Mietvertrag unterschrieben, Vermieter will verkauf

15. August 2013 Thema abonnieren
 Von 
Larse654
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Mietvertrag unterschrieben, Vermieter will verkauf

Guten Abend zusammen,

jemand hat gerade einen sehr unangenehmen Anruf von seinem zukünftigen Vermieter bekommen.

Seine Freundin und er haben einen Mietvertrag unterschrieben. Der Betroffene wurde nun von seinem zukünftigen Vermieter angerufen und ihm wurde gesagt, dass er sämtliche Wohnungen in dem Haus verkaufen möchte.

Unter normalen Umständen könnte derjenige jetzt einfach zurücktreten und keiner Partei wäre ein Schaden entstanden. Leider hat der Betroffene vom Vormieter die Küche und einige anderen Gegenstände für ca. EUR 3200 übernommen (und bereits bezahlt) und auch sonst schon die restliche Wohnungsausstattung für ca. EUR 7000 zusätzlich erworben.

Was kann, bzw. sollte der Betroffene tun?

1. Kann er von dem Kaufvertrag (Küche und weitere Wohnungsgegenstände) mit der Vormieterin zurücktreten und die bereits bezahlten EUR 3200 zurückverlangen? Er kann mit der Küche in einer anderen Wohnung ja absolut nichts mehr anfangen?!

2. Was macht der Betroffene mit den bereits gekauften Möbeln, wie Kleiderschrank, Sofa, etc. die unter Umständen nicht mehr in die neue Wohnung passen?

Ich bedanke mich recht herzlich bereits im Voraus für Eure Antworten und Eure Unterstützung.

Viele Grüße,
Lars

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Pachlus
Status:
Lehrling
(1930 Beiträge, 405x hilfreich)


Zitat:
Der Betroffene wurde nun von seinem zukünftigen Vermieter angerufen und ihm wurde gesagt, dass er sämtliche Wohnungen in dem Haus verkaufen möchte.

Nun ja, ich denke, du (oder wer auch immer) hast die Gegenstände im guten Glauben gekauft, dass du die Wohnung bekommst. Du kannst die Wohnung doch eigentlich noch immer haben, wie ich es verstanden habe. Was ist das Problem? Die arglistige Täuschung (?) des VM wird dich nicht vom Kaufvertrag befreien, es sei denn, ihr habt so etwas wie einen Rücktritt vereinbart.

Die nächste Meinung bitte:

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-- Editiert Pachlus am 15.08.2013 19:54

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#2
 Von 
Pachlus
Status:
Lehrling
(1930 Beiträge, 405x hilfreich)

Ich muss nochmal nachfragen: Wollte der VM damit zum Ausdruck bringen, dass er aus diesem Grunde nicht mehr vermieten will? Dann hast Du jemand an den Du Dich halten kannst!

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#3
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2075x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Der Betroffene wurde nun von seinem zukünftigen Vermieter angerufen und ihm wurde gesagt, dass er sämtliche Wohnungen in dem Haus verkaufen möchte. <hr size=1 noshade>



Kauf bzw. Verkauf bricht nicht Miete.

Auf die Mietverträge hat das zunächst keine Auswirkung.

Möglich aber: Kündigung wegen Eigenbedarf der künftigen Eigentümer.

Das steht aber keineswegs fest.

Sind das bereits Eigentumswohnungen oder soll das Eigentum erst geteilt werden?

Wenn erst Wohneigentum gebildet wird, dann würde § 577a BGB mindestens 3, je nachdem bis zu 10 Jahre Kündigungsschutz gewährleisten.

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-- Editiert asap am 15.08.2013 20:21

0x Hilfreiche Antwort


#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121829 Beiträge, 40072x hilfreich)

quote:
Unter normalen Umständen könnte derjenige jetzt einfach zurücktreten und keiner Partei wäre ein Schaden entstanden.

Sofern man keine diesbezügliche vertraglichen Vereinbarung hat und der Fall in Deutschland spielen würde, sehe ich keinen Ansatzpunkt für "einfach zurücktreten".



quote:
Was kann, bzw. sollte der Betroffene tun?

Alle Verträge einhalten und einziehen wenn es soweit ist.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

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#6
 Von 
Monopolist
Status:
Schüler
(276 Beiträge, 128x hilfreich)

Moin

Ja da gibt es auch schon nen Trick wie nach dem Verkauf die Sperrfristen umgangen werden können.

Ich finde leider den Artikel dazu nicht mehr.
Da gibt es ein BGH Urteil

Nachdem dem BGH die Sperrfristen ignoriert.
Der Käufer muss sich zu einer bestimmten form einer Gesellschaft Firmieren.
Was das jetzt genau war, weiss ich leider nicht mehr.

Das erlaubt es dann dieser Firma ohne die Sperrfristen auf Eigenbedarf zu Kündigen.

Falls mal jemand drüber stolpern sollte.

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0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2075x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Falls mal jemand drüber stolpern sollte. <hr size=1 noshade>



Da sind bereits verschiedene Leute darüber gestolpert.

Deshalb wurde m.W.v. 01.05.2013 in § 577a BGB ein Absatz 1a eingefügt, das "Münchner Modell" funktioniert seitdem nicht mehr:

"(1a) Die Kündigungsbeschränkung nach Absatz 1 gilt entsprechend, wenn vermieteter Wohnraum nach der Überlassung an den Mieter
1. an eine Personengesellschaft oder an mehrere Erwerber veräußert worden ist oder
2. zu Gunsten einer Personengesellschaft oder mehrerer Erwerber mit einem Recht belastet worden ist, durch dessen Ausübung dem Mieter der vertragsgemäße Gebrauch entzogen wird. ..."

Ob das hier im thread überhaupt relevant ist, weiss man aber nicht.

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#8
 Von 
Anjuli123
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1464x hilfreich)

quote:
Unter normalen Umständen könnte derjenige jetzt einfach zurücktreten und keiner Partei wäre ein Schaden entstanden.


Wie kommst du denn darauf? Kauf bricht Miete nicht.

zu 1. Nein, dafür gibt es absolut gar keinen Grund.

2. erübrigt sich damit.

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