Nasse Fenster, Hohe Luftfeuchtigkeit

19. November 2007 Thema abonnieren
 Von 
samuel08
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)
Nasse Fenster, Hohe Luftfeuchtigkeit

Guten Tag
Herr X hat einige Probleme mit seiner Wohung:

Die Wohnung:
eine 2 Zimmer-Wohnung in einem Seitenhaus eines renovierten Altbaus.
Die Wohnung verläuft auf 2 übereinanderliegenden Ebenen: Obere: Bad, SZ, Flur
Unten: Küche, WZ, Flur. Hierbei sind SZ & WZ Durchgangszimmer; die Wohnung hat (bei allen Räumen identisch) 1 Außenwand (zum Innenhof), die anderen 3 Wände grenzen an Nachbarwohnungen bzw. der Flur an das Treppenhaus. Die Zimmer haben abgehangene Decken; Die Wohung befindet sich im 3/4 Stock, wobei sich oberhalb der Dachboden befindet.

1. Problem
Die Luftfeuchtigkeit in den Räumen ist sehr hoch. Insbesondere im Schlafzimmer und Bad sind daher in der kalten Jahreszeit allmorgendlich klitschnasse Scheiben zu beobachten. Die Luftfeuchtigkeit geht dabei auf 78-85% über Nacht, bei einer Raumtemp. von 16-17°C.
- Herr X lüftet täglich min. 1x tägl. via Stoßlüften, wonach der Wert schnell auf 50-60% (je nach Wetter) sinkt, kurz nach Schließen und Heizungaufdrehen wieder auf 70-75% ansteigt (Werte für das SZ).
- Die Fenster sind doppelt verglast und haben eine Nussbaumoptik (scheinen hochwertig zu sein.)
- Es stehen keine Möbel an der Außenseite.
- IdR sind 17-18°C die Raumtemperatur dieses Zimmers.

> Wo könnte das Problem liegen? Wer wäre "verantwortlich"?

2. Problem
Herr X' Flur ist kaum beheizbar. Der Flur, welcher via Wendeltreppe 2 Etagen verbindet, hat im unteren Bereich einen (kleinen) Heizkörper. Im oberen keinen. Herr X macht ein Experiment: Er hat dabei versucht den Flur auf "angenehme" Temperaturen zu heißen. Innerhalb von 10 Stunden (tagsüber) Heizung-auf-5/5-Stellens hat sich die Raumtemperatur (oben) von 14,9 auf 15,5°C steigern lassen, wobei der Gaszähler 5 Einheiten Verbrauch angezeigt hat.

> Herr X meint, dass dieser Raum damit wirtschaftlich nicht heizbar sei. Kann er dies beim Vermieter einklagen? Hat dieser Effekt evtl. großen Einfluss auf Problem 1?

3. Problem
Um die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung nicht weiter zu belasten, hängt Herr X seine Wäsche zum Trocknen auf den Dachboden direkt oberhalb der Wohnung.
Nun zur kalten Jahreszeit braucht die Wäsche aber mehrere Tage (3-5), bis er sie einigermaßen trocken herunter holen kann.
Die Temperatur auf dem Dachboden ist dabei nahezu identisch zur Außentemp., da zwischen den Dachgiebeln, die auf den Seitenwänden aufliegen, keine "Dichtung" angelegt wurde. Es entspricht im Effekt also vielen permanent geöffneten Fenstern.

> Kann er vom Vermieter einen geschlossenen Raum verlangen? Hat die Abkühlung des Dachbodens evlt. Einfluss auf seine Feuchtigkeitsprobleme?

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20 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-1618
Status:
Beginner
(108 Beiträge, 19x hilfreich)

Leider kann ich mich nur zu Problem 1 äußern. Ich hatte das gleiche Problem in meiner Wohnung und habe durch Austausch der Glasscheiben eine Luftfeuchtigkeit von 60% erreicht.

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#2
 Von 
1968alex
Status:
Lehrling
(1101 Beiträge, 121x hilfreich)

Bei dichten fenstern reicht einmal Stosslüften am Tag nicht !

Mindestens 2 mal am Tag lüften, besser 3 mal ! dafür reichen jedesmal 5 Minuten, Fenster voll auf. Dabei Heizung herunter drehen.

Wohne im Neubau, und kenne das Problem Bau muss bei mir erst richtig trocken werden !

