Begründung ausreichend ist, dann gehe bitte zu Schritt 2:

2) War der Vermieter berechtigt, im November zu kündigen? Hierzu müsstest Du beim Grundbuchamt eine Kopie des Grundbuchauszugs als Mieter, der von einer Eigenbedarfskündigung betroffen ist, beantragen.

-- Editiert von vundaal76 am 03.03.2021 20:39

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48086 Beiträge, 16987x hilfreich)

@vundaal76
Umgekehrt!!

Wenn der Vermieter im November 2020 noch gar nicht zur Kündigung berechtigt war, wovon ich ausgehe, dann muss man gar nichts weiter machen. Die Kündigung ist dann unwirksam und hat den gleichen Wert wie eine nicht geschriebene Kündigung.

Also im ersten Schritt zum Grundbuchamt und sich dort die Info geben lassen, wer aktuell als Eigentümer im Grundbuch steht und wenn das schon der neue Vermieter ist, wann er als Eigentümer eingetragen wurde.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Zitat:
In der Verkaufsanzeige des Maklers stand "Langzeit Mieter, mindest Kündigungsfrist 12 Monate "
Brauchen Käufer dies nicht einhalten ?
18 Jahre Mieter (Schwerbehindert) Frist nur 9 Monate? Kündigung quittieren?



Falsche Baustelle!

Für Dich sind zwei Punkte relevant, auf die Du Dich konzentrieren solltest:
1) Ist die Begründung der Eigenbedarfskündigung ausreichend? Bitte zitiere uns die Begründung
Zitat:
Es ist ein Formular aus dem Internet zum ausdrucken.


Falls die Begründung nicht ausreichend ist, brauchst Du gar nichts zu tun. Du musst weder ausziehen, noch dem Vermieter irgendwie antworten.

Falls die Begründung ausreichend ist, dann gehe bitte zu Schritt 2:

2) War der Vermieter berechtigt, im November zu kündigen? Hierzu müsstest Du beim Grundbuchamt eine Kopie des Grundbuchauszugs als Mieter, der von einer Eigenbedarfskündigung betroffen ist, beantragen.

-- Editiert von vundaal76 am 03.03.2021 20:39


Erst behauptete er das er mit dem Kauf Anfang November Besitzer ist . Auf mehrere Anfragen bezüglich des Grundbuch Eintrags habe ich heute etwas vorgelesen bekommen. Durfte es nicht in die Hand nehmen bzw Photos davon machen. Aber immer wieder seine Kündigung quittiert haben . Welchen Vorteil hätte er mit der Quittung wobei sogar mein Name falsch geschrieben ist ?

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
cauchy
Status:
Gelehrter
(10015 Beiträge, 4510x hilfreich)

Zitat (von Vater 49824):
Aber immer wieder seine Kündigung quittiert haben . Welchen Vorteil hätte er mit der Quittung wobei sogar mein Name falsch geschrieben ist ?
Ich vermute, wenn du unterschreibst, hast du nicht den Erhalt der Kündigung quittiert sondern die Kündigung akzeptiert. Zumindest besteht diese Gefahr. Also bitte nichts unterschreiben. Du bist dazu nicht verpflichtet. Lass es einfach, es kann nur von Nachteil für dich sein.

Wenn dir ein Weiterwohnen dort wichtig ist, würde ich empfehlen, einen Anwalt für Mietrecht zu beauftragen. Der kostet natürlich Geld, das dir niemand ersetzen wird. Aber der kann dich dann wirklich kompetent beraten.

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48086 Beiträge, 16987x hilfreich)

Zitat (von Vater 49824):
Auf mehrere Anfragen bezüglich des Grundbuch Eintrags habe ich heute etwas vorgelesen bekommen. Durfte es nicht in die Hand nehmen bzw Photos davon machen.


Ich würde ihn nicht durch solche Fragen dazu bringen, dass er schnell merkt, dass seine Kündigung unwirksam ist. Frag beim Grundbuchamt nach! Du hast ein berechtigtes Interesse, daher muss Dir das Grundbuchamt Auskunft geben.

Zitat (von Vater 49824):
Welchen Vorteil hätte er mit der Quittung wobei sogar mein Name falsch geschrieben ist ?


