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Mietpreiserhöhung direkt bei Einzug regeln

9. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
shabeel
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)
Mietpreiserhöhung direkt bei Einzug regeln

Hallo,

Wir haben eine Wohnung welche derzeit für 320€ kalt vermietet ist, zusätzlich kommen 190€ Nebenkosten drauf (Wegen der aktuellen Lage sind die Nebenkosten leider so teuer geworden).
Die Mieterin möchte nun ausziehen und hat den Vertrag fristgerecht zum 31.10.22 gekündigt.

Wir haben nun zig Interessenten zur selben Zeit kommen lassen, dabei war eine welche für uns akzeptabel ist.
Die Kaltmiete soll nun 350€ betragen (Ist gut unter dem Durchschnitt, der Durchschnitt für 2 Zimmer mit 65m2 frisch renoviert, kein Altbau, liegt bei ca. 600€ warm in der Region).

Aufgrund der Inflation und der steigenden Mietpreise in der Region würde ich gerne direkt eine Erhöhung in 12 Monaten auf 370€ veranlassen. Wie geh ich da klug und rechtssicher vor?
Direkt 370€ verlangen und 20€ Rabatt für 12 Monate geben?
Ein Staffelmietvertrag hat ja auch Nachteile, da ist man dann gebunden an das geschriebene. Bei der Inflation habe ich nur Bedenken das eine Erhöhung viel zu wenig sein könnte.

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15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103967 Beiträge, 37581x hilfreich)

Zitat (von shabeel):
Wie geh ich da klug und rechtssicher vor

Da würde ich versuchen einen Anwalt zu finden der das kompetent macht.
Das geht hier https://www.frag-einen-anwalt.de/
oder hier: https://www.123recht.de/forum_forum.asp?forum_id=79



Zitat (von shabeel):
Bei der Inflation habe ich nur Bedenken das eine Erhöhung viel zu wenig sein könnte.

Da ist dann halt Pech, der Gesetzgeber hat die Erhöhungen vorgegeben, egal was die Inflation macht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8769 Beiträge, 4167x hilfreich)

Wäre eine Indexmiete nach § 557b BGB eine Option? Wenn ja, würde ich eine anwaltliche Beratung zu den Vor- und Nachteilen empfehlen. Das kann hier im Forum sicher nicht geschehen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9557 Beiträge, 3960x hilfreich)

Warum soll die Kaltmiete 350€ betragen, wenn ihr bei 370€ schon nicht sicher seid, ob diese ausreichen werden und ihr damit deutlich unter dem Schnitt liegen würdet?

"Alte" Warmmieten als Vergleichswerte zu benutzen, um die Kaltmiete zu ermitteln kann finanzieller Selbstmord sein, das wird einem doch grade ganz deutlich vor Augen geführt.

Zitat (von shabeel):
Direkt 370€ verlangen und 20€ Rabatt für 12 Monate geben?


400€ verlangen und den Rabatt anbieten, freuen sich beide Parteien.... und ihr liegt immer noch unter dem Schnitt.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
shabeel
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Sinnvoll wäre vll auch gewesen direkt für 370€ zu vermieten. Aber wir haben die Wohnung schon für 350€ ausgeschrieben, und ich finde es unfair jetzt noch mit einer höheren Miete zu kommen.
Ich schau mir das mit der Indexmiete mal an.
Ansonsten hatten wir bei all unseren Wohnungen bis jetzt eig. nur Standardmietverträge, und haben seit 10 Jahren keinen Stress und nie einen Anwalt gebraucht. Deshalb bieten wir die Wohnungen auch immer gut renoviert und relativ günstig an, weil es uns recht ist wenn die Mieter einfach wohnen bleiben und keinen Stress machen und pünktlich zahlen. Hat bis jetzt funktioniert. Bei einer Miete am oberen Limit hab ich das Gefühl das ein Mieter eher mal Stress macht.

