Mieterhöhung um 12,38% und Kündigungsfrist

25. April 2005 Thema abonnieren
 Von 
regenhase
Status:
Frischling
(44 Beiträge, 5x hilfreich)
Mieterhöhung um 12,38% und Kündigungsfrist

Hallo,

heute hab ich an die Mietexperten gleich ein paar Fragen.

Wir wohnen zur Miete seit Dez.97. Seitdem wurde die Miete nie erhöht. Aber auch erforderliche Reparaturen an Fenstern, Parkett, Rolläden, Elektroinstallation usw, wurde nicht erledigt,obwohl ich sogar den Hausherrn persönlich hier hatte um ihm die Mängel zu zeigen. Bei einem Fastbrand am Herdanschluss meinte er damals lapidar, das wird alles neugemacht, wenn sie mal ausziehen. Repariert wurde vom Elektriker damals unter Vorbehalt.
Nun kam heute ein Brief mit der Aufforderung, ab Juli des Jahres 12.38% mehr Miete zu zahlen .

Ist diese Höhe der Erhöhung rechtens? Wie kann ich mich gegen eine solche Erhöhung wehren, wenn in der Wohnung überhaupt nichts passiert .

Da die Wohnung sowieso zu klein ist, erwägen wir eventuell auch einen Umzug. Wir könnten mit Glück zum gleichen Preis (nach der Mieterhöhung) eine über 40 qm grössere Wohnung anmieten.
Da wir solange hier wohnen, wielange ist dann die "normale" Kündigungsfrist und können wir aufgrund der Erhöhung vielleicht die Kündigungsfrist umgehen?

Ich habe im Netz eine Seite gefunden , wo bei 11% Mieterhöhung von Modernisierungsmieterhöhung gesprochen wurde. Mir kommem über 12% deswegen unheimlich viel vor,vor allem , weil bei uns leider so überhaupt gar nichts passiert .

Vielen Dank schon mal für Antworten

Regenhase

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
regenhase
Status:
Frischling
(44 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo ,

Nachtrag :
die Mieterhöhung wird mit enorm gestiegenen Lebenshaltungskosten begründet.
"Um den Unterhalt des Wohngebäudes weiterhin gewährleisten zu können müssen wir eine pauschale Mieterhöhung von XXX per 1.Juli vornehmen".

Es gibt keine Modernisierungsvorhaben und der Mietspiegel liegt (Internetaussage) bei 4.73 Euro.

Wir kämen nach der Erhöhung auf 5.75 Euro pro qm .

Ich habe nun noch gefunden , das man der Erhöhung zustimmen muss . Wo und bei wem muss ich das tun ? Wenn ich nirgends meine Zustimmung gebe , heisst das automatisch , das ich nicht zustimme ? Muss der Vermieter mich fragen , ob ich einverstanden bin ?

Grüsse vom Regenhasen

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48101 Beiträge, 16989x hilfreich)

Mit so einer Begründung ist die Mieterhöhung ungültig.

Wenn Du nirgends Deine Zustimmung gibst, dann heißt das automatisch, dass Du nicht zustimmst. Die Mieterhöhung wird nur dann gültig, wenn Du gegenüber dem Vermieter zustimmst.

Solltest Du nicht zustimmen, dann muss der Vermieter innehalb von 3 Monaten nach Ablauf der Zustimmungsfrist Dich auf Zustimmung verklagen. Ansonsten wird das Ganze hinfällig.

Du brauchst also jetzt gar nichts zu machen und kannst sogar Mahnungen ignorieren.

Auf der anderen Seite hast Du jetzt ein Sonderkündigungsrecht (§ 561 BGB ) und musst nicht eventuell im Mietvertrag vereinbart längere Kündigungsfristen einhalten.

BGB § 561 Sonderkündigungsrecht des Mieters nach Mieterhöhung
(1) Macht der Vermieter eine Mieterhöhung nach § 558 oder § 559 geltend, so kann der Mieter bis zum Ablauf des zweiten Monats nach dem Zugang der Erklärung des Vermieters das Mietverhältnis außerordentlich zum Ablauf des übernächsten Monats kündigen. Kündigt der Mieter, so tritt die Mieterhöhung nicht ein.

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