Wenn Du nur den Erhalt quittierst, dann hat er keinen Vorteil. Dass Dein Name falsch geschrieben ist, ist nicht relevant.

Zitat (von cauchy):
Ich vermute, wenn du unterschreibst, hast du nicht den Erhalt der Kündigung quittiert sondern die Kündigung akzeptiert.


Man muss sich natürlich genau durchlesen, was man da unterschreiben soll. Den Erhalt der Kündigung kann man problemlos unterschreiben, zustimmen sollte man natürlich nicht.

Zitat (von cauchy):
Also bitte nichts unterschreiben. Du bist dazu nicht verpflichtet. Lass es einfach, es kann nur von Nachteil für dich sein.


Das würde ich so nicht sehen. Wenn man den Erhalt quittiert, dann wiegt man den Vermieter in Sicherheit und gewinnt dadurch möglicherweise erheblich Zeit.

Zitat (von cauchy):
Wenn dir ein Weiterwohnen dort wichtig ist, würde ich empfehlen, einen Anwalt für Mietrecht zu beauftragen. Der kostet natürlich Geld, das dir niemand ersetzen wird. Aber der kann dich dann wirklich kompetent beraten.


Durch eine richtige Strategie kann man den Auszug erheblich verzögern. Dass man auf Dauer in der Wohnung bleiben kann halte ich für unwahrscheinlich. Vielleicht schlägt man eine Abfindung raus, wenn der Vermieter zeitlich unter Druck gerät.

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von hh):
Zitat (von Vater 49824):
Auf mehrere Anfragen bezüglich des Grundbuch Eintrags habe ich heute etwas vorgelesen bekommen. Durfte es nicht in die Hand nehmen bzw Photos davon machen.


Ich würde ihn nicht durch solche Fragen dazu bringen, dass er schnell merkt, dass seine Kündigung unwirksam ist. Frag beim Grundbuchamt nach! Du hast ein berechtigtes Interesse, daher muss Dir das Grundbuchamt Auskunft geben.

Zitat (von Vater 49824):
Welchen Vorteil hätte er mit der Quittung wobei sogar mein Name falsch geschrieben ist ?


Wenn Du nur den Erhalt quittierst, dann hat er keinen Vorteil. Dass Dein Name falsch geschrieben ist, ist nicht relevant.

Zitat (von cauchy):
Ich vermute, wenn du unterschreibst, hast du nicht den Erhalt der Kündigung quittiert sondern die Kündigung akzeptiert.


Man muss sich natürlich genau durchlesen, was man da unterschreiben soll. Den Erhalt der Kündigung kann man problemlos unterschreiben, zustimmen sollte man natürlich nicht.

Zitat (von cauchy):
Also bitte nichts unterschreiben. Du bist dazu nicht verpflichtet. Lass es einfach, es kann nur von Nachteil für dich sein.


Das würde ich so nicht sehen. Wenn man den Erhalt quittiert, dann wiegt man den Vermieter in Sicherheit und gewinnt dadurch möglicherweise erheblich Zeit.

Zitat (von cauchy):
Wenn dir ein Weiterwohnen dort wichtig ist, würde ich empfehlen, einen Anwalt für Mietrecht zu beauftragen. Der kostet natürlich Geld, das dir niemand ersetzen wird. Aber der kann dich dann wirklich kompetent beraten.


Durch eine richtige Strategie kann man den Auszug erheblich verzögern. Dass man auf Dauer in der Wohnung bleiben kann halte ich für unwahrscheinlich. Vielleicht schlägt man eine Abfindung raus, wenn der Vermieter zeitlich unter Druck gerät.


Strategie ist schon richtig, es wurde bis jetzt mit Unwahrheit und Täuschung verhandelt. Ich denke das es Zeit ist einen Anwalt einzubinden. Es wird nur schwer eine vergleichbare Wohnung wieder zu mieten .
Dann hoffe ich noch einmal auf die Deutsche Justiz.
Wie lange kann ein Anwalt solch eine Kündigung hinziehen?
Käufer wusste von Schwerbehinbderung und 18 Jahre Mietzzeitram . 3 Nachrichten mit verschiedenen Grundbuch Einträgen. Nachrichten mit Vorschlägen für Pflegeheim Wohnung. Wie würde ein Richter entscheiden?