Eine Zusatzfrage ist mir gerade noch gekommen:
Die potentielle neue Mieterin hat mit der derzeitigen Mieterin vereinbart das zwei Wände nicht gestrichen werden müssen, also ihr gefällt die Farbe die da im Moment drauf ist.

Wenn die neue Mieterin aber auszieht, muss sie dann Weis streichen, oder kann sie sich darauf berufen das die Wände ja schon so waren?

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25172 Beiträge, 4789x hilfreich)

Zitat (von shabeel):
Die Mieterin möchte nun ausziehen
Vermutlich wegen der *Anpassung/Erhöhung* des BK-Abschlags auf 190,-?
Zitat (von shabeel):
Bei der Inflation habe ich nur Bedenken das eine Erhöhung viel zu wenig sein könnte.
Für die Erhöhung der Nettokaltmiete sehe ich weniger Bedenken.
Ich hätte eher wegen der Betriebskosten, besonders Verbrauchskosten Bedenken (ob die 190,- ausreichend sind).

Zitat (von shabeel):
Aufgrund der Inflation und der steigenden Mietpreise in der Region würde ich gerne direkt eine Erhöhung in 12 Monaten auf 370€ veranlassen.
Von 320 auf 370? Wegen der Inflation?

Bei Neuvermietung kann man sich an der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren.
Wenn diese jetzt bei 600,- warm liegt, ist vermutlich noch keine Energiepreiserhöhung berücksichtigt. Das sind eher Durchschnittswerte aus 2020/21.

Zitat (von shabeel):
Direkt 370€ verlangen und 20€ Rabatt für 12 Monate geben?
Das verstehe ich nicht.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
shabeel
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Vermutlich wegen der *Anpassung/Erhöhung* des BK-Abschlags auf 190,-?


Vorher waren es 150€, aber wegen des hohen Ölpreises haben wir in Absprache mit der Mieterin die NK auf 190€ erhöht. Nicht das sie zu viel nachzahlen muss.
Sie zieht aus weil sie einen Freund hat der bereits ein Kleinkind hat und ihnen die 2-Zimmer Wohnung zu klein ist, das sie eine größere Wohnung mit 3 Zimmern suchen wurde auch schon vor der Erhöhung angedeutet.

Zitat (von Anami):
Für die Erhöhung der Nettokaltmiete sehe ich weniger Bedenken.
Ich hätte eher wegen der Betriebskosten, besonders Verbrauchskosten Bedenken (ob die 190,- ausreichend sind).


Vorher waren es 150€ NK im Monat, und da hatte sie auch schon mal 200€ nachzahlen dürfen, ich vermute das also 190€ im Monat niemals langen werden. Als wir im April erhöht hatten, wussten wir auch nicht das die Energiekrise solange anhält, sonst hätten wir mehr vereinbart.
Das 3-Parteien Haus braucht um die 5000L Heizöl im Jahr wenn der Preis rechnerisch von 80 Cent pro Liter auf 1,50€ steigt, wären das ja gut 100€ mehr im Monat pro Wohnung....Aber was soll man machen, ich kann ja nichts dafür.

Bei meiner Recherche bei Ebay-Kleinanzeigen ist mir aufgefallen das viele Wohnungen 120€ Nebenkosten angegeben haben, die, die dass Mieten fallen sicher auch auf die Schnauze, mit so wenig kommt man nie hin.

Zitat (von Anami):
Von 320 auf 370? Wegen der Inflation?

Bei Neuvermietung kann man sich an der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren.
Wenn diese jetzt bei 600,- warm liegt, ist vermutlich noch keine Energiepreiserhöhung berücksichtigt. Das sind eher Durchschnittswerte aus 2020/21.


