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Mahnbescheid WG-Mietvertrag mit vorzeitige Kündigu

 Von 
amirali222
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Mahnbescheid WG-Mietvertrag mit vorzeitige Kündigu

Schilderung:
1- Ich und ein Freund von mir mieten eine Wohnung und gründen eine 3er WG (dritte Person haben wir ausgewählt und eine Untemietvertrag mit ihm abgeschlossen)
2- vor 3 Monate entscheidet sich der Freund auszuziehen.
3- Vermieter kündigt uns alle mit Kündigungsfrist als Eigenbedarf (schon merkwürdig aber hier nicht relevant).
4- Vermieter bestätigt, dass der Freund frühzeitig ausziehen darf und kein Miete zahlen soll. Das unterschreibt er auch in eine Kündigung. in der Kündigung hat man geschrieben: "Obwohl die eigentliche Kündigungsfrist 3 Monate beträgt, wurde sich im beideseitigem Einverständnis, darauf geeignigt, dass für die MOnate ... und ... keine Miete zu entrichten ist, da ich bereits zu ... ausziehen werde.
Dennoch bitte ich darum, für den MOnat .. die Schlüssel behalten zu können, da sich noch Möbel aus meinem Besitz in der Wohnung befinden werden."
5- der Freund zieht aus und holt seine Möbel in Laufe nächste Monat ab.
6- Ich zahle die Hälfte der Miete.
7- Vermieter weigert sich die Schlüssel zurückzunehmen und ICH bekomme von seinem Anwalt Schreiben, dass ich die nicht bezahlte Miete+ Zins+Anwaltkosten bezahlen soll.
8- Ich telefoniere mit dem Vermieter und sag, dass ich nicht mal den Schlüssel zu dem Zimmer habe und nicht akzeptiere miete für ein leehrstehendes Zimmer zu zahlen.
9- Abend klinget er bei mir. Kommt mit Mietarbeiter von ihm (Er hat ein Gastronomie unter uns) rein und droht: entweder soll ich die Schlüssel nehmen oder die beide Zeugen bestätigen, dass ich mich weigerte die zu nehmen.
10- Ich nehme die Schlüssel und unterschreibe, dass ich die ab jetzt (paar Tage vor letzte Monat) habe.
11-Ich finde eine Zwischenmieter für letzte Monat und zahle die letzte Monat in volle Höhe.
12-Gestern habe ich ein Mahnbescheid von Amtsgericht mit (sich immer mehr werdende) Forderungen.

Wie soll ich da reagieren? soll ich Wiederspruch erheben und ein Gerichtsweg abwarten?!

Viele Grüße und Danke für eure Hilfe,

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Vermieter Schlüssel Anwalt zahlen


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3397 Beiträge, 2055x hilfreich)

quote:
Wie soll ich da reagieren? soll ich Wiederspruch erheben und ein Gerichtsweg abwarten?!


Schwer zu sagen.

Ihr haftet erst mal als Gesamtschuldner. Da kann der Gläubiger frei wählen, von wem er sein Geld fordert. Im Innenverhältnis kann man sich dann die Hälfte vom anderen Gesamtschuldner wiederholen.

So ist das hier aber nicht, der Vermieter hat dem Kollegen die Miete erlassen. Wenn das so vereinbart wurde:

"Obwohl die eigentliche Kündigungsfrist 3 Monate beträgt, wurde sich im beideseitigem Einverständnis, darauf geeignigt, dass für die MOnate ... und ... keine Miete zu entrichten ist, da ich bereits zu ... ausziehen werde."

Dann soll das den Kollegen endgültig frei stellen. Das heisst dann auch, daß du die halbe Miete nicht mehr gegen ihn im Innenverhältnis geltend machen kannst. Der Vermieter kann dich aber nicht durch eine Absprache mit dem Kollegen gegen deinen Willen zu höheren Opfern verpflichten.

Das heisst am Ende: Du musst nur die halbe Miete zahlen, wenn der Vermieter dem Kollegen über deinen Kopf hinweg seinen Anteil erlässt, ist das sein Problem.

Ich würde da Widerspruch einlegen, letztendlich endet das dann vermutlich in einem Prozess. Wie das Gerichte entscheiden, weiss man aber nie so genau, du solltest da einen Anwalt einschalten. So weit ich das beurteilen kann, sind deine Chancen gut.

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#2
 Von 
amirali222
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Danke für die Antwort.

Wenn zahlt dann den Anwalt?!
Oder soll ich 1000 Euro mehr zahlen und mir Anwalt und evebtuelle Gerichtskosten sparen?

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#3
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3397 Beiträge, 2055x hilfreich)

quote:
Wenn zahlt dann den Anwalt?!


Der, der am Ende verliert zahlt alle Kosten, auch die des Gegners.

quote:
Oder soll ich 1000 Euro mehr zahlen und mir Anwalt und evebtuelle Gerichtskosten sparen?


Wenn du "einknickst", keinen Widerspruch einlegst, wird der Vermieter den Vollstreckunsgbescheid beantragen. Du wirst dann alles zu zahlen haben, was im Mahnbescheid aufgeführt ist. Die Kosten sind bereits entstanden.

Das Mahngericht prüft den Anspruch nicht rechtlich, wenn du nicht widersprichst, wird das so durchgewunken.

Du hast also nur die Chance das abzuwenden, wenn du Widerspruch einlegst. Dann kommt es zum Prozess, mit weiter steigenden Gebühren und Kosten, die dann der Verlierer am Ende zu tragen hat.

Nur du kannst jetzt entscheiden, was du tust. Wenn es tatsächlich zum Prozess kommt, solltest du das aber nicht ohne Anwalt machen. Einzelwirkung oder Gesamtwirkung beim Erlaß gegenüber einem Gesamtschuldner, das ist eine begründungsintensive Rechtsfrage.

Du könntest dir das Alles sparen, wenn dein Ex-Mitmieter dir seine Hälfte zahlt. Der wird sich aber zu Recht auf seine Absprache mit dem Vermieter berufen und das verweigern. Deshalb ist das allein das Problem des Vermieters, wenn er ihn aus der Haftung entlässt, er kann das nicht zwangsweise dir aufladen. Du schuldest ihm nur die halbe Miete.

Eigentlich müsste das ein Gericht auch so sehen, eigentlich, ob du das Risiko eingehst, musst du entscheiden, das kann dir Niemand abnehmen.

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