Mündlicher Vertrag???

22. März 2012 Thema abonnieren
 Von 
Jarnsen
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Mündlicher Vertrag???

Hallo,

Schilderung: Ich habe eine kleine Wohnung geerbt, in der mein Vater bis zum Schluss lebte. Sie war in einem guten bewohnbaren Zustand. Ein Bekannter hat die Wohnung so toll gefunden das er einziehen wollte. Absprachen über Miethöhe Zeitpunkt des Einzuges und Benutzung von Garten und Keller war gesprochen und von beiden akzeptiert worden. Da er so schnell wie möglich die Wohnung renovieren wollte um einziehen zu können übergab ich die Schlüssel der Wohnung ca. 6 Wochen vor Mietbeginn. Da er auf Montage ist konnte er immer nur an den Wochenenden renovieren. Mietvertrag wurde immer wieder nicht unterschrieben. Es kam immer was dazwischen. Entweder von seiner Seite oder von meiner. Es haben wärend der Renovierung durch den Mieter auch schon kleinere Umtrünke statt gefunden. Am Tag des Einzugstermines ruft er mich an und sagt er zieht jetzt doch nicht ein, er hätte ja noch nix unterschrieben und somit würde kein Vertrag bestehen. Ich wieß ihn darauf hin das sehr wohl ein Vertrag besteht da er ja die Schlüssel angenommen hat und die Wohnung nach seinen Wünschen hergerichtet hat und wir über alle Vertragsinhaltlichen Sachen einig waren.

Wie kann ich jetzt weiter verfahren?? Um ihm glaubhaft zu machen das er einen vertrag abgeschlossen hat den er ordentlich schriftlich kündigen muß. Oder liege ich jetzt komplett falsch. Danke für die Hilfe

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12315.05.2012 07:09:00
Status:
Schüler
(472 Beiträge, 132x hilfreich)

Machen Sie dem Spezi klar, dass er eine Kündigungsfrist von 3 Monaten hat. Auch mündliche Mietverträge sind bindend.

Die Kündigung hat schriftlich zu erfolgen.

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#2
 Von 
Barni Gröllheimer
Status:
Lehrling
(1441 Beiträge, 278x hilfreich)

Es ist richtig, dass ein mündlicher Vertrag geschlossen wurde, aber ich gebe zu bedenken:

- dass den schriftlichen MV beide gleichermassen verbummelt haben, also gepfuscht haben

- dass ein mündlicher Mietvertrag immer dass Beweissproblem des VM hat, das heisst, grundsätzlich sind die NK/BK in der Miete enthalten. Wenn VM was anderes will muss er es beweissen und dies scheitert oft daran dass es eben mündlich, ohne Zeugen, vereinbart wurde

- wenn es zu Beginn des Mietverhältnisses zwischen den beiden Parteien schon nicht klappt.....wie soll es dann später werden....Ärger ist vorprogrammiert

Meine Meinung:

Vergessen Sie`s und machen sie sofort einen beiderseitigen Aufhebungsvertrag um Klarheit (Beendigung des mündlichen Vertrages) zu schaffen.

Und das Nächste mal bitte
- ERST -
einen ordentlichen, schriftlichen Mietvertrag mit Kaution und Selbstauskunft und

dann schliesslich den Schlüssel.

Schnell...schnell ist selten gut und führt genau zu der jetzigen unbefriedigenden Situation !

MFG

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#3
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2506x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>- dass ein mündlicher Mietvertrag immer dass Beweissproblem des VM hat, das heisst, grundsätzlich sind die NK/BK in der Miete enthalten. Wenn VM was anderes will muss er es beweissen und dies scheitert oft daran dass es eben mündlich, ohne Zeugen, vereinbart wurde <hr size=1 noshade>



Es sind ja nicht nur die NK, hinzu kommen die Schönheitsreparaturen, die Bagatellschäden, nach BGB alles Vermietersache. Ob man überhaupt die Höhe des Mietzinses nachweisen kann ist auch offen.

Dazu sollte nach Vorstellung Beider der MV schriftlich geschlossen werden:

quote:<hr size=1 noshade>Mietvertrag wurde immer wieder nicht unterschrieben. Es kam immer was dazwischen. Entweder von seiner Seite oder von meiner. <hr size=1 noshade>


Das wird man so sehen müssen, dass erst mit den Unterschriften der MV zustande gekommen wäre, das kann man nicht ausblenden.

Kann sein, dass der "M" nach §§ 311 II, 280 BGB Schadensersatz wegen des Mietausfalls schuldet. So ganz wohl wäre mir aber nicht, das geltend zu machen.

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#4
 Von 
Jarnsen
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Und das er die Wohnung schon komplett so renoviert hat wie er es haben wollte tut nichts zur Sache? Bis auf das Laminat was er verlegen wollte war alles fertig als er dann plötzlich absagte. Der Teppich ist komplett versaut. Das ich mir den Stress nicht weiter antue ist auch klar. Aber kann ich auf die Kündigung und die 4 Monatsmieten bestehen oder das er einen nachmieter findet un die Mieten zu sparen????

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#5
 Von 
Michael32
Status:
Schlichter
(7393 Beiträge, 1620x hilfreich)

Es sagt ja keiner, dass Du Unrecht hast, aber die Nachweisbarkeit Deiner Ansprüche steht auf einem anderen Blatt.

Wenn Du z.B. argumentierst, dass Ihr noch einen schriftlichen Vertrag machen wolltet, dann würde das sogar eher dahin deuten, dass zwar eine mündl. Absprache zum Vertragsinhalt exestiert hat, aber noch kein wirklicher mündlicher Vertrag geschlossen wurde.

Wie es ein Richter sieht, kann Dir keiner Voraussagen.

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#6
 Von 
Barni Gröllheimer
Status:
Lehrling
(1441 Beiträge, 278x hilfreich)

Wie es ein Richter sieht, kann Dir keiner Voraussagen.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

dies ist ja genau der Punkt.

Wenn Sie meinen einen Anspruch zu haben, müssen Sie das belegen können. Und wenn nach der Sachverhaltsschilderung schon mehrfach kein Mietvertrag zuustandekam aus unterschiedlichen Gründen, könnte man auf die Idee kommen, Antrag und Annnahme (Voraussetzung zu einem Zustandekommen eines Vertrages)möglicherweise inkongruent/nicht deckungsgleich sind. Also z.B. es wurde nicht genau über die NK/BK gesprochen, oder über, wie oben schon genannt, Schönheitsreparaturen.

Wenn dem so war, das einzelne Absprachen fehlen, dann gehen sie baden...und schliesslich wird ausser Spesen nichts gewesen das Resultat sein.

Abhaken, unter Erfahrung notieren, das nächste mal besser machen !

Ist leider so............

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