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5072 Beiträge, 1965x hilfreich)

Zitat:
Erst behauptete er das er mit dem Kauf Anfang November Besitzer ist . Auf mehrere Anfragen bezüglich des Grundbuch Eintrags habe ich heute etwas vorgelesen bekommen. Durfte es nicht in die Hand nehmen bzw Photos davon machen.


Noch einmal! Der Vermieter ist nicht verpflichtet, Dir den Grundbuchauszug vorzulegen.
Du hast aber ein Recht, den Grundbuchauszug vom Grundbuchamt anzufordern.

Zitat:
Aber immer wieder seine Kündigung quittiert haben . Welchen Vorteil hätte er mit der Quittung wobei sogar mein Name falsch geschrieben ist ?


Zitat:
Man muss sich natürlich genau durchlesen, was man da unterschreiben soll. Den Erhalt der Kündigung kann man problemlos unterschreiben, zustimmen sollte man natürlich nicht.


Auf keinen Fall etwas unterschreiben!
Es besteht naemlich auch die Gefahr, dass auf der Quittung ein Zugangsdatum, z.B. 02.01.2021, steht.

Zitat:
Ich denke das es Zeit ist einen Anwalt einzubinden.


Ja bitte!

Zitat:
Wie lange kann ein Anwalt solch eine Kündigung hinziehen?


In meinen Augen ist die aktuell vorliegende Kuendigung unwirksam, insofern gibt es nichts zum Hinziehen. Die Kuendigung existiert juristisch schlichtweg nicht.

Zitat:
Käufer wusste von Schwerbehinbderung und 18 Jahre Mietzzeitram .


Das spielt leider kaum eine Rolle.

Zitat:
Wie würde ein Richter entscheiden?


Bei einer nicht ausreichend begruendeten Kuendigung bzw. Kuendigung vom Nichtvermieter ---- da entscheidet ein Richter natuerlich fuer den Mieter.

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
cauchy
Status:
Gelehrter
(10015 Beiträge, 4510x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Noch einmal! Der Vermieter ist nicht verpflichtet, Dir den Grundbuchauszug vorzulegen.
Ist er vermutlich doch. Denn eigentlich muss er erst nachweisen, dass er der Vermieter oder mindestens der Bevollmächtigte des Vermieters ist. Bis dahin müsste ein Mieter mit ihm weder reden noch sonstwas. Es reicht eine Zurückweisung nach § 174 BGB, falls der neue behauptet bevollmächtigt zu sein.

Praktisch ist es natürlich trotzdem sinnvoll, sich da nicht lange auf Diskussionen einzulassen und sich den Grundbuchauszug selber zu besorgen.

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Zitat (von vundaal76):
Noch einmal! Der Vermieter ist nicht verpflichtet, Dir den Grundbuchauszug vorzulegen.
Ist er vermutlich doch. Denn eigentlich muss er erst nachweisen, dass er der Vermieter oder mindestens der Bevollmächtigte des Vermieters ist. Bis dahin müsste ein Mieter mit ihm weder reden noch sonstwas. Es reicht eine Zurückweisung nach § 174 BGB, falls der neue behauptet bevollmächtigt zu sein.

Praktisch ist es natürlich trotzdem sinnvoll, sich da nicht lange auf Diskussionen einzulassen und sich den Grundbuchauszug selber zu besorgen.


Per Whatsapp habe ich 1 Nachricht das Käufer seit November Besitzer ist . Anfang Dezember schrieb er das er auch im Grundbuch steht . Am 25 Dezember teilte er mit das er ab Januar die Miete erhalten würde. Auf meine Nachfrage wäre er schon im Grundbuch eingetragen. Ab Januar habe ich Miete und Nebenkosten überwiesen. Ende Januar bekam ich die Nebenkosten Abrechnung für 2020 . Diese wurde bis Dezember 2020 abgerechnet. Mitte Februar hat der neue Vermieter mir mitgeteilt das ich höhere Nebenkosten zu zahlen habe . Auch dem bin ich nachgekommen. Gestern dann die Mitteilung das er heute die Kündigung quittiert haben möchte . Ich habe ihm mitgeteilt das er am Wochenende kommen möge . Er stand dann heute unangemeldet vor der Tür.

