Mieterhöhung Zustimmungsfrist nur 2 Wochen

29. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)
Mieterhöhung Zustimmungsfrist nur 2 Wochen

Hallo, habe einen Mieterhöhungsvorschlag von 10% (28 Euro) auf die Nettomiete vom Vermieter bekommen, als Grund wird angegeben, "meine Miete hat sich in den letzten Jahren trotz gestiegener Kosten und Mietpreissteigerungen nicht geändert", und"vergleichbare Wohnungen sind teurer, so dass nun eine Mietzinsanhebung notwendig wird". (Die letzte Erhöhung war nach einer Modernisierungsmaßnahme vor 15 Jahren.)
Das Schreiben habe ich am 21.02.2024 erhalten, meine Zustimmung zu der Erhöhung soll ich binnen 14 Tagen schriftlich geben. Ab 01.05.2024 soll ich die erhöhte Miete zahlen? Ist das so Rechtens? Ich brauche mehr Bedenkzeit.

Es handelt sich um einen privaten Vermieter.


-- Editiert von User am 29. Februar 2024 14:26

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53 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32930 Beiträge, 5761x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
habe einen Mieterhöhungsvorschlag von 10% (28 Euro) auf die Nettomiete
Ein Vorschlag.
Du kannst dem Vorschlag zustimmen und die 28,- mehr zahlen...oder
Zitat (von Latif123):
Das Schreiben habe ich am 21.02.2024 erhalten,
Was ---genau--- steht dort drin? Genau bedeutet---> im Wortlaut.
Zitat (von Latif123):
(Die letzte Erhöhung war nach einer Modernisierungsmaßnahme vor 15 Jahren.)
ICH würde in diesem Fall keine Bedenkzeit benötigen. ICH würde nicht schriftlich zustimmen, sondern ab dem 1.5.24 die 28,- mehr überweisen.

-Wofür benötigst du Bedenkzeit?
-Was hast du seit 21.2. schon zu bedenken gehabt?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
ICH würde in diesem Fall keine Bedenkzeit benötigen. ICH würde nicht schriftlich zustimmen, sondern ab dem 1.5.24 die 28,- mehr überweisen.



Ich dachte, dass man zustimmen muß. Deshalb gefällt mir die Frist von 14 Tagen nicht.Nicht, das ich vom Vermieter auf Zustimmung verklagt werde.

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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47937 Beiträge, 16938x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Ich dachte, dass man zustimmen muß.

Wenn nicht die Erhöhung nicht mit gesetzlich zulässiger Begründung erhöht wird, dann muss man natürlich nicht zustimmen.
Ansonsten beträgt die gesetzliche Zustimmungsfrist 2 Monate.

Zitat (von Latif123):
Nicht, das ich vom Vermieter auf Zustimmung verklagt werde.

Das wird nicht passieren und wenn er es doch macht, dann wird er den Prozess verlieren.

Zitat (von Latif123):
und"vergleichbare Wohnungen sind teurer, so dass nun eine Mietzinsanhebung notwendig wird".

Dazu muss er nämlich auf einen Mietspiegel verweisen und genau erklären welchen Wert aus dem Mietspiegel er warum als Vergleichswert nimmt.

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#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32930 Beiträge, 5761x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Ich dachte, dass man zustimmen muß
Nö. Muss man nicht.
Zitat (von Latif123):
Deshalb gefällt mir die Frist von 14 Tagen nicht.
Ja, die Frist ist kurz. Aber da du gar nicht zustimmen musst, ist das egal.
Aber der *Mieterhöhungs- Brief* muss korrekt und *rechtens* sein, denn sonst brauchst du auch ab 1.5. nicht mehr Kaltmiete zahlen.
Deshalb fragte ich nach dem Wortlaut des Briefes.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#5
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Deshalb fragte ich nach dem Wortlaut des Briefes.


