Miete rückwirkend kürzen

15. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
annalenna
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 3x hilfreich)
Miete rückwirkend kürzen

Guten Tag,
Den Schaden habe ich dem Hausmeister am14.11.23 gemeldet. Ein paar Tage später kam er mit einem Mitarbeiter des technischen Kundendienstes. Es handelt sich um einen Feuchtigkeitsschaden an der Frontwand un der Wand, die mit dem Bad grenzt. Die Herren haben festgestellt, daß die Ursache am falsch eingebauten Dachfenster im Bad liegt. Das Wasser sickert in die Wände von draußen hinein.
Das Fenster wurde ein Jahr zuvor ausgetauscht. Die Wand ist feucht und es bildet sich Schimmel. Erst am 30.01.24 war ein Dachdecker und meinte, daß das Badfenster versetzt werden muss. Dann passierte wieder nichts. Anfang März 24 schrieb ich eine Email, daß ich die Miete rückwirkend kürzen werde und ich erwarte eine Antwort von dem technischen Kundendienst, wann der Schaden behoben wird. Am 8.März sprach ich am Telefon mit einer Sachbearbeiterin, die sagte, die Mietminderung wird vorgenommen, nach dem der Schaden behoben wird. Es sollte sich bei mir der Techniker melden. Es passierte wieder nichts. Das Zimmer kann man aus gesundheitlichen Gründen nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Also habe ich am 8.04.24 an den Vermieter Saga AG einen Einschreiben geschickt, Widerruf der Einzugsermächtigung und eine Mitteilung, daß ich ab Mai 24 die Miete rückwirkend um 30% der Bruttomiete laufend verrechnen werde, bis der Schaden behoben wird. Ein paar Tage später kam ein Anruf, daß ich eigenständig die Miete nicht kürzen darf. Nach dem der Schaden behoben wird, wollen sie sich mit mir in Verbindung setzen und über die Mietminderung entscheiden bzw.besprechen. Der Sachbearbeiter von der Buchhaltung konnte mir leider nicht sagen, wann die Schadensbeseitigung stattfindet. Es sind bereits 5 Monate vergangen ,seit ich den Schaden gemeldet habe. Darf ich also die Mietminderung rückwirkend mit den laufenden Mieten ab Mai 24 verrechnen oder nicht ? Ich erhoffe mir so den Druck zu erhöhen, daß endlich etwas passiert.
Danke im voraus für Antworten.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121085 Beiträge, 39983x hilfreich)

Zitat (von annalenna):
Darf ich also die Mietminderung rückwirkend mit den laufenden Mieten ab Mai 24 verrechnen oder nicht ?

Darf man durchaus.



Zitat (von annalenna):
30% der Bruttomiete

Ich hoffe die wurden jemandem mit entsprechender Kompetenz ermittelt.
Denn zu hohe Kürzungen bedeuten Mietschulden, somit drohen (fristlose) Kündigung und Verlust er Wohnung-



Zitat (von annalenna):
Ein paar Tage später kam ein Anruf, daß ich eigenständig die Miete nicht kürzen darf.




Zitat (von annalenna):
Nach dem der Schaden behoben wird, wollen sie sich mit mir in Verbindung setzen und über die Mietminderung entscheiden bzw.besprechen

Aufgrund der Gesetzeslage wäre das eine der besten Varianten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
annalenna
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 3x hilfreich)

30 % der Bruttomiete habe ich einer Tabelle entnommen, bei Feuchtigkeit und Schimmelbildung. Die Tauglichkeit der Wohnung ist zum vertragsgemäßen Gebrauch erheblich gemindert. Ich habe von Saga nichts schriftliches über Bescheid bezüglich der Mietminderung. Wenn die 30% zu viel sein sollten, kann ich die Differenz zurückzahlen. Zunächst möchte ich abwarten was als nächstes passiert.

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#3
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2448 Beiträge, 721x hilfreich)

Zitat (von annalenna):
Wenn die 30% zu viel sein sollten, kann ich die Differenz zurückzahlen.

Könnte aber auch sein, dass vorher die Kündigung erfolgt.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121085 Beiträge, 39983x hilfreich)

Zitat (von annalenna):
Wenn die 30% zu viel sein sollten, kann ich die Differenz zurückzahlen.

Mal abgesehen davon, das das nicht mehr als die Erfüllung der gesetzlichen Pflicht ist, die Problematik mit der Kündigung bleibt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121085 Beiträge, 39983x hilfreich)

Zitat (von annalenna):
Wenn die 30% zu viel sein sollten, kann ich die Differenz zurückzahlen.

Mal abgesehen davon, das das nicht mehr als die Erfüllung der gesetzlichen Pflicht ist, die Problematik mit der Kündigung bleibt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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