Das war nein Tag

Ich habe ihm noch mitgeteilt das er nicht mehr unangemeldet erscheinen möge .

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48086 Beiträge, 16987x hilfreich)

Zitat:
Per Whatsapp habe ich 1 Nachricht das Käufer seit November Besitzer ist .


Wenn schon, dann wäre er ab November Eigentümer, denn Besitzer einer vermieteten Wohnung ist der Mieter. Dass er bereits im November Eigentümerwar, glaube ich allerdings nicht, denn aus folgendem Grund

Zitat:
Am 25 Dezember teilte er mit das er ab Januar die Miete erhalten würde.


gehe ich davon aus, dass der Übergang von Kosten, Nutzen und Lasten erst zum 01.01.2021 stattgefunden hat. Im November hat er vielleicht den Kaufvertrag abgeschlossen.

Zitat:
Auf meine Nachfrage wäre er schon im Grundbuch eingetragen.


Wohl mit einer Auflassungsvormerkung. Das ist aber nicht relevant, denn er muss als Eigentümer eingetragen sein, damit er Dir kündigen kann. Bei einem schnellen Grundbuchamt würde ich erwarten, dass die Eintragung als Eigentümer etwa Mitte Januar erfolgt ist, bei einem langsamen Grundbuchamt ist sie bis heute nicht erfolgt.

Zitat:
Ende Januar bekam ich die Nebenkosten Abrechnung für 2020 . Diese wurde bis Dezember 2020 abgerechnet. Mitte Februar hat der neue Vermieter mir mitgeteilt das ich höhere Nebenkosten zu zahlen habe .


Die Erhöhung ist erfolgt, weil es eine Nachzahlung gab?

1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5072 Beiträge, 1965x hilfreich)

Zitat:
Es reicht eine Zurückweisung nach § 174 BGB, falls der neue behauptet bevollmächtigt zu sein.


In meinen Augen muss der Mieter hier nicht nach § 174 BGB zurückweisen.
Der neue Eigentümer behauptet in der Kündigung ja gar nicht, vom alten Eigentümer bevollmächtigt zu sein zu kündigen.
Der neue Eigentümer behauptet ja, selbst das Recht zu haben, die Wohnmietvertrag zu kündigen.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von hh):
Zitat:
Per Whatsapp habe ich 1 Nachricht das Käufer seit November Besitzer ist .


Wenn schon, dann wäre er ab November Eigentümer, denn Besitzer einer vermieteten Wohnung ist der Mieter. Dass er bereits im November Eigentümerwar, glaube ich allerdings nicht, denn aus folgendem Grund

Zitat:
Am 25 Dezember teilte er mit das er ab Januar die Miete erhalten würde.


gehe ich davon aus, dass der Übergang von Kosten, Nutzen und Lasten erst zum 01.01.2021 stattgefunden hat. Im November hat er vielleicht den Kaufvertrag abgeschlossen.

Zitat:
Auf meine Nachfrage wäre er schon im Grundbuch eingetragen.


Wohl mit einer Auflassungsvormerkung. Das ist aber nicht relevant, denn er muss als Eigentümer eingetragen sein, damit er Dir kündigen kann. Bei einem schnellen Grundbuchamt würde ich erwarten, dass die Eintragung als Eigentümer etwa Mitte Januar erfolgt ist, bei einem langsamen Grundbuchamt ist sie bis heute nicht erfolgt.

Zitat:
Ende Januar bekam ich die Nebenkosten Abrechnung für 2020 . Diese wurde bis Dezember 2020 abgerechnet. Mitte Februar hat der neue Vermieter mir mitgeteilt das ich höhere Nebenkosten zu zahlen habe .


Die Erhöhung ist erfolgt, weil es eine Nachzahlung gab?