"Wenn ich mich heute mit einem Mieterhöhungsschreiben an Sie wende, so liegt dies daran, dass sich Ihre Miete trotz gestiegener Kosten und Mietpreissteigerungen in den letzten Jahren nicht geändert hat. Der Netto-Mietzins für Ihre Wohnung beträgt seit April 2009 monatlich unverändert ...EUR. Dies ergibt bei 32 m² einen Mietzins v. 8,59 EUR/m².

Dies entspricht allerdings schon seit einiger Zeit nicht mehr dem Mietzins vergleichbarer Wohnungen, der seit geraumer Zeit bei mindestens 9,45 Euro/m² liegt, so dass nunmehr leider eine Mietzinsanhebung notwendig wird.
Ich schlage Ihnen deshalb eine Anhebung der Netto-Miete um 28,-- Euro auf ....Euro vor, beginnend ab dem 01.05.2024. Dies entspricht einem Mietzins von 9,44 Euro/m². Ich bitte Sie, mir binnen 14 Tagen Ihre Zustimmung zu diesem Mietpreis auf dem beigefügten Doppel zu bestätigen.

Die Höhe der NK wird hiervon nicht berührt. Sie ist neben der Miete in der bisherigen Höhe weiter zu entrichten.

Ihre neue Mietzahlung setzt sich daher ab dem 01.05.2024 wie folgt zusammen:
Xxxl+Xx usw.
Ich würde mich freuen, wenn wir die Angelegenheit auf diese Weise schnell und unkompliziert erledigen könnten und verbleibe

MfG

Bitte Dauerauftrag ändern


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#6
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4975 Beiträge, 591x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Ist das so Rechtens? Ich brauche mehr Bedenkzeit.


Wenn das wirklich so:

Zitat (von Latif123):
"meine Miete hat sich in den letzten Jahren trotz gestiegener Kosten und Mietpreissteigerungen nicht geändert", und"vergleichbare Wohnungen sind teurer, so dass nun eine Mietzinsanhebung notwendig wird".


dort steht, dann ist der Schrieb wirklich nur als Anfrage anzusehen. Klage auf Zustimmung aufgrund dieses Schreibens wird es nicht geben.

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#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32930 Beiträge, 5761x hilfreich)

@Latif123
ICH würde nicht extra auf dem Doppel zustimmen.
ICH würde ab dem 1.5.24 die 28,- mehr bezahlen.
ICH würde noch heute den Dauerauftrag entspr. ändern.
ICH halte die Mieterhöhung nach 15 Jahren für mehr als akzeptabel.

DU kannst gern etwas anderes vorschlagen, denn es ist ja nur ein Vermietervorschlag.
Das Amt, das dir ergänzende Grundsicherung zahlt, wird die Erhöhung akzeptieren.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
cruncc1
Status:
Richter
(8133 Beiträge, 4531x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Hallo, habe einen Mieterhöhungsvorschlag von 10% (28 Euro) auf die Nettomiete vom Vermieter bekommen...

Zitat:
(Die letzte Erhöhung war nach einer Modernisierungsmaßnahme vor 15 Jahren.)

Ich würde nicht lange überlegen, sondern zahlen, bevor es sich der Vermieter anders überlegt.

https://www.test.de/Mieterhoehung-Was-geht-und-was-nicht-geht-4489493-0/

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121829 Beiträge, 40072x hilfreich)

Zitat (von cruncc1):
Ich würde nicht lange überlegen, sondern zahlen, bevor es sich der Vermieter anders überlegt.

Richtig.
Denn geht der Vermieter zum Anwalt und lässt sich beraten, dann kommt sicherlich eine rechtskonforme Mieterhöhung die das Maximum ausreizt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

3x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 53x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Denn geht der Vermieter zum Anwalt und lässt sich beraten, dann kommt sicherlich eine rechtskonforme Mieterhöhung die das Maximum ausreizt.


Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter - man wird dann auf der "schwarzen Liste" des Vermieters stehen und er wird einem nie mehr auch nur ein klitzekleines Bisschen entgegenkommen und ab jetzt absolut jede Möglichkeit zur Mieterhöhung auch in der Zukunft ausreizen (15/20% innerhalb von 3 Jahren kann man sich dann schon mal drauf einstellen). Und ich könnte ihn da auch ganz und gar verstehen.

