Kündigung per Einschreiben+Rückschein

29. Juli 2006 Thema abonnieren
 Von 
lukas0105
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 120x hilfreich)
Kündigung per Einschreiben+Rückschein

Wir wollen unsere derzeitige Wohnung kündigen bzw. haben es auch schon getan. Lt. unserem Anwalt muss die Kündigung bis zum 3. des Kündigungsmonates beim Vermieter eingehen und man hat dann noch 3 Monate.
Wir haben die Kündigung am 27.07.06 per Einschreiben mit Rückschein abgeschickt. Im Internet kann man dann nachvollziehen, wo der Brief gerade ist. Heute haben wir dies geprüft. Die Vermieterin konnte nicht angetroffen werden und wurde mit einer Karte informiert, dass das Einschreiben bei der Post hinterlegt wurde.
Nun unsere Frage: Was ist, wenn die VM den Brief nach dieser Frist (3. des Kündigungsmonates) den Brief erst abholt? Haben wir dann trotzdem die Frist eingehalten? Gilt die Frist mit dem Abschicken des Briefes oder mit der Übernahme durch die VM?
Oder wäre es besser, die Kündigung nochmal zu schicken aber nur mit einem Einwurfeinschreiben?
Denn wenn die jetzt z.B. 2 Wochen im Urlaub ist, können wir ja auch nichts dafür das die den Brief nicht annehmen kann.
Wir wollen nur auf Nummer sicher gehen, denn wir wollen hier nicht länger als nötig wohnen bleiben.
Über Ratschläge bedanken wir uns bereits im voraus!

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
CAM
Status:
Lehrling
(1242 Beiträge, 322x hilfreich)

Wenn das Einschreiben nicht oder erst nach dem 3.8. abgeholt wird, hast du einen Nachweis darueber, dass es eben nicht rechtzeitig zugegangen ist. Das waere dann genau das, was du am wenigsten gebrauchen koenntest.

Daher eine erneute Kuendigung per Einwurfeinschreiben zuschicken. Zur Sicherheit kann man sich das Eintueten, Absenden und auch den Inhalt des Schreibens von einem neutralen Zeugen (nicht eng familienangehoerig und auch nicht unbedingt eng befreundet) bestaetigen lassen.

Noch sicherer waere das eigenhaendige Einwerfen des Schreibens in den Briefkasten des Vermieters. Natuerlich auch wieder mit neutralem Zeugen. Man weiss ja nie, wie lange so ein Einschreiben unterwegs ist.

Am sichersten waere eine Zustellung per Gerichtsvollzieher. In diesem Fall duerfte das aber ein wenig uebertrieben sein.

Man koennte sich jetzt zwar auch noch Gedanken ueber eine eventuelle Zugangsvereitelung durch den Vermieter machen, doch wuerde das die Sache nur unnoetig kompliziert gestalten. Es ist schliesslich noch genuegend Zeit fuer eine erneute ordentliche Kuendigung mit eindeutigem Zugangsnachweis.

Gruss
CAM

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#2
 Von 
lukas0105
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 120x hilfreich)

Hallo,
danke für die Antwort.
Ich habe gerade noch einmal bei der Post im Internet nachgesehen und die VM hat gestern das Einschreiben in der Postfiliale abgeholt. Nur die Rückkarte ist noch nicht geschickt. Die Seite habe ich mir auch ausgedruckt. Somit haben wir ja die Frist eingehalten und können im Oktober umziehen.
Vielen Dank nochmal!

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#3
 Von 
Eirene113
Status:
Master
(4098 Beiträge, 627x hilfreich)

Das mit der Rückkarte dauert immer etwas länger.

siehe auch BGB § 130 Wirksamwerden der Willenserklärung gegenüber Abwesenden.

Eine Willenserklärung, die einem anderen gegewnüber abzugeben ist, wird, wenn sie in dessen Abwesenheit abgegeben wird, in dem Zeitpunkte wirksam, in welchem sie ihm zugeht. Sie wird nicht wirksam, wenn dem anderen vorher oder gleichzeitig ein Widerruf zugeht.

-- Editiert von Eirene113 am 30.07.2006 22:44:55

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#4
 Von 
lukas0105
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 120x hilfreich)

Also haben wir ja fristgerecht unsere Pflicht erfüllt, oder?
Die Kündigung ist der VM ja fristgerecht zugegangen, unabhängig von der Rückkarte. Das habe ich mir auch ausgedruckt.
Danke!!

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