Ende Januar bekam ich die Nebenkosten Abrechnung des alten Besitzers.
Im Februar teilte mir der neue Besitzer mit das er auch die Grundsteuer auf die Nebenkosten umlegen würde. ( der alt Besitzer hat dies nie berechnet ) Ich habe das ab März auch überwiesen.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48086 Beiträge, 16987x hilfreich)

Zitat:
Im Februar teilte mir der neue Besitzer mit das er auch die Grundsteuer auf die Nebenkosten umlegen würde. ( der alt Besitzer hat dies nie berechnet )


Und was steht dazu im Mietvertrag?

Zitat (von vundaal76):
In meinen Augen muss der Mieter hier nicht nach § 174 BGB zurückweisen.
Der neue Eigentümer behauptet in der Kündigung ja gar nicht, vom alten Eigentümer bevollmächtigt zu sein zu kündigen.
Der neue Eigentümer behauptet ja, selbst das Recht zu haben, die Wohnmietvertrag zu kündigen.


Zustimmung.

Hinzu kommt, dass der neue Eigentümer auch gar nicht mit Vollmacht des alten Eigentümers wegen Eigenbedarf kündigen dürfte.

Der Mieter muss hier gar nichts machen, wenn der in meiner Antwort#16 vermutete Zeitablauf zutrifft, bzw. er sollte lediglich über das Grundbuchamt prüfen, ob meine Vermutung zutrifft. Er kann zunächst einmal in aller Ruhe abwarten bis der neue Vermieter bemerkt, dass seine Kündigung unwirksam ist.

Mit Glück merkt derneue Vermieter das dann erst im Oktober, wenn er feststellt, dass der Mieter nicht ausgezogen ist. Dann muss er erneut kündigen und man ist mit seinem Auszugstermin schon Mal im Sommer 2022.

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1897 Beiträge, 280x hilfreich)

Du musst Dir nur über eins im klaren sein. Wenn der Eigenbedarf tatsächlich besteht, wirst Du Dir auf jeden Fall eine neue Wohnung suchen müssen.

Und wenn dem "neuen" Vermieter jetzt klar wird, dass die Kündigung ungültig war, wird er jetzt einfach eine neue erstellen ... im Grundbuch wird er nämlich jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit als Eigentümer geführt. D.h. in neun Monaten bist Du raus aus der Haushälfte.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von user08154711):
Du musst Dir nur über eins im klaren sein. Wenn der Eigenbedarf tatsächlich besteht, wirst Du Dir auf jeden Fall eine neue Wohnung suchen müssen.

Und wenn dem "neuen" Vermieter jetzt klar wird, dass die Kündigung ungültig war, wird er jetzt einfach eine neue erstellen ... im Grundbuch wird er nämlich jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit als Eigentümer geführt. D.h. in neun Monaten bist Du raus aus der Haushälfte.


Ich habe gerade einen Grundbuch Auszug beantragt.
Sollte dieser ab Januar auf den neuen Besitzer eingetragen sein wäre die Kündigung unwirksam ?

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
vundaal76
Status:
Junior-Partner
(5072 Beiträge, 1965x hilfreich)

Zitat:
Ende Januar bekam ich die Nebenkosten Abrechnung des alten Besitzers.
Im Februar teilte mir der neue Besitzer mit das er auch die Grundsteuer auf die Nebenkosten umlegen würde. ( der alt Besitzer hat dies nie berechnet ) Ich habe das ab März auch überwiesen.


Falsche Baustelle!

Zitat:
Ich habe gerade einen Grundbuch Auszug beantragt.
Sollte dieser ab Januar auf den neuen Besitzer eingetragen sein wäre die Kündigung unwirksam ?


Bitte höre auf, mit dem Vermieter in Whatsapp zu kommunizieren. Deine dortigen schriftlichen Antworten können auch gegen Dich verwendet werden.

1x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Zitat:
Ende Januar bekam ich die Nebenkosten Abrechnung des alten Besitzers.
Im Februar teilte mir der neue Besitzer mit das er auch die Grundsteuer auf die Nebenkosten umlegen würde. ( der alt Besitzer hat dies nie berechnet ) Ich habe das ab März auch überwiesen.


Falsche Baustelle!

Zitat:
Ich habe gerade einen Grundbuch Auszug beantragt.
Sollte dieser ab Januar auf den neuen Besitzer eingetragen sein wäre die Kündigung unwirksam ?