320€ zahlt die Mieterin im Moment, 350€ würde ich bei der anstehenden Neuvermietung verlangen.
Die 320€ wurde seit Jahren nicht erhöht, und ich hab erst später recherchiert wie die Vergleichsmieten im Moment so liegen. Da wurde die Wohnung aber schon besichtigt, und ich finds jetzt auch blöd zu sagen "Ich hab mich nochmal umgehört, wir sind viel zu billig, wir möchten doch mehr Kaltmiete" Wäre zwar noch möglich, da noch kein Mietvertrag unterschrieben ist, aber ich finde das im Nachhinein einfach nicht in Ordnung. Das Mietverhältnis muss einfach von Anfang an passen. Die Frau wäre überglücklich über die Wohnung da sie nur 10min zur Arbeiten laufen muss und sich das Auto spart. Wir warten aber noch auf die Schufa bis der Mietvertrag unterschriftsreif ist.


Zitat (von Anami):
Das verstehe ich nicht.


Na wenn ich direkt 370€ vereinbare und ihr schriftlich einen Rabatt von 20€ monatlich über 12 Monate zusichere dann hab ich in 12 Monaten garkeine Erhöhung, sondern kriege einfach nur die vereinbarten 370€ - ohne Rabatt.
Sie würde für 12 Monate nur 350€ zahlen.

Vll ist die einfachste Lösung auch erstmal garnichts zu machen und einfach in 12 Monaten (oder wenn man gesetzlich erhöhen darf, ich hab mal was von 15 Monaten nach Erstbezug gelesen) eine Erhöhung von 20€ oder je nach Inflation auch mehr schicke.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8769 Beiträge, 4167x hilfreich)

Zitat (von shabeel):
Wenn die neue Mieterin aber auszieht, muss sie dann Weis streichen, oder kann sie sich darauf berufen das die Wände ja schon so waren?
Vorab zur Sicherheit die Klarstellung, dass die Wandfarbe weiß nicht per AGB gefordert werden darf. Wenn das so im Vertrag steht, sind sehr wahrscheinlich alle Vereinbarungen zu Schönheitsreparaturen unwirksam. Helle Wandfarben dürfen dagegen in der Regel gefordert werden.

Zur Frage an sich hier ein Verweis auf zwei relevante BGH Urteile. Ich gehe dabei davon aus, dass die zwei Wände nicht in neutralen Farben gestrichen sind.
1) BGH, 06.11.2013 - VIII ZR 416/12 . In dem Urteil geht es um Schadensersatz, wenn der Mieter Wände in grellen Farben hinterläßt. Das Urteil ist meiner Meinung nach in deinem Fall wahrscheinlich nicht anwendbar, weil dafür die Wohnung bei Übergabe an den Mieter bereits in neutralen Farben gehalten sein muss. Wenn das nicht der Fall ist, wird es sehr wahrscheinlich keine Verpflichtung zu hellen Farben bei Rückgabe der Wohnung geben.
2) BGH, 22.08.2018 - VIII ZR 277/16. In dem Urteil geht es um die Frage, ob eine Wohnung als "renoviert" gilt, wenn sie das eigentlich nicht ist, aber der neue Mieter eine Vereinbarung mit dem alten Mieter zur Übernahme von Renovierungsarbeiten getroffen hat. Das Resultat des Urteils ist, dass ein Vermieter sich nicht auf solche Vereinbarungen zwischen Alt- und Neumieter stützen darf. Die Wohnung galt also als unrenoviert. Für den Fall hier würde das bedeuten, dass die Wohnung trotz Vereinbarung zwischen Alt- und Neumieter nicht als "in neutralen Farben gestaltet" gelten würde und damit das erst zitierte BGH Urteil nicht greifen würde.

So zumindest meine Meinung. Ob die jetzige Mieterin überhaupt zum streichen verpflichtet ist, kann ich nicht sagen. Aber es muss euch als Vermieter klar sein, dass ihr im Zweifel die Dummen seid, wenn die Mieter untereinander etwas vereinbaren, weil für das neue Mietverhältnis nur der Zustand bei Übergabe durch euch an den Mieter und nicht die Vereinbarungen zwischen den Mietern zählt.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43574 Beiträge, 15523x hilfreich)

Zitat (von shabeel):
Aufgrund der Inflation und der steigenden Mietpreise in der Region würde ich gerne direkt eine Erhöhung in 12 Monaten auf 370€ veranlassen. Wie geh ich da klug und rechtssicher vor?


