Mieter lehnt ordnungsgemäße Wohnungs- und Schlüsselübergabe kategorisch ab

19. Juli 2006 Thema abonnieren
 Von 
Hakky
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 64x hilfreich)
Mieter lehnt ordnungsgemäße Wohnungs- und Schlüsselübergabe kategorisch ab

Hallo in die Runde,

was ist, wenn der Mieter (in diesem Falle auch noch Rentner!)alle Termine zur Wohnungs- und Schlüsselgabe kategorisch ablehnt, weil man gerade dann andere Termine hat... Selbst am letzten Tag des Mietverhältnisses hat man keine Zeit, weil man dann umzieht, so die Begründung!

Eigentlich würde eine Schlüsselhinterlegung schon reichen. Aber: hat man anschließend dann noch Rechte, wenn man feststellt, dass in der Wohnung vom Mieter etwas beschädigt wurde?

Ebenso wird die Verbrauchs-Zählerablesung verweigert durchzuführen und zu unterschreiben. Kann man dann im Gegenzug die Erstellung der Nebenkostenabrechnung verweigern, weil keine Daten vorliegen?

Danke im voraus für fachkundiges Feedback!

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2887x hilfreich)

Natürlich kann der Mieter nicht alle Termien zur Wohnungs- und Schlüsselübergabe ablehnen. Spätestens um 24.00 Uhr am letzten Miettag muss der Schlüssel in deinem Besitz sein.
Wenn er sich weigert, mit dir eine gemeinsame Wohnungsbegehung zu machen: Wenn du die Schlüssel hast, begehe die Wohnung. Erstelle ein Protokoll und sende ihm das zu (mit dem Verweis, Teilnahme Mieterseits verweigert).
Vielleicht gibt es ja nichts zu beanstanden, dann hättest du am meisten Glück.
Gibt es etwas zu beanstanden, mußt du ihm eine Frist setzen, bis wann er das erledigen muss, da du das sonst auf seine Kosten durchführen lässt. Diese Kosten kannst du (wenn ich mich nicht irre), dann von der Kaution einbehalten.
Die Nebenkostenabrechnung musst du auf jeden Fall erstellen, aber erst wenn das Wirtschaftsjahr abgelaufen ist. Eine Zählerablesung kannst du ja auch nach Mietende vornehmen.
Am besten machst du die Begehung mit einem Zeugen und evtl. mit Fotos, falls du Schwierigkeiten befürchtest.
Ich wünsch dir viel Glück bei der Rücknahme.

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#2
 Von 
Hakky
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 64x hilfreich)

Das ging aber schnell - danke!

Noch einmal nachgehakt wegen der Zählerablesung. Hat der Mieter das Recht auf eine NK-Abrechnung? In diesem Fall wäre aufgrund des kurzen Mietverhältnisses (6 1/2 Monate) der Aufwand ohnehin fast höher als eine eventuelle Nachforderung...

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#3
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2887x hilfreich)

Ja, der Mieter hat immer ein Recht auf eine Nebenkostenabrechnung.

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#4
 Von 
Louis Cypher
Status:
Schüler
(434 Beiträge, 161x hilfreich)

Zitat: Noch einmal nachgehakt wegen der Zählerablesung. Hat der Mieter das Recht auf eine NK-Abrechnung? In diesem Fall wäre aufgrund des kurzen Mietverhältnisses (6 1/2 Monate) der Aufwand ohnehin fast höher als eine eventuelle Nachforderung...

Der Mieter hat das Recht auf eine Nebenkostenabrechnung.

Die Ablesung der Zähler ausserhalb des laufenden Berechnungsjahres ist eine sog. Zwischenablesung und, sofern kein Nachmieter vorhanden ist, nach dem Verursacherprinzip vom Mieter zu tragen. Die anfallenden Kosten können in die Nebenkostenabrechnung einfließen.

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#5
 Von 
Hakky
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 64x hilfreich)

Nach einem - wie üblich - sehr unerfreulichen Telefonat lehnt man es auch ab, den Schlüssel zu hinterlegen oder einer von mir schriftlich beauftragten Person zu übergeben. Man kündigt an, nicht auszuziehen, wenn man mir nicht den Schlüssel persönlich übergeben kann. Es werden nur Termine genannt, die mitten in der Woche morgens liegen. Ich bin aber berufstätig und wohne über 200 km entfernt und bekomme während der Urklaubszeit kein "frei". Muss man sich denn alles gefallen lassen...? Hat der Mieter ein Recht auf eine persönliche Wohnungsübergabe?

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#6
 Von 
guest-12302.12.2015 09:15:43
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin neu hier und finde das Thema sehr interessant. Da auf HAKKY's letzte Frage nicht geantwortet wurde möchte ich noch einmal nachhaken. Kann man sich bei Auszug des Mieters als Vermieter vertreten lassen. Und zusätzlich gefragt: Hat der Mieter ein Anrecht auf ein Wohnungsübergabeprotokoll bei Auszug? Ich bin der Meinung so etwas braucht man nur beim Einzug?!

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#7
 Von 
islabonita
Status:
Schüler
(390 Beiträge, 13x hilfreich)

Ja natürlich kann man sich vertreten lassen. Termin vereinbaren, Vertretung mit schriftlicher Vollmacht hinschicken.

Gruß

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#8
 Von 
feuerelfe
Status:
Schüler
(438 Beiträge, 56x hilfreich)

Vielleicht mal anbieten, den Rechtsanwalt zur Schlüsselübergabe zu schicken da wegen der berufstätigkeit, morgens persönlich ja nicht möglich ist.

Wer weiß, vielleicht findet sich dann doch ganz schnell noch ein passender Termin;)

feurelfe

-- Editiert von feuerelfe am 21.07.2006 14:31:41

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#9
 Von 
Hakky
Status:
Beginner
(94 Beiträge, 64x hilfreich)

Noch einmal nachgehakt: Muss beim Auszug auch eine (protokollierte) Wohnungsübergabe gemacht werden, oder ist dies nicht zwingend erforderlich? Ich will die Leute am liebsten gar nicht mehr sehen...!

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#10
 Von 
feuerelfe
Status:
Schüler
(438 Beiträge, 56x hilfreich)

Erstellung eines Wohnungsübergabeprotokolls bei Ein-, bzw. Auszug ist nicht zwingend erforderlich, aber man kann dann anschließend sehr schwer belegen, beweisen, wenn was nicht O.K. ist. Die Protokolle sind meiner Meinung nach aber oftmals viel wichtiger beim Einzug, als beim Auszug.

Eine Verbrauchs-Zählerablesung, Zwischenablesung braucht man auch nicht unbedingt durchführen. Es kann ebenso gut nach Gradzahltagen abgerechnet werden.

feuerelfe

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