Bitte höre auf, mit dem Vermieter in Whatsapp zu kommunizieren. Deine dortigen schriftlichen Antworten können auch gegen Dich verwendet werden.


Danke

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48086 Beiträge, 16987x hilfreich)

Zitat:
Sollte dieser ab Januar auf den neuen Besitzer eingetragen sein wäre die Kündigung unwirksam ?


Ja, da der neue Eigentümer erst kündigen darf, wenn als Eigentümer im Grundbuch steht. Andere Eintragungen zu seinen Gunsten wie z.B. eine Auflassungsvormerkung zählen dabei nicht.

Eine Kündigung, die vor der Eintragung als Eigentümer erfolgt ist, ist unwirksam.

Der neue Eigentümer kann aber natürlich jederzeit eine neue Kündigung schreiben, die man dann aber erneut prüfen könnte, ob sie vielleicht aus anderen Gründen unwirksam ist.

Wenn hier ein Vermieter fragt, wie er denn wegen Eigenbedarf kündigen kann, dann rate ich ihm übrigens immer, das Kündigungsschreiben von einem Anwalt verfassen zu lassen. Das liegt ganz einfach daran dass ein Laie schnell Fehler macht, die zu einer Unwirksamkeit führen.

1x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von Vater 49824):
Zitat (von vundaal76):
Zitat:
Ende Januar bekam ich die Nebenkosten Abrechnung des alten Besitzers.
Im Februar teilte mir der neue Besitzer mit das er auch die Grundsteuer auf die Nebenkosten umlegen würde. ( der alt Besitzer hat dies nie berechnet ) Ich habe das ab März auch überwiesen.


Falsche Baustelle!

Zitat:
Ich habe gerade einen Grundbuch Auszug beantragt.
Sollte dieser ab Januar auf den neuen Besitzer eingetragen sein wäre die Kündigung unwirksam ?


Bitte höre auf, mit dem Vermieter in Whatsapp zu kommunizieren. Deine dortigen schriftlichen Antworten können auch gegen Dich verwendet werden.


Danke


Ich suche bereits eine neue Wohnung seit der Ankündigung zum Verkauf.
Es war auch das Recht des ehemaligen Besitzer meine Immobilie zu verkaufen. Nur ist es in meiner Gemeinde normal das auf freie Wohnungen bis zu 70 Bewerber sich melden .

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48086 Beiträge, 16987x hilfreich)

Zitat:
Ich habe gerade einen Grundbuch Auszug beantragt.


Hoffentlich beim Grundbuchamt und nicht beim neuen Eigentümer.

1x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von hh):
Zitat:
Ich habe gerade einen Grundbuch Auszug beantragt.


Hoffentlich beim Grundbuchamt und nicht beim neuen Eigentümer.


Ja , beim Grundbuch Amt der Gemeinde;)
Wird der Eigentümer darüber informiert? ; )

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1897 Beiträge, 280x hilfreich)

Zitat (von Vater 49824):
Wird der Eigentümer darüber informiert? ; )
Nein.

1x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Pascal Bräuning
Status:
Beginner
(57 Beiträge, 17x hilfreich)

Zitat (von Vater 49824):
Ich suche bereits eine neue Wohnung seit der Ankündigung zum Verkauf.
Es war auch das Recht des ehemaligen Besitzer meine Immobilie zu verkaufen. Nur ist es in meiner Gemeinde normal das auf freie Wohnungen bis zu 70 Bewerber sich melden .


Die Tatsache das Du Wohnraum suchst und keinen findest, zusammen mit Deiner 90% Schwerbehinderteneigenschaft, könnte dabei helfen vor Gericht eine besondere Härte zu begründen. Lass Dir von einem Facharzt (z.B. für Psychiatrie) wahrheitsgemäß attestieren das sich Dein gesundheitlicher Zustand massiv verschlechtert, falls Du die Wohnung räumen musst. Damit könntest Du durchaus mit etwas Glück ca. 1 Jahr zusätzliche Zeit ab Auszugstermin gewinnen.

