Mieterhöhung trotz Mängeln akzeptieren?

30. März 2011 Thema abonnieren
 Von 
Funkybull
Status:
Schüler
(311 Beiträge, 109x hilfreich)
Mieterhöhung trotz Mängeln akzeptieren?

Hallo,

seit ca. 15 Jahren wohne ich in der jetzigen Wohnung zur Miete. Außer üblichen Wohngeräuschen waren die störenden Geräuschen oder Lärm im Rahmen. Im Verlauf der letzten Jahre, besonders mit Wechsel der jeweiligen Mieter, wurde es immer nerviger. Abgesehen von klaren Lärmbelästigungen wie lauten Parties etc.waren es auf Dauer eher häufige Rumpel- und Trampelgeräusche, die an den Nerven nagten. Es zeigte sich erst ziemlich spät, daß die Schallisolierung zwischen meiner und der darüberliegenden Wohnung sehr schlecht ist- teilweise gibt es regelrechte Resonanzräume. Dieser Befund zeigte sich erst vor ein paar Jahren, nachdem ich dort schon schon länger wohnte, s.o.
Ich habe das immer wieder den Vermietern gesagt, die aber kaum etwas Wirkungsvolles taten- explizit begründet auch mit den hohen Kosten einer Schalldämmung. Ich hatte dann die Hoffnung, daß man miteinander auskommen könne, wenn die Nachbarn über mir sich etwas in acht nehmen würden. Das Herumtrampeln und merkwürdige nächtliche Aufräum(?)-Aktionen wurden aber leider immer schlimmer.

Letztes Jahr hat der Vermieter bereits wieder die Miete erhöht (und ich habe bis dato immer die volle Miete gezahlt)- nun soll die Miete wieder erhöht werden. Um Mißverständnissen vorzubeugen: Ich habe nichts gegen eine angemessene Mieterhöhung. Allerdings ist das für mich nun eher eine Provokation. Der Vermieter kennt die Mängel, er weiß wie sehr mich das ärgert und erhöht nun trotzdem die Miete. Ichh finde das dreist.

Mangels Zeit und, um ehrlich zu sein, weil ich dem Ärger aus dem Weg gehen wollte, habe ich bisher nicht die Miete gemindert bzw. dieses auch nicht angedroht (bis auf einmal, glaube ich).

Ich finde, daß der Mietspiegel -in diesem Fall- nicht genau genug ist, eine solche Mietminderung ausreichend zu begründen- denn über mangelhafte Schallisolierung steht dort wahrscheinlichh nichts.

Was wäre denn jetzt der angebrachte / richtige Weg?
Kann ich die Mieterhöhung ablehnen mit der Begründung, daß die Wohnug mangelhaft und nicht mit den Standardwohnungen (mit unterstellter besserer Isolierung) in der entsprechenden Mietspiegelrubrik vergleichhbar ist?

Oder muß ich die Mieterhöhung akzeptieren und muß dann wie üblich Prozentual von der Bruttomiete abziehen?

Wieviel Prozent? Gibt es da sinnvolle Tabellen? Wie schätzt man das am besten ab? Gefühlt würde ich manchmal am liebsten über 100% abziehen...


P.S.:
Zum Problem gab es hier schonmal einen Artikel, der aber etwas in die falsche Richtunng ging, darum nochmal hier in Neufassung.




2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
dem User forever known as Mortinghale
Status:
Student
(2350 Beiträge, 454x hilfreich)

quote:
Oder muß ich die Mieterhöhung akzeptieren und muß dann wie üblich Prozentual von der Bruttomiete abziehen?

DAS wäre der richtige Weg.
Allerdings ist die alte Miete die Grenze, die Du nicht unterschreiten darfst.



-----------------
""

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#2
 Von 
Funkybull
Status:
Schüler
(311 Beiträge, 109x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Oder muß ich die Mieterhöhung akzeptieren und muß dann wie üblich Prozentual von der Bruttomiete abziehen?

DAS wäre der richtige Weg.
Allerdings ist die alte Miete die Grenze, die Du nicht unterschreiten darfst.


Warum nicht die Gesamtmiete? Gibt es irgendwelche Quellen, aus denen sich die von Dir genannte Regelung erschließen lässt?
Schließlich betrifft der Mangel die gesamte Wohnung, die auch mit der vollen Miete gezahlt wird (und nicht nur mit der Differenz zur Mieterhöhung).

-- Editiert am 30.03.2011 23:20

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