Das ist der typische Fall für einen Staffelmietvertrag nach § 557a BGB. Rechtssicher geht man vor, indem man die Vorgaben des § 557a BGB beachtet.

Zitat (von shabeel):
Vll ist die einfachste Lösung auch erstmal garnichts zu machen und einfach in 12 Monaten (oder wenn man gesetzlich erhöhen darf, ich hab mal was von 15 Monaten nach Erstbezug gelesen) eine Erhöhung von 20€ oder je nach Inflation auch mehr schicke.


Das kann man auch machen. Eine erste Mieterhöhung ist frühestens nach 15 Monaten zulässig und muss dann entsprechend den mietrechtlichen Vorschriften in § 558 ff. BGB begründet werden. Eine Begründung mit "Ich habe mich umgehört" oder "soviel wird in Ebay-Kleinanzeigen meistens genommen" reicht da bei weitem nicht aus.

Die Staffelmiete ist dagegen eine einfache, klare und rechtssichere Variante für eine zukünftige Mieterhöhung.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
shabeel
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Das Resultat des Urteils ist, dass ein Vermieter sich nicht auf solche Vereinbarungen zwischen Alt- und Neumieter stützen darf.


Die eine Schlafzimmerwand ist in "Kakao" gestrichen, also relativ dunkel, und die im Wohnzimmer ist in einem für mich unschönen Grünton.
Theoretisch müsste ich also verlangen das die Wände in Hell, bzw Weis gestrichen werden und das der neue Mieter selbst seine Wunschfarbe streicht?

Weiß ich noch nicht ob wir das machen, wenn man mal nach Auszug selbst ein paar Stunden die Wände streicht bricht man sich sicher auch keinen Zacken aus der Krone. Ist ja nicht so schwer.

Zitat (von hh):
Das kann man auch machen. Eine erste Mieterhöhung ist frühestens nach 15 Monaten zulässig und muss dann entsprechend den mietrechtlichen Vorschriften in § 558 ff. BGB begründet werden. Eine Begründung mit "Ich habe mich umgehört" oder "soviel wird in Ebay-Kleinanzeigen meistens genommen" reicht da bei weitem nicht aus.


Zählt den Anpassung an die die Ortsübliche Vergleichsmiete nicht als Begründung? Oder wenn ich 3 Vergleichswohnungen vorlege?
Laut Wohnungsbörse.net "Für eine 60m²-Wohnung liegt aktuell der durchschnittliche Mietpreis bei 7,01 EUR/m²."
Unsere Wohnung hat 65m2, ist neu renoviert (neues modernes Bad, neue Küche).


Wenn ich jetzt einen Staffelmietvertrag mache, mit einer Erhöhung in 12 Monaten, und danach keine weitere Erhöhung reinschreibe, kann ich dann später wieder ganz normal erhöhen?

Bedenken habe ich nur bei den Nebenkosten, bei 5000l Heizölverbrauch für das ganze Haus im Jahr müsste ich ja 250€ NK verlangen bei der Preissteigerung im Moment. Wie soll ich das einem Mieter beibringen? Der Preis pro Liter ist von 0,8€ auf 1,55€ gestiegen, das ist schon enorm.
Ich rechne 5000 * 0,8 = 4000€. 5000 * 1,55 = 7750€. Die Differenz beträgt 3750€. 3750€ geteilt durch 3 Wohneinheiten, geteilt durch 12 Monate = 104,17€ Mehrkosten im Monat. (Grob gerechnet, ist natürlich Verbrauchsabhängig).

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9557 Beiträge, 3960x hilfreich)

Zitat (von shabeel):
Wie soll ich das einem Mieter beibringen?


Nicht nur Heizöl, sondern alles ist teurer geworden.
Das weiß in der Regel mittlerweile jeder, wenn er am realen Leben teilnimmt.