Wichtig ist natürlich immer pünktlich die Miete zahlen, um dem Vermieter keine zusätzliche Angriffsfläche zu bieten. Räumungsklagen wo die fehlende Mietzahlung der Grund ist, gehen deutlich schneller über die Bühne (Stichwort: Sicherheitsleitung).

Und lass den Vermieter in dem Glauben das Du beim Auszugstermin freiwillig ausziehen willst, sobald Du eine Ersatzwohnung hast. Am besten gar nicht dem Vermieter gegenüber die schwierige Wohnungssituation auf dem Immobilienmarkt kommunizieren. Der Vermieter soll ruhig in dem Glauben sein das Du am Auszugstermin die Wohnung pünktlich übergibst. Falls der Vermieter zu dem Entschluss kommt, es könnte beim Auszug Probleme geben, wird er die Räumungsklage möglicherweise schon weit vor dem Auszugstermin einreichen. Wenn der Vermieter erst in 9 Monaten die Räumungsklage einreicht, kann es durchaus sein das es 1 weiteres Jahr dauert bis der Gerichtsvollzieher auf der Matte steht. Und selbst dann wenn der GV auf der Matte steht, lassen sich noch einige Monate rausholen, wenn man einen Härtefall vorweisen kann.

Am Ende wirst Du raus müssen und Dir etwas neues suchen. Aber es ist ein großer Unterschied ob man 9 Monate oder 2 Jahre Zeit hat etwas neues zu finden.



-- Editiert von Pascal Bräuning am 04.03.2021 12:17

2x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
Vater 49824
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von Pascal Bräuning):
Zitat (von Vater 49824):
Ich suche bereits eine neue Wohnung seit der Ankündigung zum Verkauf.
Es war auch das Recht des ehemaligen Besitzer meine Immobilie zu verkaufen. Nur ist es in meiner Gemeinde normal das auf freie Wohnungen bis zu 70 Bewerber sich melden .


Die Tatsache das Du Wohnraum suchst und keinen findest, zusammen mit Deiner 90% Schwerbehinderteneigenschaft, könnte dabei helfen vor Gericht eine besondere Härte zu begründen. Lass Dir von einem Facharzt (z.B. für Psychiatrie) wahrheitsgemäß attestieren das sich Dein gesundheitlicher Zustand massiv verschlechtert, falls Du die Wohnung räumen musst. Damit könntest Du durchaus mit etwas Glück ca. 1 Jahr zusätzliche Zeit ab Auszugstermin gewinnen.

Wichtig ist natürlich immer pünktlich die Miete zahlen, um dem Vermieter keine zusätzliche Angriffsfläche zu bieten. Räumungsklagen wo die fehlende Mietzahlung der Grund ist, gehen deutlich schneller über die Bühne (Stichwort: Sicherheitsleitung).

Und lass den Vermieter in dem Glauben das Du beim Auszugstermin freiwillig ausziehen willst, sobald Du eine Ersatzwohnung hast. Am besten gar nicht dem Vermieter gegenüber die schwierige Wohnungssituation auf dem Immobilienmarkt kommunizieren. Der Vermieter soll ruhig in dem Glauben sein das Du am Auszugstermin die Wohnung pünktlich übergibst. Falls der Vermieter zu dem Entschluss kommt, es könnte beim Auszug Probleme geben, wird er die Räumungsklage möglicherweise schon weit vor dem Auszugstermin einreichen. Wenn der Vermieter erst in 9 Monaten die Räumungsklage einreicht, kann es durchaus sein das es 1 weiteres Jahr dauert bis der Gerichtsvollzieher auf der Matte steht. Und selbst dann wenn der GV auf der Matte steht, lassen sich noch einige Monate rausholen, wenn man einen Härtefall vorweisen kann.

Am Ende wirst Du raus müssen und Dir etwas neues suchen. Aber es ist ein großer Unterschied ob man 9 Monate oder 2 Jahre Zeit hat etwas neues zu finden.



-- Editiert von Pascal Bräuning am 04.03.2021 12:17


Ein Patient in der Vorbereitung auf eine Transplantation und dieses bestätigt durch die MHH Hannover sollte ausreichen denke ich.
Auch das war dem Käufer bekannt!

1x Hilfreiche Antwort

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