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Mietminderung aufgrund Ausfall der Heizung

21. Mai 2018 Thema abonnieren
 Von 
go430461-99
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)
Mietminderung aufgrund Ausfall der Heizung

Schönen Guten Tag,

Mein Anliegen dreht sich um folgendes:

Seit Bezug (01.01.2018) meiner Wohnung ist 1 von 3 Heizungen funktionslos, sodass die Temperatur regelmäßig unter 20 Grad Celsius fällt. Dies wurde dem Vermieter sofort mitgeteilt und es wurde auch durch die ansässige Heizungsfirma geprüft. Ergebnis war, dass die Heizung gänzlich funktionslos ist und auch Aspest drin ist. Vom Vermieter wurde absolut nichts unternommen, natürlich wurde von der Firma Bericht erstattet, da ja auch die Rechnung für den Herren bezahlt werden musste.
Nun ist meine Frage was ich für einen Anspruch auf Mietminderung habe, und ob ich diesen auch Rückwirkend geltend machen kann.

Vielen Dank und Liebe Grüße

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anitari
Status:
Bachelor
(3205 Beiträge, 1436x hilfreich)

Mietminderung muß Zeitnah erfolgen.

Wir haben jetzt Ende Mai und der Heizungsausfall war im Januar.

Wie hast Du eigentlich seit dem geheizt?

Signatur:

„Sie hören von meinem Anwalt"
ist die erwachsene Version von „Das sage ich meiner Mama"

2x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105684 Beiträge, 37802x hilfreich)

Zitat (von go430461-99):
Nun ist meine Frage was ich für einen Anspruch auf Mietminderung habe, und

Kommt darauf an, welche Beeinträchtigungen dem Mieter daraus entstanden sind.



Zitat (von go430461-99):
ob ich diesen auch Rückwirkend geltend machen kann.

Ja, kann man.
Es könnte Verwirkung eingetreten sein, das müsste man prüfen. Da der Vermieter aber von dem Mangel wusste, ist die Wahrscheinlichkeit recht gering.

Mietmiederung ist aber eine Sache die einem keine funktionierende Heizung bringt.
Daher würde ich eher über eine Selbstvornahme unter Verrechnung mit der Miete nachdenken.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
go430461-99
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Anitari):
Mietminderung muß Zeitnah erfolgen.

Wir haben jetzt Ende Mai und der Heizungsausfall war im Januar.

Wie hast Du eigentlich seit dem geheizt?


Da es „nur" der Flur ist, habe ich es einfach hingenommen. Ich habe dann mündlich vereinbart eine Miete auszusetzen, durch diesen Umstand konnte er durch 1 Tag Verzug der Zahlung der Miete diesen Monats die fristlose Kündigung aussprechen, weswegen ich jetzt dagegen vorgehen will.
Wie soll ich weiter verfahren, ich finde eine Minderung von 20% angemessen. Mindestens.
Das wären immerhin knappe 90€.
Wenn man das auf die letzten Monate umrechnet, müsste ich ja nächsten Monat quasi gar keine Miete zahlen. Kann ich dazu selber einen Brief aufsetzen? Ein Anwalt wäre mir viel zu teuer, ich bin noch Student und kann mir das ohnehin nur mit Unterstützung leisten, ein Anwalt wäre für mich finanziell nicht drin..
Könnt ihr mir weiterhelfen?

Liebe Grüße und Dankeschön

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
go430461-99
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)

-

-- Editiert von go430461-99 am 21.05.2018 15:36

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
go430461-99
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)

Kann keiner weiterhelfen?

Liebe Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7427 Beiträge, 3062x hilfreich)

20% Mietminderung für eine Heizung, die Sie nachweislich monatelang bzw eigentlich überhaupt nicht vermisst haben.... Na, Sie sind ja abenteuerlustig unterwegs! Das ist keinesfalls angemessen. Ich würde die angemessene Minderung irgendwo im einstelligen Prozentbereich ansiedeln.

Abgesehen davon ist eine Mietminderung nur für diejenigen Tage angebracht, an denen Sie tatsächlich nicht heizen konnten, das waren wieviele nachweislich und genau?

Meiner Meinung nach kommen Sie damit also auf keinen Fall aus der fristlosen Kündigung heraus --> Zahlen Sie den ausstehenden Betrag unverzüglich, dann können Sie die Fristlose für dieses Mal noch mal abwenden. Gab es auch hilfsweise eine ordentliche Kündigung? Diese bestünde nämlich fort. Die mündliche Vereinbarung hilft Ihnen nicht, wenn Sie diese nicht nachweisen können!

