Mieterhöhung

26. April 2005 Thema abonnieren
 Von 
Pepi
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 1x hilfreich)
Mieterhöhung

Guten Tag!

ich habe ein Problem und brauche einen Rat.

Mein Mann hat vor ca. 4 Jahren von seiner verstorbenen Frau ein Haus geerbt, das vermietet ist. Diese Mieter wohnen seit Mitte der 80er Jahre darin, wobei es nie einen schriftlichen Mietvertrag gab. Es gibt nur einen Mietvertrag per Handschlag, der von der Mutter der Verstorbenen abgeschlossen wurde. Dabei wurde die Miete auf alle Zeit inkl. Nebenkosten festgelegt.

Nun würde ich gern mit den Mietern einen Mietvertrag abschließen und darin festhalten, dass sie eine Kaltmiete zu zahlen haben und dass die Nebenkosten nach Verbrauch abgerechnet werden sollen. Die Summe dessen wäre ca. €25,00 pro Monat höher als jetzt. Allerdings stellen die Mieter auf stur und wollen weder einen Mietvertrag noch eine genaue Verbrauchsabrechnung akzeptieren.

Kann ich da in irgendeiner Weise aktiv werden, denn momentan sieht es so aus, dass ich den qm Wohnung für 1,50€ vermiete und auf den Nebenkosten nun einmal allein sitzen bleibe?!? Ist es möglich, dass ich schriftlich eine Mieterhöhung mitteile und damit auch "durchkomme"?

Vielen Dank für die Hilfe!

Pepi

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
fix
Status:
Praktikant
(977 Beiträge, 334x hilfreich)

Ein mündlich abgeschlossener Mietvertrag ist genauso rechtsverbindlich wie ein schriftlicher. Wer als Käufer oder Erbe eines Hauses neuer Vermieter wird, tritt in alle diesbezüglichen Rechte und Pflichten ein.

Grundsätzlich kann ein Vermieter nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften eine Mietanpassung verlangen (Vergleichsmiete). Wenn allerdings auch eine Mieterhöhung durch - u.U. mündliche - Vereinbarung ausgeschlossen wurde, muß sich der Vermieter daran halten. Gleiches gilt für Nebenkosten, die als Pauschale erhoben werden oder in eine Inklusivmiete eingerechnet wurden.

Ein Mieter ist auch nicht verpflichtet, einen angebotenen neuen Vertrag zu akzeptieren.

Allerdings kann bei mündlichen Vereinbarungen das Problem der Beweisbarkeit bestehen. Wenn etwas aber mehr als 20 Jahre so praktiziert wurde, dürfte vieles dafür sprechen, daß auch eine entsprechende Vereinbarung bestand.

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