Zitat (von Latif123):
Die letzte Erhöhung war nach einer Modernisierungsmaßnahme vor 15 Jahren.

Zitat (von Latif123):
habe einen Mieterhöhungsvorschlag von 10% (28 Euro) auf die Nettomiete vom Vermieter bekommen


€28 nach 15 Jahren ist ein Witz, wie kleinlich kann man eigentlich sein! Ich würde mich freuen, dass ich so einen tollen Vermieter habe, der so ewig nicht die Miete erhöht hat, ihm die €28 mehr ohne mit der Wimper zu zucken bestätigen und ihm vielleicht sogar noch ein persönliches Dankeschön aussprechen.

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47937 Beiträge, 16938x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Mietzins vergleichbarer Wohnungen, der seit geraumer Zeit bei mindestens 9,45 Euro/m² liegt


Und ich würde erst einmal durch Blick in den örtlichen Mietspiegel prüfen, ob das denn stimmt.

Wenn es stimmt, dann kann man ggf. darüber hinwegsehen, dass das Mieterhöhungsverlangen wegen eines fehlenden Verweises auf den Mietspiegel formell unwirksam ist.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
€28 nach 15 Jahren ist ein Witz, wie kleinlich kann man eigentlich sein! Ich würde mich freuen, dass ich so einen tollen Vermieter habe, der so ewig nicht die Miete erhöht hat, ihm die €28 mehr ohne mit der Wimper zu zucken bestätigen und ihm vielleicht sogar noch ein persönliches Dankeschön aussprechen.


Einerseits stimme ich Ihnen zu anderseits, die Wohnung hat Mängel. Außerdem darf ich hier keinen Hund halten ( ist eigentlich auch besser so, da sehr oft Baulärm durch Modernisierungs Arbeiten, wenn Mieter ausziehen, (das passiert oft). Die Wohnqualität ist nicht so gut, auch was die Außenumgebung betrifft (hohes Verkehrsaufkommen, keine nutzbare Grünfläche).

Wenn ich eine bessere Wohnung finde, kann ich ausziehen, dass weiß ich selbst!

Und einen Grund zum Freuen sind diese ständigen Preissteigerung sicher nicht.


0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Solan196
Status:
Master
(4975 Beiträge, 591x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Und einen Grund zum Freuen sind diese ständigen Preissteigerung sicher nicht.


Die Preissteigerung trifft alle, auch den Vermieter. Wenn du meinst, dass 28 EUR zu viel sind, dann lass es doch drauf ankommen und warte, wie der VM reagiert.

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 53x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Die Preissteigerung trifft alle, auch den Vermieter. Wenn du meinst, dass 28 EUR zu viel sind, dann lass es doch drauf ankommen und warte, wie der VM reagiert.


Sehe ich ganz genauso.

Zitat (von Latif123):
anderseits, die Wohnung hat Mängel.

Was für welche denn? Ggf. würden die zu einer Mietminderung berechtigen.

Zitat (von Latif123):
Außerdem darf ich hier keinen Hund halten

Das ist so nicht zulässig. Die Hundehaltung darf nicht generell verboten werden. Aber in einer Einzimmerwohnung mitten in der Stadt, würde ich das schon aus Rücksicht auf den Hund von selbst nicht wollen. Und ein Mietmangel ist das aber nicht.

Zitat (von Latif123):
Die Wohnqualität ist nicht so gut, auch was die Außenumgebung betrifft (hohes Verkehrsaufkommen, keine nutzbare Grünfläche).

Auch das ist kein Mietmangel.

Zitat (von Latif123):
Und einen Grund zum Freuen sind diese ständigen Preissteigerung sicher nicht.

Ständig?!? Nach 15 Jahren? Meine Definition von ständig ist eine andere...

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
ICH würde nicht extra auf dem Doppel zustimmen.
ICH würde ab dem 1.5.24 die 28,- mehr bezahlen.


