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Mietpreiserhöhung rechtens?

28. April 2016 Thema abonnieren
 Von 
daddeln
Status:
Beginner
(75 Beiträge, 9x hilfreich)
Mietpreiserhöhung rechtens?

Hallo Forum,

ich habe gestern von meinem Vermieter ein Schreiben erhalten, indem steht, dass zum 01.07.2016 die Miete meiner WOhnung angehoben wird. Er hat sich dabei auf Vergleichswohnung, die ihm auch gehören, bezogen. Darauf habe ich den Aktuellen Mietpreisspiegel für unsere Gemeinde im Internet rechachiert und habe festgestellt, dass dieser sogar 1 Euro/qm UNTER meiner jetzigen Miete liegt.

Ist also eine Mieterhöhung rechtens???

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(105576 Beiträge, 37793x hilfreich)

Kann man mit den mageren Angaben nicht beantworten.

Grundsätzlich sind die Obergrenzen der Mietpreisspiegel aber nicht fix, sondern können in Ausnahmefällen über- und unterschritten werden.




Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17783 Beiträge, 8016x hilfreich)

Das ist einer der Momente, in dem sich der Beitritt in einen Mieterschutzbund lohnen kann. Eine Rechtsberatung kostet meistens schon mehr als eine Jahresmitgliedschaft.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Liane46
Status:
Student
(2979 Beiträge, 1353x hilfreich)

In diesem Mieterhöhungsbegehren wird ja wohl etwas mehr gestanden haben als du hier schreibst. Um dir zu helfen müsste man das ganze Schreiben kennen. Entweder Wort für Wort abtippen, oder Foto/Scan machen und hier hochladen. Natürlich private Daten unkenntlich machen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
TheSilence
Status:
Lehrling
(1651 Beiträge, 1041x hilfreich)

Ich verweise mal auf das hier:

https://www.mieterschutzverein-frankfurt.de/urteileffm/K107.htm

"Zur Widerlegung der gesetzlichen Vermutung, dass ein qualifizierter Mietspiegel die ortsübliche Miete zutreffend wiedergibt, ist der volle Beweis des Gegenteils und zugleich der Beweis einer anderen ortsüblichen Miete erforderlich. Dazu genügt es nicht, dass der Sachverständige in seinem Gutachten eine andere Vergleichsmiete ermittelt. Erforderlich ist vielmehr eine methodische Durchleuchtung des qualifizierten Mietspiegels und darüber hinaus die Ermittlung einer anderen ortsüblichen Miete."

Daran dürfte es für deinen VM wohl scheitern, wenn er nur eigene Vergleichswohnungen angeben kann.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Spezi-2
Status:
Junior-Partner
(5724 Beiträge, 2227x hilfreich)

Ich würde mal einwerfen, dass man einen Mietspiegel auch richtig lesen können muss.
Vermutlich ist dieser auch Online zu sehen, so dass der Fragesteller mal einen Link einstellen könnte und seine Wohnungsbeschreibung damit man prüfen kann, ob die ermittelte Einordnung auch zutrifft.
Ein Vermieter sollte eigentlich wissen welche Miethöhe nach dem Mietspiegel zutrifft und es wäre schön dreist ohne Begründung darüber hinauszugehen.
Oder geht es gar nicht um die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete und es ist eine Staffelmiete oder die sogenannte Kostenmiete maßgebend ?

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
TheSilence
Status:
Lehrling
(1651 Beiträge, 1041x hilfreich)

Zitat:
Ein Vermieter sollte eigentlich wissen welche Miethöhe nach dem Mietspiegel zutrifft und es wäre schön dreist ohne Begründung darüber hinauszugehen.


Wenn es nur gut informierte und nicht-dreiste VM gäbe, könnte man dieses Unterforum ja dicht machen. ;)
Mein Ex-VM hat so ziemlich alles an Fehlern gemacht bei Mieterhöhungsversuchen, was nur geht (zu kurze Frist, unpassende Vergleichsmieten, veralteter Mietspiegel, falsche Kategorie im Mietspiegel etc.), was mir mehrere Jahre ohne wirksame Mieterhöhung verschafft hat.

0x Hilfreiche Antwort

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