Zur Heizung im Flur wird die richtig heiss ? Entlüften ?

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#3
 Von 
guest123-2083
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 130x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
Gast
Status:
Praktikant
(533 Beiträge, 144x hilfreich)

Gehört der Flur und Treppenhaus zur Wohnung?

Wie schon gesagt, du musst mehr lüften. So lange bis die Luftfeuchtigkeit auf Dauer unten bleibt.
Normale Luftfeuchte liegt bei 45-65%.

Ein Zusammenhang zu deiner Wäschetrocknerei in der Wohnung kann durchaus bestehen. Ist die Wohnung zum Dachboden dampfdicht getrennt?

Problem ist auch das Temperaturgefälle innerhalb der Wohnung. Wie hoch sind die Temperaturen im Rest der Wohnung?

Kalte Luft ist schneller mit Feuchtigkeit gesättigt als warme Luft. D.h. absolut gesehen ist die Luft im Schlafzimmer nicht unbedingt mit mehr Wasser versetzt als im Rest der Wohnung.

-- Editiert von Gast am 20.11.2007 08:25:01

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#5
 Von 
Yardin
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

Ist immer wieder das gleiche. da wird ein altbau saniert und kriegt neue fenster. dann ist die bude so dicht wie ein Gefrierbeutel und alles wird nass.so blöd es jetzt auch klingen mag. Ich hatte mal das gleiche problem. Ich hab dann an allen fenstern an der Unterseite den Gummi entfernt und das Problem war weg.

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#6
 Von 
1968alex
Status:
Lehrling
(1101 Beiträge, 121x hilfreich)

@yardin

damit sind die Fenster beschädigt worden, das ist Sachbeschädigung !
Hoffentlich hast das nciht bei Mortinghal oder Blockwart gemacht die lynchen dich sonst *lol*

3 mal Stosslüften und gut ist!

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#7
 Von 
Yardin
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 0x hilfreich)

@1968alex also fest verklebte Dichtungsgummis natürlich nicht entfernen. Das wäre sicher Sachbeschädigung. Bei mir waren sie in einer Schiene einfach zum rausziehn so wie bei fast allen neuen fenstern. Früher bei den alten Holzfenstern gabs hierfür sogar extra gebohrte Löcher die das Kondenszwasser ablaufen liessen.
3x Stosslüften lösst das Problem auch. Allerdings sind dann die durch die neuen Fenster ersparten Heizkosten wieder flöten. Nach dem Stosslüften läuft unweigerlich jeder Heizkörper erstmal wieder zur Höchstform auf und heizt und heizt:-)und hierbei ist es egal ob ich von Honeywell ein Supermegathermostat am heizkörper habe oder nur ein Standardventil.

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#8
 Von 
Gast
Status:
Praktikant
(533 Beiträge, 144x hilfreich)

Deswegen sollt du die HK auch vor dem Lüften abstellen.
Das jemand die Dichtungen der Fenster entfernt höre ich zum 1. Mal. Ist sicherlich einen Möglichkeit, aber die Falsche.
Bitte nicht nachmachen, und schon gar nicht an Holzfenstern.
Die Fenster-Leiste, an der kein Gummi mehr sitzt, kühlt unweigerlich aus, und es kommt zu Kondenswasserausfall an dieser Stelle. Das Fenster wird auf Dauer beschädigt.
Für die Raumluft tritt zunächst ein guter Effekt auf, für die Substanz schädlich.

Neue Fenster, damit Heizkosten gespart werden, dann kommt der Mieter und entfernt die Gummidichtungen.... komm ich nicht drüber weg...sorry

-- Editiert von Gast am 20.11.2007 09:41:26

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#9
 Von 
1968alex
Status:
Lehrling
(1101 Beiträge, 121x hilfreich)

@gast

yep ich auch nicht. Zumal es dann auch wieder zieht!

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#10
 Von 
guest123-2125
Status:
Junior-Partner
(5337 Beiträge, 2052x hilfreich)

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#11
 Von 
guest123-1299
Status:
Student
(2376 Beiträge, 253x hilfreich)

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#12
 Von 
Gast
Status:
Praktikant
(533 Beiträge, 144x hilfreich)

Empfehlung der hersteller von Dachflächenfenstern, dass man die Dauerlüftung, oberer Schlitz am Fenster, nicht unbedingt zur kalten Jahreszeit öffnen sollte.
Denke mal, dass das bei normalen Fenstern ähnlich ist.
Aber gegen das Trockenheizen ist nichts zu sagen.