Das ist eine noch akzeptable Version. Dieses Zustimmungsverlangen innerhalb von 14 Tagen, gefällt mir nicht.


Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter - man wird dann auf der "schwarzen Liste" des Vermieters stehen und er wird einem nie mehr auch nur ein klitzekleines Bisschen entgegenkommen und ab jetzt absolut jede Möglichkeit zur Mieterhöhung auch in der Zukunft ausreizen (15/20% innerhalb von 3 Jahren kann man sich dann schon mal drauf einstellen). Und ich könnte ihn da auch ganz und gar verstehen.


Mit diesen "schwarzen Listen" Methoden und den Mieter unter Druck setzen, schadet sich der Vermieter im Endeffekt selbst. Das ich dann unbeliebt beim Vermieter bin, wenn ich mich Quer stelle, ist klar.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 53x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Mit diesen "schwarzen Listen" Methoden und den Mieter unter Druck setzen, schadet sich der Vermieter im Endeffekt selbst.


Was hat das denn mit unter Druck setzen zu tun? Meine Güte, der Vermieter hätte in den letzten 15 Jahren die Miete bereits zig Mal erhöhen können. Gehen wir mal von 20% alle 3 Jahre aus. Das wären dann über den groben Daumen jetzt bereits €450, die Du zahlen würdest. Er hat das nicht gemacht und Dir damit jede Menge Geld gespart im Laufe der Jahre - oder genauer, er hat Dir einen Gefallen getan.

Und jetzt, wo er Dich im Gegenzug um einen Gefallen bittet, nämlich die Miete ganz unbürokratisch um €28 zu erhöhen, pupst Du Dich ein? Wenn der anschließend auf Dich nicht mehr gut zu sprechen ist, dann ist das menschlich und liegt nicht an irgendwelchen ominösen Vermietermethoden. Wenn mich jemand so behandelt, wie Du hier Deinen Vermieter, dann hat er bei mir jeden Goodwill verspielt.

Aber mach nur, wie Du denkst, dann musst Du das Echo eben abkönnen.

1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Was hat das denn mit unter Druck setzen zu tun? Meine Güte, der Vermieter hätte in den letzten 15 Jahren die Miete bereits zig Mal erhöhen können. Gehen wir mal von 20% alle 3 Jahre aus. Das wären dann über den groben Daumen jetzt bereits €450, die Du zahlen würdest. Er hat das nicht gemacht und Dir damit jede Menge Geld gespart im Laufe der Jahre - oder genauer, er hat Dir einen Gefallen getan.


Nein, 450,-- Euro kann er für meine 32 m² nicht verlangen, das wäre Mietwucher. Sie vergessen, dass es Gesetze gibt an die sich auch ein Vermieter zu halten hat. Es sei denn, jemand zahlt freiwillig diese überhöhte Miete beim Neueinzug, dann wäre der Vermieter froh, wenn ich ausziehe, er die Wohnung modernisieren kann, und dann teuer vermieten kann.

Wenn er mir ein Auszugsgeld zahlt, suche ich mir gerne eine neue Wohnung.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
GefährlichesHalbwissen
Status:
Beginner
(144 Beiträge, 53x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Nein, 450,-- Euro kann er für meine 32 m² nicht verlangen, das wäre Mietwucher.


Ach, woher kommt diese Erkenntnis? Es gibt durchaus Gegenden in Deutschland, in denen das kein Mietwucher ist. Und kleine Wohnung sind im Verhältnis oft teurer, als große Wohnungen. Aber selbst, wenn er im Laufe der letzten 15 Jahre die Miete weniger als 20% alle 3 Jahre angehoben hätte, dadurch, dass er das nicht getan hat, hast Du trotzdem mehrere tausend Euro insgesamt gespart.

Zitat (von Latif123):
Es sei denn, jemand zahlt freiwillig diese überhöhte Miete beim Neueinzug


Gerade im städtischen Raum ist davon generell auszugehen, dass er jemanden finden würde.

Zitat (von Latif123):
dann wäre der Vermieter froh, wenn ich ausziehe, er die Wohnung modernisieren kann, und dann teuer vermieten kann.