Und als Grundregel müsst Ihr immer daran denken, alles (was erlaubt ist) was ihr nicht auf eure Mieter umlegt, zahlt ihr selbst.

Ganz ehrlich, Ihr seid Traumvermieter, ich hoffe nur, dass Ihr mit eurer Gutmütig- und Großherzigkeit nicht irgendwann gewaltig auf die "Sch.auze" fallt.
Überall wo es solche Menschen wie euch gibt, gibt es mindestens doppelt so viele, die es gnadenlos ausnutzen.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25172 Beiträge, 4789x hilfreich)

Zitat (von shabeel):
Wenn ich jetzt einen Staffelmietvertrag mache, mit einer Erhöhung in 12 Monaten, und danach keine weitere Erhöhung reinschreibe, kann ich dann später wieder ganz normal erhöhen?
Bitte lies nach, wie man einen rechtssicheren Staffelmietvertrag aufsetzt.

Ob die pot. neue Mieterin nun nach der *Ausschreibung* mit 350 NKM+190BK-Vorausszahlung einen Staffelmietvertrag annimmt, musst du abwarten. Sie freut sich schon riesig über die günstige Wohnung.

Die Betriebskosten:
Das mit der Anpassung der BK-Vorauszahlungen wegen der Preis-und Kostensteigerungen habt ihr doch sicher für alle eure vermieteten Wohnungen, oder? Schließlich habt ihr in Vorlage zu gehen.
Zitat (von shabeel):
Die potentielle neue Mieterin hat mit der derzeitigen Mieterin vereinbart.
Noch ist kein Vertrag geschlossen und du weißt nicht, wie das mit Renovierung ist--- aber Mieter und Nachmieter handeln schon was aus? Sehr praktisch. Es sollte aber im MV und auch Übergabeprotokoll deutlich aufgenommen werden, wer wann zu renovieren hat, wer was vom Vormieter übernommen hat.
Praktisch möglich ist auch, dass ihr als Vermieter vor Einzug eines neuen Mieters mal eben die dunklen Wände hell streicht...
Zitat (von shabeel):
Unsere Wohnung hat 65m2, ist neu renoviert
Und die bunten Wände? Du meinst vermutlich *modernisiert*.
Zitat (von shabeel):
Wie soll ich das einem Mieter beibringen?
So, wie du das auch deinen anderen Mietern hoffentlich beibringst oder schon gemacht hast.

Danke @spatenklopper--- besser kann man es nicht ausdrücken. :respekt:

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43574 Beiträge, 15523x hilfreich)

Zitat (von shabeel):
Wenn ich jetzt einen Staffelmietvertrag mache, mit einer Erhöhung in 12 Monaten, und danach keine weitere Erhöhung reinschreibe, kann ich dann später wieder ganz normal erhöhen?


Ja, 15 Monate nach der letzten Staffel kann ganz normal bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden.

Außerdem bitte den § 557a BGB lesen und beachten, was darin zur wirksamen Vereinbarung einer Staffelmiete steht.

Zitat (von shabeel):
Bedenken habe ich nur bei den Nebenkosten, bei 5000l Heizölverbrauch für das ganze Haus im Jahr müsste ich ja 250€ NK verlangen bei der Preissteigerung im Moment. Wie soll ich das einem Mieter beibringen?


Es wird Dir nichts anderes übrig bleiben als das dem Mieter beizubringen, entweder bereits mit dem Abschluss des Mietvertrages, aber spätestens mit der Nebenkostenabrechnung. Alternativ bleibst Du auf den Kosten sitzen.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
shabeel
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Ganz ehrlich, Ihr seid Traumvermieter, ich hoffe nur, dass Ihr mit eurer Gutmütig- und Großherzigkeit nicht irgendwann gewaltig auf die "Sch.auze" fallt.
Überall wo es solche Menschen wie euch gibt, gibt es mindestens doppelt so viele, die es gnadenlos ausnutzen.


