Mieter/Vermieter verantwortlich bei Bankgebühren

12. November 2022 Thema abonnieren
 Von 
As56
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Mieter/Vermieter verantwortlich bei Bankgebühren

Die ersten drei Monatsmieten habe ich mit drei unterschiedlichen Überweisungen von einem ausländischen Konto bezahlt (als Überbrückung bis zur Eröffnung eines deutschen Kontos). Nun haben ich eine Zahlungserinnerung erhalten, in der ein Kontorückstand festgehalten wird.

Bei genauerem Ansehen der Kontoauszüge wird klar, dass ich meinerseits immer den richtigen Beitrag überwiesen habe und dass der Rückstand auf die Bankgebühren des Vermieters zurückzuführen ist (Entgelt bei Zahlungsempfang aus dem Ausland). Muss ich mich tatsächlich für diese Gebühren verantwortlich machen? Das kommt mir schon etwas ungerecht vor!

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118693 Beiträge, 39620x hilfreich)

Zitat (von As56):
Das kommt mir schon etwas ungerecht vor!

Und warum konkret kommt es einem ungerecht vor, das man die Kosten die man verursacht hat auch tragen soll?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3456 Beiträge, 549x hilfreich)

Zitat (von As56):
Muss ich mich tatsächlich für diese Gebühren verantwortlich machen?

Natürlich, wenn sie eine Überweisungsform wählen, bei der Bankgebühren anfallen, ist das ihr Problem, der Vermieter kann nichts dafür.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12315.09.2023 08:23:49
Status:
Junior-Partner
(5465 Beiträge, 925x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Und warum konkret kommt es einem ungerecht vor, das man die Kosten die man verursacht hat auch tragen soll?
Weil der TE keinen Einfluss auf die Kosten hat.

Zitat (von Loni12):
Natürlich, wenn sie eine Überweisungsform wählen, bei der Bankgebühren anfallen, ist das ihr Problem, der Vermieter kann nichts dafür.
Wie wäre es mit Lesen und Verstehen des Textes?

Zitat (von As56):
der Rückstand auf die Bankgebühren des Vermieters zurückzuführen ist (Entgelt bei Zahlungsempfang aus dem Ausland)
Kein Vermieter kann einem Mieter vorschreiben, dass dieser Zahlungen nur von einem deutschen Bankkonto aus vornimmt. Ist also alleine das Problem des Vermieters, wenn dieser ein "Billigkonto" nutzt, bei dem Gebühren anfallen, wenn eine Überweisung aus dem Ausland eintrifft.

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#4
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1217 Beiträge, 190x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Weil der TE keinen Einfluss auf die Kosten hat.

Doch.
Bei einer Auslandsüberweisung kann er wählen, wer die Überweisungsgebühren zu tragen hat.
Der Versender
Der Empfänger
Oder Entgeltteilung (jeder trägt die Gebühren seiner eigenen Bank)
Hier hätte er "Versender" wählen müssen. Ich bin nämlich der Meinung, dass er den Vermieter die Miete voll schuldet und somit in Rückstand ist.

Zitat (von bostonxl):
Kein Vermieter kann einem Mieter vorschreiben, dass dieser Zahlungen nur von einem deutschen Bankkonto aus vornimmt.

Stimmt. Dann muss der Mieter aber trotzdem dafür sorge tragen, dass der Vermieter den vollen Betrag ethält

Zitat (von bostonxl):
Ist also alleine das Problem des Vermieters, wenn dieser ein "Billigkonto" nutzt, bei dem Gebühren anfallen, wenn eine Überweisung aus dem Ausland eintrifft.

Ich kenne keine Bank, die bei einer Auslandszahlung keine Empfängergebühren erhebt. Kennst du eine? Ich eäre dankbar für den Tip.

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#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38187 Beiträge, 13945x hilfreich)

Das hat nichts mit Billigbank zu tun. Die deutschen Banken/Sparkassen erheben nun mal sowohl für Überweisungen ins Ausland als auch aus dem Ausland Überweisungsgebühren. Es bleibt also die Kernfrage offen, wem diese Kosten anzulasten sind. Davon ausgehend, dass insoweit keine vertragliche Regelung vorliegt, würde ich dazu neigen, diese Mehrkosten dem Mieter aufzubürden. Denn das sind keine typischen Kontoführungskosten, die zu Lasten des Vermieters gehen würden. Es reicht ja nicht aus, dass der Schuldner die Leistungshandlung erbringt, der Leistungserfolg muss beim Vermieter auch eintreten. Und dieser Erfolg beinhaltet nun mal auch den Eingang der vollen Miete.

wirdwerden

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#6
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9818 Beiträge, 4456x hilfreich)

Nur zur Sicherheit: In welcher Währung und von wo wurde überwiesen? Für eine EU Überweiseung in Euro sollten eigentlich keine Gebühren anfallen, daher die Frage.

Zitat (von wirdwerden):
Davon ausgehend, dass insoweit keine vertragliche Regelung vorliegt, würde ich dazu neigen, diese Mehrkosten dem Mieter aufzubürden.
In der Regel stimme ich dir zu. Ausnahme wäre für mich wirklich ungewöhnliche Kontokonditionen (siehe oben, für eine EU Überweisung in Euro sollten bei den Banken die gleichen Kosten wie bei einer inländischen Überweisung anfallen). Eine weitere Ausnahme wäre, wenn der Vermieter gezielt im Ausland die Wohnung beworben hat. Dann muss er auch mit Überweisungen aus dem Ausland leben.

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#7
 Von 
As56
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Es handelt sich um eine britische Bank, d.h möglich, dass Kosten anfallen (wobei das bei mir zumindest nicht der Fall ist, wenn ich Überweisungen aus der Eurozone empfange). Ich glaube, ich störe mich am meisten daran, dass dem Vermieter natürlich bewusst war, dass ich die Miete erst mal aus dem Ausland zahlen musste und mir trotzdem nicht über die Gebühren Bescheid gab. Die Zahlungserinnerung ist das Erste, das ich darüber erfahre, was sich falsch anfühlt.

Am Ende geht es natürlich nicht um eine riesige Geldsumme, aber ich wollte trotzdem wissen, inwiefern und ob überhaupt ich mich darüber aufregen darf - danke also für die hilfreichen Einblicke :)

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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38187 Beiträge, 13945x hilfreich)

Ich führe auch ein ausländisches Konto seit vielen Jahrzehnten. Ich kenne das Problem mit deutschen Banken. Ich habe in Deutschland wegen Wohnortwechsel häufig die Banken gewechselt. In allen, ausnahmslos allen deutschen Banken wurden in einem Fall wie Deinem Gebühren erhoben. Es ist nicht Aufgabe des Vermieters, sich in diese Problematik einzuarbeiten. Du hättest das Problem ansprechen müssen. Der Vermieter ist von dem Regelfall ausgegangen, das konnte er auch. Die geschuldete Leistung war die volle Miete, also zahle die Differenz und gut ist.

wirdwerden

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#9
 Von 
cauchy
Status:
Unparteiischer
(9818 Beiträge, 4456x hilfreich)

Zitat (von As56):
Es handelt sich um eine britische Bank
Dann sind meiner Meinung nach Kontogebühren des Empfängers vom Versender zu zahlen.

-- Editiert von User am 13. November 2022 20:21

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