Das wäre dann auch absolut gerechtfertigt. Modernisierungen sind eine Investition, die auch bei kleinen Wohnungen durchaus €10.000 oder mehr betragen kann und sich für den Vermieter lohnen müssen und sollen.

Zitat (von Latif123):
Wenn er mir ein Auszugsgeld zahlt, suche ich mir gerne eine neue Wohnung.


Und wirst dann ggf. verwundert sein, wie gut Du das bisher hattest...

Aber mir wird das zu blöd, ich habe alles gesagt, was ich dazu zu sagen habe. Fühle Dich ruhig weiter als Opfer. Und ich freue mich, dass ich nicht vermiete und mich mit solchen Leuten wie Dir rumärgern muss.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10817 Beiträge, 4235x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Aber selbst, wenn er im Laufe der letzten 15 Jahre die Miete weniger als 20% alle 3 Jahre angehoben hätte, dadurch, dass er das nicht getan hat, hast Du trotzdem mehrere tausend Euro insgesamt gespart.

Dein gefährliches Halbwissen ignoriert, dass die Mieterhöhungen entweder an den Mietspiegel oder an die ortsübliche Vergleichsmiete gebunden sind.
Einfach mal alle 3 Jahre die Miete um 20% erhöhen funktioniert nicht.

Und ja, 28€ erscheinen lächerlich, wenn man diese dann aber mal auf die Wohnfläche bezieht ist und bleibt es eben eine Erhöhung von gut 1€ / m² oder eben die ausgewiesenen 10%.

Zitat (von Anami):
ICH würde nicht extra auf dem Doppel zustimmen.
ICH würde ab dem 1.5.24 die 28,- mehr bezahlen.

ICH verstehe dann nicht, was es bringen sollte dem Erhöhungsverlangen nicht schriftlich zuzustimmen, wenn man der Erhöhung durch Zahlung des erhöhten Mietzinses zustimmt.
Wenn man die 28€ zahlen wird, erkläre mir bitte den Sinn dahinter das nicht zu unterschreiben.

Zitat (von hh):
Und ich würde erst einmal durch Blick in den örtlichen Mietspiegel prüfen, ob das denn stimmt.

Wenn es stimmt, dann kann man ggf. darüber hinwegsehen, dass das Mieterhöhungsverlangen wegen eines fehlenden Verweises auf den Mietspiegel formell unwirksam ist.

Das sehe ich als praktikable und einzig sinnvolle Vorgehensweise aus folgenden Gründen an.

Wenn eine Mieterhöhung unter Einhaltung der richtigen Vorgehensweise möglich ist, ist bei Ablehnung des aktuellen Vorschlages davon auszugehen, dass der Vermieter sich beraten lässt und dann ein Mieterhöhungsverlangen vorlegt, welches rechtlich durchsetzbar ist und dann eben auch das maximal mögliche ausschöpft.
Es kann also durchaus Sinn machen, dem jetzigen Vorschlag, sofern ein formal korrektes Mieterhöhungsverlangen durchsetzbar wäre, zuzustimmen und dann die nächsten Jahre Ruhe zu haben.

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1171 Beiträge, 128x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Das ist eine noch akzeptable Version. Dieses Zustimmungsverlangen innerhalb von 14 Tagen, gefällt mir nicht.


Das macht doch überhaupt keinen Unterschied.

Wenn du ab dem 01.05. die 28,00 Euro mehr überweist, hast du die Mieterhöhung auch akzeptiert.

Ich würde dem zusätzlich schriftlich zustimmen und fertig.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1316 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Meine Güte, der Vermieter hätte in den letzten 15 Jahren die Miete bereits zig Mal erhöhen können.


Wenn der Vermieter mit der jetzigen Erhöhung fast punktgenau auf dem Mietspiegel landet, dann ist eher zu vermuten, dass er bereits in der Vergangenheit nahe oder über dem Mietspiegel lag und daher so lange nicht erhöht hat (nicht durfte).