Ich glaube ehrlich gesagt hier auf dem Land sind auch andere Leute wie in einer Großstadt, also wir hatten in 10 Jahren zumindest nie größere Probleme.
Einmal war jemand der nie pünktlich gezahlt hat, da sind wir immer vorbeigefahren und haben das Geld in Bar geholt, weil alles was der zuviel auf dem Konto hatte gepfändet wurde. Er war allerdings sehr bemüht immer zu zahlen, aber wir waren trotzdem sehr froh als er selbstständig umgezogen ist.
Ansonsten war bei der einen Mieterin zwei mal Innerhalb von 6 Monaten der Abfluss verstopft, 13m tiefer im Haus weshalb eine Firma das entfernen musste und wir haben das gezahlt.... Glaube das hätten wir nicht gemusst.
Ich bin der Meinung das jemand der nur stur auf Geld und seinem eigenen Vorteil aus ist auch nur solche Leute anzieht die Stress machen. Und jemand der solch eine Einstellung nicht hat an den treten solche Leute auch nicht ran, oder fliegen auf.

Zitat (von Anami):
Das mit der Anpassung der BK-Vorauszahlungen wegen der Preis-und Kostensteigerungen habt ihr doch sicher für alle eure vermieteten Wohnungen, oder? Schließlich habt ihr in Vorlage zu gehen.


Wir haben immer den Standard Mietvertrag aus dem Internet https://www.immoverkauf24.de/download/1084/immoverkauf24-mietvertrag.pdf
Und ehrlich gesagt noch nie bis ins Detail gelesen. Soweit ich das jetzt aber lese steht es drin. :D

Zitat (von Anami):
Noch ist kein Vertrag geschlossen und du weißt nicht, wie das mit Renovierung ist--- aber Mieter und Nachmieter handeln schon was aus? Sehr praktisch. Es sollte aber im MV und auch Übergabeprotokoll deutlich aufgenommen werden, wer wann zu renovieren hat, wer was vom Vormieter übernommen hat.
Praktisch möglich ist auch, dass ihr als Vermieter vor Einzug eines neuen Mieters mal eben die dunklen Wände hell streicht...


Die haben halt während der Besichtigung sich schonmal ausgetauscht, für den Falle das ein Mietvertrag zustandekommt. Ansonsten weis ich von keinem weiteren Kontakt der beiden.

Zitat (von Anami):
Und die bunten Wände? Du meinst vermutlich *modernisiert*.

Ja, wir haben sogut wie alles neu gemacht, neue Rollos, neue Verschalung der Dachflächenfenster, Bad und Toilette komplett neu usw. Also dann eben modernisiert.

Zitat (von Anami):
So, wie du das auch deinen anderen Mietern hoffentlich beibringst oder schon gemacht hast.


Die anderen Wohnungen sind in einem Haus mit 72 Wohneinheiten, da fällt das weniger ins Gewicht.
Und nein, da haben wir noch niemanden angeschrieben.

Ansonsten würde ich gerne erstmal bei der Firma der Frau anrufen und fragen ob sie da überhaupt wirklich arbeitet.
Wir haben das mal bei einem anderen Interessenten gemacht der eine Wohnung kriegen sollte und vom Chef erfahren das er seit Wochen garnicht mehr da arbeitet sondern fristlos entlassen wurde. Also hatte er uns angelogen. Der Chef hat dann noch Sachen erzählt, sodass wir die Wohnung lieber anderweitig vermietet haben.

Also ich les mich jetzt mal in Staffelmietverträge ein und schau ob das was ist.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25172 Beiträge, 4789x hilfreich)

Zitat (von shabeel):
also wir hatten in 10 Jahren zumindest nie größere Probleme.
Es geht vorrangig um die aktuellen Energiepreissteigerungen.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
shabeel
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,
Der Mietvertrag wurde heute unterschrieben, wir haben uns jetzt auf 360€ Kaltmiete und 200€ Nebenkosten geeinigt, mit einem ganz normalen Mietvertrag. Damit sind jetzt alle zufrieden, und ich hab keinen extra Stress.

0x Hilfreiche Antwort

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