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#13
 Von 
guest123-2083
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 130x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#14
 Von 
1968alex
Status:
Lehrling
(1101 Beiträge, 121x hilfreich)

Aha das ist üblich aber nur im Altbau und wen die Wohnung vermietet wird, oder ?

Weil bei mir wird 3 mal gelüftet wie es sich gehört. :engel:

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#15
 Von 
guest123-2083
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 130x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
1968alex
Status:
Lehrling
(1101 Beiträge, 121x hilfreich)

ne geht nicht
war die Antwort darauf
...Das ist bei (neuen) Kunststofffenstern durchaus üblich...

richtig

welchen Einfluss andere Scheiben auf die Luftfeuchtigkeit haben sollen, erschließt sich mir jedoch nicht.
Allenfalls kann man hiermit doch den Taupunkt verlagern.

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#17
 Von 
guest123-2083
Status:
Praktikant
(805 Beiträge, 130x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#18
 Von 
samuel08
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Noch ein paar nachtragende Informationen zur Problematik:

- Ja, der Flur gehört mit der Wendeltreppe zur Wohnung. Und grenzt an den Hausflur.
- Die Raumtemp sind ca. 20°C im WZ und Küche, ca. 17-18°C in Bad und SZ, der Flur müsste bei 14-16°C liegen. Oben kälter als unten (vorm Heizkörper)
- Die Bodenoberfläche des Dachbodens ist aus Beton. Wie genau der Boden nun zusammengesetzt ist, kann ich nicht sagen. SZ und Bad sind zudem mit abgehangenen Decken ausgestattet.
- Die Wohunung verfügt über kleine Heizkörper, die einen Raum max. auf 20°C nach einigen Stunden erhitzen können.
- ( Bei den Nachbarn wurden übrigens noch kein einziges Stoßlüften beobachtet. )
- Die Verputzung (um die Fenster herum) würde ich als "kalt" bezeichnen.

PS: Sieht also die optimale Lösung so aus:
Morgens aufstehen, duschen, frühstücken lüften, Heizung hoch aufdrehen, zur Arbeit, wieder kommen, lüften, bibbernd nen heizen Tee schlürfen, heizung wieder voll aufdrehen, vorm schlafen gehen, noch einmal lüften, Heizung aufdrehen und in einem sehr kalten Raum bei voll laufender Heizung wieder einschlafen?
Mal im ernst - ist E.on euer Arbeitgeber?
Das hört sich weder nach angenehmen Wohnklima noch nach bezahlbaren Nebenkostenabrechnungen an.
( Die Infohefte habe ich auch zu hause, und auch gelesen, deshalb lüfte ich morgens 5-15min und Abends noch einmal Wohnzimmer und Küche für 5min, lasse die Heizung dann aber auf geringer Stufe, ... )

Nebenbei:
Ist die "Flurbeheizbarkeit" denn soweit hinnehmbar oder könnte Mietminderungsgrund vorliegen? (Immerhin sollen ja alle Räume in etwa gleich beheizt werden (können), um der Luftfeuchtigkeit Herr zu werden)

Muss ein Dachboden geschlossene Wände haben? Oder reicht es, wenn dieser vor Regen geschützt ist?

PPS: Besten Dank schon mal für die Antworten! ;-)

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
samuel08
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

eine kleine grafik:

/ \
/ Dachboden / Hausflur / \
/ Bad / SZ / Flur / Hausflur / Flur Nachbar
/ Küche / WZ / Flur / Hausflur / Flur Nachbar
/ Bad ... Nachbar / / ...

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Gast
Status:
Praktikant
(533 Beiträge, 144x hilfreich)

Das wird aber sehr umfangreich für eine Kostenfreie Beratung ;-)

Ohne die Wohnung zu kennen, ohne die Bausubstanz zu kennen, und ohne dein Heizverhalten und Lüftungsverhalten zu kennen...
Frage ich dich,
glaubst du du wirst hier die Lösung dieses immer größer werdenden Problems finden?

Mein Rat an dich: Suche dir einen Bausachverständigen, und lass dir ein Sanierungskonzept vorschlagen. So wie du schreibst ist die Wohnung nahezu unbewohnbar.

0x Hilfreiche Antwort

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