1x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Wenn der Vermieter mit der jetzigen Erhöhung fast punktgenau auf dem Mietspiegel landet, dann ist eher zu vermuten, dass er bereits in der Vergangenheit nahe oder über dem Mietspiegel lag und daher so lange nicht erhöht hat (nicht durfte).


Richtig

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47937 Beiträge, 16938x hilfreich)

Zitat (von GefährlichesHalbwissen):
Meine Güte, der Vermieter hätte in den letzten 15 Jahren die Miete bereits zig Mal erhöhen können. Gehen wir mal von 20% alle 3 Jahre aus. Das wären dann über den groben Daumen jetzt bereits €450, die Du zahlen würdest. Er hat das nicht gemacht und Dir damit jede Menge Geld gespart im Laufe der Jahre - oder genauer, er hat Dir einen Gefallen getan.


Das sind ganz abenteuerliche Aussagen, die an der Realität völlig vorbeigehen.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass bei einer Neuvermietung die Miete deutlich oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt, was dann dazu führt, dass über einen relativ langen Zeitraum keine Mieterhöhung zulässig ist.

Dass es sich bei der Erhöhung um 10% nach 10 Jahren um eine Erhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete handelt ist durchaus denkbar. Dann hätte der Vermieter seinem Mieter in den letzten Jahren jedoch (fast) nichts geschenkt.

Die Wahrnehmung der rechtlichen Interessen ist auch für einen Mieter absolut legitim. Der Mieter kann seinen Vermieter auch zunächst einmal darauf hinweisen, dass er nach § 558b Abs. 2 BGB noch bis zum 30.04. Zeit hat, dem Mieterhöhungsverlangen zuzustimmen und dass er diese zeit auch benötigt, um das Mieterhöhungsverlangen zu prüfen.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2363 Beiträge, 366x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Wenn du ab dem 01.05. die 28,00 Euro mehr überweist, hast du die Mieterhöhung auch akzeptiert.

Nö, hat er nicht.
Das Angebot des Vermieters gilt nur befristet und hat danach keine Wirkung mehr.

Zitat (von hh):
Der Mieter kann seinen Vermieter auch zunächst einmal darauf hinweisen, dass er nach § 558b Abs. 2 BGB noch bis zum 30.04. Zeit hat, dem Mieterhöhungsverlangen zuzustimmen und dass er diese zeit auch benötigt, um das Mieterhöhungsverlangen zu prüfen.

Du siehst hier Dinge, die nicht da sind.
Es gibt noch gar kein Mieterhöhungsverlangen.
Bisher ist das lediglich ein befristetes Angebot zur einvernehmlichen Vertragsänderung auf eine neue Kaltmiete.
Der formell korrekte Mieterhöhungsverlangen darf man erwarten, wenn dem Angebot nicht innerhalb der Gültigkeitsfrist zugestimmt wird.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32930 Beiträge, 5761x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
anderseits, die Wohnung hat Mängel.
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.
Zitat (von Latif123):
Dieses Zustimmungsverlangen innerhalb von 14 Tagen, gefällt mir nicht.
Dann gern nochmal: Du musst nicht zustimmen.
Gern auch nochmal: Da der Vermieter einen VORSCHLAG macht, kannst du gern versuchen, ihm etwas anderes vorzuschlagen. Vielleicht einigt ihr euch ?

Was meinst du, warum er dir diesen VORSCHLAG gemacht hat?


Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Was meinst du, warum er dir diesen VORSCHLAG gemacht hat?


Der Vermieter möchte eine Entscheidung (Vorschlag) von mir. Oder ganz unkompliziert, ich unterschreibe einfach.



