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Muss der Vermieter die Stromversorgung garantieren bei Einzelvermietung in einer WG?

5. April 2016 Thema abonnieren
 Von 
mareigesa
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Muss der Vermieter die Stromversorgung garantieren bei Einzelvermietung in einer WG?

Unser (4er WG mit Einzelverträgen) Problem ist folgendes:

Seitdem wir letzten Oktober einen Vermieterwechsel hatten, änderte sich einiges. Unser Mitspracherecht bei der Zimmerzuteilung ist stark gesunken. Unser Vermieter hat einen Kandidaten gegen unseren Willen einziehen lassen. Bei diesem Mieter bezahlt das Amt. Ausser den Strom, weil wir dafür in der WG einen eigenen Vertrag mit den Stadtwerken haben. Das hat auch mit den alten Mietern auf Vertrauensbasis funktionert.
Nun zahlt der neue Mieter seine Stromkosten nicht, unterschreibt auch nicht den Vertrag bei den Stadtwerken und wir übrigen Mieter bleiben auf den Kosten sitzen.
Unsere Idee: Stromvertrag bei den Stadtwerken kündigen oder auf den Vermieter überschreiben.
Unsere Befürchtung: der Vermieter übernimmt den Vertrag nicht und uns wird der Strom abgestellt.

Jetzt die Frage: Ist der Vermieter bei einer Wohngemeinschaft mit Einzelzimmervermietung + Gemeinschaftsräumen (Küche, Flur, Bad, Toilette) verpflichtet, die Stromversorgung zu stellen?

-- Editier von mareigesa am 05.04.2016 16:29

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
cauchy
Status:
Richter
(8908 Beiträge, 4206x hilfreich)

Zitat:
Jetzt die Frage: Ist der Vermieter bei einer Wohngemeinschaft mit Einzelzimmervermietung + Gemeinschaftsräumen (Küche, Flur, Bad, Toilette) verpflichtet, die Stromversorgung zu stellen?

Schwierige Frage. Ich würde sie reformulieren: Bei Einzelverträgen ist keiner von euch verpflichtet, die Verantwortung für die Stromzahlungen eines anderen zu übernehmen. Ich sehe daher aktuell 2 praktikable Möglichkeiten:

1)Der Vermieter garantiert gegenüber den Mietern, welche im Vertrag mit den Stadtwerken stehen, für die Stromzahlungen der jeweils anderen.
2) Der Vermieter meldet auf sich selber an.

Ein Anrecht auf 1 haben meiner Meinung nach weder Mieter noch Vermieter, aber vermutlich ist das die einfachste Lösung. Wenn der Vermieter sich querstellt, so wird man ihn auf die 2.Möglichkeit verweisen können. Denn momentan ist es so, dass der Vermieter und der neue Mieter versuchen, einen sogenannten Vertrag zu Lasten Dritter abzuschließen. Das bedeutet, Vermieter und neuer Mieter schließen einen Mietvertrag und unbeteiligte Dritte sollen für den Stromverbrauch des neuen Mieters haften. Das ist aber schlicht ungültig und das sollte auch dem Vermieter nach etwas Nachdenken klar sein.

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