-- Editiert von fb367463-2 am 25.05.2018 02:30

Signatur:

"Valar Morghulis"

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3162x hilfreich)

20 % sind hoch angesiedelt, zu hoch. Sie sollten sich hier überlegen, ob sie nicht besser mit ihrem Vermieter Kontakt aufnehmen, und versuchen die Sache im Einvernehmen zu regeln. Alles andere könnte im Zweifel für sie ausgehen wie das Hornberger schießen

Wenn in der Wohnung lediglich drei Heizungen sind und sich davon eine im Flur befindet gehe ich davon aus, dass es sich um ein Apartment handelt. Warum nun die defekte Heizung im Flur für ein herabsenken der Temperatur in der ganzen Wohnung sorgt erschließt sich mir nicht. Es hätte sich angeboten, die Türen zum Flur zu schließen, so wäre die erwünschte Wärme in den Wohnräumen geblieben.

Sollte sich der Vermieter hier nicht entgegenkommen zeigen, so haben sie immer noch die Möglichkeit der Ersatzvornahme.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
go430461-99
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von fb367463-2):
20% Mietminderung für eine Heizung, die Sie nachweislich monatelang bzw eigentlich überhaupt nicht vermisst haben.... Na, Sie sind ja abenteuerlustig unterwegs! Das ist keinesfalls angemessen. Ich würde die angemessene Minderung irgendwo im einstelligen Prozentbereich ansiedeln.

Abgesehen davon ist eine Mietminderung nur für diejenigen Tage angebracht, an denen Sie tatsächlich nicht heizen konnten, das waren wieviele nachweislich und genau?

Meiner Meinung nach kommen Sie damit also auf keinen Fall aus der fristlosen Kündigung heraus --> Zahlen Sie den ausstehenden Betrag unverzüglich, dann können Sie die Fristlose für dieses Mal noch mal abwenden. Gab es auch hilfsweise eine ordentliche Kündigung? Diese bestünde nämlich fort. Die mündliche Vereinbarung hilft Ihnen nicht, wenn Sie diese nicht nachweisen können!

-- Editiert von fb367463-2 am 25.05.2018 02:30


I
Zitat (von AltesHaus):
20 % sind hoch angesiedelt, zu hoch. Sie sollten sich hier überlegen, ob sie nicht besser mit ihrem Vermieter Kontakt aufnehmen, und versuchen die Sache im Einvernehmen zu regeln. Alles andere könnte im Zweifel für sie ausgehen wie das Hornberger schießen

Wenn in der Wohnung lediglich drei Heizungen sind und sich davon eine im Flur befindet gehe ich davon aus, dass es sich um ein Apartment handelt. Warum nun die defekte Heizung im Flur für ein herabsenken der Temperatur in der ganzen Wohnung sorgt erschließt sich mir nicht. Es hätte sich angeboten, die Türen zum Flur zu schließen, so wäre die erwünschte Wärme in den Wohnräumen geblieben.

Sollte sich der Vermieter hier nicht entgegenkommen zeigen, so haben sie immer noch die Möglichkeit der Ersatzvornahme.


Der Betrag ist direkt bezahlt worden.
Nachweislich nicht vermisst? Wieso habe ich dann den Heizungsinstallateur angefordert?
Ich denke mal tatsächlich nachweisbar sind die Tage ab dem der Heizungsinstallateur festgestellt hat, dass diese gänzlich funktionslos ist. Das wäre dann 3 Wochen nach Einzug im Januar.


Der Flur ist offen und hat nur eine Tür zum Wohnzimmer hin. Da eine Treppe nach oben in das Schlafzimmer führt kann dort auch keine Tür geschlossen werden. Da die Heizung ja auch das Bad mitheizt, habe ich natürlich einen erheblichen Mangel, da mein Bad so immer kalt geblieben ist.
Sollte ich besser zu Anwalt gehen, oder kann ich ein solches Schreiben selbst aufsetzen, ggf. mit Muster/Vorlage? Wenn ja wäre ich für einen Link sehr dankbar.

Liebe Grüße und Dankeschön

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11824 Beiträge, 3162x hilfreich)

Bei Mietminderung sollte man sich immer vorher von einem Fachmann, hier Anwalt, beraten lassen. Sonst könnte das Ganze böse Folgen haben. Im schlimmsten Fall den Verlust des Wohnraums.

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105684 Beiträge, 37802x hilfreich)

Zitat (von go430461-99):
Nachweislich nicht vermisst?

Hätte man ihn vermisst, hätte man unverzüglich entsprechende Maßnahmen ergriffen.
Hat man aber bis heute nicht.

Da wäre fraglich ob man nicht auch den Anspruch auf die Minderung nicht verwirkt hätte, der Mangel scheint ja nur unerheblich zu sein. Denn bei erheblichen Mängeln hätte man unverzüglich entsprechende Maßnahmen ergriffen...



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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