0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32930 Beiträge, 5761x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Der Vermieter möchte eine Entscheidung (Vorschlag) von mir.
Ja, genau.
Zitat (von Latif123):
Oder ganz unkompliziert, ich unterschreibe einfach.
Ja, genau. Damit stimmst du der Mieterhöhung ab 1.5.24 zu.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Du siehst hier Dinge, die nicht da sind.
Es gibt noch gar kein Mieterhöhungsverlangen.
Bisher ist das lediglich ein befristetes Angebot zur einvernehmlichen Vertragsänderung auf eine neue Kaltmiete.
Der formell korrekte Mieterhöhungsverlangen darf man erwarten, wenn dem Angebot nicht innerhalb der Gültigkeitsfrist zugestimmt wird.
Zitat (von Kalanndok):
Du siehst hier Dinge, die nicht da sind.
Es gibt noch gar kein Mieterhöhungsverlangen.
Bisher ist das lediglich ein befristetes Angebot zur einvernehmlichen Vertragsänderung auf eine neue Kaltmiete.
Der formell korrekte Mieterhöhungsverlangen darf man erwarten, wenn dem Angebot nicht innerhalb der Gültigkeitsfrist zugestimmt wird.



Noch ein Nachtrag zum Thema:
Ich habe den Mietspiegel eingesehen und den Wert der Mietwohnung berechnet, bei mittlerer Wohnlage.

Das Ergebnis:
Mit Bad oder Dusche und mit Heizung
Mietspiegel:5,50 - 9,40 €/qm, Durchschnitt: 7,45 €/qm
Ab 35 m² Wohnfläche ( ich habe 32 m²). Baujahr vor 1960


Der Vermieter setzt den neuen Wert mit 9,44 E/qm an.

Zur Wohnlage: Gute Einkaufsmöglichkeiten, S und U Bahn und Ärzte in der Nähe. (Auch Schule und Kitas)

Wenig Parkplätze für Autos, Lärm durch Fl***erkehr und Autos, hellhörige Wohnung, oft Baulärm durch Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen in den Nachbarwohnungen. Hohe Sterblichkeit der Mieter und hohe Fluktuation durch Auszug der Mieter.

Ist das so eine mittlere oder gute Wohnlage?

Muß der Vermieter (privat Vermieter) sich bei Mieterhöhungen an den Mietspiegel halten?

Außerdem fällt bei Kabelfernsehen das NK Privileg, hier ab März,weg, d.h. eigenen, teuren Kabelvertrag abschließen oder andere teure Alternative.


-- Editiert von User am 4. März 2024 08:08

-- Editiert von User am 4. März 2024 08:11

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Latif123
Status:
Frischling
(47 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Wenig Parkplätze für Autos, Lärm durch Fl***erkehr und Autos,


Ich weiß nicht warum da mit Sternchen markiert wurde, d.h. Lärm durch Flugzeuge. Der Flughafen ist in der Nähe.

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47937 Beiträge, 16938x hilfreich)

Zitat (von Latif123):
Ab 35 m² Wohnfläche

Gibt es im Mietspiegel keine Angaben zu Wohnungen mit einer Wohnfläche unter 35m²?

Zitat (von Latif123):
Der Vermieter setzt den neuen Wert mit 9,44 E/qm an.

Das überschreitet noch das obere Limit.

Zitat (von Latif123):
Ist das so eine mittlere oder gute Wohnlage?

Zu eier guten Wohnlage gehört regelmäßig auch, dass sie ruhig gelegen ist. Daher würde ich sie in die mittlere Wohnlage einordnen. Meistens gibt es aber auch im Mietspiegel Aussagen zur Wohnlageneinordnung.

Zitat (von Latif123):
Muß der Vermieter (privat Vermieter) sich bei Mieterhöhungen an den Mietspiegel halten?

Ja

Zitat (von Latif123):
Außerdem fällt bei Kabelfernsehen das NK Privileg, hier ab März,weg, d.h. eigenen, teuren Kabelvertrag abschließen oder andere teure Alternative.

Dass in dem Zusammenhang Mehrkosten auftreten halte ich für unwahrscheinlich. Man zahlt den Kableanschluss in Zukunft direkt statt über die Nebenkosten.

Zitat (von Latif123):
Ich weiß nicht warum da mit Sternchen markiert wurde,

Die Buchstabenkombination wird in diesem Forum grundsätzlich durch Sternchen ersetzt, egal in welchem Zusammenhang sie verwendet werden.

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